<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Laufen-mit-frauschmitt &#187; Laufberichte</title>
	<atom:link href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/category/laufberichte/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de</link>
	<description>Laufen zum Lesen und Hören.</description>
	<lastBuildDate>Tue, 31 Aug 2010 18:03:26 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.4</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<xhtml:meta xmlns:xhtml="http://www.w3.org/1999/xhtml" name="robots" content="noindex" />
		<item>
		<title>Gr&#252;ner wird&#8217;s nicht.</title>
		<link>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/irland-halbmarathon-galway/</link>
		<comments>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/irland-halbmarathon-galway/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 18:03:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[G - N]]></category>
		<category><![CDATA[Galway]]></category>
		<category><![CDATA[Laufberichte]]></category>
		<category><![CDATA[City]]></category>
		<category><![CDATA[Halbmarathon]]></category>
		<category><![CDATA[Irland]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/?p=2552</guid>
		<description><![CDATA[Rituale sind wie Zement, sie befestigen das, was wir tun und lassen. Man tut gut daran, mit ihnen zu brechen. Kurz gesagt: dieses Jahr kein Egelsbach, kein Koberst&#228;dter Waldmarathon. Dieses Jahr: Galway City Marathon. Ich verbringe eine Woche in Irland und laufe dort einen Halbmarathon. Unsereins nennt das Urlaub.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p>Seit &#252;ber 10 Jahren nehme ich regelm&#228;&#223;ig an denselben L&#228;ufen teil. Sie gestalten die Saison. Ab und zu kommt mal ein Neuer hinzu, seltener f&#228;llt einer weg. Das ist h&#252;bsch und es entwickeln sich liebenswerte Rituale. Aber wie beinahe alles H&#252;bsche, hat auch dies eine Kehrseite. Wenn man nicht aufpasst, wird man zum Rentner, der unruhig wird, wenn um 17 Uhr das Essen nicht auf dem Tisch steht. Rituale sind wie Zement, sie befestigen das, was wir tun und lassen. Man tut gut daran, mit ihnen zu brechen. Ich h&#228;tte es auch k&#252;rzer sagen k&#246;nnen: dieses Jahr kein Egelsbach, kein Koberst&#228;dter Waldmarathon. Dieses Jahr: Galway City Marathon. Ich verbringe eine Woche in Irland und laufe dort einen Halbmarathon. Unsereins nennt das Urlaub.</p>
<p>Galway liegt am Meer im Westen Irlands. Die Stadt ist jung, bunt, studentisch, voller Kulturangebote und ein bisschen „&#246;kig“. Eine Art kleines, irisches Freiburg. Dort ist heute Premiere: ein neuer Halbmarathon und Marathon findet statt und zeitgleich der Worldcup &#252;ber 50km. Mein irischer Freund und ich werden beim Halbmarathon starten. P&#252;nktlich eine Stunde vor dem Start rollen wir auf einen Parkplatz und trotten Richtung Start.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-Chip.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2574" title="Galway Chip" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-Chip.jpg" alt="Galway Chip" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Unsere Startunterlagen haben wir bereits am Vortag abgeholt. In einem ungenutzten garagenartigen Raum eines Hotels bekamen wir unsere L&#228;uferbeutel und alles wirkte ein bisschen improvisiert. Immerhin gab es ein nettes Baumwoll-Shirt und einen interessanten Chip zur Zeitmessung. Die angek&#252;ndigte Marathonmesse fand aber nicht statt. Egal.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/DSC04367.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2553" title="DSC04367" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/DSC04367.jpg" alt="DSC04367" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Auf dem Weg zum Startareal am Hafen treffen wir einen sehnigen L&#228;ufer, der uns fragt, wo’s lang geht. Gemeinsam setzen wir den Weg fort. Der L&#228;ufer ist aus Cork angereist und wir erkennen messerscharf, dass er den „Full Marathon“ in Angriff nimmt. Ein lustiger Typ mit rasiertem Sch&#228;del und blauen Schuhen. Als wir dort ankommen, wo wir den Start vermuten, ist es verd&#228;chtig still. Nein, hier kann es nicht sein. Wir ahnen, wo wir stattdessen hin m&#252;ssen. Der Mann aus Cork wird unruhig und eilt uns voraus. Wenig sp&#228;ter treffen wir weitere L&#228;ufer und schlie&#223;en uns ihnen an. „What a beautiful day, isn’t it?“ Hier sagt man das dauernd – und das beinahe unabh&#228;ngig von der aktuellen Wetterlage. Wenn es in Irland nicht gerade faustgro&#223;e Tropfen donnert, ist es eben ein „beautiful day“.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2556" title="Galway 2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-2.jpg" alt="Galway 2" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Schlie&#223;lich finden wir alles, was zu einem typischen Startareal geh&#246;rt: viele nerv&#246;se L&#228;ufer, Zelte zur Kleiderbeutelabgabe, schlechte Musik und viel zu wenige Toilettenh&#228;uschen. Letztere sind wirklich sehr rar – eine lange Schlange wartet bereits geduldig davor. Der Stimmung tut das keinen Abbruch.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2557" title="Galway 3" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-3.jpg" alt="Galway 3" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Ich be&#228;uge neugierig alle L&#228;ufer und vergleiche sie mit der Truppe, die bei heimischen Volksl&#228;ufen aufl&#228;uft. Hier ist man j&#252;nger, viel j&#252;nger. Ich geh&#246;re bereits zu den &#228;lteren. Man kleidet sich leichter, aber das kenne ich von den Iren schon. W&#228;hrend unsereins im Fleece bibbert, tut es bei Iren das Tr&#228;gerhemdchen. Heute Morgen sind es 15 Grad und es verspricht, bestes Laufwetter zu werden.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-4.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2558" title="Galway 4" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-4.jpg" alt="Galway 4" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Wir geben unseren Kleiderbeutel ab und wollen uns ein wenig einlaufen. Au&#223;er uns tut das absolut niemand. Im Startbereich schlunzen etwa 800 L&#228;ufer umher, niemand dehnt sich, niemand l&#228;uft hektisch auf und ab. Kurios. Schlie&#223;lich wird ein „Warm up“ mit h&#252;pfenden Fitness-Damen angeboten, was nur wenig Anklang findet. Direkt vor der Kulisse eines im Hafen liegenden Kriegsschiffes ist das aber h&#252;bsch anzusehen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-5.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2559" title="Galway 5" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-5.jpg" alt="Galway 5" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Der Start verz&#246;gert sich schlie&#223;lich um einige Minuten. Wer interessiert sich schon f&#252;r „Dsch&#246;rmen Punktlischkait“. Direkt nach dem Start treffen wir auf Sonia O’Sullivan, so eine Art Herbert Steffny Irlands, wenn auch etwas j&#252;nger. Vielleicht begleitet sie hier ein paar Sch&#252;tzlinge, wir wissen es nicht. Ich mache im Laufen ein verschwommenes Foto. Muss ja alles dokumentiert werden.</p>
<div id="attachment_2560" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-6.jpg"><img class="size-full wp-image-2560 " title="Galway 6" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-6.jpg" alt="Sonia ist die Dame in wei&#223;." width="480" height="360" /></a><p class="wp-caption-text">Sonia ist die Dame in wei&#223;.</p></div>
<p>W&#228;hrend meiner gem&#252;tlichen Einlaufphase schaue ich mich weiter im Feld um. Der Frauenanteil ist gef&#252;hlte 40%. Ganz und gar durchschnittliche Frauen laufen hier, rundliche, sommersprossige Wesen mit Pferdeschw&#228;nzen. Den kurzhaarigen L&#228;ufertyp, wie man ihn in Deutschland oft sieht, gibt es hier weniger. Diese Frauen hier scheinen keine Frauenl&#228;ufe zu brauchen, um sich aus der Deckung zu wagen. Sie tragen auch keine Jacken um die H&#252;ften, um ihre Rundungen zu verdecken. Und sie sind schneller als ich. Junge Frauen in Deutschland k&#246;nnten hier etwas Nachhilfe in Sachen Selbstbewusstsein bekommen. Ab und zu sieht man Charity-Botschaften, auch etwas, was es in Deutschland seltener gibt.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-7.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2561" title="Galway 7" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-7.jpg" alt="Galway 7" width="480" height="360" /></a> Ich habe keine Ahnung, wie der Kurs verl&#228;uft, lasse mich &#252;berraschen. Was m&#228;chtig Spa&#223; macht. Auch von den Kilometer-Schildern bin ich &#252;berrascht. Die gibt es n&#228;mlich nicht. Man rechnet schlie&#223;lich in Meilen. Stimmt, das hatte ich ja ganz vergessen. F&#252;r die erste Meile brauche ich neun Minuten und ein paar Zerquetschte und das erscheint mir f&#252;r einen Wellnesslauf mit Fotopoints ganz angemessen. Wir laufen die Stra&#223;en entlang, eine Seite ist jeweils f&#252;r den Verkehr gesperrt. Gleich zu Beginn geht es sanft bergauf.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-8.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2562" title="Galway 8" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-8.jpg" alt="Galway 8" width="480" height="360" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Im Feld wird geplaudert und gelacht. Es scheint, als w&#228;ren noch mehr L&#228;ufer auf Wellness-Kurs. „What a beautiful day!“ Die Sonne scheint, aber es pustet ganz ordentlich. Wind geh&#246;rt hier einfach dazu. Ich genie&#223;e den Blick in die Vorg&#228;rten, die so ganz anders aussehen, als bei uns. Ein Traum ist nat&#252;rlich alles, was gr&#252;nt und bl&#252;ht, hier wird Irland auch in der Stadt jedem Klischee gerecht. Schon ein St&#252;ckchen Rasen kann einen hier zum Staunen bringen. Gr&#252;ner wird’s nicht.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-9.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2563" title="Galway 9" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-9.jpg" alt="Galway 9" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Nach f&#252;nf Kilometern gibt es die erste Verpflegungsstelle. Es gibt Wasser, was f&#252;r die Halbmarathon-L&#228;ufer ausreichend ist. Ultras und Marathon-L&#228;ufer verlassen sich da besser auf die Eigenverpflegung. Langsam schiebe ich mich weiter und genie&#223;e. Beinahe finde ich es schade, schon ein Viertel geschafft zu haben. Nach einiger Zeit wird es etwas grauer. Wir laufen an einer langen Reihe kleiner einfacher H&#228;user vorbei. F&#252;r einen Ausl&#228;nder ist aber sogar das spannend.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-11.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2564" title="Galway 11" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-11.jpg" alt="Galway 11" width="480" height="360" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-10.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2578" title="Galway 10" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-10.jpg" alt="Galway 10" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Au&#223;erdem geht es wie so oft bergauf und so ist man gut besch&#228;ftigt. Auch das Feld ist stiller geworden. Ein L&#228;ufer spricht mich an und macht einen Scherz, den ich nicht ganz verstehe. Also sage ich einfach „A beautiful day, isn’t it?“ und schon ist die Unterhaltung wieder perfekt. Die Geduld an der Siedlung wird durch einen reizvollen Br&#252;cken&#252;bergang belohnt.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-12.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2565" title="Galway 12" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-12.jpg" alt="Galway 12" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Danach geht es in die Stadt. Hier ist vergleichsweise viel los. W&#228;hrend sonst nur vereinzelte Fans an der Strecke zu finden sind, tobt hier beinahe so etwas &#196;hnliches wie ein „Stimmungsnest“. Am Getr&#228;nkestand gibt es sogar ein tiefblaues isotonisches Getr&#228;nk. Das erinnert mich aber zu sehr an die Sp&#252;lfl&#252;ssigkeit im Dixieklo am Start und so bleibe ich beim Wasser.</p>
<p>Und weiter tappt die Karawane. Jetzt ist auch unsere Spur f&#252;r den Verkehr freigegeben und L&#228;ufer mischen sich mit Autos. Das klingt schlimmer als es ist. Nur einzelne Fahrzeuge schleichen vorsichtig voran. Au&#223;erdem gelingt es mir so, das erste Mal in meinem Leben ein Auto zu &#252;berholen und das ist doch mal was! Wir laufen an einem Golfplatz vorbei und in dokumentatorischem Eifer mache ich ein Foto. Das hei&#223;t ich will eines machen, als mich die golfspielenden Herren entdecken und heftig protestieren. Gebr&#252;ll schallt mir entgegen. Ich mache schnell mein Foto und denke „Fangt mich doch!“ Schwupp, weg bin ich.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-13.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2566" title="Galway 13" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-13.jpg" alt="Galway 13" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Und weil ich gerade so dynamisch bin, darf ich dasselbe Auto noch einmal &#252;berholen. Nach einem der zahlreichen Kreisverkehre, in die wir hineinlaufen (Kreisel haben hier alle einen eigenen Namen) geht es wieder einmal bergauf. Was sonst. Es ist ein bisschen k&#252;hl geworden. Die Sonne ist verschwunden und nun sp&#252;rt man den Wind. Bald kommen wir zur&#252;ck ans Meer, das k&#246;nnte ganz sch&#246;n luftig werden. Nach einem weiteren H&#252;gel sehe ich es das erste Mal wieder. Das Meer. F&#252;r jemanden, der sonst nur in hessischen W&#228;ldern l&#228;uft ist das einfach etwas Besonderes. Ich mache sofort ein Foto, was sich als geschickt erweist.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-15.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2567" title="Galway 15" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-15.jpg" alt="Galway 15" width="480" height="360" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-16.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2571" title="Galway 16" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-16.jpg" alt="Galway 16" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Weitere Bilder von Wind und Wellen werden schwierig – es beginnt zu regnen. Bereits fr&#252;her hat es einmal geregnet, doch das war nicht der Rede Wert. Jetzt wird es jedoch richtig nass. Ich muss meine Kamera gut verpacken. Was ein Jammer ist. Denn jetzt beginnt der sch&#246;nste Streckenabschnitt. In einem rechten Winkel biegt die Strecke nach rechts ab – direkt aufs Meer hinaus. Eine lang gezogene Promenade, die direkt auf einen kleinen Leuchtturm zuf&#252;hrt muss absolviert werden. Es ist naturgem&#228;&#223; ein Wendepunktabschnitt und ein echtes Highlight. Es riecht nach Fisch und Salz und der Regen staubt uns ins Gesicht. Auf dem R&#252;ckweg herrscht Gegenwind, aber das macht gar nichts. Es ist einfach zu sch&#246;n, hier zu laufen. Wie gro&#223;artig w&#228;re das erst bei Sonnenschein gewesen! Noch zwei Kilometer, dann sind wir im Ziel. Vor mir laufen zwei junge Herren mit bedruckten T-Shirts: „Twelve Marathons, Two Man“ steht darauf. Die Jungs wollen in jedem Monat einen Marathon laufen. Wie es scheint, ist das der erste. Wir reden kurz miteinander („What a beautiful day!“) und ich w&#252;nsche Gl&#252;ck f&#252;rs Projekt. Das mache ich zuhause nie, kurz vor dem Ziel mit Leuten plaudern. Wenige hundert Meter davor h&#246;rt es auf zu regnen. Der Wind ist so kr&#228;ftig, dass es mich beinahe wieder trocken pustet. Die Bruttozeit zeigt 2:00:36, als ich ins Ziel laufe. Meine eigene Uhr habe ich bei einer Fotopause versehentlich gestoppt, aber ich wei&#223;, dass ich nach 50 Sekunden &#252;ber die Startlinie gekommen bin. So hat es sogar f&#252;r unter 2 Stunden gereicht.</p>
