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	<title>Laufen-mit-frauschmitt &#187; Altkönig-Lauf</title>
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	<description>Laufen zum Lesen und Hören.</description>
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		<title>Ask the therapist.</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Sep 2009 19:03:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Altk&#246;niglauf beginnt mit einer Panne. Ich bin zu fr&#252;h aufgestanden. Aus Versehen. Eine ganze Stunde. Was h&#228;tte man in der Zeit nicht noch alles tr&#228;umen k&#246;nnen! Neulich tr&#228;umte ich von jemandem, der mich fragte: „Sind alle in deiner Familie so kariert?“ Das w&#228;re eine gute Frage f&#252;r einen Therapeuten. Die gro&#223;e Philosophin Mariah Carey hat einmal gesungen, dass in uns allen ein kleiner Held wohnt. (...) ]]></description>
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<h2><span style="font-weight: normal;">Der Altk&#246;niglauf in Kronberg. (2009)</span></h2>
<p>Der Altk&#246;niglauf beginnt mit einer Panne. Ich bin zu fr&#252;h aufgestanden. Aus Versehen. Eine ganze Stunde. Was h&#228;tte man in der Zeit nicht noch alles tr&#228;umen k&#246;nnen! Neulich tr&#228;umte ich von jemandem, der mich fragte: „Sind alle in deiner Familie so kariert?“ Das w&#228;re eine gute Frage f&#252;r einen Therapeuten.<br />
<!--03940549--><br />
Die gro&#223;e Philosophin Mariah Carey hat einmal gesungen, dass in uns allen ein kleiner Held wohnt. Mein innerer Held wohnt zusammen in einer WG mit meinem inneren Therapeuten. Der beantwortet mir alle Fragen. Zur Kariert-Frage sagt er: „No, you’re the only one, who is kariert. But stay kariert as you are! Kariert is the new gestreift!“ Mein innerer Therapeut ist n&#228;mlich Amerikaner. Leider ist er ziemlich kostspielig. Er will dauernd, dass ich neue Laufschuhe kaufe. Oder die siebenundzwanzigste Laufweste. Besonders hart ist es, wenn sein Kumpel, der innere Held, schlapp macht. Dann muss der Therapeut ran und das kann teuer werden. Manchmal aber auch nicht. Zum Beispiel heute: letzte Woche beim Hugenottenlauf hat mein innerer Held mich total im Stich gelassen. Ich bin verheerend gelaufen. Mein Therapeut hat mir dagegen nur empfohlen: „Run the Altk&#246;niglauf! This will gonna make you glucklisch!“ Der Altk&#246;niglauf (10 und 20 km) findet zwar in einer teuren Gegend statt, ist aber billig. Ich nehme den Rat des Therapeuten gern an.</p>
<p>Es verspricht ein warmer, sonniger Tag zu werden, als wir auf dem Parkplatz eintreffen, der direkt an die neue Sportanlage des MTV Kronberg grenzt. Alles ist hier h&#252;bsch und neu gemacht. Es gibt ein Beachvolleyballfeld, eine schmale Tartanbahn und ein schickes Kunstrasenfu&#223;ballfeld. Ich wei&#223; nicht, ob dieser Spezialbelag &#246;kologisch sinnvoll ist, aber er ist weich und pflegeleicht. Vereine m&#252;ssen &#246;konomisch denken.</p>
<p><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Altkoeniglauf-Lauftreff.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1575" title="Altkoeniglauf-Lauftreff" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Altkoeniglauf-Lauftreff.jpg" alt="Altkoeniglauf-Lauftreff" width="518" height="389" /></a></p>
