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	<title>Laufen-mit-frauschmitt &#187; Egelsbach</title>
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	<description>Laufen zum Lesen und Hören.</description>
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		<title>Von heiligen Orten, hohen Geysiren und haarigen Waden.</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Aug 2007 18:48:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Koberstädter Waldmarathon]]></category>
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		<description><![CDATA[Es gibt Orte, an die muss man im Leben immer wieder zurückkehren. Das Elternhaus zum Beispiel, der Hotdog-Stand bei Ikea, oder das kleine Sportstadion in Egelsbach. Manche Dinge gibt es eben nur dort. In letzterem Fall gibt es sie sogar nur dann nur dort, wenn „der Koberstädter“ stattfindet, die Marathonveranstaltung mit den schönsten Toilettenwagen des hessischen Volkslaufgeschehens. (...)]]></description>
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<h2>Der Koberstädter Waldmarathon 2007 (21,1 km)</h2>
<p>Es gibt Orte, an die muss man im Leben immer wieder zurückkehren. Das Elternhaus zum Beispiel, der Hotdog-Stand bei Ikea, oder das kleine Sportstadion in Egelsbach. Manche Dinge gibt es eben nur dort. In letzterem Fall gibt es sie sogar nur dann nur dort, wenn „der Koberstädter“ stattfindet, die Marathonveranstaltung mit den schönsten Toilettenwagen des hessischen Volkslaufgeschehens.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-333" title="Egelsbach_Klowagen" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/08/Egelsbach_Klowagen.jpg" alt="Egelsbach_Klowagen" width="480" height="359" /></p>
<p>Die Veranstalter des „Koberstädter Waldmarathons“ bringen es zuwege, ganze Hundertschaften von hibbeligen Läufern lässig mit Startnummern, Laufchips, Pepsi und später mit Kuchen, Kuchen und Kuchen zu versorgen. Und gleichzeitig den Eindruck entstehen zu lassen, der Lauf im Wald bei Egelsbach wäre ein familiärer Dorflauf für wenige Eingeweihte.</p>
<p><img class="size-full wp-image-335 alignright" style="margin-top: 2px; margin-bottom: 2px; margin-left: 8px; margin-right: 8px;" title="Egelsbach_Trouble_Desk" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/08/Egelsbach_Trouble_Desk.jpg" alt="Egelsbach_Trouble_Desk" width="234" height="313" /></p>
<p>Morgens um acht ist er das sogar. Dann starten die Marathonläufer – eine überschau- bare Gruppe von Wissenden. Sie wissen um leere Parkplätze, freie Waldwege und die Schönheit einer hessischen Moderation. Später, gegen halb zehn kommt die Masse der Nichtwissenden, zu der ich heute gehöre. Die Parkplätze werden rar, die Waldwege bald überlaufen und das Hessisch weicht dem professionellen Timbre von „Vanman“ Jochen Heringhaus. Und trotzdem: die Magie bleibt.</p>
<p>Hier freut man sich über alles: das sonnige Wetter, die bereitgestellten Erfrischungs- getränke der Marke „Schwip Schwap“ und einen Bürgermeister, der klingt, als hätte er die letzte Nacht durchgefeiert. Als er den Startschuss gibt, ertönt „Chariots of Fire“ von Vangelis. Auf Egelsbach ist Verlass. An der Startlinie befinden sich neben knapp tausend entfesselten Egelsbach-Fans mein Trainingspartner, eine befreundete Halbmarathon- Debütantin und ich. Um uns herum wedeln Pacemaker-Luftballons. Man knäult sich. Zwei-Stunden-Läufer genießen die Pace des 1:40-Tempomachers, der 1:50-Zugläufer steckt gänzlich im Verkehr fest. Auch das stimmt leider: die Starter hier sind nicht die Diszipliniertesten, wenn es um die Startaufstellung geht. Dafür machen die Helfer an der Strecke gleich zu Beginn eine kleine La-Ola für uns, das entschädigt für Vieles.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-336" title="Egelsbach_Ballons" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/08/Egelsbach_Ballons.jpg" alt="Egelsbach_Ballons" width="255" height="340" /></p>