<p>Im „Female changing“-Zelt ziehe ich mich um. Es sieht ein bisschen aus wie eine Notunterkunft im Katastrophengebiet, schlie&#223;lich hat es ja auch die Army aufgebaut. Aber es ist warm und windgesch&#252;tzt. Wunderbar. Au&#223;er mir findet sich keine einzige Frau dort ein. Warum auch immer. Ich finde das Angebot toll.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-19.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2569" title="Galway 19" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-19.jpg" alt="Galway 19" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Trocken und mit ausreichend Wasser versorgt gehe ich zur&#252;ck zum Ziel und schaue den 50km-L&#228;ufern zu, die am Ende mehrere kleine Loops drehen m&#252;ssen und somit mehrfach im Ziel vorbeikommen. Das ist sehr unterhaltsam. Nach einer Weile sehe ich den Mann aus Cork, der uns vor dem Start begegnet ist. Frisch und munter l&#228;uft er ins Ziel – und gewinnt mit 2:42 den Marathon. Die Elite hat sich ganz auf den Ultra konzentriert und so war das seine Chance. Die bald darauf eintreffende Marathon-Siegerin hat noch nicht genug und h&#228;ngt einfach noch die 8 Kilometer zum Ultra dran. Vielleicht war es f&#252;r sie auch nur ein Wellness-Lauf.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-Medaille.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2572" title="Galway Medaille" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-Medaille.jpg" alt="Galway Medaille" width="479" height="355" /></a></p>
<p>Nachtrag:</p>
<p>In Ermangelung eines typisch hessischen Streuselkuchenangebots und aufgrund pl&#246;tzlich einsetzenden Radikalhungers kehren wir in einem Restaurant mit globaler K&#252;che ein. Man kann nicht immer alles haben. Aber fast.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-21.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2573" title="Galway 21" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-21.jpg" alt="Galway 21" width="480" height="360" /></a></p>
<table cellspacing="0" cellpadding="0" border="0">
<tr>
<td><iframe src="http://www.map-generator.net/extmap.php?name=Galway%20Bay&amp;address=Galway&amp;width=500&amp;height=400&amp;maptype=map&amp;zoom=5&amp;hl=en&amp;t=1283277680" width="500" height="400" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></td>
</tr>
<tr>
<td align="right"><a style="font:8px Arial;text-decoration:none;cursor:default;color:#5C5C5C;" href="http://www.map-generator.net">directions sketch</a></td>
</tr>
</table>
<p><!-- Do not change code! --></p>

<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/irland-halbmarathon-galway/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Von Rosamunde, Rotz und Rasen.</title>
		<link>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/volkslauf-obertshausen-2010/</link>
		<comments>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/volkslauf-obertshausen-2010/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 21:24:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Laufberichte]]></category>
		<category><![CDATA[O - Z]]></category>
		<category><![CDATA[Obertshausen]]></category>
		<category><![CDATA[Obertshausen10]]></category>
		<category><![CDATA[Halbmarathon]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/?p=2513</guid>
		<description><![CDATA[Ein Laufbericht ist wie ein Rosamunde Pilcher Roman: Vorhersehbar und schnulzig. Am Ende wird der Held/die Heldin auf die ein oder andere Art ins Ziel kommen. Unterwegs begegnet er der Liebe zum Laufen, die &#252;ber weite Teile der Strecke freilich unerwidert bleibt. Doch die brutale Wahrheit sieht anders aus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p>Ein Laufbericht ist wie ein Rosamunde Pilcher Roman: Vorhersehbar und schnulzig. Am Ende wird der Held/die Heldin auf die ein oder andere Art ins Ziel kommen. Unterwegs begegnet er der Liebe zum Laufen, die &#252;ber weite Teile der Strecke freilich unerwidert bleibt. Gew&#252;rzt ist das ganze mit allerlei Hindernissen, wie schlechten Wetterlagen, k&#246;rperlichen Einschr&#228;nkungen und unzureichender Verpflegung. Dazu kommen garstige Mitl&#228;ufer, die erfolgreich um die Gegenliebe des Laufens buhlen und den Helden in verzweifelter Stimmung zur&#252;ck lassen. Der Held m&#246;chte aufgeben, gewinnt aber dann auf magische Weise den Glauben an sich selbst wieder. Ich gebe zu, dass gerade meine Laufberichte kein Klischee auslassen. Sie spielen auch noch zumeist auf dem Land, wo flei&#223;ige Hausfrauen mit flinken Fingern gar herrliches Backwerk zaubern. Hier wird immer alles gut, Rosen regnen &#252;ber die schwieligen F&#252;&#223;e, der Schleier des Vergessens senkt sich &#252;ber die L&#228;ufer im Ziel. Heute will ich deshalb einmal die nackte, brutale Realit&#228;t beschreiben. Ohne jede Verkl&#228;rung. Das Leben ist kein Bambini-Lauf. Nicht sonntags morgens um sechs Uhr. So fr&#252;h muss man aufstehen, wenn man in Obertshausen-Hausen antreten will. Und wie soll schon ein Tag werden, der mit einem Spruch von Paulo Coelho in einer Kirchenradiosendung beginnt?</p>
<p>Das Leben ist unerbittlich, das best&#228;tigt mir Gregor, den wir in Obertshausen-Hausen treffen. Er berichtet mir n&#228;mlich, dass das Laufschwein der Autobahnkiller sein soll. Ich wusste bis dato weder, dass es ein Laufschwein, noch dass es einen Autobahn-Killer gibt. Aber die Geschichte geht so: das Laufschwein ist ein mir unbekannter Volkslaufbesucher in der Region, der gern in einem Schweinekost&#252;m auftritt. Er wurde beschuldigt, einen Mord an der A5 begangen zu haben. „Dieses Schwein ist der Autobahn-Killer“ schrieb die Bild-Zeitung dazu und zeigte ein Bild vom Laufschwein im Kost&#252;m. Es stellte sich aber heraus, dass es das Laufschwein gar nicht gewesen sein konnte. (Niemals w&#252;rde Rosamunde Pilcher eine derart fiese Geschichte in ihren Roman einbauen!)</p>
<p>Auch im Keller der Picard-Halle, wo die Umkleiden sind, werde ich mit der brutalen Realit&#228;t konfrontiert. Die Toiletten neben der Umkleide miefen entsetzlich. Auf einem kargen Holzstuhl lasse ich meine Sporttasche fallen, im d&#252;nnen Schein der Kellerlampe ziehe ich mich um. Drau&#223;en ist Sommer, aber ich fr&#246;stele. Der Autobahn-Killer l&#228;uft noch immer frei herum. Am Ende ist es ein L&#228;ufer ohne Kost&#252;m.</p>
<div id="attachment_2515" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Hausen-Betreten-Schild.jpg"><img class="size-full wp-image-2515  " title="Hausen Betreten Schild" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Hausen-Betreten-Schild.jpg" alt="Bei M&#252;digkeit verlockend - aber diese Sportplatzmatte ist tabu." width="512" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Garstig: diese Sportplatzmatte ist tabu.</p></div>
<p>Wir laufen uns ein und sind tats&#228;chlich &#252;berrascht, wie k&#252;hl es im Wald ist. Der Lauf in Hausen ist normalerweise eine h&#246;chst schwei&#223;treibende Angelegenheit. Heute ist das Laufwetter geradezu perfekt. Hier sind keinerlei literarische Spannungsb&#246;gen zu erwarten. Was will ich denn heute laufen? Den Halben, klar. Aber wie schnell? Wie schnell kann ich denn schon wieder? Wie schnell sollte ich? Ich beschlie&#223;e, dass unter zwei Stunden drin sein muss. Wenn ich jemals einmal wieder unter 1:50 laufen will, sollte ich jetzt unter 2 Stunden laufen. (Ist doch vollkommen logisch.)</p>
<div id="attachment_2517" class="wp-caption aligncenter" style="width: 394px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Hausen-Start-1000-Meter1.jpg"><img class="size-full wp-image-2517 " title="Hausen Start 1000 Meter" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Hausen-Start-1000-Meter1.jpg" alt="Brutal: so enden hier Tennisb&#228;lle." width="384" height="512" /></a><p class="wp-caption-text">Brutal: so enden hier Tennisb&#228;lle.</p></div>
<p>Wir starten. &#220;ber die Strecke in Hausen gibt es nicht viel zu erz&#228;hlen. Sie ist ganz unpilcheresk. Flach. Wald, bis der Arzt kommt. (Der kommt dort nie. Ich bin hier einmal b&#246;s gest&#252;rzt, ich wei&#223; es.) Bereits auf der kleinen Stadionrunde zieht das Feld wie verr&#252;ckt. Man hat es furchtbar eilig. Ich ja eher nicht so. Auf dem Waldweg gibt es noch ein wenig Gedr&#228;nge, bis sich alles sortiert hat. Wir wackeln hintereinander her wie Erbsen auf dem Flie&#223;band. Vor mir tr&#228;gt jemand postgelbe Kompressionsstr&#252;mpfe. Bald gesellt sich ein Gef&#228;ngnisw&#228;rter zu mir. So nenne ich die L&#228;ufer, in deren Taschen &#252;berdimensionierte Schl&#252;sselb&#252;nde rasseln. Es gibt einige von ihnen, vielleicht ist es eine geheime Bruderschaft. Begegnet mir einer am Anfang eines Laufes, gerate ich augenblicklich in Panik. Was ist, wenn er jetzt 20 Kilometer neben mir bleibt? Was ist, wenn ich beim Versuch, ihn abzusch&#252;tteln, auf der Strecke versterbe und das letzte, was ich h&#246;re, ist ein rasselnder Schl&#252;sselbund, der langsam im Wald verhallt? In der Regel trennen sich unsere Wege gl&#252;cklicherweise ohne, dass einer von uns beiden das Zeitliche segnet. Es passiert einfach. So auch dieses Mal. Er ist schneller. Gef&#228;ngnisw&#228;rter m&#252;ssen ja auch fit sein.</p>
<p>Ich laufe ruhig und gleichm&#228;&#223;ig, nachdem es mir gegl&#252;ckt ist, der Hektik im Feld zu entkommen. Sollen sie doch. Pah! Nach wenigen Kilometern h&#246;re ich es hinter mir plaudern. Eine junge Frau redet. Und redet. Und redet. Es ist die Familiengeschichte. Liebe. Drama. Wahnsinn. Ihre Begleiterin sagt von Zeit zu Zeit Ah! oder Aha! oder Hihihi! Mehr geht nicht, sonst verpasst sie den Anschluss. In das Plaudern mischt sich auf einmal ein lautes Schnauben und Schneuzen. Dann spuckt es, schneuzt und rotzt. Dann schnaubt es wieder. Wenn das so weitergeht, verpasse ich die ganze Schilderung der Scheidung! Doch jetzt setzt das Schneuzen zum &#220;berholen an. Etwas rotzt an mir vorbei, bis es sich schlie&#223;lich vor mich setzt. Genaugenommen setzt es sich exakt einen Schritt vor mich und bremst leicht ab. Dann schneuzt es.  Vermutlich handelt es sich hier um so eine Art Volkslauf-Assessment-Center. Ich soll mit allerlei Pr&#252;fungen fertig werden. Oder es ist einfach das Schicksal. Erst klingelt es, dann plaudert es und jetzt rotzt es. Einen halben Schritt vor mir. Ich muss meinen Schritt verk&#252;rzen, was durch meinen ChiRunning-Modellversuch kaum m&#246;glich ist. Ich mache ohnehin schon kleine Schritte. Jetzt tripple ich hinter einer saftig gef&#252;llten Nase her. Ich schere zum &#220;berholen aus, es hilft ja nichts. Die Nase zieht die Nase hoch und das Tempo an. So laufen wir nebeneinander her. Durch das Schnorcheln zu meiner Rechten h&#246;re ich, wie es nach der Scheidung weiterging. Bei Rosamunde Pilcher k&#228;me jetzt wenigstens ein Reh aus dem Geb&#252;sch. Ein F&#246;rster w&#252;rde mich tr&#246;stend in den Arm nehmen und sagen: „Hier drau&#223;en ist das Leben nicht immer einfach. Aber es ist ehrlich, verstehen sie? Nie wird mich eine Bache so entt&#228;uschen, wie es eine Frau tun kann.“</p>
<p>Aber das hier ist die brutale Wahrheit des Volkslaufens. Im Wald rotzt es und man kann nichts dagegen tun. Nach der Scheidung kam man &#252;brigens wieder zusammen. Nach ein paar Jahren. Das darf ich noch erfahren, dann ziehen die beiden jungen Frauen an der Nase und mir vorbei. Und dann geschieht das Wunderbare. Ich bestehe die Pr&#252;fung und h&#228;nge das schniefende Etwas einfach ab. Ich laufe schneller als die Nase der Nase. Das geht einfach so. Herrlich.</p>
<p>Nach 10 km g&#246;nne ich mir einen Becher Wasser. Dieter Baumann sagt, das muss man nicht. Trinken bei einem Halbmarathon. Ich nehme mir einfach fest vor, wenn er mich eines Tages fragt: „Sag, hosch Du 2010 in Obertshouse was drunke?“ sag ich einfach: „Hanoi“. Brutal, aber so ischs L&#228;be.</p>
<p>Nach einer friedlichen Zeit hinter einem orangefarbenen R&#252;cken treffe ich Gregor, der mir mit einigen Kilometern Vorsprung entgegen kommt. Augenblicklich muss ich an das Laufschwein und den Autobahnkiller denken. Wie man Killer wird, kann ich mir leicht vorstellen. Aber wie wird man Laufschwein? Seltsam. Das Schwein tr&#228;gt mich &#252;ber den n&#228;chsten Kilometer und allm&#228;hlich wird es Zeit zu rechnen. Reicht es f&#252;r eine Zeit unter 2 Stunden? Eieiei, das wird knapp. Das wird einer dieser unangenehmen L&#228;ufe, wo man bis zum Schluss nicht nachlassen darf. Viel sch&#246;ner ist es, wenn man die Pflicht schon in der Tasche hat und alles weitere zur K&#252;r wird. Aber meine Hausaufgaben sind noch nicht gemacht, einen Puffer gibt es nicht. Im Gegenteil: jetzt muss ich watzen. Innerlich seufze ich. Ein 5,5er Schnitt. Wie anstrengend ist das denn. Fr&#252;her war das mal eine bevorzugte Reisegeschwindigkeit, aber davon bin ich weit entfernt. Ich rei&#223;e mich zusammen. Das geht schon, nicht nachlassen. Meine Moral war noch immer ganz ordentlich. Nur noch die Stadionrunde in dem kleinen Rund, das sich in den letzten zwei Stunden um mindestens 500 Meter ausgedehnt hat, dann bin ich am Ziel. 1:59:23. Ich kann den Autopiloten ausschalten. (Werbepause) Mein Trainingspartner erwartet mich mit dem besten alkoholfreien Bier der Welt. Es hei&#223;t <a href="http://www.faust.de/de/willkommen__/index.html" target="_blank">Faust</a>, schmeckt aber trotzdem. Unfassbar gut sogar. Faust hat die L&#228;uferzielgruppe im Auge und schenkt heute in Obertshausen aus. Einfach so. (Werbepause Ende)</p>
<div id="attachment_2518" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Hausen-Faust.jpg"><img class="size-full wp-image-2518 " title="Hausen Faust" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Hausen-Faust.jpg" alt="Das Bier schmeckt extrem gut. Das bleibt aber unter uns." width="512" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Das Bier schmeckt extrem gut. Das bleibt aber unter uns.</p></div>
<p>In Obertshausen obligatorisch ist eine kleine Barfu&#223;runde auf dem Sportplatz. Der hiesige Rasen ist so eine Art Velourauslegeware im Grashalmdesign, zumindest f&#252;hlt er sich so an. Auf der zweiten Runde wandelt sich das krampfige Eiern denn auch schon wieder in etwas, das entfernt an Laufen erinnert.</p>
<div id="attachment_2519" class="wp-caption aligncenter" style="width: 394px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Hausen-Walking-Treff.jpg"><img class="size-full wp-image-2519 " title="Hausen Walking Treff" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Hausen-Walking-Treff.jpg" alt="In Obertshausen-Hausen gibt es nur Minutenzeiger." width="384" height="512" /></a><p class="wp-caption-text">In Obertshausen-Hausen gibt es nur Minutenzeiger.</p></div>