<p>Der Altk&#246;nig ruft und obwohl man nie einen Berg mit Mikrofon gesehen hat, haben hunderte seinen Ruf geh&#246;rt und sind ihm gefolgt. Die Strecke geht fast ausschlie&#223;lich durch den Wald, ist h&#252;gelig, anspruchsvoll und macht viel Spa&#223;. Wir laufen uns ein wenig ein und genie&#223;en in gewisser Vorfreude das klackende Ger&#228;usch sich &#246;ffnender Tortenhauben. Der Herr, der den Countdown zum Startschuss vorgibt, scheint ein wenig aufgeregt zu sein, der Countdown verz&#246;gert sich und die Spannung steigt. Nach dem „Peng“ ert&#246;nt ein anderer gro&#223;er Philosoph und singt, dass im „Sammer of sixtinein“ alles viel besser war. Finde ich nicht. Da konnte ich noch kaum laufen. Recht schnell geht es bergauf. Das geh&#246;rt so. Wo Altk&#246;nig drauf steht, ist Steigung drin. Ich merke schon an den ersten Kilometern, dass mir die vers&#228;umte Stunde Schlaf nicht fehlt. Ich bin frisch und mir geht es gut.</p>
<p>Da ich die Strecke in Kronberg kenne, wei&#223; ich, dass ich sie nicht kenne. Ich wei&#223;, dass ich dauernd irgendwo bin und nicht wei&#223; wo. Das liegt daran, dass man manche Streckenpassagen mehrfach durchlaufen muss, zum Teil auch in umgekehrter Richtung. Als Streckenlegasthenikerin bin ich da v&#246;llig &#252;berfordert. Aber das macht nichts. Man hat so unterwegs immer etwas zu tun, weil man herumr&#228;tselt. Die Streckenposten bestehen heute bevorzugt aus im wahrsten Sinne des Wortes allein stehenden Damen. Doch die l&#228;cheln und muntern auf und gr&#252;&#223;en, als w&#228;ren sie eine ganze Fankurve. Gern w&#252;rde ich jetzt berichten, an welcher Stelle ich welche Dame traf und bei Kilometer wieviel das kleine sonnige Feldst&#252;ck kam. Oder der See. Aber f&#252;r mich ist alles durcheinander. Viermal laufe ich in unterschiedlichen Richtungen &#252;ber eine Br&#252;cke. Wie soll man da den &#220;berblick behalten?</p>
<div style='float:right; width:200px;' ><div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #f4a460; border-left-color: #f4a460; border-right-color: #f4a460; border-bottom-color: #f4a460; background-color: #fff5ee; "><em>Lieber auf der Couch lesen? Hier gibt&#8217;s eine </em><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Altk&#246;niglauf09.pdf" target="_blank"><em>Druckversion</em></a><em> als PDF</em>.</div></div>
<p>Merken kann ich mir die Dame mit der Kuhglocke. Sie steht etwa bei Kilometer 9,5. Denn dort hat eine anspruchsvolle Steigung ihren H&#246;hepunkt. Die Kuhglocke ist ein wahres Monstrum und die Dame wuchtet es m&#252;hsam hin und her. Vermutlich l&#228;cheln die anderen Damen deshalb so fr&#246;hlich, weil man den Kuhglockendienst ausgelost hat und sie alle haben den leichteren Part gewonnen. Die Gl&#246;cknerin braucht heute Abend in jedem Fall ein W&#228;rmekissen &#252;ber den Schultern, das ist abzusehen. Vor mir l&#228;uft seit geraumer Zeit etwas Blaues mit einem leeren Flaschengurt. Leere Flaschengurte sind total in. Ich sehe sie in letzter Zeit dauernd. Vermutlich sollen sie die Taille betonen. Dem Haarkranz nach zu urteilen ist das Blaue vor mir m&#228;nnlich und braucht das eigentlich nicht mit der Taille. Sei’s drum. Ich laufe dem Herrn einfach nach, es ist sonst nicht viel los um mich herum und ich bin froh, einen Anker zu haben. Vorhin, als der erste 10 km L&#228;ufer an mir vorbeischoss, war das noch anders. Der Arme musste durch ein stellenweise dichtes Feld. Hier k&#246;nnte der MTV Kronberg &#252;ber ein F&#252;hrungsfahrrad nachdenken. Am Berg scheinen manche L&#228;ufer leider so sehr mit sich selbst besch&#228;ftigt, dass sie den schnelleren L&#228;ufer ignorieren.</p>
<p>Jetzt ist es ruhiger geworden im Feld. Viele Steigungen und Bergabpassagen ziehen es ordentlich auseinander. Als der Herr in blau langsamer wird, schiebe ich mich neben ihn. Auch wenn ich vorsichtig laufe, so will ich doch nicht bremsen. Es kommt zu einem &#220;berholman&#246;ver und gleich danach zu etwas, was man in der Formel 1 „Konter“ nennen w&#252;rde. Der Blaue gibt Gas wie verr&#252;ckt und das am Berg. Schon nach kurzer Zeit ist er fast au&#223;er Reichweite. Wenn das mal gut geht. Aber das soll nicht meine Sorge sein. Ich k&#252;mmere mich lieber darum, jedes Mal einen Becher Wasser zu ergattern, denn es ist warm geworden. Das Wasser erfrischt und schon nach wenigen Schritten gehen f&#252;hle ich mich erholt.</p>
