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	<title>Laufen-mit-frauschmitt &#187; Laufberichte</title>
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	<description>Laufen zum Lesen und Hören.</description>
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		<title>Erleuchtung in aschgrau.</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 20:29:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Überall fanden in den letzten Stunden Silvesterläufe statt. Woher jedoch der Name „Silvesterlauf“ kommt, ist vielen Läufern nicht bekannt. Es geschah im Jahr 1731, als Sir William Edward Phileas Silvester, ein britischer Lord, am letzten Tag des Jahres beschloss, sich zu einem Waldlauf aufzumachen....]]></description>
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<p>Überall fanden in den letzten Stunden Silvesterläufe statt. Woher jedoch der Name „Silvesterlauf“ kommt, ist vielen Läufern nicht bekannt. Es geschah im Jahr 1731, als Sir William Edward Phileas Silvester, ein britischer Lord, am letzten Tag des Jahres beschloss, sich zu einem Waldlauf aufzumachen. Er hatte es sich einst als guten Vorsatz genommen, in diesem Jahr mit dem Laufen anzufangen und nun war es die letzte Gelegenheit, dieses Versprechen an sich selbst einzulösen. Leider regnete es an diesem Tage ungebührlich stark, so dass der Lauf zu einem vollen Misserfolg wurde. Silvester rutschte im schlammigen Wald aus und kehrte durchnässt, verdreckt und frustriert nach Hause zurück. Er ist seither nie wieder gelaufen. Zur Erinnerung an dieses wahrhaft einmalige Erlebnis werden Läufe am letzten Tag des Jahres nun „Silvesterlauf“ genannt. Überflüssig zu erwähnen, dass insbesondere europäische Läufer seither regelmäßig das Schicksal von Sir Silvester teilen und immer wieder und gerne am letzten Tag des Jahres im Regen laufen. Auch ich denke jetzt intensiv an den armen William, der heute vermutlich gar nicht erst aufgebrochen wäre. Es regnet, als würde man überall im Himmel bereits die Wasserflaschenkorken knallen lassen und beim Eingießen dauernd die Gläser verfehlen. Obendrein ist das Wolkendach in einem reizenden Aschgrau gehalten, eine Farbe, die meinem Teint nicht sehr schmeichelt, es sei denn, ich habe eine vom hitzigen Laufen leuchtend rote Murmel. Es hilft also nichts: ein roter Kopf muss her.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_0644.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3197" title="IMG_0644" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_0644.jpg" alt="IMG_0644" width="491" height="366" /></a></p>
<p>Mein Trainingspartner und ich sind in diesem Jahr herzlich wenig gelaufen, vor allem nicht volks. Verletzungsbedingt war wenig zu wollen. Nun ist „nichts wollen“ allerdings die höchste Stufe der Läufererleuchtung, die es grundsätzlich zu erlangen gilt. Nur wer, zumindest gelegentlich, nichts will, dem wird reichlich gegeben. Insofern sind wir gerade sehr nah am Status eines Lama, womit nicht das spuckende Tier gemeint sein soll, obwohl auch das eine gern genommene Bewusstseinsstufe des Läufers ist.</p>
<p>Willenlos parken wir, wie ferngesteuert finden wir uns bei der Anmeldung ein und schieben uns, von einem unsichtbaren Band gezogen, in die Umkleide. An einem solchen Tag darf man nicht nachdenken, sonst würde man niemals einen beheizten Autositz verlassen, um sich, auf einen Startschuss lauschend, in den strömenden Regen zu stellen. Wir laufen uns ein und es ist etwa so kuschelig wie an Deck eines Fischkutters in der winterlichen Nordsee. Wir laufen und laufen, damit wir nur nicht stehenbleiben müssen. Irgendwann lässt sich das aber kaum vermeiden und mit dümmlichem Hüpfen versuchen wir, nicht auszukühlen. Als im Blockstart endlich unsere Gruppe an der Reihe ist, bin ich ebenso froh wie durchnässt.</p>
<p>Obwohl es durch den Wald geht, sind weite Teile der Strecke asphaltiert, was den Pfützenslalom auf wenige schwierige Abschnitte begrenzt. Da ich aber ja erleuchtet bin, nehme ich keinerlei Manöver in rutschiges Unterholz in Kauf, um ein paar Sekunden zu sparen. Ich laufe vielmehr in Gedenken an William Edward Phileas, der, anders als ich, keine schicke Nike+ Uhr und kein so wärmendes Wams trug, wie ich heute. Außerdem trage ich einen Pferdeschwanz, der langsam immer schwerer wird. Mein Haar kann erfahrungsgemäß mühelos 7 bis 8 Liter Wasser aufnehmen. Diese im Nacken getragen, lassen mich erhobenen Hauptes laufen. Interessant. Der erste Kilometer gerät schneller als 5:30, das ist schneller, als ich will, obwohl ich ja eigentlich nichts will. Ich bremse ein wenig.</p>
<p>Die Strecke ist recht voll und ich kann gut Laufmoden-Watching betreiben. Der klare Gewinner unter den Kopfbedeckungen ist eine Einweg-Duschhaube, getragen von einem kräftigen Herren. Das ist stilsicher und kreativ. Weiterhin gefällt mir die Idee, nur einen Kompressionsstrumpf zu nehmen und damit der monströsen Gewohnheit der Waschmaschine, einzelne Socken in einem geheimen Salzsäurebottich unter der Trommel aufzulösen, selbstbewusst zu trotzen. Außerdem erfreuen mich jegliche Neonfarben (ein lautes „Ätsch!“ in Richtung des grauen Himmels), und nackte Beine, die bald von schlammbraunen Pünktchen übersät sind. Ich fließe einfach mit der Menge mit, schaue selten auf die Uhr und lausche dem hundertfachen „Pitsch, pitsch, pitsch“ auf nassem Weg. Viele Läufer bevorzugen dagegen ein „Mumpf, mumpf, mumpf“, das auf ihre Ohren donnert, was ich wieder einmal nicht verstehen kann. Was ist ein Volkslauf ohne Volkslaufgeräusche? Mein Leben soll kein Stummfilm sein und so eile ich offenen Ohres weiter durch den Wald. Die Strecke ist nicht weiter spektakulär und deshalb bleibt als Eindruck der mal klatschende, mal dampfende Regen und das bunte Band immer schwerer atmender Läufer, das sich wie ein einziger Organismus durch den Wald schlängelt.</p>
<p>Bei Kilometer sieben ist ein kleiner Hügel zu nehmen und zum ersten Mal fange ich an zu rechnen. Nun will ich ja nichts, aber wenn „nichts“ gleichbedeutend mit einer Zeit unter 55 Minuten wäre, wäre mir das jetzt dann schon lieb. Auf den letzten Kilometern geht es öfter mal leicht bergan, das muss man für das nichtsgleiche Ergebnis mitberechnen. Luft wäre allerdings da, sowohl in meinen Lungen, als auch in meiner Berechnung und deshalb könnte ich es versuchen. Dann hätte auf dem Zielfoto mein Teint auch die Farbe, die mit dem Himmelsgrau so gut harmoniert, das wäre ja schön, so für das letzte Foto des Jahres.</p>
<div id="attachment_3216" class="wp-caption aligncenter" style="width: 436px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/Silvesterlauf2.jpg"><img class="size-full wp-image-3216 " title="Silvesterlauf2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/Silvesterlauf2.jpg" alt="Silvesterlauf2" width="426" height="640" /></a><p class="wp-caption-text">Update: Hier isses, das obligatorische Bild mit den hektischen Flecken.</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p>Ich stürze also weiter vorwärts, aus dem Wald hinaus und an den Schienen entlang in Richtung Waldstadion, was nicht mehr Waldstadion heißt, sondern Dingsbums Arena (ich mag keine Bank in meinem Laufbericht haben) weil heute alles Arena heißt, während Stadion irgendwie unccol zu sein scheint. Das ist mir aber im Grunde alles egal, Hauptsache, da kommt bald das Ziel und Hauptsache, es gibt bald das beste alkoholfreie Weizen der Welt, was sich Faust nennt und von zwei enorm reizenden Herren ausgeschenkt wird. Ich stoppe die Uhr bei 54:13, das ist wirklich fein für ein mieses Training in einem verkorksten Laufjahr. Lange sollte man Bier und Banane (von Querbeet, die ebenfalls nicht genug zu loben sind) allerdings nicht im Freien genießen, denn die Erkältung klopft sonst schnell mit einem Hämmerchen an das erschöpfte Naseninterior.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_0641.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3201" title="IMG_0641" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_0641.jpg" alt="IMG_0641" width="461" height="344" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_0643.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3202" title="IMG_0643" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_0643.jpg" alt="IMG_0643" width="461" height="344" /></a></p>
<p>Nun muss, bevor der Kuchen als nächste Stufe der Belobigung winkt, nur noch eine Hürde genommen werden: die Damenumkleide. Ein Albtraum im Nebel. Ich bin sicher, ein einziger Besuch in einer handelsüblichen Damenumkleide mit 47 Frauen auf 11 Quadratmetern, die alle ihre Socken ausschütteln, sich feuchte Nebel unter die Achseln sprühen, mit aus furzenden Flaschen kriechender Lotion einölen und sich mit schlagbohrerlauten Haartrocknern ondulieren, würde selbst Casanova von weiteren Eroberungen abgehalten haben. Auch hier geht es um Geschwindigkeit: schnell raus hier. Zu viel Hautkontakt mit fremden Menschen ist auch nicht gesund.</p>
<p>Die Atmosphäre in der Sporthalle ist nicht eben gemütlich. Aber man gibt sich wie immer Mühe, die Läufer liebevoll zu verköstigen, was bei weit über 1.000 Teilnehmern eine Herausforderung darstellt. Doch Spiridon Frankfurt meistert das, wie überhaupt die gesamte Veranstaltung, mit Professionalität und Laune.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_0649.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3203" title="IMG_0649" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_0649.jpg" alt="IMG_0649" width="461" height="344" /></a></p>
<p>Wir mümmeln unseren Kuchen und starren dabei fassungslos auf eine entfesselte kleine Gruppe, die sich unmittelbar vor uns komplett umzieht und uns dabei mehr schwingende Körpermasse zeigt, als wir sehen wollten. Dann doch lieber die Damenumkleide. Oder am allerliebsten: den beheizten Autositz. Es ist Zeit, einen erleuchteten Lauf im Geiste von William Edward Phileas Silvester zu Hause weiter zu genießen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_0651.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3204" title="IMG_0651" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_0651.jpg" alt="IMG_0651" width="461" height="344" /></a></p>

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		<title>Wenn Frauen zu sehr laufen.</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Jul 2011 19:37:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hier noch eine kleine Nachlese zum Reebok Women's Run in Frankfurt, dieses Mal nur als Foto-Dokumentation. Einen ausführlichen Bericht wird es zu einem späteren Zeitpunkt geben. Jetzt kann ich nur so viel sagen: es lohnt sich, da mal dabei zu sein und wer es nicht gesehen hat, der kann sich diese geballte rosa Fröhlichkeit kaum vorstellen.]]></description>
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<p>Hier noch eine kleine Nachlese zum Reebok Women&#8217;s Run in Frankfurt, dieses Mal nur als Foto-Dokumentation. Einen ausführlichen Bericht wird es zu einem späteren Zeitpunkt geben. Jetzt kann ich nur so viel sagen: es lohnt sich, da mal dabei zu sein und wer es nicht gesehen hat, der kann sich diese geballte rosa Fröhlichkeit kaum vorstellen. Als Kontrapunkt dazu hat es mich bei meinem Lauf auf die Nase geworfen und ich kam etwas versehrt ins Ziel. Inzwischen ist das ganze Bein eher in blau-grün gehalten und das Knie ist noch immer dick. Da bin ich wohl an einem Würzelchen hängen geblieben. Ups. Aber egal, schön war&#8217;s trotzdem, wenn man mal von dem April absieht, der jetzt Sommer heißt und später statt findet als sonst.</p>
<div id="attachment_2948" class="wp-caption aligncenter" style="width: 469px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0403.jpg"><img class="size-large wp-image-2948   " title="IMG_0403" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0403-1024x764.jpg" alt="Summer-Feeling 2011 - die Commerzbank Arena in ahnungsvollem Grau." width="459" height="342" /></a><p class="wp-caption-text">Summer-Feeling 2011 - die Commerzbank Arena in ahnungsvollem Grau.</p></div>
<div id="attachment_2951" class="wp-caption aligncenter" style="width: 501px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0405.jpg"><img class="size-large wp-image-2951  " title="IMG_0405" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0405-1024x764.jpg" alt="Auch das gibt es beim Frauenlauf - pfeilschnelle, ambitionierte Mädels." width="491" height="366" /></a><p class="wp-caption-text">Auch das gibt es beim Frauenlauf - pfeilschnelle, ambitionierte Mädels.</p></div>
<div id="attachment_2953" class="wp-caption aligncenter" style="width: 501px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0409.jpg"><img class="size-large wp-image-2953  " title="IMG_0409" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0409-1024x764.jpg" alt="Sowas sieht man bei Volksläufen auch selten. Ich war aber schon schön genug." width="491" height="366" /></a><p class="wp-caption-text">Sowas sieht man bei Volksläufen auch selten. Ich war aber schon schön genug.</p></div>
<div id="attachment_2954" class="wp-caption aligncenter" style="width: 376px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0410.jpg"><img class="size-large wp-image-2954  " title="IMG_0410" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0410-764x1024.jpg" alt="Theoretisch ganz mein Ding - aber als ich kam, gab es schon lang nichts mehr davon." width="366" height="491" /></a><p class="wp-caption-text">Theoretisch ganz mein Ding - aber als ich kam, gab es schon lang nichts mehr davon.</p></div>
<div id="attachment_2955" class="wp-caption aligncenter" style="width: 501px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0411.jpg"><img class="size-large wp-image-2955  " title="IMG_0411" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0411-1024x764.jpg" alt="Das Women's Village, eine kleine Verkaufsmesse, bei der es sogar Waschmittel zu kaufen gibt - weiblich eben." width="491" height="366" /></a><p class="wp-caption-text">Das Women&#39;s Village, eine kleine Verkaufsmesse, bei der es sogar Waschmittel zu kaufen gibt - weiblich eben.</p></div>
<div id="attachment_2956" class="wp-caption aligncenter" style="width: 501px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0425.jpg"><img class="size-large wp-image-2956  " title="IMG_0425" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0425-1024x764.jpg" alt="Männer sind ausdrücklich erwünscht, vor allem, wenn sie so hinreißend anfeuern, wie diese hier." width="491" height="366" /></a><p class="wp-caption-text">Männer sind ausdrücklich erwünscht, vor allem, wenn sie so hinreißend anfeuern, wie diese hier.</p></div>