<p>Nach fünf Kilometern habe ich mich einigermaßen freigekämpft und sehne ein Getränk herbei. Es ist heftig warm geworden. Obwohl wir beinahe nur durch den Wald laufen, bin ich bereits vollständig durchnässt. Ich denke ein bisschen an eine äthiopische Läuferin, die Dibaba heißt und bei der Leichtathletik-WM in Osaka 35 Grad trotzte. Das hilft irgendwie. Frau Dibaba läuft zwar geringfügig schöner und einen Ticken schneller als ich, aber heute sind wir alle Äthiopier. Außer vielleicht dem Wesen, das vor mir läuft, das ist ein Megalosaurus. Wegen seiner immensen Körpergröße sehe ich nicht, dass ein „Fotopoint“ naht und eine freundliche Dame schweißnasse Zweifüßler fotografiert. Macht nix. Hauptsache, ich verpasse keinen Becher am Verpflegungsstand. Die Wärme drückt.  Damit es nicht langweilig wird, liefere ich mir ein kleines Duell mit einem Herrn in Schwarz. Bergauf ist er schneller, bergab ich. Ich bin gespannt, wer wen am Ende zersägt. An neuralgischen Punkten im Wald stehen kleine Fangruppen, die so rührend tröten, klingeln und klatschen, dass man sie nur in Anbetracht der eigenen Achselnässe nicht umarmt. Plötzlich sehe ich von Weitem eine Art Geysir und bin verwirrt. Seit wann gibt es hier im Wald einen riesigen Springbrunnen? Ich kombiniere langsam. Wie schlicht das Gemüt wird, wenn man bei 27 Grad läuft, zeigt sich auch an der Dame neben mir, die jetzt „Wasser! Wie geil ist das denn!“ ausruft. Tatsächlich haben sich die Herren der Feuerwehr etwas einfallen lassen und ein paar Schläuche in den Wald gelegt, aus denen es in die Höhe sprudelt. Dankbar laufen wir ganz nah daran vorbei.  Im letzten Stück gibt es eine Asphalt-Passage und die auf dem Waldweg hin und her schubbernden Fußsohlen können ausruhen. Ich mag Asphalt und spüre noch etwas Kraft. Ganz klar: der Mann in Schwarz muss jetzt dran glauben.</p>
<p><em> <div style='float:right; width:200px;' ><div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #f4a460; border-left-color: #f4a460; border-right-color: #f4a460; border-bottom-color: #f4a460; background-color: #f5f5f5; ">Lieber später lesen? Hier gibt&#8217;s eine <a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2007/08/Egelsbach07.pdf" target="_blank">D</a><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2007/08/Egelsbach07.pdf" target="_blank">ruckversion als PDF</a>.</div></div></em></p>
<p>Zur Belohnung erwische ich sogar den zweiten Foto-Point. Am Eingang zum Stadion steht ein Helfer, der jeden Einzelnen vor einer kleinen Bodenwelle warnt. Das 2000-beinige Läuferfeld wird persönlich betreut.  Nach einer ausreichenden Menge „Schwip Schwap“ (Wie geil ist das denn?) kann ich meine Zeit genießen. Mit 1:52 arbeite ich mich gemächlich wieder an (gute) alte Zeiten heran. Auf dem gepflegten Stadionrasen ist gut Liegen und so finden wir hier wieder zusammen. Die Debütantin hat sich mit 1:58 einen grandiosen Erstling geschenkt. Wir sind stolz auf sie, auf uns und auf Egelsbach. Zur Entspannung machen wir noch einen kleinen Barfuß-auf-dem-Rasen-Schlapp-Schlapp. Dann holen wir uns unser Präsent ab. Die T-Shirts sind alle (macht nichts – ich hab ja schon zwei) und so bekommen wir stattdessen eine kleine Bauchtasche (Warum freut man sich eigentlich über Dinge, die man weder braucht, noch benutzt?).</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-337" title="Cafe_Koberstadt" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/08/Cafe_Koberstadt.jpg" alt="Cafe_Koberstadt" width="258" height="190" /> <img class="alignnone size-full wp-image-338" title="Egelsbach_Kuchen07" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/08/Egelsbach_Kuchen07.jpg" alt="Egelsbach_Kuchen07" width="255" height="192" /></p>