<p>Es ist ganz anders als in Neu-Isenburg. Heute bin ich guter Dinge. Zeiten ausrechnen muss ich nicht, bergauf laufe ich gern und bergab kann ich mich ganz der Schwerkraft hingeben und einfach nur Schritt f&#252;r Schritt nach vorne fallen. Es f&#252;hlt sich an wie ohne eigenes Zutun. Als der Blaue mir langsam wieder n&#228;her r&#252;ckt, wei&#223; ich, dass es gut l&#228;uft. Nicht f&#252;r ihn, aber f&#252;r mich. Ich ziehe mich heran und schlie&#223;lich vorbei. Jetzt muss ich nur noch das Tempo halten. Denke ich und werde schneller. Noch 3 Kilometer. Vielleicht kann man ja noch etwas herausholen. Ein letztes Mal strahlt mich eine der Damen an und ich renne, was das Zeug h&#228;lt. Das Zeug h&#228;lt einiges und deshalb nehme ich auch den letzten steilen H&#252;gel ohne gro&#223;en Respekt. Bin ja gleich da. Und der Blaue ist nicht mehr zu sehen. Ich fege auf den Sportplatz und &#252;berquere das Ziel gutgelaunt bei 1:53:01. Ich war hier schon mal 10 Minuten schneller – aber wen st&#246;rt das? Mein innerer Held wirft die Faust in die Luft und macht sich schon mal ein Weizenbier auf.</p>
<p>Ich bestaune erst einmal die Bambini-L&#228;ufe, wobei ich sofort einem dunkelh&#228;utigen Kind verfalle, das ein viel zu gro&#223;es T-Shirt tr&#228;gt. Es wird beim Lauf Letzter, was es eher noch liebenswerter macht.</p>
<p><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Altkoeniglauf-Bub3.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1576" title="Altkoeniglauf-Bub3" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Altkoeniglauf-Bub3.jpg" alt="Altkoeniglauf-Bub3" width="311" height="233" /> </a><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Altkoeniglauf-Bub2.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1578" title="Altkoeniglauf-Bub2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Altkoeniglauf-Bub2.jpg" alt="Altkoeniglauf-Bub2" width="189" height="252" /></a></p>
<p>W&#228;hrend der Siegerehrung wird noch einmal kr&#228;ftig gefeiert, denn der Altk&#246;niglauf hat 30stes Jubil&#228;um.</p>
<p><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Altkoeniglauf-Jubilaeum.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1579" title="Altkoeniglauf-Jubilaeum" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Altkoeniglauf-Jubilaeum.jpg" alt="Altkoeniglauf-Jubilaeum" width="512" height="384" /></a></p>
<p><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Altkoeniglauf-Kaffee.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1580" title="Altkoeniglauf-Kaffee" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Altkoeniglauf-Kaffee.jpg" alt="Altkoeniglauf-Kaffee" width="512" height="384" /></a></p>
<p><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Altkoeniglauf-Grillen.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1581" title="Altkoeniglauf-Grillen" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Altkoeniglauf-Grillen.jpg" alt="Altkoeniglauf-Grillen" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Danach bestaune ich meinen Trainingspartner, der den zweiten AK Platz belegt und ein Paar Socken gewinnt. Die Sonne scheint, die Grillw&#252;rstchen m&#252;ffeln, der Kuchen kr&#252;melt. It’s true, dear inner therapist. Altk&#246;niglauf macht glucklisch.</p>
<p> <!--03940549--></p>
<h4>Altk&#246;nig Kronberg?</h4>
<table cellspacing="0" cellpadding="0" border="0">
<tr>
<td><iframe src="http://www.map-generator.net/extmap.php?name=Kronberg&amp;address=Kronberg&amp;width=500&amp;height=400&amp;maptype=map&amp;zoom=14&amp;hl=de&amp;t=1255631094" width="500" height="400" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></td>