<div id="attachment_2957" class="wp-caption aligncenter" style="width: 501px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0426.jpg"><img class="size-large wp-image-2957  " title="IMG_0426" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0426-1024x764.jpg" alt="Der rosa Strom reißt nicht ab - und auch die gute Laune kennt kein Ende." width="491" height="366" /></a><p class="wp-caption-text">Der rosa Strom reißt nicht ab - und auch die gute Laune kennt kein Ende.</p></div>
<div id="attachment_2958" class="wp-caption aligncenter" style="width: 501px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0428.jpg"><img class="size-large wp-image-2958  " title="IMG_0428" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0428-1024x764.jpg" alt="Auch 5 km-Läuferinnen werden hier so liebevoll nachbehandelt wie Ultras. Und es duftet nach Kräuteröl." width="491" height="366" /></a><p class="wp-caption-text">Auch 5 km-Läuferinnen werden hier so liebevoll nachbehandelt wie Ultras. Und es duftet nach Kräuteröl.</p></div>
<div id="attachment_2959" class="wp-caption aligncenter" style="width: 501px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0429.jpg"><img class="size-large wp-image-2959  " title="IMG_0429" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0429-1024x764.jpg" alt="Die 8 km-Läuferinnen wärmen sich auf. Ich halte mich da mal lieber am Rand auf, wehe, wenn der Hampelmann kommt." width="491" height="366" /></a><p class="wp-caption-text">Die 8 km-Läuferinnen wärmen sich auf. Ich halte mich da mal lieber am Rand auf, wehe, wenn der Hampelmann kommt.</p></div>
<div id="attachment_2960" class="wp-caption aligncenter" style="width: 501px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0434.jpg"><img class="size-large wp-image-2960  " title="IMG_0434" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_0434-1024x764.jpg" alt="Und dann starten auch wir. Die Pferdeschwänze sind in der Überzahl." width="491" height="366" /></a><p class="wp-caption-text">Und dann starten auch wir. Die Pferdeschwänze sind in der Überzahl.</p></div>
<div id="attachment_2961" class="wp-caption aligncenter" style="width: 509px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/Aua-1.jpg"><img class="size-full wp-image-2961  " title="Aua 1" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/07/Aua-1.jpg" alt="Und das ist das Ergebnis. Wenn Frauen zu sehr laufen." width="499" height="374" /></a><p class="wp-caption-text">Und das ist das Ergebnis. Wenn Frauen zu sehr laufen.</p></div>

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		<title>Die Einsamkeit des Kurzstreckenstreusels.</title>
		<link>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/volkslauf-bonames-2011/</link>
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		<pubDate>Sat, 25 Jun 2011 15:55:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein 10er geht immer. Das sagen Läufer zumindest oft und meinen damit die bedeutungslose Schnödigkeit einer Strecke, die aus gerade mal 10 Kilometern besteht. Dabei ist das gelogen. Es sind leicht hunderte von Situationen vorstellbar, in denen ein 10er gar nicht geht. Wenn man tot ist zum Beispiel. Oder sich so fühlt. Oder beides zusammen. Oder eben, wenn man verletzt ist.]]></description>
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<p>Ein 10er geht immer. Das sagen Läufer zumindest oft und meinen damit die bedeutungslose Schnödigkeit einer Strecke, die aus gerade mal 10 Kilometern besteht. Dabei ist das gelogen. Es sind leicht hunderte von Situationen vorstellbar, in denen ein 10er gar nicht geht. Wenn man tot ist zum Beispiel. Oder sich so fühlt. Oder beides zusammen. Oder eben, wenn man verletzt ist. Was aber nichts heißt, da Läufer meistens verletzt sind, weswegen sie versuchen, nicht in den Schmerz hinein zu laufen, sondern lieber aus ihm heraus. Ob ich heute verletzt bin, weiß ich nicht so genau, denn ich war immer noch nicht beim Arzt. Aber meine Fersen fühlen sich so an, als wollten sie wenigstens für ein paar Stunden ihre schmerzvolle Existenz vergessen. Deshalb trete ich heute beim 10 Kilometer Lauf in Bonames an.</p>
<p>Ich war schon oft in Bonames, aber eher für den 15 Kilometer-Lauf. Das Schöne ist, dass man hinterher gleich viel Kuchen essen darf, egal, ob man 10 oder 15 km gelaufen ist. Denn in Bonames gibt es immer reichlich davon, ich versteige mich sogar zu der Behauptung, in Bonames gibt es den besten und reichlichsten Streuselkuchen aller Post-Race-Kuchenschlachten des gesamten Hessischen Volkslaufkalenders.</p>
<p>Heute reise ich mit der U-Bahn an, die nach Bonames aber überirdisch fährt und deshalb Ü-Bahn heißen müsste. In der Ü-Bahn treffe ich den Stöhnläufer, der bereits in seinem charakteristischen beigefarbenen Laufhemdchen dem Triumph entgegenfährt. Denn der Stöhnläufer ist schnell. Er sitzt auch schnell, weshalb er zu schwitzen beginnt und flugs das beigefarbene Laufhemdchen (das in einem früheren Leben weiß und ein Unterhemd war) auszieht. Es kommt mir vor, als wären wir allein im Abteil, der Stöhnläufer, das Hemdchen, der Schweiß und ich. In Bonames angekommen habe ich – obgleich nicht einmal gestartet – ein erstes mentales Tief überstanden.</p>
<p>Ich melde mich nach (Voranmeldung ist nur was für Unverletzte) und halte nach einer Bekannten Ausschau. Ich treffe diesen und jenen, aber nicht selbige. Schade. Der 15er startet früher und ich tapse hinüber zum Start an der Niddawiese, wo für gewöhnlich ein kleines Warm-up statt findet. Heute aber leider nicht, da der obligatorische Vorturner schon im Urlaub weilt.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_03671.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-2878" title="IMG_0367" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_03671-1024x764.jpg" alt="IMG_0367" width="498" height="371" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_0369.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-2885" title="IMG_0369" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_0369-1024x764.jpg" alt="IMG_0369" width="491" height="366" /></a></p>
<p>Ich laufe ein wenig sinnlos auf und ab. Anders als angekündigt werde ich dabei besonnt. Das Wetter ist prima. Der Stöhnläufer wird mächtig stöhnen müssen, wenn die Temperaturen weiter so steigen. Der Startschuss der 15er ertönt und zurück bleiben zwei entvaterte Familien mit Hund. Und natürlich wir. Die Schluffis, die nur 10 Kilometer laufen. Lächerlich. Darüber allein einen Bericht zu schreiben!</p>
<p>Nach einer zähen Phase des Einlaufens, Wolkenbetrachtens, unmotivierten Dehnens und Gähnens dürfen endlich auch wir. In meinem Blut schwimmt kein Fitzelchen Adrenalin. Auch das muss man irgendwie üben: volkslaufen, wenn man weiß, man will langsam sein. Wenn man weiß, es geht um nichts. Wenn man einfach nur dabei sein will. Bei einem Marathon ist das einfach, ich laufe meistens mit diesem mentalen Vorzeichen Marathon. Aber bei einem 10er? Verletzt sein ist doof.</p>
<p>Wenn man dann erst einmal läuft, geht alles wie von selbst. Man läuft, so schnell die Ferse will und lauscht auf die tappelnden Schritte der anderen. Warum ist das nur so schön, dieses Geräusch von weichem Kunststoff auf Asphalt? Tappel, tappel tappel. Wir sind unterwegs. Laufen erst mal ein bisschen in die eine Richtung, um ein Hütchen herum und dann wieder in die andere Richtung. Nicht so ein Riesenknaller, eigentlich. Wie soll man das jemandem erklären, wie toll das sein kann, um ein Hütchen herum zu laufen? Allein die Schräglage, auf die man sich schon vorher freut – so ein Hütchen will schließlich genommen werden, ohne dass es einen aus der Kurve trägt. Und: Was wird der Streckenposten sagen, der am Hütchen steht, wenn man dort ankommt? Wird er überhaupt etwas sagen? Die Kunst ist, gerade dann das Hütchen zu umlaufen, wenn der Streckenposten „Auf geht’s!“ oder „Das sieht gut aus!“ ruft. Er kann es ja schließlich nicht bei jedem einzelnen rufen, also muss man Glück haben. Das mit dem Hütchen ist auf jeden Fall eine Wissenschaft für sich. Nach vielen Jahren des Hütchen-Umlaufens erwäge ich, ein Buch darüber zu schreiben. Aber jetzt muss ich erst mal ins Ziel kommen. Der Weg dorthin führt mich durchs Grüne, immer an der Nidda entlang.</p>
<p>Der Bonameser Volkslauf findet immer an Fronleichnam statt, in diesem Jahr später als sonst. Die Felder sehen also ein bisschen anders aus, als sie sonst hier aussehen, die Natur ist ein Stückchen weiter. Interessant.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_0370.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-2894" title="IMG_0370" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_0370-1024x764.jpg" alt="IMG_0370" width="491" height="366" /></a></p>
<p>Und die Sonne steht höher. Obwohl es nicht besonders warm ist, komme ich doch ziemlich ins Schwitzen. Überall sieht man die Finisher-Shirts des Chase-Firmenlaufs, dem großen Massengerumpel mit anschließender kollegialer Genitalabmessungsanalyse. Darüber hinaus gibt es bezüglich der Laufmode heute nichts Außergewöhnliches zu berichten. Außer vielleicht zu den Schuhen von Chirunner Thomas, die ihr Leben als herkömmlicher Laufschuh begannen und voraussichtlich als Sandale beenden werden, weil sich ihr Mesh großflächig auflöst. Ist ja aber auch luftiger im Sommer.</p>
<p>Während ich so vor mich hin trabe und noch denke, wie langsam ich bin, laufen die ersten Übergewichtigen an mir vorbei, gefolgt von mehreren Greisen, die heute den Pacemaker für ihre Mütter geben. Rollatoren und Gehböckchen passieren mich, ihre Nutzer haben dabei ein lockeres Liedchen auf den Lippen. Als das erste Pflegebett an mir vorbeigeschoben wird, überlege ich, das Tempo ein wenig anzuziehen. Meine Überlegung bleibt in einem dichten Gegenwind hängen, der nun aufkommt und uns zwar angenehm kühlt, uns aber auch Kraft aus den morschen Knochen saugt. Ich bleibe bei meinem Tempo, das irgendwo bei 5:45/km liegt. Gut Ding will Weile haben. Stattdessen freue ich mich über ein Stückchen Hausstrecke, das ich nun belaufen kann. Hier war ich länger nicht mehr und es ist schön zu sehen, dass alles noch da ist. Der Weg, die Felder und die schwankenden Sonntagsradfahrer mit Radlerhose (Tchibo), Handschuhen (Aldi), Helm (Lidl) und Kind (Sören auf Puky). Es wird langsam Zeit für den Kuchen.</p>
<p>Nun muss nur noch ein kleiner Hügel bezwungen werden. Ich schraube mich die kleinen Serpentinen hinauf und bin längst nicht so platt wie sonst an dieser Stelle. Auch mal schön. Ins Ziel eilen und gefühlte 8 Becher Wasser trinken ist jetzt eins. War doch warm.</p>
<p>Die Kuchenstücke gleichen in Größe und Gewicht etwa einer handelsüblichen 1-Liter-Milchpackung und so wählt man besser nur eins. Das ist die größte Tragödie dieses Tages: Fünf der weltbesten Streuselkuchen zur Auswahl haben und nur ein Stück essen können. Mit meinem Schneckenlauf werde ich sogar noch 3. meiner Altersklasse, hier besteht also dagegen kein Grund zum Gram.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_0372.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-2886" title="IMG_0372" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_0372-1024x764.jpg" alt="IMG_0372" width="491" height="366" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_0374.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-2887" title="IMG_0374" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_0374-1024x764.jpg" alt="IMG_0374" width="491" height="366" /></a></p>
<p>Traurig ist nur, dass ich nicht tags drauf beim Eppsteiner Burglauf antreten kann. Der besteht zwar sogar nur aus 7,777 Kilometern, das aber dafür mit etlichen Höhenmetern. Gift für die Fersen. Bonames muss also eine Weile vorhalten &#8211; bis die Sehnen wieder wollen, muss ich weiter vorsichtig sein. Am besten, ich nehme mir gleich den Volkslaufkalender vor. Ein 10er geht ja immer.</p>
<div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #f4a460; border-left-color: #f4a460; border-right-color: #f4a460; border-bottom-color: #f4a460; background-color: #fff5ee; ">Mehr zu Lauf und Veranstalter gibt&#8217;s auf der <a href="http://www.tsvbonames.de/volkslauf_vorher.html" target="_blank">Homepage des TSV Bonames</a>.</div>

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		<title>10 gute Gründe, Bergläufe zu machen.</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 16:31:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist das Grauen jedes Laufanfängers: bergauflaufen. Selbst Nichtläufern wird es allein bei dem Gedanken, einen Berg im Laufschritt zu bewältigen, sofort blümerant. Doch auch alte Laufhasen mögen Bergläufe oft nicht. Dabei gibt es unzählige Gründe, gerade dieser Form des Laufens öfter zu frönen. Hier sind 10 davon am Beispiel des Feldberglaufs im Taunus.]]></description>
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<h4>Am Beispiel des Feldberglaufs im Taunus.</h4>
<p>Es ist das Grauen jedes Laufanfängers: bergauflaufen. Selbst Nichtläufern wird es allein bei dem Gedanken, einen Berg im Laufschritt zu bewältigen, sofort blümerant. Doch auch alte Laufhasen mögen Bergläufe oft nicht. Dabei gibt es unzählige Gründe, gerade dieser Form des Laufens öfter zu frönen. Hier sind 10 davon.</p>
<p>Der Feldberglauf im Taunus ist schnell beschrieben: von 10 km geht es etwa 9 bergauf. So weit, so uff. Allerdings, und damit kommen wir auch schon zum ersten Grund für einen solchen Lauf, weiß das auch jeder in der Region. Erzählt man also in aller Unschuld, dass man dort antritt, erntet man anerkennendes Staunen. Ein guter Grund also:</p>
<p><strong>1. Ruhm und Ehre.</strong></p>
<p>„Ich bin auf den Feldberg gelaufen“ klingt nun viel respektabler als: „Ich bin vier Runden durch die Innenstadt von Offenbach geheizt“. Dass der Lauf in Wirklichkeit ein riesengroßes Vergnügen ist (und der andere eher nicht), muss ja keiner wissen. Zumindest kein Nichtläufer.</p>
<div id="attachment_2795" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/04/IMG_0205.jpg"><img class="size-full wp-image-2795 " title="IMG_0205" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/04/IMG_0205.jpg" alt="Hier wird alles wahnsinnig streng kontrolliert." width="512" height="382" /></a><p class="wp-caption-text">Hier wird alles wahnsinnig streng kontrolliert.</p></div>
<div id="attachment_2798" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/04/IMG_0206_2.jpg"><img class="size-full wp-image-2798 " title="IMG_0206_2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/04/IMG_0206_2.jpg" alt="Oberstes Gebot: Langsam, langsam. Fahren und Laufen." width="512" height="382" /></a><p class="wp-caption-text">Oberstes Gebot: Langsam, langsam. Fahren und Laufen.</p></div>
<p>Wir treffen uns morgens an der Frankfurt International School in Oberursel. Die Verkehrsanbindung ist perfekt und trotzdem ist man gefühlt ganz weit draußen. Die U-Bahn-Station direkt am Start heißt „Waldlust“ und damit ist schon eine Menge gesagt. Mein zweiter Grund deshalb:</p>
<p><strong>2. Mehr Natur.</strong></p>