<p>Das obligatorische Anstehen an der überdimensionierten Kuchentheke wird mit Live-Musik untermalt – seit der Abwahl des legendären Country-Frühschoppens beim Volklauf in Kahl ist uns dergleichen nicht mehr passiert. Nichts trübt unseren Kuchengenuss &#8211; nicht einmal unser Sitznachbar, der seine haarigen Waden mit streng nach Eukalyptus riechendem Tiger-Balm einschmiert. So ist das eben mit Läufern.</p>
<p>Egelsbach, wir kommen wieder.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-339" title="Egelsbach_Kuchen2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/08/Egelsbach_Kuchen2.jpg" alt="Egelsbach_Kuchen2" width="386" height="289" /></p>
<div class='stb-grey_box' ><em>Mehr zu Lauf und Veranstalter gibt&#8217;s <a href="http://www.koberstaedter-marathon.de/" target="_blank">hier</a></em>.</div>
<p> </p>
<h4>Egelsbach?</h4>
<table cellspacing="0" cellpadding="0" border="0">
<tr>
<td><iframe src="http://www.map-generator.net/extmap.php?name=Egelsbach&amp;address=Egelsbach%2C%20Berliner%20Platz&amp;width=500&amp;height=400&amp;maptype=map&amp;zoom=10&amp;hl=de&amp;t=1255796873" width="500" height="400" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></td>
</tr>
<tr>
<td align="right"><a style="font:8px Arial;text-decoration:none;cursor:default;color:#5C5C5C;" href="http://www.map-generator.net/?de">Stadtplan / Kartengenerator</a></td>
</tr>
</table>
<p><!-- Do not change code! --></p>

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		<item>
		<title>Egelsbach Reloaded</title>
		<link>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/koberstaedter-waldmarathon-06/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Aug 2006 18:28:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[A - F]]></category>
		<category><![CDATA[Egelsbach]]></category>
		<category><![CDATA[Egelsbach06]]></category>
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		<category><![CDATA[Koberstädter Waldmarathon]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Koberstädter Waldmarathon ist mein Schicksal. Das stimmt zwar nicht ganz, aber es klingt gut. Tatsache ist, dass er mich zu meinem ersten Laufbericht gebracht hat. Früher wäre ich nie auf die Idee gekommen, über das Laufen schriftlich zu erzählen. Nein, Bestzeiten bin ich hier nie gelaufen, aber schön war’s jedes Mal. Und wenn man ins Ziel kommt, regnet es. Jedes Jahr. Ich weiß also in etwa, was mich erwartet. (...)]]></description>
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<h2>Der Koberstädter Waldmarathon 2006 (21,1 km)</h2>
<p>Der Koberstädter Waldmarathon ist mein Schicksal. Das stimmt zwar nicht ganz, aber es klingt gut. Tatsache ist, dass er mich zu meinem ersten Laufbericht gebracht hat. Früher wäre ich nie auf die Idee gekommen, über das Laufen schriftlich zu erzählen. Nein, Bestzeiten bin ich hier nie gelaufen, aber schön war’s jedes Mal. Und wenn man ins Ziel kommt, regnet es. Jedes Jahr. Ich weiß also in etwa, was mich erwartet.</p>
<p>Ich will heute mangels Trainingsehrgeiz „nur“ den Halbmarathon laufen. Ein bisschen beneide ich allerdings die Marathonläufer. Sie starten um 8 Uhr in der Früh, wenn der Wald duftet und tropft &#8211; und sie sind unter sich. 150-200 Läufer, mehr sind es nie. In diesem Feld der Zausel (siehe „Out of Egelsbach“) Marathon zu laufen ist ein besonderes Erlebnis.</p>