</tr>
<tr>
<td align="right"><a style="font:8px Arial;text-decoration:none;cursor:default;color:#5C5C5C;" href="http://www.map-generator.net/?de">Stadtplan / Kartengenerator</a></td>
</tr>
</table>
<p><!-- Do not change code! --></p>

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		<title>Von Streckenkarten, Haartrocknern und Pl&#252;schfr&#246;schen.</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Sep 2007 21:36:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Altk&#246;nig-Lauf ist kein Lauf f&#252;r Streckenkartenlegastheniker. Auf der 20 km Strecke l&#228;uft man zwei Runden. Aber eben nicht genau zwei Runden, sondern eine Runde mit Schleifen dran. Es gibt Menschen, die betrachten Streckenkarten und sagen „Aha, so so, ach, da lang geht es!“. Ich schaue auf die Karte und denke: „&#214;h&#246;m.“ Viel lieber ist mir da doch das H&#246;henprofil. Grob gesagt: es geht erst rauf (...)]]></description>
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<h2>Der Altk&#246;nig-Lauf in Kronberg 2007 (20 km).</h2>
<p>Der Altk&#246;nig-Lauf ist kein Lauf f&#252;r Streckenkartenlegastheniker. Auf der 20 km Strecke l&#228;uft man zwei Runden. Aber eben nicht genau zwei Runden, sondern eine Runde mit Schleifen dran. Es gibt Menschen, die betrachten Streckenkarten und sagen „Aha, so so, ach, da lang geht es!“. Ich schaue auf die Karte und denke: „&#214;h&#246;m.“ Viel lieber ist mir da doch das H&#246;henprofil. Grob gesagt: es geht erst rauf und dann wieder runter.  Das verstehe ich.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-38" style="margin-top: 2px; margin-bottom: 2px; margin-left: 8px; margin-right: 8px; " title="altkoenig_profil" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/08/altkoenig_profil.jpg" alt="altkoenig_profil" width="215" height="162" /></p>
<p>Der Altk&#246;nig-Lauf – benannt nach dem gleichnamigen Berg (der nat&#252;rlich nur „Altk&#246;nig“ hei&#223;t, ohne das „Lauf“) ist das, was man einen „Lauf in profiliertem Gel&#228;nde“ nennt. Die Veranstalter vom MTV Kronberg sagen „wellig“ dazu. Dabei geht es nicht einmal den ganzen Berg hoch, nur ein bisschen drumherum. Aber trotzdem: wellig.  Ich mag wellig und besonders mag ich es in Kronberg. Der Altk&#246;niglauf ist ein traditionsreicher Lauf mit einer der sch&#246;nsten Strecken weit und breit. Und die Sportanlage des MTV Kronberg ist eine der sch&#246;nsten Anlagen weit und breit. W&#228;hrend man andernorts in der Umkleide nach Steckdosen sucht, gibt es hier einen festinstallierten F&#246;hn. Nicht, dass ich einen br&#228;uchte. Aber man f&#252;hlt sich doch gleich viel nobler. Kronberg liegt im Hochtaunuskreis und der hat nun mal die h&#246;chste Kaufkraft in ganz Deutschland. Hier wird M&#252;ll getrennt, hochdeutsch moderiert und man begibt sich &#252;ber gr&#252;ne Auslegeware zur Laufanmeldung. Und wenn man m&#246;chte, kann man sich schon vor dem Lauf probehalber etwas f&#246;hnen. Herz, was willst Du mehr? <img class="alignright size-full wp-image-101" style="margin: 2px 8px;" title="altkoenig_welcome" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/08/altkoenig_welcome2.jpg" alt="altkoenig_welcome" width="280" height="369" /></p>
