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What’s next – 5 Trends für das Laufen der Zukunft.

Di, Aug 12, 2014

Schnipsel

What’s next – 5 Trends für das Laufen der Zukunft.

Laufen ist ein Sport, der ohne Technik auskommt. Deshalb kann man viele technischen Neuerungen mit Skepsis betrachten. Andererseits bleibt die Zeit nicht stehen – Technik durchdringt unseren Alltag und damit auch das alltägliche Laufen.

Viele Leser von Laufen mit Frauschmitt wissen, dass ich mich immer wieder gern mit dem Laufen der Zukunft beschäftige und mich Innovationen mit Neugier nähere. Mir sind dabei ein paar Trends aufgefallen, über die ich euch berichten will.

Trend 1: Personalisierung

Jeder Mensch hat sein ganz eigenes Bewegungsmuster und läuft ganz individuell. Die Versuche, einen ganz bestimmten Laufstil zu lehren, fallen bei manchen auf fruchtbaren Boden – und scheitern bei anderen kläglich. Ein Trend der Zukunft wird meiner Einschätzung nach darin bestehen, den individuellen Laufmustern mehr Rechnung zu tragen – sowohl bei den Laufstilanalysen von Orthopäden, als auch bei der Neuentwicklung von Schuhen. Schuhe könnten sich mehr und mehr dem Läufer anpassen, bis hin zur individuellen Spezialanfertigung. Im Laufschuhgeschäft könnte dann der Schuh nach den Anforderungen des Kunden zusammengebaut werden – von der Außensohle bis zum Schnürsenkel.

Trend 2: Echtzeitmessung

Bereits heute messen wir laufend – den Puls, die Geschwindigkeit, die Strecke. In Zukunft könnten noch viel mehr Parameter ständig erfasst werden. Das Ziel: Dem Läufer mehr Anhaltspunkte geben, wie er seinen Lauf verbessern kann. Das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS arbeitet derzeit an einem Schuh, der während der Laufs biomechanische Daten erfasst,. Eine Software wird anschließend aufgrund der gesammelten Daten konkrete Trainingsempfehlungen geben. Das Runsafer-Projekt soll Anfang 2015 startklar sein für den Handel.

© Fraunhofer Institut Dresden

© Fraunhofer Institut Dresden

Trend 3: Nachhaltigkeit

Bislang ist es noch schwierig, einen wirklich nachhaltigen Laufschuh zu bauen, von der zusätzlichen Elektronik ganz zu schweigen. Doch die Diskussion um ungenutzten Elektroschrott wird angesichts knapper Ressourcen weiter zunehmen und auch Laufschuhe werden zukünftig höheren Ansprüchen an Nachhaltigkeit genügen müssen. Zu erwarten sind z.B. eigene Recycling-Programme der Hersteller und ein modularer Aufbau von Elektronik, wie er derzeit zum Beispiel auch bei Smartphones getestet wird. Auch das Thema Energie wird eine Rolle spielen. Immer wieder gibt es Versuche, die beim Laufen entstehende Energie nutzbar zu machen, z.B. um das mitgeführte Handy aufzuladen.

Trend 4: Navigation und Smart-Clothes

Kaum eine Technologie hat die Fortbewegung der Menschen in den letzten 10 Jahren so sehr beeinflusst wie GPS, sei es als Autofahrer, Radfahrer oder Läufer und Fußgänger. Doch noch funktioniert die Navigation vergleichsweise sperrig, wir müssen auf Karten schauen und zuhören. Ein Indisches Start-up hat jetzt einen Schuh entwickelt, der durch Vibration anzeigt, ob sein Besitzer auf dem rechten Weg ist – via Bluetooth kann man ihm zuvor bestimmte Routen einfüttern. Gerade für Läufer ergeben sich durch die neue Kategorie der „Wearables“, der tragbaren, internetfähigen Geräte neue Möglichkeiten. Zum Thema GPS gehört übrigens auch der Sicherheitsaspekt. Wer beim Laufen kein Handy mitnehmen möchte, kann zukünftig auch auf anderem Wege anzeigen, wo er ist, wie das Produkt Geocare heute schon zeigt. Zukünftig könnte dafür bereits eine GPS-fähige Jacke genügen – oder eben ein Schuh.

© Ducere Technologies

© Ducere Technologies

Trend 5: Mehr Bewegung im Alltag

Es ist keine neue Erkenntnis, dass Sitzen krank macht. Der Trend der Fitness-Tracker spielt mit dem schlechten Gewissen der Vielsitzer. Es ist zu erwarten, dass die nächste Generation ausgefeilter wird und auch die sportliche Betätigung besser mit einbeziehen kann. Bislang noch nicht durchsetzen konnten sich Desktop-Laufbänder, die ermöglichen sollen, etliche Büroarbeiten im Gehen statt im Sitzen auszuführen. Hier spielt sicher der hohe Preis eine Rolle. Ich glaube, dass dabei das letzte Wort noch nicht gesprochen ist und große Unternehmen beim Thema Gesundheitsprävention nicht nur auf hauseigene Lauftreffs, sondern auch auf Technik setzen werden. Ich bin sehr gespannt, wie sich das Thema entwickelt.

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