<p>Beim Halbmarathon in Egelsbach ist das etwas anderes. (Der Koberstädter Waldmarathon wird in Egelsbach gestartet – weil es Koberstadt gar nicht gibt. In Hessen findet das seltsamerweise niemand seltsam). Zum „kleinen“ Lauf kommen nämlich jedes Jahr etwa 1500 Läufer – da hat die Beschaulichkeit schnell ein Ende. Um 7:30 Uhr steht man vor leeren Toilettenkabinen mit duftig frischen Toilettenpapierrollen – um 9:30 Uhr trennen mich ganze Truppen verkniffen dreinblickender Frauen, die hektisch von einem Bein auf das andere treten, von der ersehnten Blasenentleerung.</p>
<div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #ffdead; border-left-color: #ffdead; border-right-color: #ffdead; border-bottom-color: #ffdead; background-color: #fffaf0; "><em>Übrigens: Seit 2009 wird in Egelsbach auch ein 10 km-Lauf angeboten!</em></div>
<p>Als Stammläuferin in Egelsbach kenne ich auch die einst vom Stadionsprecher angepriesenen „wundeschönen Toilettenwagen“ und dort versuche ich noch einmal mein Glück. Es ist inzwischen 9:55 Uhr, fünf Minuten vorm Start. Auch vor dem Wagen stehen nervös tänzelnde Damen. Noch vier. Es ist 9:56 Uhr. Drei. Ich werde das erste mal in meinem Leben direkt aus einer Toilettenkabine starten. 9:57 Uhr. Ob es wohl sehr aufwändig ist, sich zu einem Mann umoperieren zu lassen? 9:58 Uhr. Oh oh. Was machen die nur so lange da drin? Endlich. Zack, zack – ich wollte, ich wäre beim Laufen auch so schnell. Und ab zum Start. Ich schiebe mich noch ein paar Meter im Feld nach vorn, da beginnt der Countdown. Mentale Stärke braucht man manchmal schon vor dem Lauf. Das war knapp.</p>
<p>1500 Füße tragen einen Chip über die Startmatte und es piept wie eine ganze Armee von Mikrowellen-Geräten. In meinem unmittelbaren Umkreis laufen etwa 50 Läufer und sie laufen 50 verschiedene Geschwindigkeiten. Es ist eine fürchterliche Unruhe im Feld. Da werden die Kurven abgekürzt, als würden entscheidende Zentimeter den Sieg bringen. Da wird jeder noch so schmale Spalt zum Überholen ausgenutzt und ich sorge mich etwas um die Außenspiegel der abgestellten Wagen in der Wohngegend, durch die wir laufen. Es ist ein einziges Gebremse und Hakengeschlage. Vielleicht sollte man in Egelsbach immer nur Marathon laufen. Es dauert etwa 6 Kilometer, bis sich das Feld beruhigt. Ich laufe mich frei.</p>
<p>Die Strecke ist schön wie immer – nur die Steigungen kommen mir langgezogener und kräftezehrender vor. Ich hätte mich gestern doch besser mal etwas ausgeruht, anstatt durch Frankfurt zu wirbeln. Jetzt ist es zu spät. „Geschenke 200 Meter“ steht plötzlich rechts auf einem Schild. Ach, stimmt gar nicht. Da war ein Ast davor. In Wirklichkeit muss es „Getränke“ heißen. Mein Gehirn fängt mal wieder an, sich seltsame Dinge zusammenzureimen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-346" title="Egelsbach_Wasser" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Egelsbach_Wasser.jpg" alt="Egelsbach_Wasser" width="516" height="351" /></p>
<p>Vor mir läuft eine Dame in dicker Parfumwolke. Mal ein bisschen schneller, mal ein bisschen langsamer als ich. Aber ich komme nicht dauerhaft vorbei. Ich sehe mich wie Paulchen Panther in einer Wolke laufen, die überall da ist, wo ich bin. Ich laufe mehr rechts, ich laufe mehr links, die Wolke will mein Freund sein. Dabei kann ich sie nicht leiden (ich kann sie nicht riechen stimmt ja leider nicht). Nur einmal bin ich ihr kurz dankbar: als der Stöhnläufer neben mir auftaucht. Der Stöhnläufer läuft immer mit freiem Oberkörper. Damit der Schweiß trotzdem aufgefangen wird, trägt er meist ein geblümtes Gästehandtuch vorne in seine Hose gestopft. Es funktioniert wohl wie die guten alten Tropfenfänger an Teekannen. Obwohl er kein T-Shirt trägt, das schlecht riechen könnte, ist der Stöhnläufer ein wahres Läuferskunk. Und wie der Name schon sagt, stöhnt er bei jedem Schritt aus vollem Herzen. Um der Bakterienzersetzungswolke zu entkommen, halte ich mich dichter an die Parfümwolke und kann den Stöhnläufer glücklich hinter mir lassen.</p>