<p>Und dann schl&#228;gt die Realit&#228;t noch einmal ganz hart zu. 1. Ich kriege keinen weiteren Becher vom besten alkoholfreien Bier der Welt, so lange nicht alle L&#228;ufer davon kosten d&#252;rfen (und etliche sind noch auf der Strecke). 2. Wir verpassen den Bambini-Lauf (das wichtigste Ereignis in Hausen) und 3. Der Kuchen schmeckt &#8230; wie soll man es sagen &#8230; nicht. Er schmeckt einfach nicht. Wir haben komische Sorten erwischt.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Hausen-2010-Kuchen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2521" title="Hausen 2010 Kuchen" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Hausen-2010-Kuchen.jpg" alt="Hausen 2010 Kuchen" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Solche ersch&#252;tternden Wahrheiten m&#252;ssen auch einmal ausgesprochen werden, ohne jeden Zuckerguss. Gut, dank Sponsor <a href="http://www.bioshop-online.de/querbeet/?article=233" target="_blank">„Querbeet“</a> gab es wieder einmal Schnitze der besten &#196;pfel der Welt. Aber dieser Kuchen &#8230; Brutal. Und niemand von uns hat einen Altersklassensieg abbekommen! Nicht einmal etwas von der Tombola, obwohl es Groggl&#228;ser und eine W&#228;rmflasche zu gewinnen gab! Von dem Steingutkrug (0,2 Liter) ganz zu schweigen. So sieht das aus. Die Realit&#228;t – und das muss an dieser Stelle mal gesagt werden – ist n&#228;mlich mindestens so hart wie die Bauchdecke eines durchschnittlichen Rotkreuz-Helfers.</p>
<div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #ffe4b5; border-left-color: #ffe4b5; border-right-color: #ffe4b5; border-bottom-color: #ffe4b5; background-color: #dcdcdc; ">Mehr zu Lauf und Veranstalter gibt&#8217;s bei der <a href="http://www.tgs-hausen.de/termine-und-veranstaltungen/volkslauf.html" target="_blank">TGS Hausen</a>.</div>

<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/volkslauf-obertshausen-2010/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mit dem Kopf durch die Watte.</title>
		<link>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/volkslauf-stierstadt-2010/</link>
		<comments>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/volkslauf-stierstadt-2010/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 20:13:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Laufberichte]]></category>
		<category><![CDATA[O - Z]]></category>
		<category><![CDATA[Stierstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Stierstadt10]]></category>
		<category><![CDATA[Halbmarathon]]></category>
		<category><![CDATA[Hitze]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/?p=2491</guid>
		<description><![CDATA[Heute wird Volksgelaufen! ich lasse mir doch von einem dahergelaufenen Klimawandel nicht vorschreiben, wann ich zu laufen habe! Au&#223;erdem liegt der Veranstaltungsort Stierstadt im Taunus und im Taunus schneit es. Das sagen zumindest alle, die dort wohnen, die meiste Zeit des Jahres: „Also, bei uns lag heute morgen Schnee!“ Dann kann das bisschen Hitzewelle dort ja wohl nicht so schlimm sein. Als wir ankommen, sind es l&#228;cherliche 26 Grad, gemessen an den 378 Grad in meiner Wohnung in der Stadt ist das nichts.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<h4>Der Halbmarathon in Stierstadt (2010)</h4>
<p>Heute wird Volksgelaufen! ich lasse mir doch von einem dahergelaufenen Klimawandel nicht vorschreiben, wann ich zu laufen habe! Au&#223;erdem liegt der Veranstaltungsort Stierstadt im Taunus und im Taunus schneit es. Das sagen zumindest alle, die dort wohnen, die meiste Zeit des Jahres: „Also, bei uns lag heute morgen Schnee!“ Dann kann das bisschen Hitzewelle dort ja wohl nicht so schlimm sein. Als wir ankommen, sind es l&#228;cherliche 26 Grad, gemessen an den 378 Grad in meiner Wohnung in der Stadt ist das nichts. „Die H&#246;hendifferenz ist gering“ schreibt der TV Stierstadt auf seiner Homepage und da sieht man mal wieder, wie relativ alles ist. In Wahrheit geht es ab Kilometer 7 stramm bergauf bis Kilometer 12, dann wieder runter und zwischen Kilometer 17 und 20 gibt es noch einmal eine deutliche Steigung.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Bild-3.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-2492" title="Bild 3" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Bild-3.png" alt="Bild 3" width="421" height="376" /></a></p>
<p>Auf solche Kleinigkeiten kann ich aber heute keine R&#252;cksicht nehmen. Ich muss endlich einmal wieder Halbmarathon-Kilometer unter die F&#252;&#223;e nehmen. Der letzte war im April, danach folgte wochenlange Krankheit und eine 6-w&#246;chige Laufpause. Was w&#252;rde sich da besser eignen, als eine anspruchsvolle, weitgehend schattenlose Strecke bei 26 Grad plus? Allen Stirnrunzlern sei an dieser Stelle gesagt, dass ich Preistr&#228;gerin des goldenen Herzfrequenzmessers f&#252;r vern&#252;nftiges Laufen bin. Ich werde also vorsichtig traben und nicht Gesamtsiegerin werden wie sonst. Zun&#228;chst aber muss auf Vorrat Kuchen gekauft werden, wer wei&#223;, wie lange der sp&#228;ter reicht. Wir laufen uns ein wenig ein und reden uns das Wetter sch&#246;n. Es k&#246;nnte w&#228;rmer sein (entsetzlich!) oder k&#228;lter (nicht auszudenken!). Gut, dass alles ist wie es ist.  Zum 10 Kilometer-Lauf treten heute eine Menge L&#228;ufer an, einige tun hier so, als w&#228;ren sie noch vern&#252;nftiger als ich. Papperlapapp.</p>
<p>Nach dem Startschuss des Halben geht es ein wenig durch den Ort. Als Streckenlegasthenikerin wei&#223; ich aber leider danach nicht mehr genau, was der Kurs wann genau bietet. Ein Teil der Strecke muss zwei Mal durchlaufen werden, das wei&#223; ich noch. Darunter ein sensationelles St&#252;ck durch Kornfelder mit einem gro&#223;artigen Blick auf die Frankfurter Skyline. Tats&#228;chlich gibt es fast keine Waldpassagen, wenn die Sonne hier brennt, dann wird es erbarmungslos. Wie durch Zauberhand schieben sich jedoch nach dem Start ein paar Wolken vor die Sonne – die schlimmste Glut bleibt uns erspart.</p>
<p>Als Preistr&#228;gerin des goldenen Pappbechers f&#252;r sinnvolle Trinkpausen nehme ich an jeder der Trinkstationen einen Becher Wasser zu mir – es sind mindestens f&#252;nf. Es scheint, als h&#228;tte man hier vorausschauend noch mehr Verpflegungsstellen eingerichtet als sonst. Au&#223;erdem gibt es nasse Schw&#228;mme, die ich sehr liebe. Ich laufe die ganze Strecke mit einem gelben durchl&#246;cherten Kumpel, der immer wieder zart &#252;ber mein Gesicht wischt oder mir den Nacken betupft. Ab und zu ist es ihm selbst zu hei&#223;, dann springt er kurz in eine der bunten W&#228;schewannen, um mich danach erfrischt weiter zu begleiten. Der Hessische Leichtathletik Verband hat empfohlen, Volksl&#228;ufe im Zweifelsfall ausfallen zu lassen, sollten die Temperaturen allzu sehr in die H&#246;he schie&#223;en. In Stierstadt begegnet man dem Wetter nicht nur mit zus&#228;tzlichen Wasserstationen, auch ist der Zielschluss praktisch unbegrenzt. Niemand soll hetzen m&#252;ssen. Der Sprecher im Stadion hat alle ermahnt, die Bestzeitenjagd zu verschieben und langsamer zu laufen. Da es, wie gesagt, beinahe schneit, finde ich diese Vorsichtsma&#223;nahmen ausreichend. Die Steigungen nehme ich mit gro&#223;em Respekt und tue so, als w&#228;re dies ein einfacher Trainingslauf am Sonntag morgen. Nach 10 Kilometern zeigt meine Uhr beinahe 1:02. Das ist langsam, aber so muss es sein. Das Feld zieht sich weit auseinander, manchmal habe ich sogar das Gef&#252;hl, zu den letzten zu geh&#246;ren. Als Preistr&#228;gerin des goldenen Besenwagens f&#252;rs Laufen im letzten Drittel macht mir das nichts weiter aus. Nach einer Weile regnet es ein paar nutzlose, verwirrte Tropfen, die vermutlich aus einer offenen Wolkent&#252;r gefallen sind. „Kinder, ich hab euch doch gesagt, wir regnen entweder alle oder keiner!“ Nach der himmlischen Standpauke regnet sofort keiner mehr und es bleibt weiter trocken. Mein Laufhemd ist trotz bester Funktionsqualit&#228;t klitschnass und kalt und das finde ich nicht so doll, wie warm es auch immer sein mag. Aber irgendwann kommt eben selbst das coolste Hemd ins Schwitzen. Der zweite gro&#223;e Anstieg strengt noch einmal sehr an. Nicht, dass es weh t&#228;te, oder der Atem rasselte. Es ist mehr wie das Laufen in eine gro&#223;e Wattewand, in der man stecken zu bleiben droht. Eine L&#228;uferin, mit der ich ein kleines Duell lief, &#252;berholt mich schlie&#223;lich und ich habe ihr nichts entgegen zu setzen. Einige L&#228;ufer, die ich noch &#252;berholen kann, sind stehend k.o. Sie kommen kaum noch vorw&#228;rts. Am Ende, zum Sportplatz hin, muss noch eine steile Rampe genommen werden. Ich schiebe die Wattewand Zentimeter um Zentimeter. Mit bleiernen Gliedern komme ich nach 2:09 Minuten ins Ziel. Bestimmt der langsamste Halbmarathon seit 10 Jahren. Obwohl ich m&#252;de bin, merke ich den Unterschied: der Kreislauf ist v&#246;llig im Lot, es gibt keine G&#228;nsehaut, kein Kopfkribbeln, wie ich es schon bei starker Anstrengung in hohen Temperaturen erlebt habe. Das Herz ist schnell wieder ganz ruhig und die Beine gehorchen. Ich f&#252;hle mich gut. Ich war vorsichtig und bin belohnt worden. Das macht froh. Mein Trainingspartner war deutlich z&#252;giger und wringt sich noch immer aus, w&#228;hrend ich als Preistr&#228;gerin des goldenen Handtuchs f&#252;r schnelle Trocknung praktisch wie aus dem Ei gepellt bin. (M&#246;glicherweise allerdings aus einem Osterei mit klebriger F&#252;llung).</p>
<p>Der gebunkerte Streuselkuchen h&#228;lt dem Vergleich mit dem Kuchenangebot aus Bonames nicht Stand (aber welcher Kuchen tut das schon?).</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Stierstadt-2010-Kuchen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2493" title="Stierstadt 2010 Kuchen" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Stierstadt-2010-Kuchen.jpg" alt="Stierstadt 2010 Kuchen" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Die Erholung tut wohl und die Siegerehrung macht viel Spa&#223;. Die Gewinner erhalten nicht nur eine Medaille oder einen Pokal und eine Urkunde, sondern eine riesige T&#252;te mit L&#228;ufergeschenken.</p>
<div id="attachment_2496" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Stierstadt-2010-Siegerehrung.jpg"><img class="size-full wp-image-2496 " title="Stierstadt 2010 Siegerehrung" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Stierstadt-2010-Siegerehrung.jpg" alt="Stierstadt 2010 Siegerehrung" width="512" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Das ist &#252;brigens nur die kleine Version der T&#252;ten.</p></div>
<div id="attachment_2494" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Stierstadt-2010-Sieger.jpg"><img class="size-full wp-image-2494 " title="Stierstadt 2010 Sieger" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Stierstadt-2010-Sieger.jpg" alt="So sehen Sieger aus." width="512" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">So sehen Sieger aus.</p></div>
<p>Die riesige T&#252;te ist nat&#252;rlich nicht voll, aber es sieht fantastisch aus, wie die K&#246;pfe und Arme der L&#228;ufer in einem 1-Zimmer-Appartement mit Henkel verschwinden, um danach mit einer winzigen Gummib&#228;ren-T&#252;te wieder aufzutauchen. F&#252;r die Altersklassenersten gibt es sogar Taschenrechner. Und was braucht man heutzutage dringender? Da auch mein Trainingspartner eine T&#252;te bekommt, werde ich Zeuge einer der sch&#246;nsten L&#228;ufergeschenk-Kombinationen &#252;berhaupt: zwei T&#252;tchen Gummib&#228;rchen (klein), ein Schwei&#223;band (Aufdruck Siemens VDO), ein Werbekugelschreiber eines Herstellers f&#252;r Bankensoftware, ein Glas ungarischer Akazienhonig und eine Dose gemahlener Pfeffer (mit Preisschild 1,89 Euro).</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Stierstadt-Siegert&#252;te.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2495" title="Stierstadt Siegert&#252;te" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Stierstadt-Siegert&#252;te.jpg" alt="Stierstadt Siegert&#252;te" width="512" height="384" /></a></p>
<p>W&#228;hrend der Siegerehrung trifft mit weitem Abstand nach 3:06 Minuten der letzte L&#228;ufer ein. Er wird mit trommelndem Applaus und einem Spalier gefeiert. Es scheint, als ginge der goldene Herzfrequenzmesser f&#252;r vern&#252;nftiges Laufen in diesem Jahr an ihn.</p>
<div id="attachment_2498" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Stierstadt-2010-Letzter1.jpg"><img class="size-full wp-image-2498 " title="Stierstadt 2010 Letzter" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Stierstadt-2010-Letzter1.jpg" alt="So auch." width="512" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">So auch.</p></div>
<div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #ffdead; border-left-color: #ffdead; border-right-color: #ffdead; border-bottom-color: #ffdead; background-color: #f5f5f5; ">Mehr zu Lauf und Veranstalter gibts <a href="http://www.tvstierstadt.de/" target="_blank">hier</a>.</div>
<table cellspacing="0" cellpadding="0" border="0">
<tr>
<td><iframe src="http://www.map-generator.net/extmap.php?name=&amp;address=Oberursel-Stierstadt&amp;width=500&amp;height=400&amp;maptype=map&amp;zoom=14&amp;hl=de&amp;t=1278966522" width="500" height="400" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></td>
</tr>
<tr>
<td align="right"><a style="font:8px Arial;text-decoration:none;cursor:default;color:#5C5C5C;" href="http://www.map-generator.net/">http://www.map-generator.net</a></td>
</tr>
</table>
<p><!-- Do not change code! --></p>

<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/volkslauf-stierstadt-2010/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>11</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Frau Schmitt, das Bergfr&#228;ulein.</title>
		<link>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/eppsteiner-burg-lauf-2010/</link>
		<comments>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/eppsteiner-burg-lauf-2010/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 26 Jun 2010 18:49:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[A - F]]></category>
		<category><![CDATA[Eppstein]]></category>
		<category><![CDATA[Laufberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Berglauf]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/?p=2418</guid>
		<description><![CDATA[Eppstein kenne ich von Katja. Sonst eigentlich nicht. Ich war noch nie dort, auch nicht zum Volkslaufen. Dabei h&#228;tte ich bereits 24-mal die Gelegenheit gehabt. So oft hat der Eppsteiner Burg-Lauf n&#228;mlich schon stattgefunden. (...)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p>Eppstein kenne ich von Katja. Sonst eigentlich nicht. Ich war noch nie dort, auch nicht zum Volkslaufen. Dabei h&#228;tte ich bereits 24-mal die Gelegenheit gehabt. So oft hat der Eppsteiner Burg-Lauf n&#228;mlich schon stattgefunden. Rechtzeitig bevor der 25. Lauf ansteht, kontaktiert mich Manfred Helbig vom TSG Eppstein und sagt mir, dass er nie, nie, nie wieder auf meine Website geht, wenn ich nicht auch mal nach Eppstein komme. (Das sagt er nat&#252;rlich nicht wirklich, aber es steht zu bef&#252;rchten.) Ein Jubil&#228;umslauf ist eine wichtige Sache. Wenn man dazu eingeladen wird und geht nicht hin, ist das ganz schlecht f&#252;r’s Laufkarma. Ich sage sofort zu.</p>
<p>Der Eppsteiner Burg-Lauf ist 7.777 Meter lang, das entspricht einer Altdeutschen Meile. Bei offiziellen Vermessungen ergab die Strecke auch schon mal 7.685 Meter. Das macht aber nichts, denn die Altdeutsche Meile ist streng genommen sowieso nur 7.532,484 Meter lang. Dieses Durcheinander ist an sich schon kurios genug, um den Lauf ins Herz zu schlie&#223;en. Im Jahr 1986 dachten sich die Eppsteiner einfach: 10er kann jeder. Au&#223;erdem ist unser Terrain so h&#252;gelig, dass man ohnehin nur Zeiten laufen kann, die mit nichts zu vergleichen sind. Dann kann man auch gleich eine wahrhaft unvergleichliche Strecke bauen. Das ist in jeder Hinsicht gelungen. Aber dazu sp&#228;ter mehr.</p>