<p>Es ist noch ein bisschen k&#252;hl als wir uns einlaufen, aber es besteht kein Zweifel an einer Kurz-Kurz-Combi. Steigungen heizen schlie&#223;lich ein. Dieses Mal habe ich auch an die richtigen Schuhe gedacht: fest und stabil m&#252;ssen sie sein, kein steiniger Streckenabschnitt soll mich st&#246;ren. Vor vier Tagen habe ich noch einen 30km Lauf gemacht, ich bin gespannt, ob sich meine Beine noch daran erinnern. Los geht’s. Es dauert nicht lang, und der erste H&#252;gel ruft. Ich halte Ausschau nach den kuriosen Schildern, die es im letzten Jahr an der Strecke gab und auf denen einzelne Abschnitte benamst waren. War dies nicht „Der Berg der Wahrheit“, der auf dem R&#252;ckweg so weh tut? Schnell wird das Feld still. Die &#252;blichen Angebergeschichten („Letzte Woche bin ich meine Marathonbestzeit gelaufen. Dabei hatte ich am Abend vorher 17 Weizen“) verklingen schnell in lautem Atem.   Mein Trainingspartner, sonst schnell au&#223;er Sichtweite, bleibt in meinem Blickfeld. Offensichtlich geht er es gem&#252;tlich an. Oder bin ich zu schnell? Die &#252;bliche Uhrkontrolle bringt nicht sehr viel – man kann auf das Handgelenk gucken, man kann es aber auch lassen. Zu unterschiedlich sind die Kilometer profiliert. Ob man sein Tempo gefunden hat, kann einem hier nur das K&#246;rpergef&#252;hl sagen. Pulsuhren w&#252;rde ich hier noch mehr misstrauen als ohnehin schon. Ich f&#252;hle mich gut, also irritiert mich mein Trainingspartner nicht weiter. Nach der ersten Verpflegungsstelle – schwupp – ist er dann auch verschwunden.  Bei Kilometer 6 heizt etwas Dunkelh&#228;utiges an mir vorbei. Es k&#246;nnte der erste 10km-L&#228;ufer sein, aber als Streckenkartenlegastheniker habe ich keine Ahnung, wer hier wann in welche Richtung entlang l&#228;uft.</p>
<p>Es geht bergan. Wieder schiele ich nach einem Schild. Ist das hier schon „die gr&#252;ne H&#246;lle“? Schade, die unterhaltsamen Bezeichnungen fehlen. Die Steigung zieht sich. Aber eigentlich bin ich nur ungeduldig, nicht wirklich m&#252;de. An diesem Tag gibt der sterbende Sommer noch einmal alles. Die Sonne brezelt und ich freue mich &#252;ber meine Sonnenbrille, die wundersamste Entdeckung dieser Laufsaison. Wenn man nicht st&#228;ndig ein Gesicht machen muss wie ein in eine Zitrone bei&#223;ender Japaner, l&#228;uft es sich viel entspannter.   Kurz vor Kilometer 10 folgt noch einmal eine giftige Steigung. Inzwischen kommen mir L&#228;ufer entgegen, keine Ahnung, wer die jetzt sind. Zwanziger, vermute ich. Schnelle Zwanziger. Viel schneller als ich. Macht nix. Nichts macht was, wenn man schon das L&#228;uten der Kuhglocke h&#246;rt, die das Ende der Steigung ank&#252;ndigt. Es macht sogar Spa&#223;, auf das Gebimmel zuzulaufen und zu genie&#223;en, wie es lauter wird. Immerhin gibt es am h&#246;chsten Punkt auch ein Schild. Leider steht nur „h&#246;chster Punkt“ drauf oder etwas in der Art, nicht etwa „Entrinnen aus der H&#246;lle“ oder „Gipfel des Genusses“.</p>
<p>Dann d&#252;rfen wir erst mal bergab laufen. Der Wegbelag ist phantastisch. Beinahe, als h&#228;tte man auch hier etwas Teppich bereitgelegt. Tats&#228;chlich lag vorhin ein St&#252;ck &#252;ber einem Gitter, um L&#228;uferkn&#246;chel zu schonen. Kronberg verw&#246;hnt.   Hinter mir treffen sich unvermittelt zwei L&#228;ufer, die sich kennen. Da es bergab geht, entwickelt sich ein Gespr&#228;ch. Einer der beiden muss Kermit, der Frosch sein. Ich erkenne die Stimme. Ganz sicher. Wusste gar nicht, dass der l&#228;uft. Kermit redet. Und redet und redet. Die B&#228;ume verschlie&#223;en mit ihren Bl&#228;ttern schnell alle Astl&#246;cher. Schwarze, gl&#228;nzende K&#228;fer nehmen quer &#252;ber den Weg Rei&#223;aus. Alle V&#246;gel verstummen. Eichh&#246;rnchen stopfen sich N&#252;sse in die Ohren. Der Fuchs rollt noch einen Stein vor seinen Bau. Kermit redet. Und redet. Und redet. Darf man so schnell laufen, wie ich jetzt, wenn man noch sieben Kilometer vor sich hat? Ich &#252;berlege kurz, dann beschlie&#223;e ich: man darf, wenn man Kermit hinter sich hat. Ich renne, was die Strecke hergibt. Nach einem Kilometer bin ich ihm entkommen und die V&#246;gel beginnen wieder zu singen.</p>
