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	<title>Laufen-mit-frauschmitt &#187; Frankfurt</title>
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	<description>Laufen zum Lesen und Hören.</description>
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		<title>Wenn Frauen zu sehr laufen.</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Jul 2011 19:37:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hier noch eine kleine Nachlese zum Reebok Women's Run in Frankfurt, dieses Mal nur als Foto-Dokumentation. Einen ausführlichen Bericht wird es zu einem späteren Zeitpunkt geben. Jetzt kann ich nur so viel sagen: es lohnt sich, da mal dabei zu sein und wer es nicht gesehen hat, der kann sich diese geballte rosa Fröhlichkeit kaum vorstellen.]]></description>
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<p>Hier noch eine kleine Nachlese zum Reebok Women&#8217;s Run in Frankfurt, dieses Mal nur als Foto-Dokumentation. Einen ausführlichen Bericht wird es zu einem späteren Zeitpunkt geben. Jetzt kann ich nur so viel sagen: es lohnt sich, da mal dabei zu sein und wer es nicht gesehen hat, der kann sich diese geballte rosa Fröhlichkeit kaum vorstellen. Als Kontrapunkt dazu hat es mich bei meinem Lauf auf die Nase geworfen und ich kam etwas versehrt ins Ziel. Inzwischen ist das ganze Bein eher in blau-grün gehalten und das Knie ist noch immer dick. Da bin ich wohl an einem Würzelchen hängen geblieben. Ups. Aber egal, schön war&#8217;s trotzdem, wenn man mal von dem April absieht, der jetzt Sommer heißt und später statt findet als sonst.</p>
<div id="attachment_2948" class="wp-caption aligncenter" style="width: 469px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0403.jpg"><img class="size-large wp-image-2948   " title="IMG_0403" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0403-1024x764.jpg" alt="Summer-Feeling 2011 - die Commerzbank Arena in ahnungsvollem Grau." width="459" height="342" /></a><p class="wp-caption-text">Summer-Feeling 2011 - die Commerzbank Arena in ahnungsvollem Grau.</p></div>
<div id="attachment_2951" class="wp-caption aligncenter" style="width: 501px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0405.jpg"><img class="size-large wp-image-2951  " title="IMG_0405" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0405-1024x764.jpg" alt="Auch das gibt es beim Frauenlauf - pfeilschnelle, ambitionierte Mädels." width="491" height="366" /></a><p class="wp-caption-text">Auch das gibt es beim Frauenlauf - pfeilschnelle, ambitionierte Mädels.</p></div>
<div id="attachment_2953" class="wp-caption aligncenter" style="width: 501px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0409.jpg"><img class="size-large wp-image-2953  " title="IMG_0409" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0409-1024x764.jpg" alt="Sowas sieht man bei Volksläufen auch selten. Ich war aber schon schön genug." width="491" height="366" /></a><p class="wp-caption-text">Sowas sieht man bei Volksläufen auch selten. Ich war aber schon schön genug.</p></div>
<div id="attachment_2954" class="wp-caption aligncenter" style="width: 376px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0410.jpg"><img class="size-large wp-image-2954  " title="IMG_0410" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0410-764x1024.jpg" alt="Theoretisch ganz mein Ding - aber als ich kam, gab es schon lang nichts mehr davon." width="366" height="491" /></a><p class="wp-caption-text">Theoretisch ganz mein Ding - aber als ich kam, gab es schon lang nichts mehr davon.</p></div>
<div id="attachment_2955" class="wp-caption aligncenter" style="width: 501px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0411.jpg"><img class="size-large wp-image-2955  " title="IMG_0411" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0411-1024x764.jpg" alt="Das Women's Village, eine kleine Verkaufsmesse, bei der es sogar Waschmittel zu kaufen gibt - weiblich eben." width="491" height="366" /></a><p class="wp-caption-text">Das Women&#39;s Village, eine kleine Verkaufsmesse, bei der es sogar Waschmittel zu kaufen gibt - weiblich eben.</p></div>
<div id="attachment_2956" class="wp-caption aligncenter" style="width: 501px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0425.jpg"><img class="size-large wp-image-2956  " title="IMG_0425" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0425-1024x764.jpg" alt="Männer sind ausdrücklich erwünscht, vor allem, wenn sie so hinreißend anfeuern, wie diese hier." width="491" height="366" /></a><p class="wp-caption-text">Männer sind ausdrücklich erwünscht, vor allem, wenn sie so hinreißend anfeuern, wie diese hier.</p></div>
<div id="attachment_2957" class="wp-caption aligncenter" style="width: 501px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0426.jpg"><img class="size-large wp-image-2957  " title="IMG_0426" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0426-1024x764.jpg" alt="Der rosa Strom reißt nicht ab - und auch die gute Laune kennt kein Ende." width="491" height="366" /></a><p class="wp-caption-text">Der rosa Strom reißt nicht ab - und auch die gute Laune kennt kein Ende.</p></div>
<div id="attachment_2958" class="wp-caption aligncenter" style="width: 501px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0428.jpg"><img class="size-large wp-image-2958  " title="IMG_0428" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0428-1024x764.jpg" alt="Auch 5 km-Läuferinnen werden hier so liebevoll nachbehandelt wie Ultras. Und es duftet nach Kräuteröl." width="491" height="366" /></a><p class="wp-caption-text">Auch 5 km-Läuferinnen werden hier so liebevoll nachbehandelt wie Ultras. Und es duftet nach Kräuteröl.</p></div>