<p>Der Lauf findet traditionell an einem Freitagabend statt. Einer der Gr&#252;nde, weshalb ich noch nie in Eppstein war. Mein innerer Volkslauf-Wecker klingelt einfach Sonntags morgens. Freitags abends l&#228;utet eher der Biergarten- oder Couch-Wecker. Aber egal. Heute ist eben alles etwas anders. Sogar meine Anfahrt – ich nehme die S-Bahn in den Taunus. Geht prima. Vom Bahnhof aus arbeite ich mich zum Sportplatz am Bienroth hoch. Das ist bereits eine stramme Steigung und ich ahne, worum es hier geht. Unterwegs begegnet mir die Burg, die dem Lauf ihren Namen gibt und ich finde schon jetzt alles gro&#223;artig.</p>
<p><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Bild-13.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-2419" title="Bild 13" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Bild-13.png" alt="Bild 13" width="393" height="200" /></a></p>
<p>Oben angekommen lande ich an einem idyllisch gelegenen, sonnigen Sportplatz mit einem kleinen Vereinsheim. Schon jetzt gibt es Bratwurst, Pommes und Bier und ich &#252;berlege, ob ich &#252;berhaupt noch laufen soll. Was sollte ein Paradies noch paradiesischer machen?</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Atmo.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2420" title="Eppstein Atmo" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Atmo.jpg" alt="Eppstein Atmo" width="512" height="384" /></a>Ich melde mich an und darf mich wie ein VIP f&#252;hlen. Eine Welle von Freundlichkeit &#252;berrollt mich. Warum war ich eigentlich nicht fr&#252;her schon in Eppstein? Die Startnummer sieht ein bisschen aus, als h&#228;tte sie ebenfalls 25stes Jubil&#228;um – eine Bip Chip Nummer, die mehrfach verwendet wird. Das ist im Sinne der Umwelt und deshalb v&#246;llig in Ordnung. Ich treffe nette Laufkollegen und wir plaudern. Danach inspiziere ich den Platz. F&#252;r einen Lauf um 19:30 Uhr wurde hier in den G&#228;nsebl&#252;mchen tats&#228;chlich ein fulminantes Kuchenbuffet aufgebaut. Damit wurde ich bereits im Vorfeld gelockt, aber ich wollte es kaum glauben. Vegetarische Kuchenallergiker d&#252;rfen sich au&#223;erdem an K&#228;sebr&#246;tchen und Melonen laben.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Kuchenbuffet.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2421" title="Eppstein Kuchenbuffet" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Kuchenbuffet.jpg" alt="Eppstein Kuchenbuffet" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Verpflegung.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2422" title="Eppstein Verpflegung" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Verpflegung.jpg" alt="Eppstein Verpflegung" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Obendrein ist hier ein Massagezelt aufgebaut. Donnerwetter. W&#228;hrend auf dem Rasen die Aufw&#228;rm&#252;bungen starten, entdecke ich in einer Ecke gepflanzte Buchstaben. Vermutlich das Grabmal des unbekannten L&#228;ufers. Was es hier alles gibt!</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Massage.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2423" title="Eppstein Massage" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Massage.jpg" alt="Eppstein Massage" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-TSG.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2424" title="Eppstein TSG" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-TSG.jpg" alt="Eppstein TSG" width="512" height="384" /></a>Die Sonne scheint noch immer kr&#228;ftig, als p&#252;nktlich der Startschuss f&#228;llt. Ich fange sofort an zu gr&#252;beln. Wie l&#228;uft man 7,777 km? Vor allem: diese 7,777 km? Das Streckenprofil habe ich mir zwar angesehen, aber es sah so verd&#228;chtig harmlos aus. Kurz hoch, dann runter, runter, runter, dann irgendwie, dann wieder hoch, hoch, hoch.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/eppstein-profil.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2425" title="eppstein profil" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/eppstein-profil.jpg" alt="eppstein profil" width="500" height="375" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Auf dem Asphalt sind &#252;berall hellblaue F&#252;&#223;e aufgemalt. Sie sind die Eppsteiner Version der blauen Linie und zeigen die Strecke an. Mein Gr&#252;beln wird sofort gestoppt, da es gleich ins Eingemachte geht. Das Eingemachte kommt in Form einer Steigung, die auf der Karte viel k&#252;rzer und harmloser aussah. Aber so richtig lang ist sie dann doch nicht (was ist bei 8 km schon lang?) und es geht bald ordentlich bergab. Wie soll ich denn das nun wieder laufen? Ins Tal zu st&#252;rzen wie ein Wasserfall macht wenig Sinn. Schlie&#223;lich muss man das alles wieder hoch. Andererseits scheint das einer der wenigen Abschnitte zu sein, wo man ein bisschen Gas geben kann. Zu bl&#246;d aber auch, dass ich die Strecke noch nie gelaufen bin! Ich rolle ein wenig verhalten durch den Wald nach unten. Der Sache hier ist nicht zu trauen. Immer wieder lauert uns ein kleiner Stich nach oben auf.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Fu&#223;.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2426" title="Eppstein Fu&#223;" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Fu&#223;.jpg" alt="Eppstein Fu&#223;" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Wo sind denn &#252;berhaupt die Kilometer-Schilder? Eigentlich egal, die nutzen hier sowieso nichts. Nach etwa 2,5 Kilometern bin ich unten in der Altstadt. Hier muss eine kleine Runde zwei Mal durchlaufen werden. Als ich die erste Runde starte, fegt bereits eine dunkelh&#228;utige Sch&#246;nheit auf ihrer zweiten vorbei. Ich seufze ein bisschen. Die Altstadt hatte ich mir eigentlich ganz beschaulich vorgestellt. An der Burg vorbei, dumdideldum, den Zuschauern freundlich zul&#228;cheln und sich vom Fachwerk bescheinen lassen. Dabei Kr&#228;fte sammeln f&#252;r den R&#252;ckweg nach oben. Die Burg-Runde erweist sich allerdings als ein Wolf im Altstadt-Pelz. Nach einigen Metern &#252;ber Kopfsteinpflaster geht es pl&#246;tzlich kr&#228;ftig bergauf. Noch immer sind es &#252;ber 25 Grad und mein Kopf verwandelt sich langsam in eine &#252;berdimensionale Tomate. Die Steigung, die auf der Profilkarte geradezu l&#228;cherlich aussah, ist eine echte Herausforderung. Mit etwa 35 H&#246;henmetern auf 400 Metern hat man durchaus etwas zu tun. Als Sahneklecks endet die Steigung in einigen Treppenstufen. Der ganze Spa&#223; muss danach ein nocheinmal durchlaufen werden. Als wir ein zweites Mal an die Treppe des Grauens kommen, haben viele den Laufschritt aufgegeben und gehen. Auch ich mag die Stufen nicht hochlaufen. Ne ne ne.</p>
<p>Vielleicht, so &#252;berlege ich, ist das alles nur ein 25 Jahre alter Druckfehler. Statt Burg-Lauf sollte es eigentlich Berg-Lauf hei&#223;en, aber irgendwann war es zu sp&#228;t, etwas daran zu &#228;ndern. Und schlie&#223;lich hat ja auch schon Andre Rieu gesagt, er s&#228;he keinen Unterschied zwischen „U“ und „E“.</p>
<p>Danach hei&#223;t es „Tsch&#252;ss Burg“ und wir haben wieder 2,5 km Anstieg vor uns. Wirklich, wer sich diese Strecke ausgedacht hat, muss viel Humor haben. Falsch, erkl&#228;rt man mir sp&#228;ter. Man habe hier keinen Humor, sondern topographische  Begebenheiten. Das sei etwas v&#246;llig anderes. Allerdings glaube ich bei dieser Erkl&#228;rung ein ganz leises Kicherger&#228;usch vernommen zu haben.</p>
<p>Der R&#252;ckweg, den ich mir so schwierig vorgestellt hatte, ist dann aber psychologisch viel einfacher zu bew&#228;ltigen, als die Altstadt-Runden. Man taucht wieder in den Wald ein und dort ist es deutlich k&#252;hler. Auf dem Waldweg l&#228;sst sich auch wieder ein Hauch von Rhythmus finden und man kann sich nach oben walzen, wie man es auch schon auf vielen anderen Strecken getan hat. Ganz zum Schluss geht es fast 500 Meter so steil bergab, dass man aufpassen muss, die Strecke nicht auf dem Bauch liegend zu beenden. Wie gesagt, der Lauf hat eine Menge kom&#246;diantische Aspekte.</p>
<p>Bei 47:03 komme ich ins Ziel. Keine Ahnung, was diese Zeit bedeutet. Sp&#228;ter erfahre ich, dass man damit 46. Frau von 90 wird, 20. der Altersklasse von 38. Hier treten fast nur L&#228;uferinnen und L&#228;ufer an, die Steigungen lieben und sie vor der Haust&#252;r haben. Wolfgang M&#252;nzel, Organisationsdirektor der World-Mountain-Race-Association, der seit 1990 als damaliger Berglaufmeister den Streckenrekord von 24:58 h&#228;lt, hat die Schirmherrschaft f&#252;r diesen 25. Burg-Lauf &#252;bernommen. H&#228;tte ich mich mal anst&#228;ndig informiert, h&#228;tte ich besser gewusst, was auf mich zukommt. Jetzt habe ich jedenfalls eine Benchmark. Vielleicht ist das &#252;berhaupt der Trick der Eppsteiner: wer einmal da war, wird wieder kommen. Damit er seine Zeit wenigstens mit irgendetwas vergleichen kann.</p>
<p>Im Ziel schwitze ich. Und schwitze. Und schwitze. Ich denke, ich werde wohl nie mehr aufh&#246;ren k&#246;nnen zu schwitzen. Als Zielverpflegung gibt es Zitronentee in einem gro&#223;en Gerippten (f&#252;r Nicht-Hessen: einem Apfelweinglas), das man mit nach Hause nehmen darf. So sehr man vom Veranstalter mit der urkomischen Strecke gepeinigt wird, so liebevoll wird man daf&#252;r auch wieder entsch&#228;digt.</p>
<p><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/&#196;pplerglas.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2427" title="&#196;pplerglas" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/&#196;pplerglas.jpg" alt="&#196;pplerglas" width="384" height="512" /></a>W&#228;hrend die Jubil&#228;ums-Ehrungen f&#252;r den besonders wackeren harten Kern des Vereins folgen, esse ich um etwas 21 Uhr erst einmal ein St&#252;ck Kuchen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Ehrung.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2428" title="Eppstein Ehrung" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Ehrung.jpg" alt="Eppstein Ehrung" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Kuchen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2429" title="Eppstein Kuchen" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Kuchen.jpg" alt="Eppstein Kuchen" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Die Bierb&#228;nke bleiben gut besetzt, keiner eilt zu famili&#228;ren Verpflichtungen nach Hause, wie am Sonntag Mittag. Nach der Siegerehrung spielt die Band „Faltenrock“ auf, ein paar Herren, deren Zeit in der M30 schon eine Weile zur&#252;ckliegen d&#252;rfte. Damit und mit ihrem Repertoire passen sie hervorragend zu den anwesenden L&#228;ufern und die Stimmung ist friedlich und gro&#223;artig.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Siegerehrung.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2430" title="Eppstein Siegerehrung" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Siegerehrung.jpg" alt="Eppstein Siegerehrung" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Faltenrock.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2431" title="Eppstein Faltenrock" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Faltenrock.jpg" alt="Eppstein Faltenrock" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Kurz vor 23 Uhr breche ich m&#252;de und vollkommen zufrieden mit mir und der Welt vom Sportplatz auf. Ein Laufkollege nimmt mich sogar mit zur&#252;ck in die Stadt. Wunderbar.</p>
<p>Ich steige an der Alten Oper in Frankfurt aus und beschlie&#223;e, noch ein paar Schritte zu meinem Fahrrad an der Konstabler Wache zu gehen. Es ist Opernplatzfest und ich bahne mir den Weg durch Alkohol und Rauchschwaden. Auf der Fressgass hinter dem Platz schreit mich ein gut gekleideter Mann von der Seite an. „Ich befehle Dir!“. Ich frage ihn nicht, was und er verr&#228;t es mir auch nicht. Er br&#252;llt noch einmal, dass er mir etwas befiehlt und geht dann schnell weiter. Vor mir knickt eine junge Frau in abenteuerlich hohen High-Heels um. Eine andere br&#252;llt in ihr Handy, dass die Verbindung so schlecht sei. Dann versucht sie ihren Freund, der weit vor ihr herl&#228;uft, dazu zu bewegen, langsamer zu gehen. Doch der dreht sich zu ihr um und schreit: „Geh doch rumhuren, du Hure.“ Auf der Zeil sind gef&#252;hlte 70% der Menschen, die mir entgegenkommen, vollkommen betrunken. Entfesselte Spanien-Fans feiern ihren Sieg beim Fu&#223;ball-Match mit Vuvuzelas. Ich setze ein irres L&#228;cheln auf und hoffe, damit ausreichend bewusstseinsgetr&#252;bt zu wirken, um nicht weiter aufzufallen. Eine kleine Gruppe etwa 20-j&#228;hriger kommt mir entgegen. Darunter zwei eingehakte Frauen. Als sie etwa auf meiner H&#246;he sind, ruft die eine „Wir m&#252;ssen pissen!“ Auch in Eppstein wurde Bier ausgeschenkt, aber keiner wollte mich &#252;ber seine Notdurft-Lage informieren.</p>
<p>Zuhause angekommen scheint es mir, als w&#228;ren kleine Volksl&#228;ufe im Allgemeinen und solche in Eppstein im Besonderen eines der wenigen Mittel, um f&#252;r den Wahnsinn des Alltags wieder eine Weile gest&#228;rkt zu sein.</p>
<p><em> <div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #cd853f; border-left-color: #cd853f; border-right-color: #cd853f; border-bottom-color: #cd853f; background-color: #ffefd5; "><em>&#220;brigens: beim Eppsteiner Burg-Lauf gibt es auch eine Kinder-Staffel und  einen Nordic-Walking-Wettbewerb. Mehr Infos unter: </em><a href="http://www.eppsteiner-burglauf.de" target="_blank"><em>www.eppsteiner-burglauf.de</em></a></div></em></p>
<div style='margin-top:2px;margin-bottom:2px;width:425px;font-family:Arial,Helvetica,sans-serif;font-size:9px;color:#535353;background-color:#ffffff;border:2px solid #ee5500;font-style:normal;text-align:right;padding:0px;padding-bottom:3px !important;'><iframe width='425' height='544' border='0' src='http://www.runmap.net/route/424650/widget?width=425&amp;height=350&amp;extended=true&amp;maptype=1&amp;unit=km&amp;redirect=no&amp;distance_markers=always' frameborder='0' marginheight='0' marginwidth='0' scrolling='no'></iframe><br />Laufroute <a style='color:#ee5500; text-decoration:underline;' href='http://www.runmap.net/route/424650'>424650</a> &#8211; powered by <a style='color:#ee5500; text-decoration:underline;' href='http://www.runmap.net'>Runmap</a>&nbsp;</div>

<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/eppsteiner-burg-lauf-2010/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>9</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Skandal in Kahl.</title>
		<link>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/volkslauf-kahl-2010/</link>
		<comments>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/volkslauf-kahl-2010/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 06 Jun 2010 15:57:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[G - N]]></category>
		<category><![CDATA[Kahl]]></category>
		<category><![CDATA[Kahl10]]></category>
		<category><![CDATA[Laufberichte]]></category>
		<category><![CDATA[10km]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/?p=2391</guid>
		<description><![CDATA[Das ist doch mal wieder typisch. Da hab ich mir fest vorgenommen, keinen Laufbericht aus Kahl zu schreiben und dann passieren ausgerechnet wichtige Ereignisse, die ich als Chronistin des hiesigen Volkslaufgeschehens unm&#246;glich undokumentiert lassen kann. Dabei habe ich &#252;ber Kahl schon so viel geschrieben, dass man sich selbst in Kahl schon dar&#252;ber wundert. (...)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<h4>Der 10 km-Lauf in Kahl (2010).</h4>