<p>Nur in den seltensten Fällen werden für einen Berglauf  Innenstädte planiert und so lange mit Erde aufgeschüttet, bis man eine anständige Strecke hinbekommt. Man muss also raus aus der Stadt, rein ins Grüne. Wenn man Pech hat, heißt das auch: mehr Elemente, mehr Wind. Aber heute gibt es nur Sonne und Bäume und Waldweg. Das magische Dreigestirn des Happy Running.</p>
<p>Wir laufen uns ein und ich schaue mir ein bisschen die sehnigen Herrschaften mit den kräftigen Waden an. Bergläufer. Vielleicht auch Mountainbiker. Einmal Berg, immer Berg. Ich kann in Ruhe gucken, denn anders als bei Massenveranstaltungen in der Stadt sind wir hier eher unter uns. Noch ein Grund:</p>
<p><strong>3. Ein kleineres Feld.</strong></p>
<p>Das heißt: Tee für alle, Kuchen für alle, persönliche Betreuung durch nette Vereinsmenschen, kein Gedrängel auf der Strecke. Leider heißt es nicht: mehr Chancen auf Altersklassenplätze. Denn wer hier antritt, weiß, was er da tut. Das Feld ist kleiner, aber besser. Macht nix. Von den Siegern lernen, heißt siegen lernen. Oder so ähnlich.</p>
<p>Der Startschuss fällt und es geht sofort – na was wohl  – bergauf. „Ich hab schon vier überholt!“ ruft ein lustiger Mensch nach 2 Minuten. Er trägt ein T-Shirt mit der Aufschrift „Volles Korn voraus“ von der Haferflocken-Firma Kölln. Ich freue mich über das T-Shirt samt Inhalt, schließlich braucht man zu Beginn etwas Aufheiterung und mein Lieblingsshirt „Kochs Meerrettich“ ist heute leider nicht am Start. Der Herr ist nicht ganz so sehnig wie die Heringe in der vordersten Reihe, wobei mir schon wieder ein Grund für Bergläufe einfällt. Im Grunde ist Berglaufen optimal für alle Faulen und etwas Übergewichtigen. Nein, ich habe noch keine sieben Belohnungsbier getrunken, es stimmt einfach. Berglaufen ist nämlich ungeheuer effizient. Man muss gar keine großen Strecken machen und profitiert trotzdem von einem großen Vorteil:</p>
<p><strong>4. Mehr Energieverbrauch.</strong></p>
<p>Wer abnehmen will, kann beim Hochlaufen richtig was tun. Für die Kraft und die Ausdauer. Das gibt Muckis und lässt Fettpolster schmelzen. Und außerdem wird gerade für schwere Läufer noch etwas Wunderbares mitgeliefert:</p>
<p><strong>5. Gelenkschonung.</strong></p>
<p>Heute hab ich mir fest vorgenommen, den Shuttlebus nach unten zu nutzen und nicht wie sonst die ganze Strecke wieder bergab zurückzulaufen. Wer so vernünftig ist, läuft praktisch nur bergauf und hat dadurch die Aufprallkräfte, die sonst auf die Gelenke wirken, erheblich reduziert. Kraftvolles Ausschreiten mit großen Schritten ist im Grunde gar nicht möglich. Schluff, schluff, schluff statt boing, boing, boing. Da lacht das Knie.</p>
<p>Meine unteren Waden allerdings können sich mit dem Lachen gerade noch zurückhalten, scheint mir. Es ziept. Durch das beständige Bergauf sind die armen Dinger praktisch dauergedehnt. Ich fühle mich gut, genug Luft ist auch da. Aber das Ziepen nervt ein bisschen. Die ersten vier Kilometer fühlen sich ebenso gedehnt an wie meine Waden. Es stört überhaupt nicht, dafür ist der Wald zu knospig, die Luft zu zwitschrig und der Boden zu fedrig. Aber es dauert einfach viel länger als gewohnt bis der nächste Kilometer kommt. Ich schaue gewohntheitsmäßig auf die Uhr, könnte es aber auch ebenso gut lassen. Ein Pluspunkt:</p>
<p><strong>6. Keine Zeitenrechnerei.</strong></p>
<p>Es macht einfach keinen Sinn. Ein Kilometer dauert so lange, wie er eben dauert. Ein steiler etwas länger, ein weniger steiler (von „flach“ möchte ich hier eher nicht reden) etwas kürzer. Wer hier nach der Uhr läuft und Sekunden vergleicht, muss die Strecke schon sehr gut kennen. Das macht ungeheuer gelassen. Selbst wenn man schnellstmöglich oben sein will – im Grunde ist die Zeit auch egal. Besonders Vernünftige laufen mit einem Pulsmesser, manchmal hört man es leise irgendwo piepen. Ich laufe wie immer mit meinem eingebauten Japsmesser. Viel Japsen: langsamer, wenig Japsen: so bleiben, gar kein Japsen: schneller &#8211; sofern nicht verstorben.</p>
<p>Außer dem leisen Piepen hört man nur Atem. Zum Glück hat auch mein iphone aufgehört zu plaudern. Ich habe es das erste Mal bei einem Volkslauf dabei, weil die App „Runtastic“ so hübsch die Strecke  per GPS aufzeichnet. Seit neuestem fängt die App aber zu Beginn des Laufs unvermittelt an zu quatschen, was ich natürlich furchtbar peinlich finde.</p>
<div id="attachment_2799" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/04/Feldberglauf-Strecke.jpg"><img class="size-full wp-image-2799 " title="Feldberglauf Strecke" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/04/Feldberglauf-Strecke.jpg" alt="Im Grünen." width="512" height="269" /></a><p class="wp-caption-text">Im Grünen.</p></div>
<p>Aber die kleine Tasche vor meinem Bauch macht keinen Mucks. Zum Glück. Denn es gibt noch etwas, was ich beim Berglaufen sehr genieße und das hat unmittelbar mit Punkt 2 zu tun:</p>
<p><strong>7. Kein DJ Bobo.</strong></p>
<p>Ja, ich weiß, Anfeuerung kann etwas Wunderbares sein. Und Musik an der Strecke auch. Aber hier im Wald, wo man vollends mit sich beschäftigt ist, eins mit der Wade und entzweit mit der Lunge, da fehlt einfach nichts. Es ist etwas, was die Strecke und ich untereinander ausmachen müssen, da braucht es keine Zuschauer. Wenn sie dann doch einmal auftauchen, wie später am Fuchstanz, wo die Ausflügler den Frühlingstag genießen, da ist es harmonisch und passend. Aber sonst? Keine dröhnende Box weit und breit. Herrlich.</p>
<p>Aber noch bin ich nicht am Fuchstanz. Ich kämpfe mit dem Phänomen, dass vor mir ein Mensch geht und ich laufe. Und trotzdem komme ich ihm nur in quälender Zeitlupe näher. Kann das sein? Oder sind wir einfach in zwei verschiedenen Universen und ich sehe ihn durch eine Art Bildschirm? Bin ich gar in einem Videospiel? Das kann doch nicht sein, ich laufe und laufe und komme kaum vom Fleck. Aber dann sehe ich weit nach vorne und begreife, dass alle nicht vom Fleck kommen. Oder zumindest kaum. Anders als bei anderen Volksläufen hat man bei Bergläufen nur selten Gegner. Denn im Grunde geht es allen gleich. Man fühlt sich eher wie einer von Hannibals Elefanten – als Teil eines surrealen Stroms, der nach oben fließt, statt nach unten. Kaum einer spricht, alle streben langsam und mit kleinen Schritten dem selben Ziel zu. Es ist der Inbegriff von:</p>
<p><strong>8. Friedlichkeit.</strong></p>
<p>Hektik bringt bei Bergläufen nicht weiter. In der Ruhe liegt die Kraft, mehr denn je. Wir alle gehen es langsam an. „Platz da, jetzt komm ich“ gibt’s nicht.</p>
<p>Naja, wenigstens fast. Wenn es mir endlich gelingen würde, den vor mir Gehenden zu überholen, wär das schon ganz schön. Und das passiert dann auch. Jetzt kommt nämlich die Stelle, auf die alle warten (schon wieder so was Kollektives). Zwischen Kilometer 6 und 7 geht es leicht bergab. Hier kann man noch einmal Kräfte sammeln für die gruseligen letzten Kilometer. Psychologisch ist die Strecke perfekt aufgebaut. Wenn ich mir eine Pause hätte wünschen dürfen, dann genau dort. Km 6 kam irgendwie überraschend schnell, aber das mit dem Uhrgucken ist ja eh nicht verlässlich. Also nehme ich es hin und freue mich. Nach dem bereits erwähnten Fuchstanz geht es dann bergauf. Und ich meine: r-i-c-h-t-i-g bergauf. Ich versuche wieder in meinen gleichmäßigen kleinen Schritt zu kommen. Der Atem fließt. Wer kann, atmet jetzt mit dem Mund, mit der Nase, mit den Ohren, mit den Armen, mit den Waden, mit dem großen Zeh. Jetzt muss alles mitatmen. Gleichmäßig und tief. Auch das hat man nur beim Berglaufen:</p>
<p><strong>9. Die perfekte Atemübung.</strong></p>
<p>Wer tief atmet, sammelt Lebensenergie. Wenn das stimmt, müsste ein Berglauf ein wahres Batterieladegerät sein. Man atmet tief (sonst kommt man nicht voran) und gleichmäßig (im Schrittrhythmus). Atmen ist gut für die Entspannung und den Stressabbau. Ich versuche, soviel Sauerstoff aufzunehmen, wie es irgendwie geht, damit ich die sehr heftig steilen Abschnitte am Schluss gut bewältigen kann. Kurioserweise haben sich die Waden nach dem kleinen Lockerungsabschnitt eben vollkommen erholt. Die Beine sind total locker. Glück. Jetzt kann ich mich ganz auf das Atmen konzentrieren, damit mein Japsmesser nicht ausschlägt.</p>
<p>Kurz vor dem Ziel treffe ich Volker, den Guten, der zu seinem Kummer heute nicht mitlaufen kann und stattdessen ein paar Fotos macht. So kurz vor dem Ziel an den steilsten Stellen könnte das fies werden, aber heute ist alles Frühling.</p>
<div id="attachment_2800" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/04/IMG_0209.jpg"><img class="size-full wp-image-2800 " title="IMG_0209" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/04/IMG_0209.jpg" alt="Schnell ein windschiefes Beweisfoto." width="512" height="382" /></a><p class="wp-caption-text">Schnell ein windschiefes Beweisfoto.</p></div>
<p>Ich komme ins Ziel, noch mit  einer 1:10er Zeit, und bin vollkommen begeistert. So entspannt noch eine so gute Zeit? Zum Glück erfahre ich erst später, dass irgendwo bei der Streckenvermessung etwas schief gelaufen ist. Es fehlen ganze 600 Meter. Aber einstweilen kann ich die verhältnismäßig gute Zeit noch genießen. Überhaupt gibt es beim Berglaufen viel mehr Grund zur Freude als sonst.</p>
<p>Denn man erreicht nie nur ein Ziel, sondern gleich zwei. Man muss ja nicht nur vorwärts laufen, sondern auch nach oben. Das erste Ziel hieße also: 10 km laufen, das zweite: knapp 600 Höhenmeter bewältigen. Ganz klar, das gibt:</p>
<p><strong>10. Eine doppelte Belohnung.</strong></p>
<p>Alles ist erlaubt: Zwei Stück Kuchen, zwei Weizenbier am Abend, zwei Stunden Extra-Schlaf. Wer läuft, tut sich etwas Gutes, wer bergläuft gleich doppelt.</p>
<p>Wenn der Berg jedenfalls wieder mal ruft: ich lauf hin.</p>
<div id="attachment_2801" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/04/IMG_0214.jpg"><img class="size-full wp-image-2801 " title="IMG_0214" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/04/IMG_0214.jpg" alt="Das war erst der Anfang." width="512" height="382" /></a><p class="wp-caption-text">Das war erst der Anfang.</p></div>
<div id="attachment_2802" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/04/IMG_0217_2.jpg"><img class="size-full wp-image-2802 " title="IMG_0217_2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/04/IMG_0217_2.jpg" alt="Das Oberurseler Hessentagspaar hilft bei der Siegerehrung." width="512" height="382" /></a><p class="wp-caption-text">Das Oberurseler Hessentagspaar hilft bei der Siegerehrung.</p></div>
<div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #f4a460; border-left-color: #f4a460; border-right-color: #f4a460; border-bottom-color: #f4a460; background-color: #dcdcdc; ">
<p>Mehr zu Lauf und Veranstalter des Feldberglaufs gibt&#8217;s hier: <a href="http://www.feldberglauf.de/" target="_blank">www.feldberglauf.de</a></p>
<p>Und: Der <a href="http://www.facebook.com/pages/Feldberglauf/234937037356" target="_blank">Feldberglauf bei Facebook</a>.</p>
<p></div></p>

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		<title>Die gefühlte Strecke.</title>
		<link>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/halbmarathon-frankfurt-11/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Mar 2011 13:55:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer den Frankfurter Halbmarathon nicht kennt, dem sei er hier in dürren Worten skizziert: früher war er gut, dann wurde er doof, heute ist er wieder gut. Die Resonanz war über die Jahre, unabhängig von der Strecke, ungebrochen gut, was an dem typischen „Läufer-BSE“ liegt. Kaum ist eine Strecke belaufen, hat man sie auch schon vergessen und mit ihr all die damit verbundene Pein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<h4>Der 6. Lufthansa Halbmarathon in Frankfurt.</h4>
<p>Wer den Frankfurter Halbmarathon nicht kennt, dem sei er hier in dürren Worten skizziert: früher war er gut, dann wurde er doof, heute ist er wieder gut. Alles drei liegt an der Strecke, besser: an den drei Strecken, die in Frankfurt schon mal Halbmarathon hießen oder heute heißen. Die Resonanz war über die Jahre, unabhängig von der Strecke, ungebrochen gut, was an dem typischen „Läufer-BSE“ liegt (siehe auch <a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/halbmarathon-frankfurt-07/" target="_blank">hier</a>). Kaum ist eine Strecke belaufen, hat man sie auch schon vergessen und mit ihr all die damit verbundene Pein.</p>
<p>Ich will mich deshalb auch gar nicht lange mit Beschreibungen des Kurses aufhalten &#8211; viel wichtiger ist ohnehin die gefühlte Strecke. Die gefühlte Strecke ist so etwas wie die gefühlte Temperatur: ein Empfinden, was sich mit Zahlen (etwa Höhenmetern und Kilometern) nur unzureichend beschreiben lässt. Verantwortlich für die Bewertung der gefühlten Strecke ist der so genannte MFF, der Mentale Fies-Faktor. In ihm wird alles zusammengefasst, was die Strecke stellenweise gefühlt fies sein lässt. Zum Beispiel ein Abschnitt, der unmittelbar neben dem Ziel liegt. Eigentlich wäre man schon da, aber dann muss man doch noch einmal kilometerweit daran vorbei oder drumherum laufen. Oder die Strecke ist so aufgebaut, dass alle Steigungen am Ende kommen. Oder es geht eine Weile so stur geradeaus, dass man sich einbildet, es ginge bergauf, obwohl das gar nicht stimmt. Oder die Getränkestelle ist nicht da, wo man sie – mental gesehen –  am meisten braucht. Es gibt unzählige dieser Dinge. Die vorherige Strecke des Frankfurter Halbmarathons hatte eine Menge davon. Ich würde sagen, MFF 9 von 10. Heute liegt der MFF allenfalls bei 4.</p>
<p>Das kommt mir natürlich entgegen, zumal mein Trainingszustand gerade elendiglich ist. In den letzten Wochen hatte ich wenig Training, wenig Schlaf und dafür viel von vielem, was Menschen zu Schnecken werden lässt. Aber zum Glück bin ich kein Frosch und laufe trotzdem mit. Mein Trainingspartner laboriert noch an einem widerspenstigen Knie herum und so schleppe ich mich allein zum Frankfurter Stadion. Früher hieß es „Waldstadion“. Doch dann baute man es um in ein griechisches Amphitheater und nannte es „Commerzbank Arena“. In der Commerzbank Arena werden heute regelmäßig Tragödien aufgeführt, in der Hauptrolle die Frankfurter Eintracht. Heute dürfen wir Läufer in die Arena einlaufen, und das, obwohl das Stadion gar keine Laufbahn mehr hat. Schön ist das.</p>
<p>Ich melde mich an und suche wie alle anderen nach einem Stift. Auch hier greift wieder das Läufer-BSE. Obwohl es bei Anmeldungen immer zu wenig funktionierende Stifte gibt, steckt nie jemand zuhause einen in die Sporttasche. Man vergisst es einfach sofort wieder. Ich treffe nette Menschen und wir reden über die üblichen Sachen, über die Läufer vor einem Lauf reden. Schlaf, Essen, Schuhe, Kleidung. Existentielles eben. Die Damen dürfen sich in der Wintersporthalle umziehen. Dazu muss man zwar ein Stückchen dorthin laufen, aber dafür hat man hier Platz. Der Veranstalter bekommt auf diesem weitläufigen Terrain die über 3.000 Teilnehmer gut in den Griff.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/03/LH-Start.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2780" title="LH Start" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/03/LH-Start.jpg" alt="LH Start" width="499" height="374" /></a></p>