<div id="attachment_2959" class="wp-caption aligncenter" style="width: 501px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0429.jpg"><img class="size-large wp-image-2959  " title="IMG_0429" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0429-1024x764.jpg" alt="Die 8 km-Läuferinnen wärmen sich auf. Ich halte mich da mal lieber am Rand auf, wehe, wenn der Hampelmann kommt." width="491" height="366" /></a><p class="wp-caption-text">Die 8 km-Läuferinnen wärmen sich auf. Ich halte mich da mal lieber am Rand auf, wehe, wenn der Hampelmann kommt.</p></div>
<div id="attachment_2960" class="wp-caption aligncenter" style="width: 501px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0434.jpg"><img class="size-large wp-image-2960  " title="IMG_0434" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0434-1024x764.jpg" alt="Und dann starten auch wir. Die Pferdeschwänze sind in der Überzahl." width="491" height="366" /></a><p class="wp-caption-text">Und dann starten auch wir. Die Pferdeschwänze sind in der Überzahl.</p></div>
<div id="attachment_2961" class="wp-caption aligncenter" style="width: 509px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/Aua-1.jpg"><img class="size-full wp-image-2961  " title="Aua 1" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/Aua-1.jpg" alt="Und das ist das Ergebnis. Wenn Frauen zu sehr laufen." width="499" height="374" /></a><p class="wp-caption-text">Und das ist das Ergebnis. Wenn Frauen zu sehr laufen.</p></div>

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		<title>Die gefühlte Strecke.</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Mar 2011 13:55:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer den Frankfurter Halbmarathon nicht kennt, dem sei er hier in dürren Worten skizziert: früher war er gut, dann wurde er doof, heute ist er wieder gut. Die Resonanz war über die Jahre, unabhängig von der Strecke, ungebrochen gut, was an dem typischen „Läufer-BSE“ liegt. Kaum ist eine Strecke belaufen, hat man sie auch schon vergessen und mit ihr all die damit verbundene Pein.]]></description>
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<h4>Der 6. Lufthansa Halbmarathon in Frankfurt.</h4>
<p>Wer den Frankfurter Halbmarathon nicht kennt, dem sei er hier in dürren Worten skizziert: früher war er gut, dann wurde er doof, heute ist er wieder gut. Alles drei liegt an der Strecke, besser: an den drei Strecken, die in Frankfurt schon mal Halbmarathon hießen oder heute heißen. Die Resonanz war über die Jahre, unabhängig von der Strecke, ungebrochen gut, was an dem typischen „Läufer-BSE“ liegt (siehe auch <a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/halbmarathon-frankfurt-07/" target="_blank">hier</a>). Kaum ist eine Strecke belaufen, hat man sie auch schon vergessen und mit ihr all die damit verbundene Pein.</p>
<p>Ich will mich deshalb auch gar nicht lange mit Beschreibungen des Kurses aufhalten &#8211; viel wichtiger ist ohnehin die gefühlte Strecke. Die gefühlte Strecke ist so etwas wie die gefühlte Temperatur: ein Empfinden, was sich mit Zahlen (etwa Höhenmetern und Kilometern) nur unzureichend beschreiben lässt. Verantwortlich für die Bewertung der gefühlten Strecke ist der so genannte MFF, der Mentale Fies-Faktor. In ihm wird alles zusammengefasst, was die Strecke stellenweise gefühlt fies sein lässt. Zum Beispiel ein Abschnitt, der unmittelbar neben dem Ziel liegt. Eigentlich wäre man schon da, aber dann muss man doch noch einmal kilometerweit daran vorbei oder drumherum laufen. Oder die Strecke ist so aufgebaut, dass alle Steigungen am Ende kommen. Oder es geht eine Weile so stur geradeaus, dass man sich einbildet, es ginge bergauf, obwohl das gar nicht stimmt. Oder die Getränkestelle ist nicht da, wo man sie – mental gesehen –  am meisten braucht. Es gibt unzählige dieser Dinge. Die vorherige Strecke des Frankfurter Halbmarathons hatte eine Menge davon. Ich würde sagen, MFF 9 von 10. Heute liegt der MFF allenfalls bei 4.</p>
<p>Das kommt mir natürlich entgegen, zumal mein Trainingszustand gerade elendiglich ist. In den letzten Wochen hatte ich wenig Training, wenig Schlaf und dafür viel von vielem, was Menschen zu Schnecken werden lässt. Aber zum Glück bin ich kein Frosch und laufe trotzdem mit. Mein Trainingspartner laboriert noch an einem widerspenstigen Knie herum und so schleppe ich mich allein zum Frankfurter Stadion. Früher hieß es „Waldstadion“. Doch dann baute man es um in ein griechisches Amphitheater und nannte es „Commerzbank Arena“. In der Commerzbank Arena werden heute regelmäßig Tragödien aufgeführt, in der Hauptrolle die Frankfurter Eintracht. Heute dürfen wir Läufer in die Arena einlaufen, und das, obwohl das Stadion gar keine Laufbahn mehr hat. Schön ist das.</p>
<p>Ich melde mich an und suche wie alle anderen nach einem Stift. Auch hier greift wieder das Läufer-BSE. Obwohl es bei Anmeldungen immer zu wenig funktionierende Stifte gibt, steckt nie jemand zuhause einen in die Sporttasche. Man vergisst es einfach sofort wieder. Ich treffe nette Menschen und wir reden über die üblichen Sachen, über die Läufer vor einem Lauf reden. Schlaf, Essen, Schuhe, Kleidung. Existentielles eben. Die Damen dürfen sich in der Wintersporthalle umziehen. Dazu muss man zwar ein Stückchen dorthin laufen, aber dafür hat man hier Platz. Der Veranstalter bekommt auf diesem weitläufigen Terrain die über 3.000 Teilnehmer gut in den Griff.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/03/LH-Start.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2780" title="LH Start" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/03/LH-Start.jpg" alt="LH Start" width="499" height="374" /></a></p>