<p>Das ist doch mal wieder typisch. Da hab ich mir fest vorgenommen, keinen Laufbericht aus Kahl zu schreiben und dann passieren ausgerechnet wichtige Ereignisse, die ich als Chronistin des hiesigen Volkslaufgeschehens unm&#246;glich undokumentiert lassen kann. Dabei habe ich &#252;ber Kahl schon so viel geschrieben, dass man sich selbst in Kahl schon dar&#252;ber wundert. Ich mach es also kurz: Kahl liegt in Bayern, bietet einen Halbmarathon, einen 10er und zwei Sch&#252;lerl&#228;ufe, der Verein hat seinen legend&#228;ren Country-Fr&#252;hschoppen vor Jahren bereits abgeschafft, wenn man erster wird, bekommt man einen Pokal in Form einer Figur mit einer heruntergelassenen Hose („Po-kahl“) und an der Kuchentheke bedient eine Dame, die einst bei der RTL2 Sendung „Frauentausch“ einen denkw&#252;rdigen Auftritt hatte. Damit sind eigentlich die wichtigsten Fakten genannt.</p>
<p>Ich laufe heute mal wieder nur die 10 km. Das bekommt mir gerade ganz gut. Am fr&#252;hen Morgen sind es noch 17 Grad, aber es wird min&#252;tlich w&#228;rmer. Wir laufen uns auf der Kinderstrecke rund um einen kleinen verwunschenen See ein bisschen ein. Nichtsahnend geraten wir damit in einen Stechm&#252;ckenballungsraum. Unz&#228;hlige Stechm&#252;cken – vermutlich auf dem Weg zur Arbeit – nehmen unterwegs noch rasch einen kleinen Imbiss: uns. Wir suchen das Weite. Die Startlinie ist traditionell auf einem kleinen, abgegrasten Bolzplatz neben dem eigentlichen Sportplatz.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Kahl-Startlinie.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2393" title="Kahl Startlinie" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Kahl-Startlinie.jpg" alt="Kahl Startlinie" width="384" height="512" /></a></p>
<p>Die Halbmarathonis starten zuerst, damit sie f&#252;r die 10km-L&#228;ufer die Getr&#228;nke an den Verpflegungsstellen vorkosten k&#246;nnen. Macht ja auch Sinn. Derweil steigt die Temperatur.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Kahl-Start-15km.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2394" title="Kahl Start 15km" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Kahl-Start-15km.jpg" alt="Kahl Start 15km" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Dann sind die 10er dran. 10 km-L&#228;ufer bilden ein heterogenes Feld, viel deutlicher als Halbmarathonis. Hier mischen sich die rasend Schnellen mit den heftig Langsamen. Wer einen 10er l&#228;uft, hat entweder besonders viel Pfeffer im Hintern, oder er bevorzugt die ruhige Kugel – oder ist selbst eine. Veteranen, Erstt&#228;ter und Schnellschlappen stehen an der gleichen Linie. So gesehen ist ein 10er eine sch&#246;ne Sache, obwohl ich sonst der l&#228;ngeren Distanz deutlich den Vorzug gebe. Es passiert unterwegs einfach mehr – mit einem selbst und um einen herum.</p>
<p>Gleich nach dem Start geht es eine kleine Rampe hoch und es empfiehlt sich, die Neigung zur Rampensau zu unterdr&#252;cken. Man muss ja nicht unbedingt schon nach 200 Metern au&#223;er Atem sein.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Kahl-Start-15-km-2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2395" title="Kahl Start 15 km 2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Kahl-Start-15-km-2.jpg" alt="Kahl Start 15 km 2" width="384" height="512" /></a></p>
<p>Schnell geht es Richtung Wald, was bei diesen Temperaturen angenehm ist. (Sonst eigentlich auch). Ich pendle mich bei einem Tempo von 5:30/km ein und versuche trotzdem stressfrei von der Rhythmus-Combo um mich herum wegzukommen – einem M&#252;nzklimperer und einem piependen Schrittz&#228;hler. Die laufende Wechselstube werde ich los, der Schrittpiepser bleibt. Wenn er hinter mir l&#228;uft, ist es nicht so schlimm. Vielleicht ist es ja auch der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Man soll Menschen nicht nach den Ger&#228;uschen beurteilen, die sie beim Laufen machen. Ich selbst zum Beispiel schnaufe. Die Strecke ist auf der ersten H&#228;lfte unkompliziert und zum Teil sogar asphaltiert. Es l&#228;uft prima. Ich achte mal wieder auf mein Chi und diese Dinge und es scheint sogar besser zu gelingen als noch vor drei Tagen in Bonames.</p>
<p>Bei km 5 reicht man mir eine Stechm&#252;cke. Sie sitzt an dem Tee-Becher, den es am Getr&#228;nkestand gibt und ich greife lieber nach dem m&#252;ckenlosen Wasser. Prompt komme ich mit dem Schrittz&#228;hler in ein Nano-Gespr&#228;ch, in dem er meine Qualit&#228;ten als Pacemaker lobt. Reizender Mensch. Hab ich ja gleich gesagt. Zwischen km 6 und 7 muss eine Stra&#223;e &#252;berquert werden. Im Wald davor stehen Streckenposten. Davor, aber nicht auf der Stra&#223;e. Es herrscht flie&#223;ender Verkehr und die Stra&#223;e ist vollkommen ungesichert. Volksl&#228;ufer sind keine Spazierg&#228;nger. Sie bleiben nicht stehen und schauen sorgsam rechts und links – sie laufen auf die Stra&#223;e, gewohnt, dass sie durch Streckenposten gesichert ist. So auch die beiden Herren vor mir. Ein Wagen, der gl&#252;cklicherweise durch die L&#252;becker H&#252;tchen auf der Stra&#223;e vorgewarnt war und deshalb nicht schnell fuhr, kommt gerade noch rechtzeitig vor den L&#228;ufern zum Stehen, mitten auf der L&#228;ufereinflugschneise. Nicht nur bei den 10ern, auch bei den Halbmarathonl&#228;ufern ist die Strecke zumindest vor&#252;bergehend ungesichert gewesen. Ich sch&#228;tze den Kahler Volkslauf und seine Organisation sehr, aber das ist nicht eben lustig. Oder, um es direkt an die Adresse der verantwortlichen Streckenposten zu sagen: Habt ihr noch alle am Str&#228;u&#223;chen? Dabei h&#228;tte leicht jemand umgenietet werden k&#246;nnen! Ein Skandal. Der erste von zweien.</p>
<p>Grimmig laufe ich weiter. Die Strecke ist jetzt stellenweise etwas wackelig, &#252;berall sind dicke Reifenspuren von Waldfahrzeugen. Hier wurde Holz geschnitten und geh&#228;ckselt und es riecht wunderbar, als w&#228;re man in einem S&#228;gewerk. Der Wald von Kahl h&#228;lt doch immer wieder eigene Duftnoten parat. Schon bald wird es Zeit, sich auf die kleine Rampe zu freuen, die man jetzt ins Ziel hinunter laufen darf. Sie ist zwar nutzlos steil, aber das gibt dem Zieleinlauf doch gleich so eine ganz eigene Dynamik. Ins Ziel laufen, Tee trinken (ohne M&#252;cke), schwitzen, schwitzen, schwitzen (27 Grad), duschen, ans Ziel zur&#252;ckkehren. (Ich k&#252;rze die wichtigsten Vorkommnisse hier mal ab).</p>
<p>Nachdem auch mein Trainingspartner im Ziel ist, der den 21er gelaufen ist, freuen wir uns auf die Kinderl&#228;ufe. Erst laufen die Gro&#223;en 1500 Meter, dann die Kleinen 700 Meter (irgendwann gab es auch noch 4.000 Meter, aber die haben wir verpasst).</p>
<p>Nie h&#228;tte ich als Dreik&#228;sehoch so was gekonnt. Meine Bewunderung ist also ganz auf den Seiten der Kinder. Au&#223;erdem ist diese Art von Laufstilanalyse die Sch&#246;nste: von perfektem Chirunning bis zum Stil „volltrunkener Seemann mit Orientierungsst&#246;rungen und L&#228;hmungserscheinungen“ ist alles dabei.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Kahl-Kinder-1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2396" title="Kahl Kinder 1" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Kahl-Kinder-1.jpg" alt="Kahl Kinder 1" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Kahl-Kinder-Start.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2398" title="Kahl Kinder Start" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Kahl-Kinder-Start.jpg" alt="Kahl Kinder Start" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Kahl-Feuerwehr-2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2399" title="Kahl Feuerwehr 2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Kahl-Feuerwehr-2.jpg" alt="Kahl Feuerwehr 2" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Besondere Aufmerksamkeit richten wir auf die ersten und letzten. Bei den Gro&#223;en, die etwa zwischen 8 und 11 Jahren alt sind, ist ein Junge mit einer schwarzen coolen Sonnenbrille eines der Schlusslichter. Schwerf&#228;llig k&#228;mpft er sich &#252;ber den Parcours. Noch bevor er durchs Zieltor kommt, schleudert ihm eine Frau „Was bist denn Du f&#252;r einer!“ entgegen. Seltsame P&#228;dagogik, denken wir noch, aber dann sehen wir, wie sich mehrere M&#252;tter hinter dem Ziel auf den Jungen st&#252;rzen. Ein kleiner Tumult entsteht. Die Erkl&#228;rung ist kurios. Offensichtlich hat der Junge eine ganz eigene Taktik entwickelt, um Gegner zu demoralisieren: er hat bei deren &#220;berholman&#246;ver seinen rechten Schwinger ausgefahren und mehrere Kinder haben davon etwas abbekommen. Ich &#252;berlege kurz, ob das nicht k&#252;nftig eine gute L&#246;sung f&#252;r mich sein k&#246;nnte, doch dann stelle ich fest, dass der Junge ja Letzter wurde. Keine Sieger-Taktik also. Der ganze Zorn der Eltern und Umstehenden entl&#228;dt sich auf das Kind. „Was bist denn Du f&#252;r einer!“. Ein Skandal beim Bambinilauf, wo gibt’s denn so was! Der Junge tut mir leid. Wie hart muss es sein, Letzter zu werden, damit nicht umgehen zu k&#246;nnen und dann von allen ge&#228;chtet zu werden. Man w&#252;nscht ihm einen Trainer, der ihm zeigt, wie er beim Sport ein Sieger sein kann, ohne zu gewinnen. Ob das Kind jemals wieder l&#228;uft?</p>
<p>Wir jedenfalls laufen jetzt schon wieder und zwar eine Barfu&#223;runde auf dem Sportplatz. Danach k&#246;nnte ich zwar zum wiederholten Mal duschen, aber egal. Der Kuchen ist in Kahl sehr ordentlich und man kann beim Kauen ausdruckslos auf einen knallgr&#252;nen Rasen schauen. Das entspannt ungemein.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Kahl-Kuchen-2010.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2400" title="Kahl Kuchen 2010" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Kahl-Kuchen-2010.jpg" alt="Kahl Kuchen 2010" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Kahl-Platz-2010.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2401" title="Kahl Platz 2010" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Kahl-Platz-2010.jpg" alt="Kahl Platz 2010" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Als die Ergebnislisten aush&#228;ngen, finde ich auch meinen Namen: mit 55:20 belege ich Platz 11 von 25 der Altersklasse M40. Einen Geschlechtstest lehne ich rigoros ab.</p>
<p><em></em> <div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #d2691e; border-left-color: #d2691e; border-right-color: #d2691e; border-bottom-color: #d2691e; background-color: #f8f8ff; "><em>Mehr zu Lauf und Veranstalter gibt&#8217;s unter<a href="http://www.djk-kahl.de" target="_blank"> www.djk-kahl.de</a></em></div></p>

<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/volkslauf-kahl-2010/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bonames – twelve points!</title>
		<link>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/volkslauf-bonames-2010/</link>
		<comments>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/volkslauf-bonames-2010/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 17:27:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[A - F]]></category>
		<category><![CDATA[Bonames]]></category>
		<category><![CDATA[Bonames10]]></category>
		<category><![CDATA[Laufberichte]]></category>
		<category><![CDATA[10km]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/?p=2371</guid>
		<description><![CDATA[„Bonames! Was ist denn das f&#252;r ein Ortsname! Ist das eine Abk&#252;rzung?“ Hat mich vor ein paar Tagen eine Ortsfremde gefragt. Tats&#228;chlich, es k&#246;nnte gut eine Abk&#252;rzung sein. F&#252;r „Boxw&#252;tige Nachbarn machen Essig“ zum Beispiel. Oder „Bodenlose Naturisten mit Essst&#228;bchen.“ Aber so naheliegend diese Erkl&#228;rungen auch sind: Bonames hei&#223;t einfach so. Ohne Abk&#252;rzung. Das k&#246;nnte von „Bona mansio“ kommen, sagt Google, was soviel bedeutet wie „gute Rastst&#228;tte“. Damit das Rasten auch so richtig gut wird, laufen wir vorher dort eine Runde.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p>„Bonames! Was ist denn das f&#252;r ein Ortsname! Ist das eine Abk&#252;rzung?“ Hat mich vor ein paar Tagen eine Ortsfremde gefragt. Tats&#228;chlich, es k&#246;nnte gut eine Abk&#252;rzung sein. F&#252;r „Boxw&#252;tige Nachbarn machen Essig“ zum Beispiel. Oder „Bodenlose Naturisten mit Essst&#228;bchen.“ Aber so naheliegend diese Erkl&#228;rungen auch sind: Bonames hei&#223;t einfach so. Ohne Abk&#252;rzung. Das k&#246;nnte von „Bona mansio“ kommen, sagt Google, was soviel bedeutet wie „gute Rastst&#228;tte“. Damit das Rasten auch so richtig gut wird, laufen wir vorher dort eine Runde.</p>
<p>Ich w&#228;hle heute die kleine, die 10er Strecke. Die 15er ginge sicher auch, aber ich bin noch in der Schonzeit. Mit dem Kopf durch die Wand ist kein gutes Gesundheitsrezept. Wir sind mal wieder zu fr&#252;h und staunen &#252;ber die Sonne. Weil noch soviel Zeit bis zum Start bleibt, mache ich innerlich repr&#228;sentative Erhebungen zur H&#228;ufigkeit von Schuhmarken. Erwartungsgem&#228;&#223; liegt Asics vorn, aber nur leicht. Sie werden dicht gefolgt von Brooks, die wiederum von Adidas und Nike gejagt werden. Mizuno ist hier und heute in Bonames zur&#252;ckgefallen. So n&#252;tzlich kann man sich die Zeit vertreiben.</p>
<p>Ich begleite meinen Trainingspartner schlie&#223;lich zum Start der 15km-L&#228;ufer, der etwas entfernt von den Umkleiden liegt. Auf der kleinen Wiese am Fl&#252;sschen Nidda werden ordentliche Aufw&#228;rm&#252;bungen durchgef&#252;hrt. Unter Anleitung, versteht sich.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Gymnastik.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2372" title="Bonames Gymnastik" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Gymnastik.jpg" alt="Bonames Gymnastik" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Halbherzig l&#252;pfe ich ab und zu ein Gliedma&#223; (Was ist eigentlich der Singular von Gliedma&#223;en?) und bin vor allem besonders engagiert, wenn es ans Lockern und Aussch&#252;tteln geht.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Bonames-Start-15km.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2374" title="Bonames Start 15km" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Bonames-Start-15km.jpg" alt="Bonames Start 15km" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Nach dem Startschuss trabe ich wieder zur&#252;ck zu den Umkleiden, um eine Geheimtoilette aufzusuchen. Bei ca. 40% aller Volkslaufveranstaltungen gibt es Geheimtoiletten, deren n&#228;here Ortsbestimmung ich hier aus naheliegenden Gr&#252;nden nicht preisgeben will. Geheimtoiletten werden deutlich weniger frequentiert als die anderen. Zum Gl&#252;ck machen sich viele nicht die M&#252;he, sie zu suchen. Nichts hat eben eine so gro&#223;e Anziehungskraft, wie eine einzelne Kabine in der Umkleide, deren Abfluss unter akutem Burn out-Syndrom leidet.</p>