<p>Am Start treffe ich meinen Freund Jörg und schon wieder weitere nette Menschen. Jörg begleitet heute eine Freundin, die von ihrem 17-jährigen Sohn und dessen Kumpel herausgefordert wurde: wer zuerst im Ziel ist, gewinnt die Wette. Viel Lauferfahrung haben beide nicht. Trotzdem peilt die kleine Gruppe eine Zeit unter zwei Stunden an. Da bin ich dabei. Wenn auch ein bisschen mit Bangen und Zähneklappern. Aber so völlig ohne Zeitziel mag ich dann auch wieder nicht laufen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/03/LH-Start-2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2782" title="LH Start 2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/03/LH-Start-2.jpg" alt="LH Start 2" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Los geht’s. Das Wetter ist ziemlich perfekt (gefühlt und real), nicht zu warm, nicht zu kühl, bedeckt, nicht windig. Ein langweiliges, etwas ödes Wetter für den Normalmenschen, ein paradiesisches für Läufer. Schon bald stellt sich heraus, dass uns die anfängliche Enge im Feld noch länger heimsuchen wird. Die Läufermasse macht überraschenderweise keine Anstalten, sich in Luft aufzulösen, tatsächlich sind alle Läufer um uns herum auch keine Hologramme, sondern echte Exemplare mit scharfkantigen Ellenbogen und plötzlichen Richtungswechseln. Eine Herausforderung für Jörg und mich, für Mutter, Sohn und Kumpel. Und sicher auch für alle anderen, die in unserem Zeitbereich laufen. Was nützt der schönste Blockstart, wenn man im begehrtesten Block landet? Allein das ist schon ein Grund, wieder mehr zu trainieren. Wer schneller läuft, hat mehr Platz. Ich beschließe umgehend, eine Eliteläuferin zu werden.</p>
<p>Nach anfänglichem Straucheln und Stolpern erreichen wir unsere Reisegeschwindigkeit, die uns eine Zeit knapp unter 2 Stunden ermöglichen sollte. Die beiden jungen Männer sind guten Mutes und machen Scherze. Da ich das siebzehnte Lebensjahr bereits abgeschlossen habe, spare ich vernünftigerweise etwas Energie und plaudere lieber nicht mit. Viel wichtiger ist es auch, dass ich das schönste Kleidungsstück im Feld fotografiere. Eine schimmernde Tight, ein Hosenbein in altrosé, eines in blasslila. Getragen von einem Herren, kombiniert mit einem royalblauen T-Shirt. Das ist so großartig, dass es festgehalten werden muss. Die Hose ernenne ich hiermit zur „Tight of the year 2011“. Was soll danach noch kommen?!</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/03/Tight-of-the-year.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2783" title="Tight of the year" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/03/Tight-of-the-year.jpg" alt="Tight of the year" width="384" height="512" /></a></p>
<p>Nach etwa 7 Kilometern tritt Erleichterung ein, die Strecke wird breiter, die Enge lässt nach. Zuviel menschliche Nähe ist auf Dauer auch nicht gesund. Ich genieße das Wetter, den fehlenden Wind am Mainufer (der ist dort sonst immer!) und überhaupt. Ich laufe und fühle mich gut. Auch die anderen sehen prima aus. Aus dem Augenwinkel beobachte ich die beiden jungen Männer. Der eine ist noch am Vortag 90 Minuten lang einen Fußballplatz auf und ab gerannt. Alles riecht danach, dass die beiden sich übernehmen werden. In dem kleinen Familienwettkampf bin ich natürlich für die Mutter. Sie ist meine Altersklasse und es würde mir gut gefallen, wenn sie die Wette gewinnt. Davon abgesehen finde ich beide Parteien ziemlich cool. In wie vielen Familien läuft man schon sonntags morgens um die Wette?</p>
<p>Bei km 10 gibt es zu trinken. Wasser, Tee, Roßbacher Sport – alles, was das Herz begehrt. „Trinken, trinken, trinken!!“ brüllt ein hochmotivierter Helfer. Tun wir. Die beiden Jungs nutzen die Gunst der Minute und geben Gas. Jörg und Heike, die Mutter, atmen durch. Wir liegen bei 57:53. Für unter 2 Stunden wird es knapp. Die Jungs kriegen wir wieder, sage ich etwas unsicher. Ich laufe jetzt voraus und versuche, ein wenig zu ziehen. Aber Heike mag das Tempo nicht mitgehen. Jörg bleibt bei ihr. Ich überlege, was ich tun soll. Bei den beiden bleiben? Versuchen, die Jungs einzuholen? Ich könnte ja so vielleicht die Ehre der W40erinnen retten. Kann ich noch unter 2 Stunden bleiben? Während ich grüble, tauchen plötzlich die jungen Männer in meinem Blickfeld auf, die wieder an Tempo verloren haben. Da kann ich nicht widerstehen und mache mich an die Verfolgung. Bei km 14 habe ich sie überholt.</p>
<p>Mein früherer Musiklehrer sagte mir einmal, man müsste immer einen Apfel im Auto haben. Wenn man dann die Gelegenheit hätte, mit seiner alten Klapperkiste einen Porsche zu überholen, müsste man dabei ganz locker in den Apfel beißen, um lässig zu wirken. Psychologische Kriegsführung unter Männern. Manchmal, wenn ich jemanden beim Laufen überhole, beiße ich innerlich in einen Apfel. Es muss ja niemand wissen, dass ich in Wirklichkeit am Anschlag laufe. Interessanterweise wirkt die Methode vor allem bei mir selbst. Ich versuche, so lange lässig zu wirken, bis ich am Ende selbst glaube, es zu sein und noch viele Reserven zu haben. Jaja, das Mentale &#8230;</p>
<p>Ab jetzt bin ich auf mich allein gestellt. Niemand zieht, niemand bremst, niemand macht Scherze mit mir. Ich muss nicht lange nachdenken, um zu wissen, was zu tun ist. Ich werde das machen, was ich immer mache: versuchen, mein Zeitziel zu erreichen. Es ist schwierig, aber nicht unmöglich. Es gibt noch viele Äpfel, in die ich beißen kann, viele Läufer haben sich zum Saisonstart ein bisschen übernommen und lassen sich überholen. Die Wendepunktpassage im Wald gefällt mir. Man kann entgegenkommenden Läufern zuschauen und ist abgelenkt. Für mich ein mentaler Pluspunkt und das, obwohl man eine halbe Ewigkeit in eine Richtung unterwegs ist, nur um danach das alles wieder zurückzulaufen. Den MFF beeinflusst das für mich nicht.</p>
<p>Schwierig wird es allerdings danach. Ich nähere mich dem Stadion – aber das nutzt gar nichts. Denn die Strecke zieht sich noch einmal um die ganze Arena herum. Die letzten Kilometer sind nie die kürzesten, doch beim Frankfurter Lufthansa Halbmarathon erscheinen sie als das nackte Grauen. Sie hören einfach nicht auf. Ein ganz typisches Minus für den Mentalen Fies-Faktor. Die gefühlte Strecke erfordert hier den ganzen Läufer, obwohl alles flach bleibt und der Untergrund vollkommen unkompliziert ist. Reine Kopfsache. Der Läufer, der neben mir ächzt, schüttelt fassungslos den Kopf. „Das zieht sich wie Kaugummi!“ Wir haben es gleich. Doch optisch wirkt es so, als würden die Läufer vor uns nicht nach rechts abbiegen, sondern einfach immer weiter geradeaus laufen. „Die laufen jetzt wieder in den Wald da vorne! Das geht jetzt immer so weiter!“ schnauft mein entsetzter Mitläufer. Über diese Vorstellung müssen wir dann doch beide lachen. Es ist kaum zu fassen, aber irgendwann dürfen wir tatsächlich abbiegen und ins Stadion hinein. Ich stoppe die Uhr bei 1:59:45. War gar nicht so schwer. Mich macht es trotzdem ziemlich froh. Das Glück wird vollkommen durch das angebotene „Faust“, das tollste alkoholfreie Bier der Welt. Und eine Bio-Banane von Querbeet. Hällisch, wie der Hesse sagt.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/03/LH-Faust.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2784" title="LH Faust" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/03/LH-Faust.jpg" alt="LH Faust" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/03/Querbeet-Bananen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2785" title="Querbeet Bananen" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/03/Querbeet-Bananen.jpg" alt="Querbeet Bananen" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Später sehe ich zwei junge Frauen ins Ziel kommen, auf deren T-Shirt steht „Frank ist schuld“. Kurz darauf taucht ein Mann auf, dessen Shirt sagt: „Ich bin schuld.“ (Frank?) Vermutlich haben heute noch mehr Menschen eine Wette laufen. Nachdem ich mich trocken gelegt habe, besorge ich mir eine große Tasse Kaffee und ein kleines Stück Kuchen. Zeit für das erste Kuchenfoto der Saison. Das gefühlt schönste bis jetzt in diesem Jahr. Gemessen mit dem MSF. Dem Mentalen Streusel-Faktor.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/03/LH-Kuchen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2786" title="LH Kuchen" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/03/LH-Kuchen.jpg" alt="LH Kuchen" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Nachtrag: Der Sohn hat die Wette gewonnen. Er kam mit seinem Kumpel in 2:05 genau eine Minute vor seiner Mutter ins Ziel. Respekt.</p>
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		<title>Die einsamen Frauen von Kronberg.</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Sep 2010 18:22:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Würde es eine „Hall of fame“ der schönsten Volksläufe in Südhessen, Rhein-Main und dem Taunus geben, wäre der Altköniglauf in Kronberg ganz vorne mit dabei. Die Strecke hat alles, was eine gute Strecke braucht: Natur, Steigungen, psychologische Belohnungen und Unterhaltungsmomente.]]></description>
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<p>Würde es eine „Hall of fame“ der schönsten Volksläufe in Südhessen, Rhein-Main und dem Taunus geben, wäre der Altköniglauf in Kronberg ganz vorne mit dabei. Die Strecke hat alles, was eine gute Strecke braucht: Natur, Steigungen, psychologische Belohnungen und Unterhaltungsmomente. Der Termin im frühen Herbst sorgt außerdem oft für die wunderbarsten Wetterbedingungen. Heute leider nicht. Heute ist es grau und trübe und man kann von Glück sagen, dass die Wolken zu depressiv sind, um zu regnen. Außerdem reicht es nicht einmal für 10 Grad und das ist für um den Sommer trauernde Läufer hart.  Und trotzdem: die Umkleide ist pudelwarm und sauber und nach den ersten Minuten Einlaufen scheint alles nicht mehr so tragisch.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/09/Kronberg-Anmeldung.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2598" title="Kronberg Anmeldung" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/09/Kronberg-Anmeldung.jpg" alt="Kronberg Anmeldung" width="384" height="512" /></a></p>
<p>Trotzdem schlurfen die Läufer ein wenig willenlos umher und müssen vom Mann am Mikro beinahe zum Start getragen werden. Was? Start? In zwei Minuten? Ist doch noch eewig Zeit. Immer drängender treibt man die Schäfchen zusammen. Wo ist überhaupt die Startpistole? Läufer nesteln an den Schnürbändern, der Veranstalter fuchtelt mit der Pistole. Heute scheint alles etwas konfus. Aber dann knallt es doch und auf Veranstalterseite freut man sich über die Funktionstüchtigkeit der Pistole ebenso wie darüber, dass die ganze Truppe endlich auf die Strecke geht. Zumindest die 20km Läufer sind fürs erste beschäftigt.</p>
<p>Es geht hinaus aus den neu und adrett angelegten Sportanlagen über ein kleinen Hügel, über die Straße – und schwupp ist man auch schon im Grünen. Luxus. Keine endlosen Ortsstraßen mit trostlosen Vorgärten, keine vielen Kurven über Bürgersteige, heute geht es direkt in den natürlichen Lebensraum des Läufers – den Wald. Schnell gibt es die erste kleine Steigung und man ist endgültig warm. Die meisten lassen es vergleichsweise gemütlich angehen. Man braucht hier Körnchen bis zu Schluss, auch wenn die zweite Hälfte deutlich einfacher ist.</p>
<p>Ich schaue nach jedem Kilometer auf die Uhr, mehr aus Gewohnheit, als wegen dem Nutzen. Auf dieser Strecke ist jeder Kilometer ein bisschen anders, in einen gleichförmigen Trott zu fallen ist unmöglich. Das ist ein großer Teil des Spaßfaktors und gleichzeitig entspannt es auch. Weiß der Geier, was meine Zwischenzeit bedeutet. Kurz hinter Kilometer vier steht eine einsame Frau im Wald. Sie lächelt den Läufern so freundlich entgegen, als hätte sie am VHS-Kurs „Positive Stimmung für Streckenposten (Fortgeschrittene)“ teilgenommen.  Tatsächlich steht sie als Streckenposten an einer Weggabelung, die aber für mich jetzt noch nicht relevant ist. Für’s erste laufe ich stur geradeaus und freue mich über das Schild „14 km“, was gleich hinter ihr steht. Ich werde also nochmal hier vorbeikommen und mich voranlächeln lassen (ich komme sogar noch zweimal vorbei, aber das hatte ich zu diesem Zeitpunkt nicht auf dem Schirm).</p>
<p>Hinter mir läuft ein Mann, der in regelmäßigen Abstanden „Super“ vor sich hinmurmelt. Das erste Mal passierte es, als ein Läufer uns überholte und ich interpretierte das „Super“ als respektvolles Hinterhernicken. Doch kurz drauf schon wieder: „Super“. Ich hatte gerade die Spur gewechselt. Hat es ihm nicht gefallen? Laufe ich ihm vor den Füßen herum? („Na super, jetzt rumpelt dieses Nilpferd auch noch auf meiner Spur vor mir her!“) Beim dritten „Super“ denke ich, der Mann überprüft in der Steigung seinen Puls und freut sich, noch am Leben zu sein. Vielleicht spricht er aber einfach nur aus, was alle denken: „Super, dieser Altköniglauf. Und ich mittendrin. Super!“ Vielleicht hat der Mann ja aber auch einfach nur eine Meise. Beim vierten „Super“ ist mir die Sache nicht mehr geheuer und ich suche behutsam das Weite.</p>
<p>Jetzt laufen ein Mann und eine Frau vor mir. Die beiden sind ein Phänomen: sie haben die Autopiloten eingelegt und laufen ein Tempo. Egal, ob bei der kräftigsten Steigung oder dem dollsten Gefälle. Das Tempo ist völlig gleich. Da ich bei der Steigung ein bisschen Gas heraus nehme und es bergab rollen lasse, überholen wir uns dauernd gegenseitig.  Kurios. So locker wie die beiden den Berg nehmen, müssten sie eigentlich viel schneller sein als ich. Trotzdem. Es wirkt so, als würden sie bergab kräftig bremsen. Das seh ich gar nicht ein. Warum auch? Viel zu sehr genieße ich die Gefälle. Irgendwann in der zweiten Hälfte hänge ich sie einfach ab. Nicht einmal mit Absicht, es passiert einfach.</p>
<p>Im Kronberger Wald haben einzelne Streckenabschnitte einen Namen. Wenn man Glück hat, stehen Schilder an der Strecke, um sie zu markieren. Die „grüne Hölle“ zum Beispiel, die aus einer moderaten Steigung in saftiger Vegetation besteht. Oder die „Autobahn“, die bergab für einen ordentlichen Temposchub sorgt. Wie letztes Jahr steht das Schild „Autobahn. Gib Gas!“ am Fuß der Steigung, also auf dem Hinweg. Vielleicht ist damit ja gemeint, dass man Gas geben muss, damit man nicht wie ein LKW am Drackensteiner Hang liegen bleibt. Keine Ahnung. Ich ignoriere das mal lieber.</p>