<p>Am Start treffe ich meinen Freund Jörg und schon wieder weitere nette Menschen. Jörg begleitet heute eine Freundin, die von ihrem 17-jährigen Sohn und dessen Kumpel herausgefordert wurde: wer zuerst im Ziel ist, gewinnt die Wette. Viel Lauferfahrung haben beide nicht. Trotzdem peilt die kleine Gruppe eine Zeit unter zwei Stunden an. Da bin ich dabei. Wenn auch ein bisschen mit Bangen und Zähneklappern. Aber so völlig ohne Zeitziel mag ich dann auch wieder nicht laufen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/03/LH-Start-2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2782" title="LH Start 2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/03/LH-Start-2.jpg" alt="LH Start 2" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Los geht’s. Das Wetter ist ziemlich perfekt (gefühlt und real), nicht zu warm, nicht zu kühl, bedeckt, nicht windig. Ein langweiliges, etwas ödes Wetter für den Normalmenschen, ein paradiesisches für Läufer. Schon bald stellt sich heraus, dass uns die anfängliche Enge im Feld noch länger heimsuchen wird. Die Läufermasse macht überraschenderweise keine Anstalten, sich in Luft aufzulösen, tatsächlich sind alle Läufer um uns herum auch keine Hologramme, sondern echte Exemplare mit scharfkantigen Ellenbogen und plötzlichen Richtungswechseln. Eine Herausforderung für Jörg und mich, für Mutter, Sohn und Kumpel. Und sicher auch für alle anderen, die in unserem Zeitbereich laufen. Was nützt der schönste Blockstart, wenn man im begehrtesten Block landet? Allein das ist schon ein Grund, wieder mehr zu trainieren. Wer schneller läuft, hat mehr Platz. Ich beschließe umgehend, eine Eliteläuferin zu werden.</p>
<p>Nach anfänglichem Straucheln und Stolpern erreichen wir unsere Reisegeschwindigkeit, die uns eine Zeit knapp unter 2 Stunden ermöglichen sollte. Die beiden jungen Männer sind guten Mutes und machen Scherze. Da ich das siebzehnte Lebensjahr bereits abgeschlossen habe, spare ich vernünftigerweise etwas Energie und plaudere lieber nicht mit. Viel wichtiger ist es auch, dass ich das schönste Kleidungsstück im Feld fotografiere. Eine schimmernde Tight, ein Hosenbein in altrosé, eines in blasslila. Getragen von einem Herren, kombiniert mit einem royalblauen T-Shirt. Das ist so großartig, dass es festgehalten werden muss. Die Hose ernenne ich hiermit zur „Tight of the year 2011“. Was soll danach noch kommen?!</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/03/Tight-of-the-year.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2783" title="Tight of the year" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/03/Tight-of-the-year.jpg" alt="Tight of the year" width="384" height="512" /></a></p>
<p>Nach etwa 7 Kilometern tritt Erleichterung ein, die Strecke wird breiter, die Enge lässt nach. Zuviel menschliche Nähe ist auf Dauer auch nicht gesund. Ich genieße das Wetter, den fehlenden Wind am Mainufer (der ist dort sonst immer!) und überhaupt. Ich laufe und fühle mich gut. Auch die anderen sehen prima aus. Aus dem Augenwinkel beobachte ich die beiden jungen Männer. Der eine ist noch am Vortag 90 Minuten lang einen Fußballplatz auf und ab gerannt. Alles riecht danach, dass die beiden sich übernehmen werden. In dem kleinen Familienwettkampf bin ich natürlich für die Mutter. Sie ist meine Altersklasse und es würde mir gut gefallen, wenn sie die Wette gewinnt. Davon abgesehen finde ich beide Parteien ziemlich cool. In wie vielen Familien läuft man schon sonntags morgens um die Wette?</p>
<p>Bei km 10 gibt es zu trinken. Wasser, Tee, Roßbacher Sport – alles, was das Herz begehrt. „Trinken, trinken, trinken!!“ brüllt ein hochmotivierter Helfer. Tun wir. Die beiden Jungs nutzen die Gunst der Minute und geben Gas. Jörg und Heike, die Mutter, atmen durch. Wir liegen bei 57:53. Für unter 2 Stunden wird es knapp. Die Jungs kriegen wir wieder, sage ich etwas unsicher. Ich laufe jetzt voraus und versuche, ein wenig zu ziehen. Aber Heike mag das Tempo nicht mitgehen. Jörg bleibt bei ihr. Ich überlege, was ich tun soll. Bei den beiden bleiben? Versuchen, die Jungs einzuholen? Ich könnte ja so vielleicht die Ehre der W40erinnen retten. Kann ich noch unter 2 Stunden bleiben? Während ich grüble, tauchen plötzlich die jungen Männer in meinem Blickfeld auf, die wieder an Tempo verloren haben. Da kann ich nicht widerstehen und mache mich an die Verfolgung. Bei km 14 habe ich sie überholt.</p>
<p>Mein früherer Musiklehrer sagte mir einmal, man müsste immer einen Apfel im Auto haben. Wenn man dann die Gelegenheit hätte, mit seiner alten Klapperkiste einen Porsche zu überholen, müsste man dabei ganz locker in den Apfel beißen, um lässig zu wirken. Psychologische Kriegsführung unter Männern. Manchmal, wenn ich jemanden beim Laufen überhole, beiße ich innerlich in einen Apfel. Es muss ja niemand wissen, dass ich in Wirklichkeit am Anschlag laufe. Interessanterweise wirkt die Methode vor allem bei mir selbst. Ich versuche, so lange lässig zu wirken, bis ich am Ende selbst glaube, es zu sein und noch viele Reserven zu haben. Jaja, das Mentale &#8230;</p>