<p><em> <div style='float:right; width:200px;' ><div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #f4a460; border-left-color: #f4a460; border-right-color: #f4a460; border-bottom-color: #f4a460; background-color: #f5f5f5; "><em>Lieber auf Papier lesen? Hier gibt&#8217;s eine </em><em><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2006/08/Egelsbach06.pdf" target="_blank">Druckversion</a></em><em> </em><em>als PDF.</em></div></div></em></p>
<p>Zudem begleitet mich seit einigen Kilometern ein Läufer mit Telekom-Shirt. Irgendwie ist er immer in meiner Nähe, auch als ich beschließe, einen Becher Pepsi zu trinken und dabei ein paar Schritte zu gehen. Vier Kilometer vor dem Ziel zieht er plötzlich kräftig an und beginnt gleichzeitig mit mir zu plaudern. Ein guter Hase sei ich gewesen, sagt er, immer schön gleichmäßig, jetzt wolle er den Hasen geben und mich ins Ziel ziehen.</p>
<p>Das finde ich reizend. So sehr, dass ich versuche, sein Tempo mitzugehen, obwohl ich nicht mehr viele Krümel in meiner virtuellen Keksbox habe. Tatsächlich fliegen wir einen Kilometer im Gleichschritt an Läufern vorbei, die ich nie mehr zu erreichen glaubte. Es ist wunderbar. Ich fühle mich wie Sammy Korir neben Paul Tergat bei seinem Rekordlauf in Berlin. Mindestens. Doch dann kommt die Brücke. Eine letzte Steigung. Ich kann die Keksbox umdrehen und schütteln, mit feuchten Fingern die letzten Minikrümelchen aufstippen – da ist nichts mehr. Absolut nichts. Ich muss meinen Telekom-Läufer ziehen lassen. Eine Verbeugung vor seinem Edelmut.</p>
<p>So muss ich mich alleine vorwärts schieben und es fällt mir schwer. Aus dem Wald heraus – und dann noch einen Kilometer durch die Ortschaft, das ist immer hart. Es ist eine sonntägliche Ortschaft. Es riecht nach Fertigbratensoßen, Zwiebeln und dem Presseclub. Ich will ins Ziel. Ich will ganz viel Pepsi trinken und mir ein T-Shirt schenken lassen, wie ich schon eins habe. Und ich will nicht mehr länger überholt werden. Das ist nämlich deprimierend und ich will vor allem nicht deprimiert sein. Nur noch die letzte Runde-boing-auf der Laufbahn im Stadion-boing-die immer so schön federt-boing, boing, boing – und ich bin zuhause. Als ich mir drei Becher Pepsi hole, fängt es an zu regnen. Wie jedes Jahr in Egelsbach.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-351" title="Egelsbach_Volkslauf_Kuchen" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Egelsbach_Volkslauf_Kuchen.jpg" alt="Egelsbach_Volkslauf_Kuchen" width="517" height="342" /></p>
<h4><em><span style="font-weight: normal;"> <div class='stb-grey_box' >Die Veranstalterseite ist im Augenblick leider gerade in Überarbeitung</span><em><span style="font-weight: normal;">: </span></em><a href="http://www.koberstaedter-marathon.de/" target="_blank"><em><span style="font-weight: normal;">koberstaedter-marathon.de</span></em></a><span style="font-weight: normal;"></div></span></em></h4>
<h4>Egelsbach?</h4>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td align="right"><a style="font:8px Arial;text-decoration:none;cursor:default;color:#5C5C5C;" href="http://www.map-generator.net/?de">Stadtplan / Kartengenerator</a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><!-- Do not change code! --></p>

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