<p>An jeder Weggabelung steht sie wieder – eine einsame Frau. Während die Männer des MTV Kronberg offensichtlich schon mal selbstvergessen die Grillkohle im Grill verteilen und den Senfstrahl des Senfspenders prüfen, also wichtige Dinge tun, die nur Männer tun können, stehen die Damen im Wald und lächeln. An jedem Knotenpunkt eine. Das hat beinahe etwas Märchenhaftes. Der Läuferwald mit den Waldfeen.</p>
<p>Wie in Nidderau-Eichen bekommen hier die Vögel anscheinend regelmäßig Post zugestellt, denn die kleinen Vogelhäuschen an den Bäumen haben Hausnummern. Natürlich gibt es auch Streckenverpflegung (mit Männerbeteiligung), aber ich sehe heute davon ab, etwas zu trinken. Das Getränk ist vermutlich kalt und  würde meinen noch dösenden Magen erschrecken.</p>
<p>So hangle ich mich von Fee zu Fee, bestaune Läufer, die mir entgegen kommen oder vor mir abbiegen, laufe immer wieder von verschiedenen Richtungen aus über die gleiche Brücke (den „fly over“) und freue mich. Es läuft einfach toll. Ich bin vorsichtig angegangen, habe den höchsten Punkt der Strecke samt Kuhglocke mit guter Laune passiert und laufe wie im Traum. Die Strecke ist so angelegt, dass sich kein Abschnitt wirklich in die Länge zieht. Immer ist etwas los, es geht auf und ab und noch bevor ein mentales Tief auftauchen kann, steht da eine Frau und lächelt. Ab km 17 renne ich los und löse jede Bremse. Ich weiß, dass es nur noch einen kleinen Hügel zu nehmen gibt. Den „Berg der Wahrheit“. Der Rest ist Dumdideldum.</p>
<p>Bei km 18 wurschtelt sich ein Pilzsammler durchs Unterholz und ich will ihn schon fragen, ob die Pilze heute beißen (das fragt man doch Angler auch so), aber dann denke ich, ich muss mich auch mal ordentlich aufs Laufen konzentrieren, ich bin schließlich gleich da. Mein Ziel: besser als die mäßigen 1:53:01 aus dem letzten Jahr. Das sollte gelingen.</p>
<p>Als ich auf dem Sportplatz einlaufe, schaue ich nicht auf die Uhr. Leider. So bemerke ich erst sehr spät, dass eine Zeit unter 1:50 möglich ist. Zum Glück macht mir ein Schlussspurt nicht viel aus. Meine Uhr stoppe ich bei 1:49:57. Die offizielle Zeit liegt leider drüber. Egal. Nettozeit gilt.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/09/Kronberg-Kuchen1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2599" title="Kronberg Kuchen1" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/09/Kronberg-Kuchen1.jpg" alt="Kronberg Kuchen1" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Ich ziehe fünf Shirts und Jacken übereinander an und dann tun wir einfach so, als wäre es noch Sommer und essen Kuchen wie immer. Der ist sogar auch noch besonders großartigl. Und weil die Männer von Kronberg so hart dafür geschuftet haben, essen wir auch noch eine Grillwurst hinterher. Kein Zweifel, das war mein bester und schönster Lauf in diesem Jahr. Märchenhaft.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/09/Kronberg-Kuchen21.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2601" title="Kronberg Kuchen2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/09/Kronberg-Kuchen21.jpg" alt="Kronberg Kuchen2" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/09/Kronberg-Grill.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2602" title="Kronberg Grill" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/09/Kronberg-Grill.jpg" alt="Kronberg Grill" width="384" height="512" /></a></p>
<p style="text-align: left;"><em> <div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #c0c0c0; border-left-color: #c0c0c0; border-right-color: #c0c0c0; border-bottom-color: #c0c0c0; background-color: #ffebcd; "><em>Mehr zu Lauf und Veranstaltung gibts beim </em><a href="http://www.mtv-kronberg.de/templates/php/index.php?ar=0/1" target="_blank"><em>MTV-Kronberg</em></a><em>.</em></div></em></p>
<p style="text-align: left;"><em><br />
</em></p>
<table cellspacing="0" cellpadding="0" border="0">
<tr>
<td><iframe src="http://www.map-generator.net/extmap.php?name=Kronberg&amp;address=Kronberg&amp;width=500&amp;height=400&amp;maptype=map&amp;zoom=12&amp;hl=de&amp;t=1285525082" width="500" height="400" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></td>
</tr>
<tr>
<td align="right"><a style="font:8px Arial;text-decoration:none;cursor:default;color:#5C5C5C;" href="http://www.map-generator.net/">Anfahrtsbeschreibung</a></td>
</tr>
</table>
<p><!-- Do not change code! --></p>

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		<title>Grüner wird&#8217;s nicht.</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 18:03:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rituale sind wie Zement, sie befestigen das, was wir tun und lassen. Man tut gut daran, mit ihnen zu brechen. Kurz gesagt: dieses Jahr kein Egelsbach, kein Koberstädter Waldmarathon. Dieses Jahr: Galway City Marathon. Ich verbringe eine Woche in Irland und laufe dort einen Halbmarathon. Unsereins nennt das Urlaub.]]></description>
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<p>Seit über 10 Jahren nehme ich regelmäßig an denselben Läufen teil. Sie gestalten die Saison. Ab und zu kommt mal ein Neuer hinzu, seltener fällt einer weg. Das ist hübsch und es entwickeln sich liebenswerte Rituale. Aber wie beinahe alles Hübsche, hat auch dies eine Kehrseite. Wenn man nicht aufpasst, wird man zum Rentner, der unruhig wird, wenn um 17 Uhr das Essen nicht auf dem Tisch steht. Rituale sind wie Zement, sie befestigen das, was wir tun und lassen. Man tut gut daran, mit ihnen zu brechen. Ich hätte es auch kürzer sagen können: dieses Jahr kein Egelsbach, kein Koberstädter Waldmarathon. Dieses Jahr: Galway City Marathon. Ich verbringe eine Woche in Irland und laufe dort einen Halbmarathon. Unsereins nennt das Urlaub.</p>
<p>Galway liegt am Meer im Westen Irlands. Die Stadt ist jung, bunt, studentisch, voller Kulturangebote und ein bisschen „ökig“. Eine Art kleines, irisches Freiburg. Dort ist heute Premiere: ein neuer Halbmarathon und Marathon findet statt und zeitgleich der Worldcup über 50km. Mein irischer Freund und ich werden beim Halbmarathon starten. Pünktlich eine Stunde vor dem Start rollen wir auf einen Parkplatz und trotten Richtung Start.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-Chip.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2574" title="Galway Chip" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-Chip.jpg" alt="Galway Chip" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Unsere Startunterlagen haben wir bereits am Vortag abgeholt. In einem ungenutzten garagenartigen Raum eines Hotels bekamen wir unsere Läuferbeutel und alles wirkte ein bisschen improvisiert. Immerhin gab es ein nettes Baumwoll-Shirt und einen interessanten Chip zur Zeitmessung. Die angekündigte Marathonmesse fand aber nicht statt. Egal.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/DSC04367.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2553" title="DSC04367" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/DSC04367.jpg" alt="DSC04367" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Auf dem Weg zum Startareal am Hafen treffen wir einen sehnigen Läufer, der uns fragt, wo’s lang geht. Gemeinsam setzen wir den Weg fort. Der Läufer ist aus Cork angereist und wir erkennen messerscharf, dass er den „Full Marathon“ in Angriff nimmt. Ein lustiger Typ mit rasiertem Schädel und blauen Schuhen. Als wir dort ankommen, wo wir den Start vermuten, ist es verdächtig still. Nein, hier kann es nicht sein. Wir ahnen, wo wir stattdessen hin müssen. Der Mann aus Cork wird unruhig und eilt uns voraus. Wenig später treffen wir weitere Läufer und schließen uns ihnen an. „What a beautiful day, isn’t it?“ Hier sagt man das dauernd – und das beinahe unabhängig von der aktuellen Wetterlage. Wenn es in Irland nicht gerade faustgroße Tropfen donnert, ist es eben ein „beautiful day“.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2556" title="Galway 2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-2.jpg" alt="Galway 2" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Schließlich finden wir alles, was zu einem typischen Startareal gehört: viele nervöse Läufer, Zelte zur Kleiderbeutelabgabe, schlechte Musik und viel zu wenige Toilettenhäuschen. Letztere sind wirklich sehr rar – eine lange Schlange wartet bereits geduldig davor. Der Stimmung tut das keinen Abbruch.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2557" title="Galway 3" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-3.jpg" alt="Galway 3" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Ich beäuge neugierig alle Läufer und vergleiche sie mit der Truppe, die bei heimischen Volksläufen aufläuft. Hier ist man jünger, viel jünger. Ich gehöre bereits zu den älteren. Man kleidet sich leichter, aber das kenne ich von den Iren schon. Während unsereins im Fleece bibbert, tut es bei Iren das Trägerhemdchen. Heute Morgen sind es 15 Grad und es verspricht, bestes Laufwetter zu werden.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-4.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2558" title="Galway 4" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-4.jpg" alt="Galway 4" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Wir geben unseren Kleiderbeutel ab und wollen uns ein wenig einlaufen. Außer uns tut das absolut niemand. Im Startbereich schlunzen etwa 800 Läufer umher, niemand dehnt sich, niemand läuft hektisch auf und ab. Kurios. Schließlich wird ein „Warm up“ mit hüpfenden Fitness-Damen angeboten, was nur wenig Anklang findet. Direkt vor der Kulisse eines im Hafen liegenden Kriegsschiffes ist das aber hübsch anzusehen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-5.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2559" title="Galway 5" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-5.jpg" alt="Galway 5" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Der Start verzögert sich schließlich um einige Minuten. Wer interessiert sich schon für „Dschörmen Punktlischkait“. Direkt nach dem Start treffen wir auf Sonia O’Sullivan, so eine Art Herbert Steffny Irlands, wenn auch etwas jünger. Vielleicht begleitet sie hier ein paar Schützlinge, wir wissen es nicht. Ich mache im Laufen ein verschwommenes Foto. Muss ja alles dokumentiert werden.</p>
<div id="attachment_2560" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-6.jpg"><img class="size-full wp-image-2560 " title="Galway 6" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-6.jpg" alt="Sonia ist die Dame in weiß." width="480" height="360" /></a><p class="wp-caption-text">Sonia ist die Dame in weiß.</p></div>
<p>Während meiner gemütlichen Einlaufphase schaue ich mich weiter im Feld um. Der Frauenanteil ist gefühlte 40%. Ganz und gar durchschnittliche Frauen laufen hier, rundliche, sommersprossige Wesen mit Pferdeschwänzen. Den kurzhaarigen Läufertyp, wie man ihn in Deutschland oft sieht, gibt es hier weniger. Diese Frauen hier scheinen keine Frauenläufe zu brauchen, um sich aus der Deckung zu wagen. Sie tragen auch keine Jacken um die Hüften, um ihre Rundungen zu verdecken. Und sie sind schneller als ich. Junge Frauen in Deutschland könnten hier etwas Nachhilfe in Sachen Selbstbewusstsein bekommen. Ab und zu sieht man Charity-Botschaften, auch etwas, was es in Deutschland seltener gibt.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-7.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2561" title="Galway 7" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-7.jpg" alt="Galway 7" width="480" height="360" /></a> Ich habe keine Ahnung, wie der Kurs verläuft, lasse mich überraschen. Was mächtig Spaß macht. Auch von den Kilometer-Schildern bin ich überrascht. Die gibt es nämlich nicht. Man rechnet schließlich in Meilen. Stimmt, das hatte ich ja ganz vergessen. Für die erste Meile brauche ich neun Minuten und ein paar Zerquetschte und das erscheint mir für einen Wellnesslauf mit Fotopoints ganz angemessen. Wir laufen die Straßen entlang, eine Seite ist jeweils für den Verkehr gesperrt. Gleich zu Beginn geht es sanft bergauf.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-8.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2562" title="Galway 8" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-8.jpg" alt="Galway 8" width="480" height="360" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Im Feld wird geplaudert und gelacht. Es scheint, als wären noch mehr Läufer auf Wellness-Kurs. „What a beautiful day!“ Die Sonne scheint, aber es pustet ganz ordentlich. Wind gehört hier einfach dazu. Ich genieße den Blick in die Vorgärten, die so ganz anders aussehen, als bei uns. Ein Traum ist natürlich alles, was grünt und blüht, hier wird Irland auch in der Stadt jedem Klischee gerecht. Schon ein Stückchen Rasen kann einen hier zum Staunen bringen. Grüner wird’s nicht.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-9.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2563" title="Galway 9" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-9.jpg" alt="Galway 9" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Nach fünf Kilometern gibt es die erste Verpflegungsstelle. Es gibt Wasser, was für die Halbmarathon-Läufer ausreichend ist. Ultras und Marathon-Läufer verlassen sich da besser auf die Eigenverpflegung. Langsam schiebe ich mich weiter und genieße. Beinahe finde ich es schade, schon ein Viertel geschafft zu haben. Nach einiger Zeit wird es etwas grauer. Wir laufen an einer langen Reihe kleiner einfacher Häuser vorbei. Für einen Ausländer ist aber sogar das spannend.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-11.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2564" title="Galway 11" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-11.jpg" alt="Galway 11" width="480" height="360" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-10.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2578" title="Galway 10" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-10.jpg" alt="Galway 10" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Außerdem geht es wie so oft bergauf und so ist man gut beschäftigt. Auch das Feld ist stiller geworden. Ein Läufer spricht mich an und macht einen Scherz, den ich nicht ganz verstehe. Also sage ich einfach „A beautiful day, isn’t it?“ und schon ist die Unterhaltung wieder perfekt. Die Geduld an der Siedlung wird durch einen reizvollen Brückenübergang belohnt.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-12.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2565" title="Galway 12" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-12.jpg" alt="Galway 12" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Danach geht es in die Stadt. Hier ist vergleichsweise viel los. Während sonst nur vereinzelte Fans an der Strecke zu finden sind, tobt hier beinahe so etwas Ähnliches wie ein „Stimmungsnest“. Am Getränkestand gibt es sogar ein tiefblaues isotonisches Getränk. Das erinnert mich aber zu sehr an die Spülflüssigkeit im Dixieklo am Start und so bleibe ich beim Wasser.</p>