<p>Ab jetzt bin ich auf mich allein gestellt. Niemand zieht, niemand bremst, niemand macht Scherze mit mir. Ich muss nicht lange nachdenken, um zu wissen, was zu tun ist. Ich werde das machen, was ich immer mache: versuchen, mein Zeitziel zu erreichen. Es ist schwierig, aber nicht unmöglich. Es gibt noch viele Äpfel, in die ich beißen kann, viele Läufer haben sich zum Saisonstart ein bisschen übernommen und lassen sich überholen. Die Wendepunktpassage im Wald gefällt mir. Man kann entgegenkommenden Läufern zuschauen und ist abgelenkt. Für mich ein mentaler Pluspunkt und das, obwohl man eine halbe Ewigkeit in eine Richtung unterwegs ist, nur um danach das alles wieder zurückzulaufen. Den MFF beeinflusst das für mich nicht.</p>
<p>Schwierig wird es allerdings danach. Ich nähere mich dem Stadion – aber das nutzt gar nichts. Denn die Strecke zieht sich noch einmal um die ganze Arena herum. Die letzten Kilometer sind nie die kürzesten, doch beim Frankfurter Lufthansa Halbmarathon erscheinen sie als das nackte Grauen. Sie hören einfach nicht auf. Ein ganz typisches Minus für den Mentalen Fies-Faktor. Die gefühlte Strecke erfordert hier den ganzen Läufer, obwohl alles flach bleibt und der Untergrund vollkommen unkompliziert ist. Reine Kopfsache. Der Läufer, der neben mir ächzt, schüttelt fassungslos den Kopf. „Das zieht sich wie Kaugummi!“ Wir haben es gleich. Doch optisch wirkt es so, als würden die Läufer vor uns nicht nach rechts abbiegen, sondern einfach immer weiter geradeaus laufen. „Die laufen jetzt wieder in den Wald da vorne! Das geht jetzt immer so weiter!“ schnauft mein entsetzter Mitläufer. Über diese Vorstellung müssen wir dann doch beide lachen. Es ist kaum zu fassen, aber irgendwann dürfen wir tatsächlich abbiegen und ins Stadion hinein. Ich stoppe die Uhr bei 1:59:45. War gar nicht so schwer. Mich macht es trotzdem ziemlich froh. Das Glück wird vollkommen durch das angebotene „Faust“, das tollste alkoholfreie Bier der Welt. Und eine Bio-Banane von Querbeet. Hällisch, wie der Hesse sagt.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/03/LH-Faust.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2784" title="LH Faust" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/03/LH-Faust.jpg" alt="LH Faust" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/03/Querbeet-Bananen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2785" title="Querbeet Bananen" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/03/Querbeet-Bananen.jpg" alt="Querbeet Bananen" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Später sehe ich zwei junge Frauen ins Ziel kommen, auf deren T-Shirt steht „Frank ist schuld“. Kurz darauf taucht ein Mann auf, dessen Shirt sagt: „Ich bin schuld.“ (Frank?) Vermutlich haben heute noch mehr Menschen eine Wette laufen. Nachdem ich mich trocken gelegt habe, besorge ich mir eine große Tasse Kaffee und ein kleines Stück Kuchen. Zeit für das erste Kuchenfoto der Saison. Das gefühlt schönste bis jetzt in diesem Jahr. Gemessen mit dem MSF. Dem Mentalen Streusel-Faktor.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/03/LH-Kuchen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2786" title="LH Kuchen" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/03/LH-Kuchen.jpg" alt="LH Kuchen" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Nachtrag: Der Sohn hat die Wette gewonnen. Er kam mit seinem Kumpel in 2:05 genau eine Minute vor seiner Mutter ins Ziel. Respekt.</p>
<div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #d2691e; border-left-color: #d2691e; border-right-color: #d2691e; border-bottom-color: #d2691e; background-color: #fff5ee; ">Mehr zu Lauf und Veranstalter gibt&#8217;s hier: <a href="http://www.spiridon-frankfurt.de/" target="_blank">www.spiridon-frankfurt.de</a></div>

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		<title>Der Läufer-Läufer-Lauf.</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 19:05:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rot-weiß ist eine schöne Farbkombination. Bei Ringelpullis. Bei Zahnpasta. Oder bei Ben &#038; Jerry’s Eis. Manchmal zeigen diese beiden Farben zusammen aber auch ihre hässliche Fratze. Bei „Durchfahrt-verboten-Schildern“ und Absperrungen zum Beispiel. In Frankfurt Sachsenhausen blockieren sie heute die großen Zufahrtswege zum Stadion. (Das eigentlich Commerzbank Arena heißt.) Es ist 8:45 und wir wollen dorthin. Unbedingt und möglichst schnell, denn wir müssen uns noch zum Lufthansa-Halbmarathon nachmelden. (...)]]></description>
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<h2>Der 8. Lufthansa Halbmarathon Frankfurt (2010)</h2>
<p>Rot-weiß ist eine schöne Farbkombination. Bei Ringelpullis. Bei Zahnpasta. Oder bei Ben &amp; Jerry’s Eis. Manchmal zeigen diese beiden Farben zusammen aber auch ihre hässliche Fratze. Bei „Durchfahrt-verboten-Schildern“ und Absperrungen zum Beispiel. In Frankfurt Sachsenhausen blockieren sie heute die großen Zufahrtswege zum Stadion. (Das eigentlich Commerzbank Arena heißt.) Es ist 8:45 Uhr und wir wollen dorthin. Unbedingt und möglichst schnell, denn wir müssen uns noch zum Lufthansa-Halbmarathon nachmelden. Statt Meldezettel auszufüllen machen wir aber eine kleine Sightseeing-Tour durch die unattraktivsten Straßen Sachsenhausens. Gemeinsam mit einer wahren Autokette erkunden wir Sackgassen, rote Ampeln und die Art, wie sich Absperrungen ganz harmonisch in eine urbane Landschaft einfügen. Leider gehört zu der kleinen Installation nie ein Umleitungsschild oder ein städtischer Ordnungshüter. Vermutlich sind die noch zu müde, vom Strafzettel schreiben am Vorabend. So kurvt der kleine Corso vor sich hin, bis schließlich einer unter einer winzigen Missachtung der Straßenverkehrsordnung einen Weg findet. Der Rest folgt.</p>