<p><em> <div style='float:right; width:200px;' ><div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #f4a460; border-left-color: #f4a460; border-right-color: #f4a460; border-bottom-color: #f4a460; background-color: #f5f5f5; ">Lieber auf Papier lesen? Hier gibt&#8217;s eine <a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2007/09/Altkoeniglauf07.pdf" target="_blank">Druckversion</a> als PDF.</div></div></em></p>
<p>Zum wiederholten Mal kommen wir jetzt &#252;ber eine Br&#252;cke. Man h&#246;rt den Autoverkehr unter uns. Eine junge Frau in rosa sitzt hier und liest. Es ist der am wenigsten idyllische Platz der ganzen Strecke. Aber immerhin: dauernd hetzen von irgendwoher Leute vorbei. Wo hat man das sonst schon? Die Streckenf&#252;hrung ist toll. Zum vierten Mal bin ich hier und habe keine Ahnung, wie ich hierhergekommen bin. Aber ich wei&#223;, dass es jetzt nach Hause geht. Und dass die gr&#246;&#223;ten Steigungen hinter mir liegen. Allerdings &#8211; ausruhen kann man sich erst im Ziel. Bis zuletzt wechseln flache Passagen mit kleinen Steigungen. Besonders fies liegt der letzte H&#252;gel, wenige hundert Meter vorm Ziel. So ist das eben mit dieser Strecke: einmal wellig, immer wellig. Heute strengt es an, aber es tut nicht weh. Ich zische ins Ziel und freue mich &#252;ber sechs eingesparte Minuten gegen&#252;ber dem Vorjahr (1:43:34).</p>
<p><img class="size-full wp-image-102 alignleft" style="margin: 2px 8px;" title="Altkoenig_Anlage_2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/08/Altkoenig_Anlage_2.jpg" alt="Altkoenig_Anlage_2" width="255" height="204" /></p>
<p>Wenig sp&#228;ter sitzen wir auf einem sonnigen B&#228;nkchen, essen Kuchen und zum Nachtisch eine Bratwurst. Es gibt Kaffee, Bier und f&#252;r’s Auge h&#252;bsch aufgereihte Siegpr&#228;mien.</p>
<p>Leider m&#252;ssen wir fr&#252;her gehen und so erfahre ich nicht, ob ich als zweite meiner Altersklasse eins der bunten Duschb&#228;der gewonnen h&#228;tte. Ich w&#228;re sofort zur&#252;ck in die Umkleide, h&#228;tte mich geduscht und danach ausgiebig gef&#246;hnt.</p>
<p style="text-align: center;"> </p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-120 aligncenter" title="Altkoenig_Grill" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/08/Altkoenig_Grill3.jpg" alt="Altkoenig_Grill" width="292" height="219" /></p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-122 aligncenter" title="Altkoenig_Medaille" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/08/Altkoenig_Medaille1.jpg" alt="Altkoenig_Medaille" width="289" height="215" /></p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-123 aligncenter" title="Altkoenig_Duschbad" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/08/Altkoenig_Duschbad.jpg" alt="Altkoenig_Duschbad" width="292" height="215" /></p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-124 aligncenter" title="Altkoenig_Kuchen" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/08/Altkoenig_Kuchen.jpg" alt="Altkoenig_Kuchen" width="423" height="317" /></p>
<p><em> <div class='stb-grey_box' ><em>Mehr zu Lauf und Veranstalter finden Sie unter: </em><a style="font-family: arial, verdana, tahoma, sans-serif; font-style: normal; font-size: 100%; font-weight: normal; text-decoration: underline; color: #525252;" href="http://www.mtv-kronberg.de/" target="_blank"><em>www.mtv-kronberg.de</em></a></div></em></p>
<h4>Kronberg?</h4>
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<td align="right"><a style="font:8px Arial;text-decoration:none;cursor:default;color:#5C5C5C;" href="http://www.map-generator.net/?de">Stadtplan / Kartengenerator</a></td>
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