<p>Danach trabe ich wieder zur&#252;ck, um das selbe Aufw&#228;rmprogramm noch einmal zu simulieren. Der Start ist ein bisschen kn&#228;ulig. Anders als gedacht, laufen doch eine ganze Menge Menschen den 10er. Das ist relativ: gemessen am JP Morgan Chase Corporate Challenge Lauf, der in diesen Tagen in Frankfurt stattfindet, ist eine Teilnehmerzahl von 150 nat&#252;rlich ein Witz. Und auch dieses Kn&#228;ulen in Bonames ist ein Zustand, den man sich beim JP Morgan Dingens nur inst&#228;ndig herbeisehnen kann. (Genauso toll wie diesen Lauf finde ich &#252;brigens dessen Motto: „Jogging statt Mobbing“. In Wahrheit habe ich noch nie so viele r&#252;cksichtslose, aufgeblasene, rabiate und pampige Vollhorsts auf der Strecke gesehen, wie bei diesem herzerw&#228;rmenden Firmenlauf. Aber das w&#228;re ein eigenes Thema.) Zur&#252;ck zu Bonames.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Bonames-Feld.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2384" title="Bonames Feld" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Bonames-Feld.jpg" alt="Bonames Feld" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Wir traben durch die Felder und die Sonne brennt uns ordentlich auf die Nuss. Wie lange haben wir darauf gewartet! Ich achte beim Laufen darauf, dass mein Becken nach oben gekippt ist, wie es Danny Dreyer beim Chirunning erkl&#228;rt. Andernfalls wird Chi versch&#252;ttet und wer will das schon. Tats&#228;chlich versuche ich ein paar der Chirunning-Grunds&#228;tze anzuwenden, was nicht immer und ohne weiteres funktioniert. Aber es lenkt gut von anderen Dingen ab. Schon nach kurzer Zeit kommen wir an einen Wendepunkt – die 10er Strecke hat eine kuriose Schleife eingebaut. Wendepunkte sind super. Noch sch&#246;ner w&#228;re es, dieser hier w&#252;rde bereits die H&#228;lfte der Strecke markieren, aber man kann nicht alles haben. Wetter, Chi UND einen Wendepunkt in der H&#228;lfte.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Bonames-Wendepunkt.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2375" title="Bonames Wendepunkt" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Bonames-Wendepunkt.jpg" alt="Bonames Wendepunkt" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Die Strecke ist ungeheuer gr&#252;n und beinahe schattenlos. Es riecht nach Mist und Felder und Fluss ziehen an uns vorbei. Mehrfach &#252;berhole ich eine blonde L&#228;uferin, die eine erstklassige B-Note verdient. Outfit, Haltung, toll. Sie schnauft nicht einmal besonders. W&#228;hrend ich in halbgarer Chirunning-Manier mit kleiner Schrittfrequenz neben ihr her tapse. Leider l&#228;uft sie ungleichm&#228;&#223;ig, weshalb es zu den wiederholten &#220;berholman&#246;vern kommt. Dabei habe ich eigentlich lieber sie vor mir, als den Herrn mit dem Singlet und den pl&#252;schigen Schultern, der immer wieder vor mir auftaucht.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Bonames-Getr&#228;nke1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2387" title="Bonames Getr&#228;nke" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Bonames-Getr&#228;nke1.jpg" alt="Bonames Getr&#228;nke" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Bonames-Strecke-2010.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2386" title="Bonames Strecke 2010" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Bonames-Strecke-2010.jpg" alt="Bonames Strecke 2010" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Ich qu&#228;le mich ein bisschen. Zwar bin ich nicht schnell unterwegs, aber es ist doch ziemlich warm und ich korrigiere immer wieder meine Haltung. Bei km 8 scheint die blonde Dame endg&#252;ltig die Oberhand zu gewinnen. Ich will jetzt nicht nachlegen, schlie&#223;lich wei&#223; ich, dass die letzten 500 Meter noch eine h&#252;bsche Steigung parat halten. Irgendwann ist dann aber doch alles egal. Ich versch&#252;tte eine Menge Chi, laufe an der Dame vorbei und nehme die Steigung ganz gut. Sie bleibt mir auf den Fersen und ich muss zu einem kleinen Endspurt ausholen. Das wollte ich zwar nicht, aber was soll man denn machen, wenn gut aussehende Blondinen hinter einem her federn? Ich halte sie hinter mir und st&#252;rze noch mit einer 55er Zeit ins Ziel. Mit kleinen Schritten, auf kurzen Strecken versuche ich wieder eine ordentliche L&#228;uferin zu werden.</p>
<p>Ich m&#246;chte niemandem zu nahe treten. Aber ich habe nun mal schon viel Streuselkuchen nach Volksl&#228;ufen gegessen. Man muss den Dingen ins Auge sehen: der aus Bonames ist der Beste. Zwar wird er inzwischen nicht mehr unter gro&#223;en alten B&#228;umen feilgeboten, aber dieses Kuchenangebot ist nach wie vor ungeschlagen. Bonames – twelve points.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Bonames-Kuchen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2376" title="Bonames Kuchen" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Bonames-Kuchen.jpg" alt="Bonames Kuchen" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Bonames-Kuchen-2010-2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2389" title="Bonames Kuchen 2010 2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Bonames-Kuchen-2010-2.jpg" alt="Bonames Kuchen 2010 2" width="512" height="341" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Bonames-Kuchen-2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2377" title="Bonames Kuchen 2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Bonames-Kuchen-2.jpg" alt="Bonames Kuchen 2" width="384" height="512" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Bonames-Wurst.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2378" title="Bonames Wurst" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Bonames-Wurst.jpg" alt="Bonames Wurst" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Bonames-Bier.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2379" title="Bonames Bier" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Bonames-Bier.jpg" alt="Bonames Bier" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Wir sitzen in der Sonne und genie&#223;en. Ich bin gerade zwei Umkleidentalk-K&#246;niginnen durch Flucht entronnen und der Kaffee schmeckt. Ein Mann verteilt Brosch&#252;ren f&#252;r Laufseminare. „Wie hei&#223;t denn Du?“, fragt der Nachbartisch. „Ich bin in der Brosch&#252;re“, sagt der Mann geheimnisvoll. Der Nebentisch klappt das Heft auf, deutet auf die abgebildete Person und ruft begeistert: „Du bist Annie Friesinger!“. So endet ein perfekter Lauftag. Mit meinem Lauf in d&#252;rftigem Tempo werde ich immer noch 20. Frau von 51. Der Sommer kann kommen.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Bonames-Seehund.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2380" title="Bonames Seehund" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Bonames-Seehund.jpg" alt="Bonames Seehund" width="384" height="512" /></a></p>
<p style="text-align: left;"><em> <div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #778899; border-left-color: #778899; border-right-color: #778899; border-bottom-color: #778899; background-color: #fffaf0; "><em>Mehr zu Lauf und Veranstalter gibt&#8217;s beim </em><a href="http://www.tsvbonames.de/" target="_blank"><em>TSV Bonames</em></a><em>.</em></div></em></p>

<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/volkslauf-bonames-2010/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Von Sonnenattrappen, Spinnebeinen und halben Tassen.</title>
		<link>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/volkslauf-nidderau-10/</link>
		<comments>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/volkslauf-nidderau-10/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 14:51:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[G - N]]></category>
		<category><![CDATA[Laufberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Nidderau]]></category>
		<category><![CDATA[Nidderau10]]></category>
		<category><![CDATA[Halbmarathon]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/?p=2267</guid>
		<description><![CDATA[Die meisten Volksl&#228;ufe in Deutschland gibt es im S&#252;den Hessens. Das stand so vor ein paar Jahren zumindest bei Spiegel online. W&#228;hrend in anderen Gegenden der Republik also gelegentlich Volkslaufosteoporose herrscht, eine L&#246;chrigkeit im Jahreskalender, ist die Volkslaufdichte in meiner Heimat beeindruckend. Die Kehrseite der Auswahl ist die Entscheidungsnot. (...)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<h4>Der Halbmarathon in Nidderau-Eichen. (2010)</h4>
<p>Die meisten Volksl&#228;ufe in Deutschland gibt es im S&#252;den Hessens. Das stand so vor ein paar Jahren zumindest bei Spiegel online. W&#228;hrend in anderen Gegenden der Republik also gelegentlich Volkslaufosteoporose herrscht, eine L&#246;chrigkeit im Jahreskalender, ist die Volkslaufdichte in meiner Heimat beeindruckend. Die Kehrseite der Auswahl ist die Entscheidungsnot. An diesem Wochenende k&#246;nnte ich Samstags in Nidderau-Eichen einen Halbmarathon laufen und Sonntags den 25km Mainuferlauf in Seligenstadt oder den Feldberglauf. Alle drei sind tolle L&#228;ufe. Samstags UND Sonntags einen zu laufen ist mir unm&#246;glich. F&#252;r ein heiteres Auslaufen sind weder der 25er noch der Berglauf geeignet. Mein Trainingspartner und ich w&#228;hlen Nidderau. Der Halbmarathon ist lang genug, um sich auszupowern und dabei angenehm genug, um Spa&#223; zu haben. Von allen drei L&#228;ufen ist er der kleinste und abgelegenste. Ein Schnuckelchen.</p>
<p>Nidderau-Eichen leistet einen wackeren Beitrag zur Volkslaufdichte der Region, hier finden n&#228;mlich gleich zwei Volksl&#228;ufe im Jahr statt. Den einen veranstaltet die Freiwillige Feuerwehr, den anderen ein Sportverein, der TV Windecken. Der Wald in Nidderau ist gro&#223; und sch&#246;n genug, um zwei unterschiedliche, attraktive Strecken zu zimmern. Auf „profilierter Strecke“. Wo die Strecke schon profiliert ist, kann man sich als L&#228;ufer nicht mehr profilieren und das beruhigt. Man kann es langsam angehen lassen. Es ist Samstag Nachmittag und irgendwer hat eine Sonnenattrappe eingeschaltet. Es sieht aus wie Sonne, w&#228;rmt aber nicht. Nidderau war bereits mehrere Jahre der sonnenreichste Ort Hessens. Bestimmt wegen der Attrappe. Nerv&#246;s h&#252;pfen die L&#228;ufer am Sportlerheim auf und ab und wissen nicht, was sie anziehen sollen. Das Auge sagt „kurz“, das Gef&#252;hl sagt „brrrrr“. Die Startnummer in Nidderau kommt ohne Sponsorenaufdruck aus und hat deshalb ausnahmesweise einmal nicht das Format eines Kuchenblechs. Die w&#228;rmt also schon mal nicht.</p>
<p style="text-align: center;"><a style="text-decoration: none;" href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/04/Nidderau-Anmeldung.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2272" title="Nidderau Anmeldung" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/04/Nidderau-Anmeldung.jpg" alt="Nidderau Anmeldung" width="512" height="384" /></a></p>
<p>In der Umkleidekabine liegen Sportschuhe im Papierkorb und ich bilde mir ein, sie dort schon einmal gesehen zu haben. Vielleicht ist es eine Dauerinstallation.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/04/Nidderau-Papierkorb.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2268" title="Nidderau Papierkorb" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/04/Nidderau-Papierkorb.jpg" alt="Nidderau Papierkorb" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Eines Tages werde ich vielleicht einmal eine Umkleidekabinen-Fotoserie machen. Umkleiden bei Volksl&#228;ufen bilden ein wahres Kuriosit&#228;tenkabinet. Sie sind kalt und muffig, fensterlos und eng. Sie haben mit Gl&#252;ck eine einzige Steckdose und halbblinde Spiegel, in denen man aussieht wie Gem&#228;lde von Picasso. Aus ihren Duschen tr&#246;pfelt ein arktisches Rinnsal, Toiletten sind selten vorhanden und wenn, dann ist es eine Kabine, deren T&#252;r nicht mehr richtig schlie&#223;t und deren Sp&#252;lkasten auf Druck die Wassermenge vom Volumen eines Cognacschwenkers freigibt. Davor stehen 47 Frauen. So ist das beinahe immer.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/04/Nidderau-Spinne.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2273" title="Nidderau Spinne" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/04/Nidderau-Spinne.jpg" alt="Nidderau Spinne" width="448" height="336" /></a></p>
<p>Ich werfe meine Tasche in die Ecke und starre neidisch auf die Beine einer Spinne, die hier wohnt. Die hat’s gut. Kann schnell rennen und hat nie Muskelkater. Und muss sich nicht mit solchen Albernheiten herumschlagen wie ¾-Hosen. Ich probiere heute das erste Mal eine zum Laufen aus, sonst ziehe ich sie nur zum Rudern an. Eigentlich finde ich die Dinger doof, aber noch doofer w&#228;re es, immer noch lange Hosen tragen zu m&#252;ssen. Die kann ich einfach nicht mehr sehen.</p>
<p>Wir laufen uns ein und wie immer bei Nachmittagsl&#228;ufen bin ich ganz durcheinander. Vorm Lauf zu essen lie&#223; sich hier nicht vermeiden und ich hoffe, dass der zeitliche Abstand ausreicht. Mein Magen l&#228;uft lieber leer. &#220;berall im Wald sind S&#228;gesp&#228;ne aufgestreut, die auf die Strecke hindeuten, auch der Start ist einfach aufgestreuselt. Kein Transparent, keine Zeitnahme deutet daraufhin, dass hier gleich Gro&#223;es stattfindet. Das liegt daran, dass das Ziel an einer anderen Stelle ist, als der Start. Aha! Erst starten die 5km L&#228;ufer, aber da wir mal wieder nicht richtig aufgepasst haben, halten wir sie f&#252;r 10er. Danach kommen wir. Der Halbmarathon hei&#223;t „Ralf Pagels Ged&#228;chtnislauf“. Ich wei&#223; leider nicht, wer Ralf Pagels war. Bei Google findet sich in erster Linie ein Wasserbettenverk&#228;ufer &#228;hnlichen Namens, der wird es wohl nicht sein.</p>
<p>Das Feld des Halbmarathons ist klein, etwa 150 L&#228;ufer machen sich auf den Weg. Es dauert nicht lang, da geht es auch schon bergauf. Da ist es schon, das Profilierte am Streckenprofil. Ich bin hier l&#228;nger nicht mehr gelaufen, deshalb habe ich das Profil nicht im Kopf. Ich versuche einfach vorsichtig zu laufen. Es geht mir gut und die Sonnenattrappe ist gut f&#252;r’s Gem&#252;t. Der Wald riecht phantastisch. &#220;berall ist frisches Holz geschlagen. Und &#252;berall liegen Pfeile aus S&#228;gesp&#228;nen. Verlaufen unm&#246;glich. Ein M&#228;dchen mit einer roten Jacke &#252;berholt mich und setzt sich vor mich. Sie drosselt ihr Tempo und ich sitze ihr fast in den Hacken. Volkslaufen ist manchmal ein bisschen wie auf der Autobahn. Es gibt immer diese Dussel, die sich nicht vorstellen k&#246;nnen, was hinter ihnen passiert. Ich laufe neben die rote Jacke, damit ich sie nicht am Ende noch trete. „Der Berg ist vorbei, jetzt angreifen!“ ruft der Streckenposten und ich vermute, er tut es, um sich ein bisschen zu belustigen. Weder ist der Berg wirklich vorbei, noch mag ich bei km4 angreifen. Wen auch? Ich habe doch noch gar keinen &#220;berblick. Mich &#252;berholt ein sehr schwerer, gro&#223;er Mann, der nach Leberwust riecht. Keine Ahnung, wie er das hinbekommt. Es ist eindeutig Leberwurst. Grobe Pf&#228;lzer. Ich lasse ihn besser mal davonziehen. Mein Magen reagiert ohnehin schon etwas verbl&#252;fft darauf, dass er mit Inhalt laufen soll. Obwohl meine Mahlzeit &#252;ber 3 Stunden zur&#252;ckliegt, kneift es mal hier und mal dort. Schon bald gibt es etwas zu trinken und heute greife ich gern zu. Vielleicht hat mich die virtuelle Leberwurst durstig gemacht. Ich sch&#252;ttle die rote Jacke ab und schiebe mich weiter bergauf.</p>
<p><em> <div style='float:right; width:200px;' ><div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #f4a460; border-left-color: #f4a460; border-right-color: #f4a460; border-bottom-color: #f4a460; background-color: #fff5ee; ">Lieber auf dem Sofa lesen? Hier gibt&#8217;s eine <a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/04/Nidderau-2010.pdf" target="_blank">Druckversion als PDF.</a></div></div></em></p>