<p style="text-align: center;"><a style="text-decoration: none;" href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Absperrung.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2176" style="border: 1px solid black;" title="Absperrung freigestellt + Pfad" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Absperrung.jpg" alt="Absperrung freigestellt + Pfad" width="425" height="283" /></a></p>
<p>Wir erreichen schließlich endlich die herbeigesehnte Kennedyallee und hoffen jetzt auf einen gnädigen Veranstalter. Denn zum Nachmelden sind wir eigentlich zu spät. Allerdings ist mein Vertrauen in den Spiridon Frankfurt nahezu unbegrenzt und so hält sich die Nervosität dann doch in Grenzen. Tatsächlich dauert der Nachmeldevorgang ca. 2 Minuten. Alles ist gut. Außer der Wettervorhersage. Selbst Herr Kachelmann konnte nicht mehr als 5 Grad versprechen und die Regenwahrscheinlichkeit ist um ein Vielfaches höher als die Promille meines Dunkelbiers von gestern Abend.</p>
<p>So sieht man denn auch beinahe nur bemützte Läufer, viele Handschuhe und Jacken sind am Start. Dazwischen sausen die üblichen Verdächtigen bereits hin und her – Menschen, die gewohnt sind, sich durch blitzschnelles Laufen warm zu halten. Die können natürlich getrost zu Flatterhöschen und Singlet greifen. Ein Läufer wärmt seinen Kopf mit einem Strass-Diadem. Er gefällt mir als Prinzessin Lilifee ausgesprochen gut.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/DSC03813.jpg"><img class="size-full wp-image-2163 aligncenter" style="margin-top: 2px; margin-bottom: 2px;" title="DSC03813" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/DSC03813.jpg" alt="DSC03813" width="457" height="342" /></a></p>
<p>Auch ein Schweinekostüm bahnt sich den Weg durch die Masse, ein hübscher Gegenentwurf zu all der geschäftigen Ernsthaftigkeit. Man spürt: dies hier ist kein Silvesterlauf, bei dem man alle Fünfe gerade sein lässt. Dies ist ein Formtest, der erste große Halbmarathon der Saison. Und bei dem ist in diesem Jahr alles anders. Statt am Nordwestzentrum irgendwo im Nirgendwo wie in den letzten Jahren trifft man sich an der Commerzbankarena. Die Strecke wurde komplett neu konzipiert. Sie startet hier und sie endet auch hier, ein bisschen wie in früherer Zeit, als der Frankfurter Halbmarathon noch durch den Stadtwald ging. Nur, dass man jetzt durch die Stadt läuft oder besser gesagt, durch den Teil der Stadt, der „dribbdebach“, also jenseits des Mains liegt. Man darf also gespannt sein und das sind die knapp 3500 Teilnehmer augenscheinlich auch. Die Umkleidekabinen der Fußballer dürfen genutzt werden, das finde ich prima. Wann kommt man sonst schon in die Katakomben eines großen Bundesliga-Stadions? Dort unten ist reichlich Raum und viele Läufer drücken sich vor dem Lauf lieber ein bisschen hier herum als in der Kälte.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Lufthansa-Halbmarathon-Stadion.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2164" title="Lufthansa Halbmarathon Stadion" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Lufthansa-Halbmarathon-Stadion.jpg" alt="Lufthansa Halbmarathon Stadion" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Mir ist das allerdings zu stickig und ich absolviere lieber das übliche Programm: einlaufen, dehnen, Dixie-Häuschen. Danach: ab in den Startblock. Der Veranstalter sichert schnell noch zwei Poller am Beginn der Strecke, damit niemand zu Schaden kommt und dann kann es losgehen. Der Start erfolgt in Blöcken mit 2 Minuten Abstand und so gelingt es tatsächlich, das größte Geknäule zu verhindern. Der Moderator will die wartenden Läufer ein wenig beschäftigen und fragt, warum man Eulen nicht nach Athen tragen kann. Die Auflösung verpasse ich leider, weil ich auf die Strecke gehen muss. Vielleicht gibt es auch gar keine und man wollte uns nur mit einer möglichst sinnlosen Frage auf andere Gedanken bringen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Frankfurt-Halbmarathon-Start.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2165" title="Frankfurt Halbmarathon Start" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Frankfurt-Halbmarathon-Start.jpg" alt="Frankfurt Halbmarathon Start" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Im Startblock spricht mich eine Läuferin an. Ob ich sie wohl ein Stück begleiten könnte? Sie sei sich etwas unsicher wegen des Tempos. Wir stehen im Startblock mit der Zielzeit 1:50 bis 2 Stunden und ich erzähle, dass ich an die 2 Stunden laufen will. Ja prima, sagt die Dame. Sie sei schon mehrere Halbmarathons gelaufen und wolle sich nun deutlich verbessern. So starten wir gemeinsam. Nach wenigen Minuten stellt sich heraus: meine Mitläuferin möchte plaudern. Um ehrlich zu sein: ich plaudere praktisch nie im Volkslauf. Zwei, drei Sätze auf 10 km. Mehr nicht. Am liebsten gar nicht. Auf Strecke gesehen kostet das alles Kraft und die brauche ich zum Laufen. Ich bin ein bisschen einsilbig und fühle mich unhöflich. Wie soll ich ihr nur sagen, dass ich nicht reden mag, ohne dass es pampig wirkt? Den ersten Kilometer absolvieren wir in 6 Minuten 9 Sekunden. Das ist nun wirklich ein bisschen langsam. Wir können ruhig etwas schneller, sage ich und ziehe das Tempo an. Nach kurzer Zeit bleibt meine Begleiterin hinter mir zurück. Ich drehe mich um. Ich fürchte, ich muss langsamer machen, sagt sie. 2 Stunden 10 wäre ja auch ganz toll. Whow, denke ich, nach 1,5 Kilometern die Zielzeit um 10 Minuten verschoben! Das schaffe ja nicht mal ich. Es hilft nichts, wir müssen uns trennen. Wir wünschen uns gegenseitig viel Glück und mein Gewissen ist erleichtert. Ich darf maulfaul sein, blöde vor mich hinstieren, komische Geräusche machen und mein Tempo laufen, ohne mich zu sorgen, dass es jemanden stört. Sofort fange ich mit allen vier Komponenten an.</p>