<p>Und weiter tappt die Karawane. Jetzt ist auch unsere Spur für den Verkehr freigegeben und Läufer mischen sich mit Autos. Das klingt schlimmer als es ist. Nur einzelne Fahrzeuge schleichen vorsichtig voran. Außerdem gelingt es mir so, das erste Mal in meinem Leben ein Auto zu überholen und das ist doch mal was! Wir laufen an einem Golfplatz vorbei und in dokumentatorischem Eifer mache ich ein Foto. Das heißt ich will eines machen, als mich die golfspielenden Herren entdecken und heftig protestieren. Gebrüll schallt mir entgegen. Ich mache schnell mein Foto und denke „Fangt mich doch!“ Schwupp, weg bin ich.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-13.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2566" title="Galway 13" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-13.jpg" alt="Galway 13" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Und weil ich gerade so dynamisch bin, darf ich dasselbe Auto noch einmal überholen. Nach einem der zahlreichen Kreisverkehre, in die wir hineinlaufen (Kreisel haben hier alle einen eigenen Namen) geht es wieder einmal bergauf. Was sonst. Es ist ein bisschen kühl geworden. Die Sonne ist verschwunden und nun spürt man den Wind. Bald kommen wir zurück ans Meer, das könnte ganz schön luftig werden. Nach einem weiteren Hügel sehe ich es das erste Mal wieder. Das Meer. Für jemanden, der sonst nur in hessischen Wäldern läuft ist das einfach etwas Besonderes. Ich mache sofort ein Foto, was sich als geschickt erweist.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-15.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2567" title="Galway 15" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-15.jpg" alt="Galway 15" width="480" height="360" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-16.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2571" title="Galway 16" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-16.jpg" alt="Galway 16" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Weitere Bilder von Wind und Wellen werden schwierig – es beginnt zu regnen. Bereits früher hat es einmal geregnet, doch das war nicht der Rede Wert. Jetzt wird es jedoch richtig nass. Ich muss meine Kamera gut verpacken. Was ein Jammer ist. Denn jetzt beginnt der schönste Streckenabschnitt. In einem rechten Winkel biegt die Strecke nach rechts ab – direkt aufs Meer hinaus. Eine lang gezogene Promenade, die direkt auf einen kleinen Leuchtturm zuführt muss absolviert werden. Es ist naturgemäß ein Wendepunktabschnitt und ein echtes Highlight. Es riecht nach Fisch und Salz und der Regen staubt uns ins Gesicht. Auf dem Rückweg herrscht Gegenwind, aber das macht gar nichts. Es ist einfach zu schön, hier zu laufen. Wie großartig wäre das erst bei Sonnenschein gewesen! Noch zwei Kilometer, dann sind wir im Ziel. Vor mir laufen zwei junge Herren mit bedruckten T-Shirts: „Twelve Marathons, Two Man“ steht darauf. Die Jungs wollen in jedem Monat einen Marathon laufen. Wie es scheint, ist das der erste. Wir reden kurz miteinander („What a beautiful day!“) und ich wünsche Glück fürs Projekt. Das mache ich zuhause nie, kurz vor dem Ziel mit Leuten plaudern. Wenige hundert Meter davor hört es auf zu regnen. Der Wind ist so kräftig, dass es mich beinahe wieder trocken pustet. Die Bruttozeit zeigt 2:00:36, als ich ins Ziel laufe. Meine eigene Uhr habe ich bei einer Fotopause versehentlich gestoppt, aber ich weiß, dass ich nach 50 Sekunden über die Startlinie gekommen bin. So hat es sogar für unter 2 Stunden gereicht.</p>
<p>Im „Female changing“-Zelt ziehe ich mich um. Es sieht ein bisschen aus wie eine Notunterkunft im Katastrophengebiet, schließlich hat es ja auch die Army aufgebaut. Aber es ist warm und windgeschützt. Wunderbar. Außer mir findet sich keine einzige Frau dort ein. Warum auch immer. Ich finde das Angebot toll.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-19.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2569" title="Galway 19" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-19.jpg" alt="Galway 19" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Trocken und mit ausreichend Wasser versorgt gehe ich zurück zum Ziel und schaue den 50km-Läufern zu, die am Ende mehrere kleine Loops drehen müssen und somit mehrfach im Ziel vorbeikommen. Das ist sehr unterhaltsam. Nach einer Weile sehe ich den Mann aus Cork, der uns vor dem Start begegnet ist. Frisch und munter läuft er ins Ziel – und gewinnt mit 2:42 den Marathon. Die Elite hat sich ganz auf den Ultra konzentriert und so war das seine Chance. Die bald darauf eintreffende Marathon-Siegerin hat noch nicht genug und hängt einfach noch die 8 Kilometer zum Ultra dran. Vielleicht war es für sie auch nur ein Wellness-Lauf.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-Medaille.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2572" title="Galway Medaille" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-Medaille.jpg" alt="Galway Medaille" width="479" height="355" /></a></p>
<p>Nachtrag:</p>
<p>In Ermangelung eines typisch hessischen Streuselkuchenangebots und aufgrund plötzlich einsetzenden Radikalhungers kehren wir in einem Restaurant mit globaler Küche ein. Man kann nicht immer alles haben. Aber fast.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-21.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2573" title="Galway 21" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-21.jpg" alt="Galway 21" width="480" height="360" /></a></p>
<table cellspacing="0" cellpadding="0" border="0">
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<p><!-- Do not change code! --></p>

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		<title>Von Rosamunde, Rotz und Rasen.</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 21:24:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Laufberichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Laufbericht ist wie ein Rosamunde Pilcher Roman: Vorhersehbar und schnulzig. Am Ende wird der Held/die Heldin auf die ein oder andere Art ins Ziel kommen. Unterwegs begegnet er der Liebe zum Laufen, die über weite Teile der Strecke freilich unerwidert bleibt. Doch die brutale Wahrheit sieht anders aus.]]></description>
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<p>Ein Laufbericht ist wie ein Rosamunde Pilcher Roman: Vorhersehbar und schnulzig. Am Ende wird der Held/die Heldin auf die ein oder andere Art ins Ziel kommen. Unterwegs begegnet er der Liebe zum Laufen, die über weite Teile der Strecke freilich unerwidert bleibt. Gewürzt ist das ganze mit allerlei Hindernissen, wie schlechten Wetterlagen, körperlichen Einschränkungen und unzureichender Verpflegung. Dazu kommen garstige Mitläufer, die erfolgreich um die Gegenliebe des Laufens buhlen und den Helden in verzweifelter Stimmung zurück lassen. Der Held möchte aufgeben, gewinnt aber dann auf magische Weise den Glauben an sich selbst wieder. Ich gebe zu, dass gerade meine Laufberichte kein Klischee auslassen. Sie spielen auch noch zumeist auf dem Land, wo fleißige Hausfrauen mit flinken Fingern gar herrliches Backwerk zaubern. Hier wird immer alles gut, Rosen regnen über die schwieligen Füße, der Schleier des Vergessens senkt sich über die Läufer im Ziel. Heute will ich deshalb einmal die nackte, brutale Realität beschreiben. Ohne jede Verklärung. Das Leben ist kein Bambini-Lauf. Nicht sonntags morgens um sechs Uhr. So früh muss man aufstehen, wenn man in Obertshausen-Hausen antreten will. Und wie soll schon ein Tag werden, der mit einem Spruch von Paulo Coelho in einer Kirchenradiosendung beginnt?</p>
<p>Das Leben ist unerbittlich, das bestätigt mir Gregor, den wir in Obertshausen-Hausen treffen. Er berichtet mir nämlich, dass das Laufschwein der Autobahnkiller sein soll. Ich wusste bis dato weder, dass es ein Laufschwein, noch dass es einen Autobahn-Killer gibt. Aber die Geschichte geht so: das Laufschwein ist ein mir unbekannter Volkslaufbesucher in der Region, der gern in einem Schweinekostüm auftritt. Er wurde beschuldigt, einen Mord an der A5 begangen zu haben. „Dieses Schwein ist der Autobahn-Killer“ schrieb die Bild-Zeitung dazu und zeigte ein Bild vom Laufschwein im Kostüm. Es stellte sich aber heraus, dass es das Laufschwein gar nicht gewesen sein konnte. (Niemals würde Rosamunde Pilcher eine derart fiese Geschichte in ihren Roman einbauen!)</p>
<p>Auch im Keller der Picard-Halle, wo die Umkleiden sind, werde ich mit der brutalen Realität konfrontiert. Die Toiletten neben der Umkleide miefen entsetzlich. Auf einem kargen Holzstuhl lasse ich meine Sporttasche fallen, im dünnen Schein der Kellerlampe ziehe ich mich um. Draußen ist Sommer, aber ich fröstele. Der Autobahn-Killer läuft noch immer frei herum. Am Ende ist es ein Läufer ohne Kostüm.</p>
<div id="attachment_2515" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Hausen-Betreten-Schild.jpg"><img class="size-full wp-image-2515  " title="Hausen Betreten Schild" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Hausen-Betreten-Schild.jpg" alt="Bei Müdigkeit verlockend - aber diese Sportplatzmatte ist tabu." width="512" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Garstig: diese Sportplatzmatte ist tabu.</p></div>
<p>Wir laufen uns ein und sind tatsächlich überrascht, wie kühl es im Wald ist. Der Lauf in Hausen ist normalerweise eine höchst schweißtreibende Angelegenheit. Heute ist das Laufwetter geradezu perfekt. Hier sind keinerlei literarische Spannungsbögen zu erwarten. Was will ich denn heute laufen? Den Halben, klar. Aber wie schnell? Wie schnell kann ich denn schon wieder? Wie schnell sollte ich? Ich beschließe, dass unter zwei Stunden drin sein muss. Wenn ich jemals einmal wieder unter 1:50 laufen will, sollte ich jetzt unter 2 Stunden laufen. (Ist doch vollkommen logisch.)</p>
<div id="attachment_2517" class="wp-caption aligncenter" style="width: 394px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Hausen-Start-1000-Meter1.jpg"><img class="size-full wp-image-2517 " title="Hausen Start 1000 Meter" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Hausen-Start-1000-Meter1.jpg" alt="Brutal: so enden hier Tennisbälle." width="384" height="512" /></a><p class="wp-caption-text">Brutal: so enden hier Tennisbälle.</p></div>
<p>Wir starten. Über die Strecke in Hausen gibt es nicht viel zu erzählen. Sie ist ganz unpilcheresk. Flach. Wald, bis der Arzt kommt. (Der kommt dort nie. Ich bin hier einmal bös gestürzt, ich weiß es.) Bereits auf der kleinen Stadionrunde zieht das Feld wie verrückt. Man hat es furchtbar eilig. Ich ja eher nicht so. Auf dem Waldweg gibt es noch ein wenig Gedränge, bis sich alles sortiert hat. Wir wackeln hintereinander her wie Erbsen auf dem Fließband. Vor mir trägt jemand postgelbe Kompressionsstrümpfe. Bald gesellt sich ein Gefängniswärter zu mir. So nenne ich die Läufer, in deren Taschen überdimensionierte Schlüsselbünde rasseln. Es gibt einige von ihnen, vielleicht ist es eine geheime Bruderschaft. Begegnet mir einer am Anfang eines Laufes, gerate ich augenblicklich in Panik. Was ist, wenn er jetzt 20 Kilometer neben mir bleibt? Was ist, wenn ich beim Versuch, ihn abzuschütteln, auf der Strecke versterbe und das letzte, was ich höre, ist ein rasselnder Schlüsselbund, der langsam im Wald verhallt? In der Regel trennen sich unsere Wege glücklicherweise ohne, dass einer von uns beiden das Zeitliche segnet. Es passiert einfach. So auch dieses Mal. Er ist schneller. Gefängniswärter müssen ja auch fit sein.</p>
<p>Ich laufe ruhig und gleichmäßig, nachdem es mir geglückt ist, der Hektik im Feld zu entkommen. Sollen sie doch. Pah! Nach wenigen Kilometern höre ich es hinter mir plaudern. Eine junge Frau redet. Und redet. Und redet. Es ist die Familiengeschichte. Liebe. Drama. Wahnsinn. Ihre Begleiterin sagt von Zeit zu Zeit Ah! oder Aha! oder Hihihi! Mehr geht nicht, sonst verpasst sie den Anschluss. In das Plaudern mischt sich auf einmal ein lautes Schnauben und Schneuzen. Dann spuckt es, schneuzt und rotzt. Dann schnaubt es wieder. Wenn das so weitergeht, verpasse ich die ganze Schilderung der Scheidung! Doch jetzt setzt das Schneuzen zum Überholen an. Etwas rotzt an mir vorbei, bis es sich schließlich vor mich setzt. Genaugenommen setzt es sich exakt einen Schritt vor mich und bremst leicht ab. Dann schneuzt es.  Vermutlich handelt es sich hier um so eine Art Volkslauf-Assessment-Center. Ich soll mit allerlei Prüfungen fertig werden. Oder es ist einfach das Schicksal. Erst klingelt es, dann plaudert es und jetzt rotzt es. Einen halben Schritt vor mir. Ich muss meinen Schritt verkürzen, was durch meinen ChiRunning-Modellversuch kaum möglich ist. Ich mache ohnehin schon kleine Schritte. Jetzt tripple ich hinter einer saftig gefüllten Nase her. Ich schere zum Überholen aus, es hilft ja nichts. Die Nase zieht die Nase hoch und das Tempo an. So laufen wir nebeneinander her. Durch das Schnorcheln zu meiner Rechten höre ich, wie es nach der Scheidung weiterging. Bei Rosamunde Pilcher käme jetzt wenigstens ein Reh aus dem Gebüsch. Ein Förster würde mich tröstend in den Arm nehmen und sagen: „Hier draußen ist das Leben nicht immer einfach. Aber es ist ehrlich, verstehen sie? Nie wird mich eine Bache so enttäuschen, wie es eine Frau tun kann.“</p>
<p>Aber das hier ist die brutale Wahrheit des Volkslaufens. Im Wald rotzt es und man kann nichts dagegen tun. Nach der Scheidung kam man übrigens wieder zusammen. Nach ein paar Jahren. Das darf ich noch erfahren, dann ziehen die beiden jungen Frauen an der Nase und mir vorbei. Und dann geschieht das Wunderbare. Ich bestehe die Prüfung und hänge das schniefende Etwas einfach ab. Ich laufe schneller als die Nase der Nase. Das geht einfach so. Herrlich.</p>
<p>Nach 10 km gönne ich mir einen Becher Wasser. Dieter Baumann sagt, das muss man nicht. Trinken bei einem Halbmarathon. Ich nehme mir einfach fest vor, wenn er mich eines Tages fragt: „Sag, hosch Du 2010 in Obertshouse was drunke?“ sag ich einfach: „Hanoi“. Brutal, aber so ischs Läbe.</p>