<p>&#220;berall zwitschert es und winzigkleine hellgr&#252;ne Bl&#228;ttchen tun so, als w&#228;ren sie schon erwachsen. Es ist sowas von Fr&#252;hling. Der Weg im Wald ist f&#252;r mich v&#246;llig undurchsichtig. Die Schneisen verlaufen nicht gerade sondern schief und krumm und sie haben attraktive, langgezogene Kurven. Es ist immer wieder toll, auf einer fremden Strecke zu laufen, sich aber um nichts k&#252;mmern zu m&#252;ssen. Eine Zeitlang laufen vor mir drei Triathleten, die sich &#252;ber Trainingslager, Laservermessung und alles m&#246;gliche unterhalten, bergauf, als w&#228;re es nichts. So etwas verbl&#252;fft mich immer wieder. Aber dann zieht sich das Feld weit auseinander, auch die drei H&#246;rb&#252;cher auf Beinen verschwinden aus dem Blickfeld. Mein einziger Fixpunkt ist ein gr&#252;nes T-Shirt, das Frau und Kinder an der Strecke berg&#252;&#223;t.  Nach einem kleinen Asphaltst&#252;ck geht es einen verwunschenen Waldpfad entlang. Mal wieder bergauf. Bergabpassagen gibt es nat&#252;rlich auch, aber sie sind nie lange und besonders erholsam. „Das sieht sehr gut aus“ sagt ein Streckenposten und ich finde es sch&#246;n, selbst wenn es gelogen ist. Von Zeit zu Zeit kommen mir 10 km L&#228;ufer entgegen, was ich nicht verstehe, weil ich ja denke, dass sie vor mir gestartet sind. Rolf Gerhard Klos ist wieder dabei, der in der M80 startet. Ich hoffe, dem ruft man auch zu, dass er gut aussieht. Das w&#228;re n&#228;mlich gar nicht gelogen. Herr Klos sieht gro&#223;artig aus.</p>
<p>Langsam wird es Zeit, sich &#252;ber eine m&#246;gliche Zielzeit Gedanken zu machen. Unter 2 Stunden, das w&#228;re schon sch&#246;n. Aber das ist derzeit schon die Zielzeit f&#252;r einen flachen Halbmarathon. Wie soll das bei diesen Steigungen gehen? Die 10 km habe ich nach knapp 57 Minuten passiert. Und ich wei&#223; nicht, was noch kommt. Wie viele Steigungen lauern noch vor dem Ziel? Ein paar der Menschen, die mich vorhin &#252;berholt haben, habe ich inzwischen schon wieder eingesammelt. Auch an der Leberwurst bin ich vorbeigezogen. Jetzt arbeite ich an dem gr&#252;nen T-Shirt. Aber erst nochmal trinken. Boah, tut das gut. Weiter geht’s. Zack, das gr&#252;ne T-Shirt ist kassiert. Das war ja einfach. Die n&#228;chsten km verbringe ich mit laufen und rechnen. Ich muss unter die letzten drei Kilometer unter 5:30 bleiben, dann kann es gelingen. Das versuche ich. Man muss es immer wenigstens versuchen. Bei km 19 scheint es aussichtslos. Das schaffe ich niemals. Jetzt beutelt mich die Moral. Es tut schon m&#228;chtig weh und ein wippender Pferdeschwanz zieht an mir vorbei. Unm&#246;glich, dranzubleiben. Ich schaffs nicht. Wenn ich’s eh nicht schaffe, warum qu&#228;le ich mich dann noch? Ich k&#246;nnte jetzt ganz gem&#252;tlich ins Ziel traben. Ich schaff es eh nicht. „Noch 700 Meter“ ruft der Streckenposten und ich schaue wieder auf die Uhr. Oh Mann, ist das schrecklich knapp. Vielleicht geht es doch. Meine Lunge macht schon komische Ger&#228;usche. Ich &#246;ffne den Mund ganz weit, bilde mir ein, es w&#252;rde helfen. Von weitem sehe ich die Zeitnahme. Wieder der Blick auf die Uhr. Noch ist es m&#246;glich. Versuch’s. Mach einen Spurt. Ich gebe Gas und rausche ins Ziel. Die Uhr sagt: 1:59:54. H&#228;tt ich mich ja gar nicht so hetzen m&#252;ssen. Ich h&#228;tt ja noch 5 Sekunden Zeit gehabt.</p>
<p>Ich bin v&#246;llig im Eimer. Sofort wird es eiskalt und wir sehen zu, dass wir schnell ins Warme kommen. Ich schleppe mich zu meiner Spinne und erz&#228;hle ihr von meinen Abenteuern. Sie nickt anerkennend und verweist mich darauf, dass die Duschen heute hei&#223; sind.</p>
<p>Zum Kuchenbuffet muss man sich anstellen. Eine der Kaffeemaschinen hat sich verabschiedet und so wird der Kaffee streng rationiert. Jeder kriegt nur eine halbe Tasse.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/04/Nidderau-Kuchen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2274" title="Nidderau Kuchen" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/04/Nidderau-Kuchen.jpg" alt="Nidderau Kuchen" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Wir m&#252;mmeln unseren Kuchen, w&#228;hrend es immer k&#228;lter wird. Nicht etwa nur Windjacken-kalt, sondern Rote-Nasen-kalt. Wir bibbern der Siegerehrung entgegen, denn mein Trainingspartner ist zweiter seiner AK geworden.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/04/Nidderau-Siegerehrung.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2275" title="Nidderau Siegerehrung" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/04/Nidderau-Siegerehrung.jpg" alt="Nidderau Siegerehrung" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Daf&#252;r bekommt er eine Urkunde, ein Ladeger&#228;t und Batterien. Mit denen man alles machen kann, au&#223;er sie in das Ladeger&#228;t zu stecken. Sie sind nicht wieder aufladbar. Vielleicht mache ich irgendwann auch einmal eine Serie &#252;ber die sch&#246;nsten Volkslauf-Geschenke.</p>
<div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #f4a460; border-left-color: #f4a460; border-right-color: #f4a460; border-bottom-color: #f4a460; background-color: #fff5ee; "><em>Mehr &#252;ber Lauf und Veranstalter gibt&#8217;s auf der </em><a href="http://www.tv-windecken.de/abteilungen/leichtathletik.html" target="_blank"><em>Website des TV Windecken</em></a><em>.</em></div>

<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/volkslauf-nidderau-10/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Winterstein light.</title>
		<link>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/rund-um-den-winterstein-10/</link>
		<comments>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/rund-um-den-winterstein-10/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 07:22:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[A - F]]></category>
		<category><![CDATA[Friedberg]]></category>
		<category><![CDATA[Friedberg 10]]></category>
		<category><![CDATA[Laufberichte]]></category>
		<category><![CDATA[10km]]></category>
		<category><![CDATA[Berglauf]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/?p=2199</guid>
		<description><![CDATA[

L&#228;ufer sind wie M&#252;tter. Kaum ist das schmerzhafte Ereignis  - Geburt oder Lauf &#8211; vorbei, &#252;berwiegt das Gl&#252;ck und alles ist vergessen. G&#228;be es dieses Ph&#228;nomen nicht, w&#228;ren Volksl&#228;ufe und Menschheit bald ausgestorben. Wer wiederholt schon freiwillig die Pein von 10 Stunden Wehen oder vier Stunden Marathon? Oder drei Stunden Volkslauf „Rund um den Winterstein“? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p>L&#228;ufer sind wie M&#252;tter. Kaum ist das schmerzhafte Ereignis  - Geburt oder Lauf &#8211; vorbei, &#252;berwiegt das Gl&#252;ck und alles ist vergessen. G&#228;be es dieses Ph&#228;nomen nicht, w&#228;ren Volksl&#228;ufe und Menschheit bald ausgestorben. Wer wiederholt schon freiwillig die Pein von 10 Stunden Wehen oder vier Stunden Marathon? Oder drei Stunden Volkslauf „Rund um den Winterstein“? Ich nicht. Nicht heute. Mein Trainingszustand ist zu desolat f&#252;r einen 30km Lauf, bei dem 20 km bergauf gehen. Ich w&#252;rde den Sonntag danach im Bett verbringen und vier Tage lang die Treppen r&#252;ckw&#228;rts herunter gehen. Aber es gibt ja noch eine Art „Winterstein light“ – ein 10km Lauf mit vier Kilometern Steigung. Das reicht heute v&#246;llig, finde ich. Mein Trainingspartner geht dagegen schwanger mit dem 30er und nichts kann ihn daran hindern, das Riesenbalg in Stei&#223;lage auch selbst auf die Welt zu bringen. Auch wenn es in diesem Jahr noch keinen 25 km Lauf gab, den wir sonst als Geburtsvorbereitungskurs mit Dauerhecheln nutzen.</p>
<p>Also rollen wir heute auf den Parkplatz der Henry-Benrath-Schule in Friedberg, die den L&#228;ufern traditionell Unterschlupf gew&#228;hrt. Gleich bei der angrenzenden „Pension Moni“, deren Inhaberin sicher eine gute alte Freundin von Elvis ist. Alle in Friedberg sind gute alte Freunde von Elvis. Es ist Fr&#252;hling. Sogar an der Fassade der Schule, denn die ist frisch gestrichen (die bildsch&#246;ne Kunst am Bau noch ausgenommen). Das muss doch etwas bedeuten.</p>
<p><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Friedberg-Schule.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2200" title="Friedberg Schule" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Friedberg-Schule.jpg" alt="Friedberg Schule" width="320" height="240" /></a></p>
<p><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Friedberg-Kunst.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2213" title="Friedberg Kunst" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Friedberg-Kunst.jpg" alt="Friedberg Kunst" width="320" height="240" /></a></p>
<p>Es zwitschert in den Zweigen wie H&#246;lle, allem Anschein nach l&#228;sst Friedbergs Fauna das schlechte Wetter v&#246;llig unbeeindruckt. &#220;ber dem Taunus h&#228;ngen dicke Wolken.</p>
<p><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Friedberg-1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2202" title="Friedberg 1" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Friedberg-1.jpg" alt="Friedberg 1" width="320" height="240" /></a></p>
<p>An der Anmeldung und rund um die Umkleidekabinen tummeln sich Menschen, die man einen ganzen langen Winter nicht gesehen hat. Gisela, die alle Umkleiden mit ihrem Geplauder beschallt. Der St&#246;hnl&#228;ufer, der beim Laufen nicht nur rhythmisch st&#246;hnt, sondern auch rhythmisch schlecht riecht. Der Oben-ohne-Mann, der seinen nackten Oberk&#246;rper f&#252;r ein Erfolgsrezept h&#228;lt. Und sogar der Teekessel ist gekommen, aus dem es beim Laufen laut pfeift. Es ist ein bisschen, als w&#252;rden wir in die Schule gehen und nach den gro&#223;en Ferien die ganzen Typen aus den Parallelklassen wieder sehen.</p>
<p><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Friedberg-2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2214" title="Friedberg 2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Friedberg-2.jpg" alt="Friedberg 2" width="320" height="240" /></a></p>
<p>Wir laufen uns ein und mit jedem Schritt bin ich froh, mich nicht f&#252;r den 30er entschieden zu haben. Ich muss es mir eingestehen: ich hab’s gerade einfach nicht drauf. Zu wenig Training. Aus der Ferne h&#246;rt man, wie sich Van-Man Jochen Heringhaus warmmoderiert, eine Stimmfrequenz, die bei mir augenblicklich einen Pawlowschen Volkslaufreflex ausl&#246;st. <a style="text-decoration: none;" href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Friedberg-6.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-2203" title="Friedberg 6" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Friedberg-6.jpg" alt="Friedberg 6" width="320" height="240" /></a>Sofort muss ich meine Schuhe auf- und wieder zuschn&#252;ren. Es geht ja gleich los. Allerdings erst f&#252;r die Langdistanz. Ich z&#252;cke meinen Fotoapparat und lichte sie ab, die 550 L&#228;ufer, die morgen die Treppen r&#252;ckw&#228;rts heruntergehen werden. Nach dem Startschuss simuliere ich noch ein bisschen Dehn&#252;bungen, kaufe etwas Kuchen auf Vorrat (wer wei&#223;, ob es nachher noch welchen gibt) und stelle mich schlie&#223;lich selbst zum Start auf.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Freidberg-4.jpg"><img class="size-full wp-image-2205 aligncenter" title="Freidberg 4" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Freidberg-4.jpg" alt="Freidberg 4" width="320" height="240" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Friedberg-5.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2206" title="Friedberg 5" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Friedberg-5.jpg" alt="Friedberg 5" width="320" height="240" /></a></p>
<p>Der erste Kilometer ist streckenm&#228;&#223;ig ein bisschen langweilig, was allerdings dadurch aufgefangen wird, dass es anf&#228;ngt zu regnen. Sofort ist man besch&#228;ftigt. Zum Beispiel mit Hadern: Warum habe ich nur die Kappe nicht mitgenommen? Oder mit Zukunftspl&#228;nen: Die Haare wieder l&#228;nger wachsen lassen? Was f&#252;r eine bl&#246;de Idee. Im Regen total unpraktisch. Andererseits entstehen ja gerade im Regen die besten Heldenfotos. Ich halte der Fotografin am Wegrand mein immer nasser werdendes Heldengesicht entgegen. Bevor man sich aber noch l&#228;nger mit dem Wetter ablenken kann, h&#246;rt der Regen wieder auf. Sollte wohl nur so ein kleiner g&#246;ttlicher Begr&#252;&#223;ungstusch sein. Schon nach dem ersten Kilometer geht es langsam bergauf. Beinahe h&#228;tte ich’s vergessen. Es ist nicht steil, aber es gen&#252;gt, um schwer atmend die Ellenbogen zu schwenken. Viele L&#228;ufer ziehen an mir vorbei. Angeber. Trainieren kann ja jeder. Ich versuche meine Zwischenzeiten abzulesen, aber die erscheinen mir komisch. Zu langsam. Bin ich soo eine Walze geworden? Gut, dass ich k&#252;nftige Kilometerschilder verpasse, so bleiben mir etwaige Depressionssch&#252;be wegen des schwachen Tempos erspart. Pl&#246;tzlich kommt die Sonne hinter den Wolken hevor. Die n&#228;chste Gelegenheit zum Hadern: H&#228;tte ich nicht die Sonnebrille mitnehmen m&#252;ssen? Sofort geht die Sonne wieder weg. So war das doch gar nicht gemeint! Und &#252;berhaupt, m&#252;sste jetzt nicht langsam &#8230; Genau. Da ist sie wieder, die Passage mit den plattgefahrenen Fr&#246;schen. Oder Kr&#246;ten. (Ich kann zweidimensionale Tiere immer so schlecht bestimmen.) Die liegen hier jedes Jahr herum, etwa &#252;ber eine Strecke von einem Kilometer. Ungef&#228;hr in H&#246;he der Alligator-Farm, nur falls ihr mal nachschauen wollt. Man muss da einfach ein bisschen Slalom laufen, damit einem nicht so ein Frosch in die Flexkerben ger&#228;t und als neuartiges D&#228;mpfungssystem zum Einsatz kommt. Schwupps, schon wieder ist ein Kilometer vorbei.</p>
<p>Ansonsten ist die Strecke eher unspektakul&#228;r. Ein Asphaltband zieht sich durch den Ort. Ab und zu riecht es nach Mist, die Alligatoren halten sich geruchlich vornehm zur&#252;ck. Erst sp&#228;t im Streckenverlauf d&#252;rfen wir in den Wald. Das ist der Vorteil der l&#228;ngeren Strecke: man sieht einfach mehr. Die 10er m&#252;ssen dagegen nach etwas mehr als f&#252;nf Kilometern umdrehen und die ganze Strecke einfach zur&#252;cklaufen. Bei km 5 denke ich, dass hier eigentlich der Wendepunkt sein m&#252;sste. Verwirrt laufe ich weiter. Tats&#228;chlich muss noch ein St&#252;ckchen gelaufen werden, da Start und Zielpunkt nicht der Gleiche sind. Ach so.  Kurz vor dem Wendepunkt treffe ich den Teekessel. Ich bin &#252;berrascht. Seine Lunge pfeift nicht. Nicht so schrill und laut wie sonst. Sie macht h&#246;chstens ein dezentes S&#228;useln. Und das bei Kilometer 5! Auf dieser Strecke geschehen seltsame Dinge.</p>
<div style='float:right; width:200px;' ><div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #c0c0c0; border-left-color: #c0c0c0; border-right-color: #c0c0c0; border-bottom-color: #c0c0c0; background-color: #fff5ee; ">Lieber sp&#228;ter lesen? Hier gibt&#8217;s eine <a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Winterstein10.pdf" target="_blank">Druckversion als PDF</a> ohne Bilder.</div></div>
<p>Ich st&#252;rze bergab. Das kann ich irgendwie. Man darf einfach nicht ins Hohlkreuz gehen oder zu sehr mit den Fersen laufen, dann bekommt man ein hohes Tempo. Wie beim Skifahren. Stelle ich mir vor. Ich kann n&#228;mlich gar kein Skifahren. Aber laufen und das gen&#252;gt ja. Ich schaue auf die Uhr, rechne, wundere mich, rechne wieder, schaue wieder auf die Uhr, wundere mich – ach egal. Das kann alles nicht stimmen. Weg mit der Uhr. Braucht doch kein Mensch bei dieser Strecke. Ich gebe einfach nur Gas auf dem in der Sonne gl&#228;nzenden nassen Asphalt. Vorbei an den Fr&#246;schen, dem Misthaufen und vielen, die mich vorhin &#252;berholt haben. Ha!</p>