<div style='float:right; width:200px;' ><div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #778899; border-left-color: #778899; border-right-color: #778899; border-bottom-color: #778899; background-color: #fff5ee; ">Lieber später lesen? Hier gibt&#8217;s eine <a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Lufthansa-Halbmarathon-Frankfurt-10.pdf" target="_blank">Druckversion ohne Bilder.</a></div></div>
<p>Nach einem kurzen Weg durchs Grüne kommen wir an die erste Durststrecke des neuen Kurses. Die Lyoner Straße in Niederrad ist nicht eben ein Quell der Freude. In der dortigen Bürostadt kann man super Kongresse abhalten und intelligente Dinge in Computer eingeben. Zum Laufen ist dieses Pflaster allerdings weniger sexy. Die Hochhäuser haben Wochenende und die Straßen langweilen sich und uns. Aber ich will überhaupt nicht meckern. Irgendwie muss man ja zum Mainufer kommen und das kleine Stückchen Bürostadt ist nicht halb so schlimm wie der Galopp vom Nordwestzentrum in die Stadt. Außerdem sind die Straßen breit und niemand tritt sich hier auf die Füße. Schwuppdiwupp sind wir auch schon am Main. Hier winkt mir meine Hausstrecke zu. Alles ist vertraut. Vier Kilometer geht es am Fluss entlang, einen großen Teil davon direkt am Tiefkai. Man kann auf das Wasser sehen und schauen, ob die Ruderer schon auf sind. Wie so oft sonntags. Erfreulicherweise dieses Mal sogar mit Rückenwind. Hier gibt es sonst eigentlich immer Gegenwind. Ich wusste gar nicht, dass der Sportdezernent der Stadt Frankfurt einen so großen Einfluss hat.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Streckenplan-Lufthansa-Halbmarathon.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2180" title="Streckenplan Lufthansa Halbmarathon" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Streckenplan-Lufthansa-Halbmarathon.jpg" alt="Streckenplan Lufthansa Halbmarathon" width="502" height="512" /></a></p>
<p>Kurz vor Kilometer 10 darf man etwas trinken. Es gibt Tee, Wasser, bunte Sprudelgetränke und Bananen. Letzteres finde ich für 21 km ein bisschen übertrieben, aber es wird tatsächlich kräftig gemampft. Danach verlassen wir den Main und walzen uns tiefer nach Sachsenhausen hinein. Am Schweizer Platz, einem der Zentren des Stadtteils erwartet uns ein Stimmungsnest von gefühlten 10 Zuschauern. Danach ist die Stille noch stiller. Ein wenig gespenstisch ist das schon, wie sich über 3000 Menschen laufend durch eine Stadt bewegen, während man hinter den Fenstern in Marmeladenbrötchen beißt und den Sportteil der Sonntagszeitung wendet. Unser Vorteil ist: wir kennen beide Welten und wählen bewusst mal die eine, mal die andere. Heute gehört die Stadt jedenfalls uns und die Absperrungen, die uns vorhin noch quälten, sind jetzt ein stolzer Beweis unserer Macht.</p>
<p>Bei Kilometer 14 biegen wir ab Richtung Neu-Isenburg und ich sehne die kleine Wendepunktstrecke herbei. Meine Beine sind schwer und ich weiß, dass ich mich heute anstrengen muss, um unter 2 Stunden zu bleiben. Das ist meinem Trainingszustand und einer leichten Erkältung geschuldet. Wendepunkte sind da eine willkommene Abwechslung mit Motivations-Effekt: man sieht unendlich viele, die langsamer sind, als man selbst. Außerdem mag ich wie immer die kleine Modenschau der Läufer. Die Roben der Oscar-Verleihung sind da praktisch nichts dagegen. Mein Eindruck in dieser Saison: Neonfarben gehen langsam wieder zurück, werden durch gedeckte Töne ersetzt. Mützen sind nach wie vor in klassischem Schwarz gehalten, die vorherrschende Farbe bei Herrenjacken ist royalblau, bei Damen hellblau. Das Singlet ersetzt immer mehr die leichte Weste, Startnummernbänder setzen sich langsam durch. Kleine, unauffällige, weiße Kopfhörer sind mehrfarbigen Sport-Bügel-Kopfhörern gewichen (beides ist natürlich im Wettkampf verboten).</p>
<p>So schaue ich also auf diesen „Catrun“, während ich selbst dem Wendepunkt entgegenstrebe. Kilometer 16, ab jetzt geht es nach Hause. Inzwischen habe ich noch einmal einen Becher Tee getrunken und fühle mich wieder frischer. Wir hüpfen von Schlagloch zu Schlagloch und kämpfen uns dem fiesesten Punkt der Strecke zu: bei Kilometer 19 muss eine Brücke genommen werden. Leider bei Gegenwind und zunehmender Erschöpfung. Von hier ab ist das Stadion deutlich zu spüren und bald zu sehen, doch man muss noch einmal das gesamte Gelände umrunden. Das ist zäh und will kein Ende nehmen. Um das Stadion laufen und nicht reinlaufen dürfen – das ist ein Härtetest für die ermattete Psyche. Jetzt in ein Marmeladenbrötchen beißen und den Sportteil umblättern! Dann aber dürfen wir endlich in die Commerzbank-Arena einlaufen und es fühlt sich ein bisschen an wie früher, als es noch das Waldstadion gab und der Halbmarathon hier endete. Ja, das ist schon etwas anderes als ein ödes Einkaufszentrum vor den Toren der Stadt!