<p>Nach einer friedlichen Zeit hinter einem orangefarbenen Rücken treffe ich Gregor, der mir mit einigen Kilometern Vorsprung entgegen kommt. Augenblicklich muss ich an das Laufschwein und den Autobahnkiller denken. Wie man Killer wird, kann ich mir leicht vorstellen. Aber wie wird man Laufschwein? Seltsam. Das Schwein trägt mich über den nächsten Kilometer und allmählich wird es Zeit zu rechnen. Reicht es für eine Zeit unter 2 Stunden? Eieiei, das wird knapp. Das wird einer dieser unangenehmen Läufe, wo man bis zum Schluss nicht nachlassen darf. Viel schöner ist es, wenn man die Pflicht schon in der Tasche hat und alles weitere zur Kür wird. Aber meine Hausaufgaben sind noch nicht gemacht, einen Puffer gibt es nicht. Im Gegenteil: jetzt muss ich watzen. Innerlich seufze ich. Ein 5,5er Schnitt. Wie anstrengend ist das denn. Früher war das mal eine bevorzugte Reisegeschwindigkeit, aber davon bin ich weit entfernt. Ich reiße mich zusammen. Das geht schon, nicht nachlassen. Meine Moral war noch immer ganz ordentlich. Nur noch die Stadionrunde in dem kleinen Rund, das sich in den letzten zwei Stunden um mindestens 500 Meter ausgedehnt hat, dann bin ich am Ziel. 1:59:23. Ich kann den Autopiloten ausschalten. (Werbepause) Mein Trainingspartner erwartet mich mit dem besten alkoholfreien Bier der Welt. Es heißt <a href="http://www.faust.de/de/willkommen__/index.html" target="_blank">Faust</a>, schmeckt aber trotzdem. Unfassbar gut sogar. Faust hat die Läuferzielgruppe im Auge und schenkt heute in Obertshausen aus. Einfach so. (Werbepause Ende)</p>
<div id="attachment_2518" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Hausen-Faust.jpg"><img class="size-full wp-image-2518 " title="Hausen Faust" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Hausen-Faust.jpg" alt="Das Bier schmeckt extrem gut. Das bleibt aber unter uns." width="512" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Das Bier schmeckt extrem gut. Das bleibt aber unter uns.</p></div>
<p>In Obertshausen obligatorisch ist eine kleine Barfußrunde auf dem Sportplatz. Der hiesige Rasen ist so eine Art Velourauslegeware im Grashalmdesign, zumindest fühlt er sich so an. Auf der zweiten Runde wandelt sich das krampfige Eiern denn auch schon wieder in etwas, das entfernt an Laufen erinnert.</p>
<div id="attachment_2519" class="wp-caption aligncenter" style="width: 394px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Hausen-Walking-Treff.jpg"><img class="size-full wp-image-2519 " title="Hausen Walking Treff" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Hausen-Walking-Treff.jpg" alt="In Obertshausen-Hausen gibt es nur Minutenzeiger." width="384" height="512" /></a><p class="wp-caption-text">In Obertshausen-Hausen gibt es nur Minutenzeiger.</p></div>
<p>Und dann schlägt die Realität noch einmal ganz hart zu. 1. Ich kriege keinen weiteren Becher vom besten alkoholfreien Bier der Welt, so lange nicht alle Läufer davon kosten dürfen (und etliche sind noch auf der Strecke). 2. Wir verpassen den Bambini-Lauf (das wichtigste Ereignis in Hausen) und 3. Der Kuchen schmeckt &#8230; wie soll man es sagen &#8230; nicht. Er schmeckt einfach nicht. Wir haben komische Sorten erwischt.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Hausen-2010-Kuchen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2521" title="Hausen 2010 Kuchen" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Hausen-2010-Kuchen.jpg" alt="Hausen 2010 Kuchen" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Solche erschütternden Wahrheiten müssen auch einmal ausgesprochen werden, ohne jeden Zuckerguss. Gut, dank Sponsor <a href="http://www.bioshop-online.de/querbeet/?article=233" target="_blank">„Querbeet“</a> gab es wieder einmal Schnitze der besten Äpfel der Welt. Aber dieser Kuchen &#8230; Brutal. Und niemand von uns hat einen Altersklassensieg abbekommen! Nicht einmal etwas von der Tombola, obwohl es Groggläser und eine Wärmflasche zu gewinnen gab! Von dem Steingutkrug (0,2 Liter) ganz zu schweigen. So sieht das aus. Die Realität – und das muss an dieser Stelle mal gesagt werden – ist nämlich mindestens so hart wie die Bauchdecke eines durchschnittlichen Rotkreuz-Helfers.</p>
<div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #ffe4b5; border-left-color: #ffe4b5; border-right-color: #ffe4b5; border-bottom-color: #ffe4b5; background-color: #dcdcdc; ">Mehr zu Lauf und Veranstalter gibt&#8217;s bei der <a href="http://www.tgs-hausen.de/termine-und-veranstaltungen/volkslauf.html" target="_blank">TGS Hausen</a>.</div>

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		<title>Mit dem Kopf durch die Watte.</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 20:13:10 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Heute wird Volksgelaufen! ich lasse mir doch von einem dahergelaufenen Klimawandel nicht vorschreiben, wann ich zu laufen habe! Außerdem liegt der Veranstaltungsort Stierstadt im Taunus und im Taunus schneit es. Das sagen zumindest alle, die dort wohnen, die meiste Zeit des Jahres: „Also, bei uns lag heute morgen Schnee!“ Dann kann das bisschen Hitzewelle dort ja wohl nicht so schlimm sein. Als wir ankommen, sind es lächerliche 26 Grad, gemessen an den 378 Grad in meiner Wohnung in der Stadt ist das nichts.]]></description>
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<h4>Der Halbmarathon in Stierstadt (2010)</h4>
<p>Heute wird Volksgelaufen! ich lasse mir doch von einem dahergelaufenen Klimawandel nicht vorschreiben, wann ich zu laufen habe! Außerdem liegt der Veranstaltungsort Stierstadt im Taunus und im Taunus schneit es. Das sagen zumindest alle, die dort wohnen, die meiste Zeit des Jahres: „Also, bei uns lag heute morgen Schnee!“ Dann kann das bisschen Hitzewelle dort ja wohl nicht so schlimm sein. Als wir ankommen, sind es lächerliche 26 Grad, gemessen an den 378 Grad in meiner Wohnung in der Stadt ist das nichts. „Die Höhendifferenz ist gering“ schreibt der TV Stierstadt auf seiner Homepage und da sieht man mal wieder, wie relativ alles ist. In Wahrheit geht es ab Kilometer 7 stramm bergauf bis Kilometer 12, dann wieder runter und zwischen Kilometer 17 und 20 gibt es noch einmal eine deutliche Steigung.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Bild-3.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-2492" title="Bild 3" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Bild-3.png" alt="Bild 3" width="421" height="376" /></a></p>
<p>Auf solche Kleinigkeiten kann ich aber heute keine Rücksicht nehmen. Ich muss endlich einmal wieder Halbmarathon-Kilometer unter die Füße nehmen. Der letzte war im April, danach folgte wochenlange Krankheit und eine 6-wöchige Laufpause. Was würde sich da besser eignen, als eine anspruchsvolle, weitgehend schattenlose Strecke bei 26 Grad plus? Allen Stirnrunzlern sei an dieser Stelle gesagt, dass ich Preisträgerin des goldenen Herzfrequenzmessers für vernünftiges Laufen bin. Ich werde also vorsichtig traben und nicht Gesamtsiegerin werden wie sonst. Zunächst aber muss auf Vorrat Kuchen gekauft werden, wer weiß, wie lange der später reicht. Wir laufen uns ein wenig ein und reden uns das Wetter schön. Es könnte wärmer sein (entsetzlich!) oder kälter (nicht auszudenken!). Gut, dass alles ist wie es ist.  Zum 10 Kilometer-Lauf treten heute eine Menge Läufer an, einige tun hier so, als wären sie noch vernünftiger als ich. Papperlapapp.</p>
<p>Nach dem Startschuss des Halben geht es ein wenig durch den Ort. Als Streckenlegasthenikerin weiß ich aber leider danach nicht mehr genau, was der Kurs wann genau bietet. Ein Teil der Strecke muss zwei Mal durchlaufen werden, das weiß ich noch. Darunter ein sensationelles Stück durch Kornfelder mit einem großartigen Blick auf die Frankfurter Skyline. Tatsächlich gibt es fast keine Waldpassagen, wenn die Sonne hier brennt, dann wird es erbarmungslos. Wie durch Zauberhand schieben sich jedoch nach dem Start ein paar Wolken vor die Sonne – die schlimmste Glut bleibt uns erspart.</p>
<p>Als Preisträgerin des goldenen Pappbechers für sinnvolle Trinkpausen nehme ich an jeder der Trinkstationen einen Becher Wasser zu mir – es sind mindestens fünf. Es scheint, als hätte man hier vorausschauend noch mehr Verpflegungsstellen eingerichtet als sonst. Außerdem gibt es nasse Schwämme, die ich sehr liebe. Ich laufe die ganze Strecke mit einem gelben durchlöcherten Kumpel, der immer wieder zart über mein Gesicht wischt oder mir den Nacken betupft. Ab und zu ist es ihm selbst zu heiß, dann springt er kurz in eine der bunten Wäschewannen, um mich danach erfrischt weiter zu begleiten. Der Hessische Leichtathletik Verband hat empfohlen, Volksläufe im Zweifelsfall ausfallen zu lassen, sollten die Temperaturen allzu sehr in die Höhe schießen. In Stierstadt begegnet man dem Wetter nicht nur mit zusätzlichen Wasserstationen, auch ist der Zielschluss praktisch unbegrenzt. Niemand soll hetzen müssen. Der Sprecher im Stadion hat alle ermahnt, die Bestzeitenjagd zu verschieben und langsamer zu laufen. Da es, wie gesagt, beinahe schneit, finde ich diese Vorsichtsmaßnahmen ausreichend. Die Steigungen nehme ich mit großem Respekt und tue so, als wäre dies ein einfacher Trainingslauf am Sonntag morgen. Nach 10 Kilometern zeigt meine Uhr beinahe 1:02. Das ist langsam, aber so muss es sein. Das Feld zieht sich weit auseinander, manchmal habe ich sogar das Gefühl, zu den letzten zu gehören. Als Preisträgerin des goldenen Besenwagens fürs Laufen im letzten Drittel macht mir das nichts weiter aus. Nach einer Weile regnet es ein paar nutzlose, verwirrte Tropfen, die vermutlich aus einer offenen Wolkentür gefallen sind. „Kinder, ich hab euch doch gesagt, wir regnen entweder alle oder keiner!“ Nach der himmlischen Standpauke regnet sofort keiner mehr und es bleibt weiter trocken. Mein Laufhemd ist trotz bester Funktionsqualität klitschnass und kalt und das finde ich nicht so doll, wie warm es auch immer sein mag. Aber irgendwann kommt eben selbst das coolste Hemd ins Schwitzen. Der zweite große Anstieg strengt noch einmal sehr an. Nicht, dass es weh täte, oder der Atem rasselte. Es ist mehr wie das Laufen in eine große Wattewand, in der man stecken zu bleiben droht. Eine Läuferin, mit der ich ein kleines Duell lief, überholt mich schließlich und ich habe ihr nichts entgegen zu setzen. Einige Läufer, die ich noch überholen kann, sind stehend k.o. Sie kommen kaum noch vorwärts. Am Ende, zum Sportplatz hin, muss noch eine steile Rampe genommen werden. Ich schiebe die Wattewand Zentimeter um Zentimeter. Mit bleiernen Gliedern komme ich nach 2:09 Minuten ins Ziel. Bestimmt der langsamste Halbmarathon seit 10 Jahren. Obwohl ich müde bin, merke ich den Unterschied: der Kreislauf ist völlig im Lot, es gibt keine Gänsehaut, kein Kopfkribbeln, wie ich es schon bei starker Anstrengung in hohen Temperaturen erlebt habe. Das Herz ist schnell wieder ganz ruhig und die Beine gehorchen. Ich fühle mich gut. Ich war vorsichtig und bin belohnt worden. Das macht froh. Mein Trainingspartner war deutlich zügiger und wringt sich noch immer aus, während ich als Preisträgerin des goldenen Handtuchs für schnelle Trocknung praktisch wie aus dem Ei gepellt bin. (Möglicherweise allerdings aus einem Osterei mit klebriger Füllung).</p>
<p>Der gebunkerte Streuselkuchen hält dem Vergleich mit dem Kuchenangebot aus Bonames nicht Stand (aber welcher Kuchen tut das schon?).</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Stierstadt-2010-Kuchen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2493" title="Stierstadt 2010 Kuchen" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Stierstadt-2010-Kuchen.jpg" alt="Stierstadt 2010 Kuchen" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Die Erholung tut wohl und die Siegerehrung macht viel Spaß. Die Gewinner erhalten nicht nur eine Medaille oder einen Pokal und eine Urkunde, sondern eine riesige Tüte mit Läufergeschenken.</p>
<div id="attachment_2496" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Stierstadt-2010-Siegerehrung.jpg"><img class="size-full wp-image-2496 " title="Stierstadt 2010 Siegerehrung" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Stierstadt-2010-Siegerehrung.jpg" alt="Stierstadt 2010 Siegerehrung" width="512" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Das ist übrigens nur die kleine Version der Tüten.</p></div>
<div id="attachment_2494" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Stierstadt-2010-Sieger.jpg"><img class="size-full wp-image-2494 " title="Stierstadt 2010 Sieger" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Stierstadt-2010-Sieger.jpg" alt="So sehen Sieger aus." width="512" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">So sehen Sieger aus.</p></div>
<p>Die riesige Tüte ist natürlich nicht voll, aber es sieht fantastisch aus, wie die Köpfe und Arme der Läufer in einem 1-Zimmer-Appartement mit Henkel verschwinden, um danach mit einer winzigen Gummibären-Tüte wieder aufzutauchen. Für die Altersklassenersten gibt es sogar Taschenrechner. Und was braucht man heutzutage dringender? Da auch mein Trainingspartner eine Tüte bekommt, werde ich Zeuge einer der schönsten Läufergeschenk-Kombinationen überhaupt: zwei Tütchen Gummibärchen (klein), ein Schweißband (Aufdruck Siemens VDO), ein Werbekugelschreiber eines Herstellers für Bankensoftware, ein Glas ungarischer Akazienhonig und eine Dose gemahlener Pfeffer (mit Preisschild 1,89 Euro).</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Stierstadt-Siegertüte.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2495" title="Stierstadt Siegertüte" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Stierstadt-Siegertüte.jpg" alt="Stierstadt Siegertüte" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Während der Siegerehrung trifft mit weitem Abstand nach 3:06 Minuten der letzte Läufer ein. Er wird mit trommelndem Applaus und einem Spalier gefeiert. Es scheint, als ginge der goldene Herzfrequenzmesser für vernünftiges Laufen in diesem Jahr an ihn.</p>
<div id="attachment_2498" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Stierstadt-2010-Letzter1.jpg"><img class="size-full wp-image-2498 " title="Stierstadt 2010 Letzter" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Stierstadt-2010-Letzter1.jpg" alt="So auch." width="512" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">So auch.</p></div>
<div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #ffdead; border-left-color: #ffdead; border-right-color: #ffdead; border-bottom-color: #ffdead; background-color: #f5f5f5; ">Mehr zu Lauf und Veranstalter gibts <a href="http://www.tvstierstadt.de/" target="_blank">hier</a>.</div>
<table cellspacing="0" cellpadding="0" border="0">
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		<title>Frau Schmitt, das Bergfräulein.</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Jun 2010 18:49:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eppstein kenne ich von Katja. Sonst eigentlich nicht. Ich war noch nie dort, auch nicht zum Volkslaufen. Dabei hätte ich bereits 24-mal die Gelegenheit gehabt. So oft hat der Eppsteiner Burg-Lauf nämlich schon stattgefunden. (...)]]></description>
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<p>Eppstein kenne ich von Katja. Sonst eigentlich nicht. Ich war noch nie dort, auch nicht zum Volkslaufen. Dabei hätte ich bereits 24-mal die Gelegenheit gehabt. So oft hat der Eppsteiner Burg-Lauf nämlich schon stattgefunden. Rechtzeitig bevor der 25. Lauf ansteht, kontaktiert mich Manfred Helbig vom TSG Eppstein und sagt mir, dass er nie, nie, nie wieder auf meine Website geht, wenn ich nicht auch mal nach Eppstein komme. (Das sagt er natürlich nicht wirklich, aber es steht zu befürchten.) Ein Jubiläumslauf ist eine wichtige Sache. Wenn man dazu eingeladen wird und geht nicht hin, ist das ganz schlecht für’s Laufkarma. Ich sage sofort zu.</p>
<p>Der Eppsteiner Burg-Lauf ist 7.777 Meter lang, das entspricht einer Altdeutschen Meile. Bei offiziellen Vermessungen ergab die Strecke auch schon mal 7.685 Meter. Das macht aber nichts, denn die Altdeutsche Meile ist streng genommen sowieso nur 7.532,484 Meter lang. Dieses Durcheinander ist an sich schon kurios genug, um den Lauf ins Herz zu schließen. Im Jahr 1986 dachten sich die Eppsteiner einfach: 10er kann jeder. Außerdem ist unser Terrain so hügelig, dass man ohnehin nur Zeiten laufen kann, die mit nichts zu vergleichen sind. Dann kann man auch gleich eine wahrhaft unvergleichliche Strecke bauen. Das ist in jeder Hinsicht gelungen. Aber dazu später mehr.</p>
<p>Der Lauf findet traditionell an einem Freitagabend statt. Einer der Gründe, weshalb ich noch nie in Eppstein war. Mein innerer Volkslauf-Wecker klingelt einfach Sonntags morgens. Freitags abends läutet eher der Biergarten- oder Couch-Wecker. Aber egal. Heute ist eben alles etwas anders. Sogar meine Anfahrt – ich nehme die S-Bahn in den Taunus. Geht prima. Vom Bahnhof aus arbeite ich mich zum Sportplatz am Bienroth hoch. Das ist bereits eine stramme Steigung und ich ahne, worum es hier geht. Unterwegs begegnet mir die Burg, die dem Lauf ihren Namen gibt und ich finde schon jetzt alles großartig.</p>
<p><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Bild-13.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-2419" title="Bild 13" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Bild-13.png" alt="Bild 13" width="393" height="200" /></a></p>
<p>Oben angekommen lande ich an einem idyllisch gelegenen, sonnigen Sportplatz mit einem kleinen Vereinsheim. Schon jetzt gibt es Bratwurst, Pommes und Bier und ich überlege, ob ich überhaupt noch laufen soll. Was sollte ein Paradies noch paradiesischer machen?</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Atmo.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2420" title="Eppstein Atmo" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Atmo.jpg" alt="Eppstein Atmo" width="512" height="384" /></a>Ich melde mich an und darf mich wie ein VIP fühlen. Eine Welle von Freundlichkeit überrollt mich. Warum war ich eigentlich nicht früher schon in Eppstein? Die Startnummer sieht ein bisschen aus, als hätte sie ebenfalls 25stes Jubiläum – eine Bip Chip Nummer, die mehrfach verwendet wird. Das ist im Sinne der Umwelt und deshalb völlig in Ordnung. Ich treffe nette Laufkollegen und wir plaudern. Danach inspiziere ich den Platz. Für einen Lauf um 19:30 Uhr wurde hier in den Gänseblümchen tatsächlich ein fulminantes Kuchenbuffet aufgebaut. Damit wurde ich bereits im Vorfeld gelockt, aber ich wollte es kaum glauben. Vegetarische Kuchenallergiker dürfen sich außerdem an Käsebrötchen und Melonen laben.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Kuchenbuffet.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2421" title="Eppstein Kuchenbuffet" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Kuchenbuffet.jpg" alt="Eppstein Kuchenbuffet" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Verpflegung.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2422" title="Eppstein Verpflegung" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Verpflegung.jpg" alt="Eppstein Verpflegung" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Obendrein ist hier ein Massagezelt aufgebaut. Donnerwetter. Während auf dem Rasen die Aufwärmübungen starten, entdecke ich in einer Ecke gepflanzte Buchstaben. Vermutlich das Grabmal des unbekannten Läufers. Was es hier alles gibt!</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Massage.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2423" title="Eppstein Massage" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Massage.jpg" alt="Eppstein Massage" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-TSG.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2424" title="Eppstein TSG" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-TSG.jpg" alt="Eppstein TSG" width="512" height="384" /></a>Die Sonne scheint noch immer kräftig, als pünktlich der Startschuss fällt. Ich fange sofort an zu grübeln. Wie läuft man 7,777 km? Vor allem: diese 7,777 km? Das Streckenprofil habe ich mir zwar angesehen, aber es sah so verdächtig harmlos aus. Kurz hoch, dann runter, runter, runter, dann irgendwie, dann wieder hoch, hoch, hoch.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/eppstein-profil.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2425" title="eppstein profil" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/eppstein-profil.jpg" alt="eppstein profil" width="500" height="375" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Auf dem Asphalt sind überall hellblaue Füße aufgemalt. Sie sind die Eppsteiner Version der blauen Linie und zeigen die Strecke an. Mein Grübeln wird sofort gestoppt, da es gleich ins Eingemachte geht. Das Eingemachte kommt in Form einer Steigung, die auf der Karte viel kürzer und harmloser aussah. Aber so richtig lang ist sie dann doch nicht (was ist bei 8 km schon lang?) und es geht bald ordentlich bergab. Wie soll ich denn das nun wieder laufen? Ins Tal zu stürzen wie ein Wasserfall macht wenig Sinn. Schließlich muss man das alles wieder hoch. Andererseits scheint das einer der wenigen Abschnitte zu sein, wo man ein bisschen Gas geben kann. Zu blöd aber auch, dass ich die Strecke noch nie gelaufen bin! Ich rolle ein wenig verhalten durch den Wald nach unten. Der Sache hier ist nicht zu trauen. Immer wieder lauert uns ein kleiner Stich nach oben auf.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Fuß.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2426" title="Eppstein Fuß" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Fuß.jpg" alt="Eppstein Fuß" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Wo sind denn überhaupt die Kilometer-Schilder? Eigentlich egal, die nutzen hier sowieso nichts. Nach etwa 2,5 Kilometern bin ich unten in der Altstadt. Hier muss eine kleine Runde zwei Mal durchlaufen werden. Als ich die erste Runde starte, fegt bereits eine dunkelhäutige Schönheit auf ihrer zweiten vorbei. Ich seufze ein bisschen. Die Altstadt hatte ich mir eigentlich ganz beschaulich vorgestellt. An der Burg vorbei, dumdideldum, den Zuschauern freundlich zulächeln und sich vom Fachwerk bescheinen lassen. Dabei Kräfte sammeln für den Rückweg nach oben. Die Burg-Runde erweist sich allerdings als ein Wolf im Altstadt-Pelz. Nach einigen Metern über Kopfsteinpflaster geht es plötzlich kräftig bergauf. Noch immer sind es über 25 Grad und mein Kopf verwandelt sich langsam in eine überdimensionale Tomate. Die Steigung, die auf der Profilkarte geradezu lächerlich aussah, ist eine echte Herausforderung. Mit etwa 35 Höhenmetern auf 400 Metern hat man durchaus etwas zu tun. Als Sahneklecks endet die Steigung in einigen Treppenstufen. Der ganze Spaß muss danach ein nocheinmal durchlaufen werden. Als wir ein zweites Mal an die Treppe des Grauens kommen, haben viele den Laufschritt aufgegeben und gehen. Auch ich mag die Stufen nicht hochlaufen. Ne ne ne.</p>
<p>Vielleicht, so überlege ich, ist das alles nur ein 25 Jahre alter Druckfehler. Statt Burg-Lauf sollte es eigentlich Berg-Lauf heißen, aber irgendwann war es zu spät, etwas daran zu ändern. Und schließlich hat ja auch schon Andre Rieu gesagt, er sähe keinen Unterschied zwischen „U“ und „E“.</p>
<p>Danach heißt es „Tschüss Burg“ und wir haben wieder 2,5 km Anstieg vor uns. Wirklich, wer sich diese Strecke ausgedacht hat, muss viel Humor haben. Falsch, erklärt man mir später. Man habe hier keinen Humor, sondern topographische  Begebenheiten. Das sei etwas völlig anderes. Allerdings glaube ich bei dieser Erklärung ein ganz leises Kichergeräusch vernommen zu haben.</p>
<p>Der Rückweg, den ich mir so schwierig vorgestellt hatte, ist dann aber psychologisch viel einfacher zu bewältigen, als die Altstadt-Runden. Man taucht wieder in den Wald ein und dort ist es deutlich kühler. Auf dem Waldweg lässt sich auch wieder ein Hauch von Rhythmus finden und man kann sich nach oben walzen, wie man es auch schon auf vielen anderen Strecken getan hat. Ganz zum Schluss geht es fast 500 Meter so steil bergab, dass man aufpassen muss, die Strecke nicht auf dem Bauch liegend zu beenden. Wie gesagt, der Lauf hat eine Menge komödiantische Aspekte.</p>
<p>Bei 47:03 komme ich ins Ziel. Keine Ahnung, was diese Zeit bedeutet. Später erfahre ich, dass man damit 46. Frau von 90 wird, 20. der Altersklasse von 38. Hier treten fast nur Läuferinnen und Läufer an, die Steigungen lieben und sie vor der Haustür haben. Wolfgang Münzel, Organisationsdirektor der World-Mountain-Race-Association, der seit 1990 als damaliger Berglaufmeister den Streckenrekord von 24:58 hält, hat die Schirmherrschaft für diesen 25. Burg-Lauf übernommen. Hätte ich mich mal anständig informiert, hätte ich besser gewusst, was auf mich zukommt. Jetzt habe ich jedenfalls eine Benchmark. Vielleicht ist das überhaupt der Trick der Eppsteiner: wer einmal da war, wird wieder kommen. Damit er seine Zeit wenigstens mit irgendetwas vergleichen kann.</p>
<p>Im Ziel schwitze ich. Und schwitze. Und schwitze. Ich denke, ich werde wohl nie mehr aufhören können zu schwitzen. Als Zielverpflegung gibt es Zitronentee in einem großen Gerippten (für Nicht-Hessen: einem Apfelweinglas), das man mit nach Hause nehmen darf. So sehr man vom Veranstalter mit der urkomischen Strecke gepeinigt wird, so liebevoll wird man dafür auch wieder entschädigt.</p>
<p><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Äpplerglas.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2427" title="Äpplerglas" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Äpplerglas.jpg" alt="Äpplerglas" width="384" height="512" /></a>Während die Jubiläums-Ehrungen für den besonders wackeren harten Kern des Vereins folgen, esse ich um etwas 21 Uhr erst einmal ein Stück Kuchen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Ehrung.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2428" title="Eppstein Ehrung" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Ehrung.jpg" alt="Eppstein Ehrung" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Kuchen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2429" title="Eppstein Kuchen" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Kuchen.jpg" alt="Eppstein Kuchen" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Die Bierbänke bleiben gut besetzt, keiner eilt zu familiären Verpflichtungen nach Hause, wie am Sonntag Mittag. Nach der Siegerehrung spielt die Band „Faltenrock“ auf, ein paar Herren, deren Zeit in der M30 schon eine Weile zurückliegen dürfte. Damit und mit ihrem Repertoire passen sie hervorragend zu den anwesenden Läufern und die Stimmung ist friedlich und großartig.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Siegerehrung.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2430" title="Eppstein Siegerehrung" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Siegerehrung.jpg" alt="Eppstein Siegerehrung" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Faltenrock.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2431" title="Eppstein Faltenrock" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Faltenrock.jpg" alt="Eppstein Faltenrock" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Kurz vor 23 Uhr breche ich müde und vollkommen zufrieden mit mir und der Welt vom Sportplatz auf. Ein Laufkollege nimmt mich sogar mit zurück in die Stadt. Wunderbar.</p>
<p>Ich steige an der Alten Oper in Frankfurt aus und beschließe, noch ein paar Schritte zu meinem Fahrrad an der Konstabler Wache zu gehen. Es ist Opernplatzfest und ich bahne mir den Weg durch Alkohol und Rauchschwaden. Auf der Fressgass hinter dem Platz schreit mich ein gut gekleideter Mann von der Seite an. „Ich befehle Dir!“. Ich frage ihn nicht, was und er verrät es mir auch nicht. Er brüllt noch einmal, dass er mir etwas befiehlt und geht dann schnell weiter. Vor mir knickt eine junge Frau in abenteuerlich hohen High-Heels um. Eine andere brüllt in ihr Handy, dass die Verbindung so schlecht sei. Dann versucht sie ihren Freund, der weit vor ihr herläuft, dazu zu bewegen, langsamer zu gehen. Doch der dreht sich zu ihr um und schreit: „Geh doch rumhuren, du Hure.“ Auf der Zeil sind gefühlte 70% der Menschen, die mir entgegenkommen, vollkommen betrunken. Entfesselte Spanien-Fans feiern ihren Sieg beim Fußball-Match mit Vuvuzelas. Ich setze ein irres Lächeln auf und hoffe, damit ausreichend bewusstseinsgetrübt zu wirken, um nicht weiter aufzufallen. Eine kleine Gruppe etwa 20-jähriger kommt mir entgegen. Darunter zwei eingehakte Frauen. Als sie etwa auf meiner Höhe sind, ruft die eine „Wir müssen pissen!“ Auch in Eppstein wurde Bier ausgeschenkt, aber keiner wollte mich über seine Notdurft-Lage informieren.</p>
<p>Zuhause angekommen scheint es mir, als wären kleine Volksläufe im Allgemeinen und solche in Eppstein im Besonderen eines der wenigen Mittel, um für den Wahnsinn des Alltags wieder eine Weile gestärkt zu sein.</p>
<p><em> <div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #cd853f; border-left-color: #cd853f; border-right-color: #cd853f; border-bottom-color: #cd853f; background-color: #ffefd5; "><em>Übrigens: beim Eppsteiner Burg-Lauf gibt es auch eine Kinder-Staffel und  einen Nordic-Walking-Wettbewerb. Mehr Infos unter: </em><a href="http://www.eppsteiner-burglauf.de" target="_blank"><em>www.eppsteiner-burglauf.de</em></a></div></em></p>
<div style='margin-top:2px;margin-bottom:2px;width:425px;font-family:Arial,Helvetica,sans-serif;font-size:9px;color:#535353;background-color:#ffffff;border:2px solid #ee5500;font-style:normal;text-align:right;padding:0px;padding-bottom:3px !important;'><iframe width='425' height='544' border='0' src='http://www.runmap.net/route/424650/widget?width=425&amp;height=350&amp;extended=true&amp;maptype=1&amp;unit=km&amp;redirect=no&amp;distance_markers=always' frameborder='0' marginheight='0' marginwidth='0' scrolling='no'></iframe><br />Laufroute <a style='color:#ee5500; text-decoration:underline;' href='http://www.runmap.net/route/424650'>424650</a> &#8211; powered by <a style='color:#ee5500; text-decoration:underline;' href='http://www.runmap.net'>Runmap</a>&nbsp;</div>

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