</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Commerzbank-Arena-2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2166" title="Commerzbank Arena 2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Commerzbank-Arena-2.jpg" alt="Commerzbank Arena 2" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Commerzbank-Arena-3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2167" title="Commerzbank Arena 3" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Commerzbank-Arena-3.jpg" alt="Commerzbank Arena 3" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Und trotzdem: der Lufthansa Halbmarathon bleibt ein Lauf für Läufer-Läufer. Event-Läufer, Sightseeing-Läufer und Sambatrommel-Läufer sind hier nicht so gut aufgehoben. Aber dafür gibt es ja genug andere Läufe. Ich bin jedenfalls zufrieden. Mit der Strecke, der Organisation und mit mir. Mit 1:59:38 habe ich eine ordentliche Punktlandung gemacht und die schlaffe Zeit reicht immerhin für eine Platzierung in der ersten Hälfte des Frauenfeldes und der ersten Hälfte meiner Altersklasse. Das ist doch was. Im Zielbereich gibt es wieder alle Getränke und Öko-Bananen von Querbeet.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Lufthansa-Halbmarathon-Verpflegung.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2168" title="Lufthansa Halbmarathon Verpflegung" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Lufthansa-Halbmarathon-Verpflegung.jpg" alt="Lufthansa Halbmarathon Verpflegung" width="384" height="512" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Lufthansa-Halbmarathon-Querbeet-2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2169" title="Lufthansa Halbmarathon Querbeet 2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Lufthansa-Halbmarathon-Querbeet-2.jpg" alt="Lufthansa Halbmarathon Querbeet 2" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Später verköstigen wir uns standesgemäß im VIP-Bereich des Stadions mit mitgebrachtem Kaffee und Kuchen (man kann ja nie wissen).</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Lufthansa-Halbmarathon-Kuchen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2197" title="Lufthansa Halbmarathon Kuchen" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Lufthansa-Halbmarathon-Kuchen.jpg" alt="Lufthansa Halbmarathon Kuchen" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Auf der Heimfahrt merke ich, wie müde ich bin. Zuhause angekommen mache ich den Fernseher an, wähle Formel 1 auf RTL und schlafe sofort ein.</p>
<p>Hier das &#8220;offizielle&#8221; Video:<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/quldZYam1IA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/quldZYam1IA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<div class='stb-info_box' >Mehr zum Frankfurter City-Halbmarathon gibt&#8217;s unter: <a href="http://www.spiridon-frankfurt.de" target="_blank">www.spiridon-frankfurt.de</a></div> <div class='stb-grey_box' >Und hier gibt&#8217;s die <a href="http://www.runners-world.de/laufevents/auf_neuem_kurs_/frankfurter_halbmarathon.159905.htm" class="broken_link"  target="_blank">Bildergalerie von Runner&#8217;s World.</a></div>

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		<title>Von Gedächtnisschwund, Handys und Flatterhemdchen.</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Mar 2007 18:50:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[BSE ist unter Läufern besonders weit verbreitet. Nur so lässt sich erklären, dass Jahr für Jahr tausende von Läufern zu einer unglaublich öden Strecke anreisen, um dort einen Halbmarathon zu laufen. Vermutlich haben sie vergessen, dass der Frankfurter Halbmarathon im März nicht mehr im Wald stattfindet, wie früher. Sondern, dass er jetzt "Cityhalbmarathon" heißt. Da stehen sie dann am Nordwestzentrum mit ihrem Hirnschwamm und denken (...)]]></description>
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<h2>Der Frankfurter City-Halbmarathon (2007)</h2>
<p>BSE ist unter Läufern besonders weit verbreitet. Nur so lässt sich erklären, dass Jahr für Jahr tausende von Läufern zu einer unglaublich öden Strecke anreisen, um dort einen Halbmarathon zu laufen. Vermutlich haben sie vergessen, dass der Frankfurter Halbmarathon im März nicht mehr im Wald stattfindet, wie früher. Sondern, dass er jetzt &#8220;Cityhalbmarathon&#8221; heißt. Da stehen sie dann am Nordwestzentrum mit ihrem Hirnschwamm und denken – Mist. Das war ja diese Strecke!   &#8221;City&#8221; ist ein bisschen geschönt. Genaugenommen läuft man etwa 10 Kilometer aus einem reizlosen Vorort über eine abgesperrte Schnellstraße in die Stadt, trinkt einen Schluck, läuft eine Kurve, wundert sich, dass kein Mensch an der Strecke steht und rennt dann wieder 10 Kilometer zurück. Aber heute war alles halb so schlimm. Denn heute gab es vorher Sonne, mittendrin Sonne und danach Sonne. Das nimmt selbst Frankfurts Schnellstraßen jeden Schrecken. Die wenigen Läufer, die kein BSE haben, können sich sicher noch erinnern, wie grauenvoll der Lauf hier sein kann, wenn es regnet. Oder schlimmer noch: windig ist.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-409" title="Frankfurt_HM_Schatten" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Frankfurt_HM_Schatten.jpg" alt="Frankfurt_HM_Schatten" width="506" height="316" /></p>
<p>Am Start stehen etwa 748 Dixihäuschen, zumindest lässt das der Geruch, der auf die Startblöcke einströmt, vermuten. Da die Toilettenlage in den Innenräumen stark entwicklungsbedürftig ist, muss das auch so sein. Zuerst startet die Elite, die an vorderster Front aus zartgliedrigen Dunkelhäutigen in bunten Flatterhemdchen besteht. Dann dürfen wir. Bei den ersten Auflagen des Cityhalbmarathons mussten sich die mit den Flatterhemdchen durch Engstellen in der Stadt quälen und kollidierten unweigerlich mit Laufwalküren, bei denen allein die Kopfhörer soviel wogen, wie der ganze Zartgliedrige. Das gab Ärger und so hat man sich etwas einfallen lassen. Man läuft jetzt am Nordwestzentrum eine kleine Schleife – mit Wendepunkt. Es ist so, wie es klingt: langweilig.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-410" title="Frankfurt_HM_Sonne" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Frankfurt_HM_Sonne.jpg" alt="Frankfurt_HM_Sonne" width="501" height="314" /></p>
<p>Ich fange an, nach Ablenkung zu suchen und beschließe &#8220;Ich sehe was, was Du nicht siehst&#8221; zu spielen. Leider spielt keiner mit und da verliert das Spiel schnell seinen Reiz. Ich sehe ja immer gleich, was ich sehe: Neongelbe Hemden, schiefgelatschte Schuhe, die neue Laufjacke von Tchibo, die alte Laufjacke von Tchibo, das Laufkapuzenshirt von Tchibo, die neuen Laufhosen von Tchibo. Auch nicht sehr aufregend. Deshalb bin ich froh, als mir unvermutet früh der erste Zartgliedrige entgegen- geschossen kommt. Ich bin noch längst nicht in der Stadt und er schon wieder auf dem Heimweg. Donnerwetter.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-411" title="Frankfurt_HM_Sieger" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Frankfurt_HM_Sieger.jpg" alt="Frankfurt_HM_Sieger" width="264" height="365" /> <img class="alignnone size-full wp-image-412" title="Frankfurt_HM_Siegerin" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Frankfurt_HM_Siegerin.jpg" alt="Frankfurt_HM_Siegerin" width="263" height="366" /></p>
<p>Kurz hinter dem Ortsschild Bockenheim merke ich, dass ich ziemlich schnell bin. Das ist kein Wunder, schließlich ist seit ein paar Minuten der Leibhaftige hinter mir her. Ich kann ganz deutlich seinen Pferdefuß hören. Bum Tschack, Bum Tschack. Wenig später zieht er an mir vorbei. Der Leibhaftige kommt aus Ginnheim, wie sein T-Shirt sagt, und läuft einfach nur asymmetrisch. Ich bin beruhigt und werde wieder langsamer.</p>
<p><em> <div style='float:right; width:200px;' ><div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #f4a460; border-left-color: #f4a460; border-right-color: #f4a460; border-bottom-color: #f4a460; background-color: #f5f5f5; ">Lieber auf Papier lesen? Hier gibt&#8217;s eine <a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2007/03/FrankfurtHM07.pdf" target="_blank">Druckversion als PDF</a> ohne Bilder.</div></div></em></p>
<p>Für Frankfurter Halbmarathon-Verhältnisse ist die Zuschauerbeteiligung geradezu enorm. Am Main steht sogar St. Patrick persönlich mit einem grünen Kleeblatthut. Ich halte ihn zumindest für einen direkten Abgesandten des irischen Heiligen. Anders ist es kaum zu erklären, dass mir der kleine Hügel auf der Strecke überhaupt nichts ausmacht.</p>
<div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #f4a460; border-left-color: #f4a460; border-right-color: #f4a460; border-bottom-color: #f4a460; background-color: #fdf5e6; "><em>Übrigens: Diesen Text gibt es auch als </em><a style="font-family: Arial, sans-serif; font-style: normal; font-size: 100%; font-weight: normal; text-decoration: underline; color: #c24844;" title="Zur Podcast-Seite von Frauschmitt" href="http://frauschmitt.podspot.de/" target="_blank"><em>Podcast-Episode!</em></a></div>
<p>Danach beginnt allerdings der härteste Teil: der ganze öde Weg will wieder zurückgewatzt werden. Die ein oder andere sanfte Steigung inbegriffen. Und das, wo bei mir seit Kilometer 12 die Kopfrechnung stark schwächelt. Wie soll ich so herausbekommen, ob ich meine 1:51 gut hinkriege, die ich mir vorgenommen habe? Die Dame neben mir hat es da einfacher. Sie müsste einfach nur ihren Gesprächspartner am Handy rechnen lassen, der sie gerade zuquasselt. Eindeutiger Fall von BSE.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-413" style="margin-top: 2px; margin-bottom: 2px; margin-left: 8px; margin-right: 8px;" title="Schmitt_FFM_HM" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Schmitt_FFM_HM.jpg" alt="Schmitt_FFM_HM" width="162" height="247" /></p>
<p>Also renne ich planlos vor mich hin und freue mich über jeden, den ich überholen kann. Das sind eine ganze Menge und deshalb freue ich mich auch ziemlich. Nur Läufer schaffen das Kunststück, sich zu freuen, während es ihnen zunehmend schlechter geht. Weit darf es jetzt nicht mehr sein, sonst werde ich nicht mehr dekorativ ins Ziel laufen können. Es wird hart und ich mache blöde Geräusche, die mir unter normalen Umständen peinlich wären. Aber was ist schon normal, wenn man auf einem endlosen Betonband auf ein geschlossenes Einkaufszentrum zurennt? Ich sehe das Display und ziehe die Lefzen hoch. Boah, ist das schön. Ich habe eine saubere 1:49er Zeit geschafft. So früh im Jahr ist das großartig für mich.   Heute werde ich mich noch ein bisschen freuen – und dann werde ich das Ganze möglichst schnell vergessen. So kann ich nämlich auch im nächsten Jahr wieder völlig unbedarft beim ödesten Halbmarathon im ganze Rhein-Main Gebiet antreten.</p>
<h6><span style="font-weight: normal;">(Bilder mit freundlicher Genehmigung von Spiridon Frankfurt, Elke Fieger, Jörg Reiss und  Stephan Scheibel)</span></h6>
<div class='stb-grey_box' ><em>Mehr zum Frankfurter City-Halbmarathon gibt&#8217;s unter: </em><a style="font-family: Arial, sans-serif; font-style: normal; font-size: 100%; font-weight: normal; text-decoration: none; color: #c24844;" href="http://www.spiridon-frankfurt.de/" target="_blank"><em>www.spiridon-frankfurt.de</em></a></div>

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