<p>Kurz vor dem Ziel muss noch eine Br&#252;cke genommen werden. Das tut ein bisschen weh. Die Fotografin schaut gerade, ob ihre Bilder gut geworden sind und kann deshalb kein gutes Bild von mir machen. P&#246;h. Dann halt nicht. Die Uhr stoppe ich bei 55:19. Das ist f&#252;r mich v&#246;llig in Ordnung bei dieser Strecke. Ich trinke eifrig. Und erfahre, dass ich den bereits ausgeschenkten Tee nicht in meinen leeren, gebrauchten Becher umsch&#252;tten darf. Selbst wenn sich die Becher absolut nicht ber&#252;hren. Vorschrift. So werden unsinnig viele Becher verbraucht, die den Veranstalter Geld kosten und den M&#252;llberg gr&#246;&#223;er machen. Angesichts dessen, dass in der Schule Kuchen von privaten Spendern verkauft wird, &#252;ber deren K&#252;chenhygiene man absolut nichts wei&#223;, halte ich die Bechervorschrift f&#252;r vollkommen bl&#246;dsinnig.</p>
<p>Ich lege mich trocken, ziehe mich warm an und gehe wieder ans Ziel. In wenigen Minuten werden schlie&#223;lich schon die Sieger des 30ers erwartet. Mit 1:54 braucht der Sieger l&#228;nger als sonst. Unglaublich. 2:49 ist meine Bestzeit. 6 L&#228;ufer bleiben heute unter 2 Stunden. Eine Klasse f&#252;r sich.</p>
<div id="attachment_2207" class="wp-caption aligncenter" style="width: 330px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Friedberg-Raatz.jpg"><img class="size-full wp-image-2207" title="Friedberg Raatz" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Friedberg-Raatz.jpg" alt="Sieger in 1:54:06: Philipp Ratz" width="320" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Sieger in 1:54:06: Philipp Ratz</p></div>
<div id="attachment_2208" class="wp-caption aligncenter" style="width: 330px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Friedberg-2-Mann.jpg"><img class="size-full wp-image-2208 " title="Friedberg 2 Mann" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Friedberg-2-Mann.jpg" alt="2. Mann Lars Breuer." width="320" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">2. Mann: Lars Breuer.</p></div>
<div id="attachment_2209" class="wp-caption aligncenter" style="width: 330px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Friedberg-Zimmer.jpg"><img class="size-full wp-image-2209" title="Friedberg Zimmer" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Friedberg-Zimmer.jpg" alt="3. Mann: Frank Zimmer." width="320" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">3. Mann: Frank Zimmer.</p></div>
<div id="attachment_2211" class="wp-caption aligncenter" style="width: 330px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Friedberg-Ulrich.jpg"><img class="size-full wp-image-2211" title="Friedberg Ulrich" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Friedberg-Ulrich.jpg" alt="1. Frau in 2:06:09: Veronika Ulrich." width="320" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">1. Frau in 2:06:09: Veronika Ulrich.</p></div>
<p>Nach und nach folgen die anderen und einige bekannte Gesichter sind unter den Schnellen. Der Oben-Ohne-L&#228;ufer eilt mit wehender Brust dem Ziel zu. „Hier kommt der Fr&#252;hling!“ ruft Jochen Heringhaus und man sp&#252;rt im Publikum die Erleichterung, dass der Fr&#252;hling nicht auch seine Hosen abgelegt hat. Kurz darauf riecht und st&#246;hnt sich auch der St&#246;hnl&#228;ufer ins Ziel. Irgendwann folgt auch mein Trainingspartner, Herz und M&#252;tze in der Hand.</p>
<p>In der Schule ist die Siegerehrung derweil schon in vollem Gange. Vor lauter Aufregung bekommen die 10er Sieger zun&#228;chst versehentlich die Pokale der 30er. Ansonsten hat man hier das Geschehen voll im Griff. Die Frauen hinter dem Kuchen sind auf Zack, der Kaffee flie&#223;t, lange Schlangen werden blitzschnell bedient. Man wei&#223; hier, wie m&#252;de Beine sind, die rund um den Winterstein gelaufen sind.</p>
<p>Ich vergesse mal wieder, den Kuchen zu fotografieren und mache noch schnell ein Bild von den letzten Tr&#252;mmern.</p>
<p><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Friedberg-Kuchen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2212" title="Friedberg Kuchen" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Friedberg-Kuchen.jpg" alt="Friedberg Kuchen" width="320" height="240" /></a></p>
<p>Wir schleichen zur&#252;ck zum Auto bei „Pension Moni“. Hundert Meter, bevor wir unser Ziel erreicht haben, geht ein heftiger Schauer nieder. Ein kleiner g&#246;ttlicher Abschiedstusch.</p>
<div class='stb-grey_box' >Mehr zu Lauf und Veranstalter gibt&#8217;s <a href="http://www.asc-marathon-friedberg.com/" target="_blank">hier</a>.</div> <div class='stb-grey_box' >Winterstein-Geschichten der Vorjahre kann man <a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/volkslauf-friedberg-08/" target="_blank">hier</a> oder <a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/volkslauf-friedberg-07/" target="_blank">dort </a>nachlesen.</div>

<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/rund-um-den-winterstein-10/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der L&#228;ufer-L&#228;ufer-Lauf.</title>
		<link>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/halbmarathon-frankfurt-10/</link>
		<comments>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/halbmarathon-frankfurt-10/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 19:05:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[A - F]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurter Halbmarathon 10]]></category>
		<category><![CDATA[Laufberichte]]></category>
		<category><![CDATA[City]]></category>
		<category><![CDATA[Halbmarathon]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/?p=2162</guid>
		<description><![CDATA[Rot-wei&#223; ist eine sch&#246;ne Farbkombination. Bei Ringelpullis. Bei Zahnpasta. Oder bei Ben &#038; Jerry’s Eis. Manchmal zeigen diese beiden Farben zusammen aber auch ihre h&#228;ssliche Fratze. Bei „Durchfahrt-verboten-Schildern“ und Absperrungen zum Beispiel. In Frankfurt Sachsenhausen blockieren sie heute die gro&#223;en Zufahrtswege zum Stadion. (Das eigentlich Commerzbank Arena hei&#223;t.) Es ist 8:45 und wir wollen dorthin. Unbedingt und m&#246;glichst schnell, denn wir m&#252;ssen uns noch zum Lufthansa-Halbmarathon nachmelden. (...)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<h2>Der 8. Lufthansa Halbmarathon Frankfurt (2010)</h2>
<p>Rot-wei&#223; ist eine sch&#246;ne Farbkombination. Bei Ringelpullis. Bei Zahnpasta. Oder bei Ben &amp; Jerry’s Eis. Manchmal zeigen diese beiden Farben zusammen aber auch ihre h&#228;ssliche Fratze. Bei „Durchfahrt-verboten-Schildern“ und Absperrungen zum Beispiel. In Frankfurt Sachsenhausen blockieren sie heute die gro&#223;en Zufahrtswege zum Stadion. (Das eigentlich Commerzbank Arena hei&#223;t.) Es ist 8:45 Uhr und wir wollen dorthin. Unbedingt und m&#246;glichst schnell, denn wir m&#252;ssen uns noch zum Lufthansa-Halbmarathon nachmelden. Statt Meldezettel auszuf&#252;llen machen wir aber eine kleine Sightseeing-Tour durch die unattraktivsten Stra&#223;en Sachsenhausens. Gemeinsam mit einer wahren Autokette erkunden wir Sackgassen, rote Ampeln und die Art, wie sich Absperrungen ganz harmonisch in eine urbane Landschaft einf&#252;gen. Leider geh&#246;rt zu der kleinen Installation nie ein Umleitungsschild oder ein st&#228;dtischer Ordnungsh&#252;ter. Vermutlich sind die noch zu m&#252;de, vom Strafzettel schreiben am Vorabend. So kurvt der kleine Corso vor sich hin, bis schlie&#223;lich einer unter einer winzigen Missachtung der Stra&#223;enverkehrsordnung einen Weg findet. Der Rest folgt.</p>
<p style="text-align: center;"><a style="text-decoration: none;" href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Absperrung.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2176" style="border: 1px solid black;" title="Absperrung freigestellt + Pfad" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Absperrung.jpg" alt="Absperrung freigestellt + Pfad" width="425" height="283" /></a></p>
<p>Wir erreichen schlie&#223;lich endlich die herbeigesehnte Kennedyallee und hoffen jetzt auf einen gn&#228;digen Veranstalter. Denn zum Nachmelden sind wir eigentlich zu sp&#228;t. Allerdings ist mein Vertrauen in den Spiridon Frankfurt nahezu unbegrenzt und so h&#228;lt sich die Nervosit&#228;t dann doch in Grenzen. Tats&#228;chlich dauert der Nachmeldevorgang ca. 2 Minuten. Alles ist gut. Au&#223;er der Wettervorhersage. Selbst Herr Kachelmann konnte nicht mehr als 5 Grad versprechen und die Regenwahrscheinlichkeit ist um ein Vielfaches h&#246;her als die Promille meines Dunkelbiers von gestern Abend.</p>
<p>So sieht man denn auch beinahe nur bem&#252;tzte L&#228;ufer, viele Handschuhe und Jacken sind am Start. Dazwischen sausen die &#252;blichen Verd&#228;chtigen bereits hin und her – Menschen, die gewohnt sind, sich durch blitzschnelles Laufen warm zu halten. Die k&#246;nnen nat&#252;rlich getrost zu Flatterh&#246;schen und Singlet greifen. Ein L&#228;ufer w&#228;rmt seinen Kopf mit einem Strass-Diadem. Er gef&#228;llt mir als Prinzessin Lilifee ausgesprochen gut.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/DSC03813.jpg"><img class="size-full wp-image-2163 aligncenter" style="margin-top: 2px; margin-bottom: 2px;" title="DSC03813" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/DSC03813.jpg" alt="DSC03813" width="457" height="342" /></a></p>
<p>Auch ein Schweinekost&#252;m bahnt sich den Weg durch die Masse, ein h&#252;bscher Gegenentwurf zu all der gesch&#228;ftigen Ernsthaftigkeit. Man sp&#252;rt: dies hier ist kein Silvesterlauf, bei dem man alle F&#252;nfe gerade sein l&#228;sst. Dies ist ein Formtest, der erste gro&#223;e Halbmarathon der Saison. Und bei dem ist in diesem Jahr alles anders. Statt am Nordwestzentrum irgendwo im Nirgendwo wie in den letzten Jahren trifft man sich an der Commerzbankarena. Die Strecke wurde komplett neu konzipiert. Sie startet hier und sie endet auch hier, ein bisschen wie in fr&#252;herer Zeit, als der Frankfurter Halbmarathon noch durch den Stadtwald ging. Nur, dass man jetzt durch die Stadt l&#228;uft oder besser gesagt, durch den Teil der Stadt, der „dribbdebach“, also jenseits des Mains liegt. Man darf also gespannt sein und das sind die knapp 3500 Teilnehmer augenscheinlich auch. Die Umkleidekabinen der Fu&#223;baller d&#252;rfen genutzt werden, das finde ich prima. Wann kommt man sonst schon in die Katakomben eines gro&#223;en Bundesliga-Stadions? Dort unten ist reichlich Raum und viele L&#228;ufer dr&#252;cken sich vor dem Lauf lieber ein bisschen hier herum als in der K&#228;lte.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Lufthansa-Halbmarathon-Stadion.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2164" title="Lufthansa Halbmarathon Stadion" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Lufthansa-Halbmarathon-Stadion.jpg" alt="Lufthansa Halbmarathon Stadion" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Mir ist das allerdings zu stickig und ich absolviere lieber das &#252;bliche Programm: einlaufen, dehnen, Dixie-H&#228;uschen. Danach: ab in den Startblock. Der Veranstalter sichert schnell noch zwei Poller am Beginn der Strecke, damit niemand zu Schaden kommt und dann kann es losgehen. Der Start erfolgt in Bl&#246;cken mit 2 Minuten Abstand und so gelingt es tats&#228;chlich, das gr&#246;&#223;te Gekn&#228;ule zu verhindern. Der Moderator will die wartenden L&#228;ufer ein wenig besch&#228;ftigen und fragt, warum man Eulen nicht nach Athen tragen kann. Die Aufl&#246;sung verpasse ich leider, weil ich auf die Strecke gehen muss. Vielleicht gibt es auch gar keine und man wollte uns nur mit einer m&#246;glichst sinnlosen Frage auf andere Gedanken bringen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Frankfurt-Halbmarathon-Start.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2165" title="Frankfurt Halbmarathon Start" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Frankfurt-Halbmarathon-Start.jpg" alt="Frankfurt Halbmarathon Start" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Im Startblock spricht mich eine L&#228;uferin an. Ob ich sie wohl ein St&#252;ck begleiten k&#246;nnte? Sie sei sich etwas unsicher wegen des Tempos. Wir stehen im Startblock mit der Zielzeit 1:50 bis 2 Stunden und ich erz&#228;hle, dass ich an die 2 Stunden laufen will. Ja prima, sagt die Dame. Sie sei schon mehrere Halbmarathons gelaufen und wolle sich nun deutlich verbessern. So starten wir gemeinsam. Nach wenigen Minuten stellt sich heraus: meine Mitl&#228;uferin m&#246;chte plaudern. Um ehrlich zu sein: ich plaudere praktisch nie im Volkslauf. Zwei, drei S&#228;tze auf 10 km. Mehr nicht. Am liebsten gar nicht. Auf Strecke gesehen kostet das alles Kraft und die brauche ich zum Laufen. Ich bin ein bisschen einsilbig und f&#252;hle mich unh&#246;flich. Wie soll ich ihr nur sagen, dass ich nicht reden mag, ohne dass es pampig wirkt? Den ersten Kilometer absolvieren wir in 6 Minuten 9 Sekunden. Das ist nun wirklich ein bisschen langsam. Wir k&#246;nnen ruhig etwas schneller, sage ich und ziehe das Tempo an. Nach kurzer Zeit bleibt meine Begleiterin hinter mir zur&#252;ck. Ich drehe mich um. Ich f&#252;rchte, ich muss langsamer machen, sagt sie. 2 Stunden 10 w&#228;re ja auch ganz toll. Whow, denke ich, nach 1,5 Kilometern die Zielzeit um 10 Minuten verschoben! Das schaffe ja nicht mal ich. Es hilft nichts, wir m&#252;ssen uns trennen. Wir w&#252;nschen uns gegenseitig viel Gl&#252;ck und mein Gewissen ist erleichtert. Ich darf maulfaul sein, bl&#246;de vor mich hinstieren, komische Ger&#228;usche machen und mein Tempo laufen, ohne mich zu sorgen, dass es jemanden st&#246;rt. Sofort fange ich mit allen vier Komponenten an.</p>
<div style='float:right; width:200px;' ><div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #778899; border-left-color: #778899; border-right-color: #778899; border-bottom-color: #778899; background-color: #fff5ee; ">Lieber sp&#228;ter lesen? Hier gibt&#8217;s eine <a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Lufthansa-Halbmarathon-Frankfurt-10.pdf" target="_blank">Druckversion ohne Bilder.</a></div></div>
<p>Nach einem kurzen Weg durchs Gr&#252;ne kommen wir an die erste Durststrecke des neuen Kurses. Die Lyoner Stra&#223;e in Niederrad ist nicht eben ein Quell der Freude. In der dortigen B&#252;rostadt kann man super Kongresse abhalten und intelligente Dinge in Computer eingeben. Zum Laufen ist dieses Pflaster allerdings weniger sexy. Die Hochh&#228;user haben Wochenende und die Stra&#223;en langweilen sich und uns. Aber ich will &#252;berhaupt nicht meckern. Irgendwie muss man ja zum Mainufer kommen und das kleine St&#252;ckchen B&#252;rostadt ist nicht halb so schlimm wie der Galopp vom Nordwestzentrum in die Stadt. Au&#223;erdem sind die Stra&#223;en breit und niemand tritt sich hier auf die F&#252;&#223;e. Schwuppdiwupp sind wir auch schon am Main. Hier winkt mir meine Hausstrecke zu. Alles ist vertraut. Vier Kilometer geht es am Fluss entlang, einen gro&#223;en Teil davon direkt am Tiefkai. Man kann auf das Wasser sehen und schauen, ob die Ruderer schon auf sind. Wie so oft sonntags. Erfreulicherweise dieses Mal sogar mit R&#252;ckenwind. Hier gibt es sonst eigentlich immer Gegenwind. Ich wusste gar nicht, dass der Sportdezernent der Stadt Frankfurt einen so gro&#223;en Einfluss hat.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Streckenplan-Lufthansa-Halbmarathon.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2180" title="Streckenplan Lufthansa Halbmarathon" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Streckenplan-Lufthansa-Halbmarathon.jpg" alt="Streckenplan Lufthansa Halbmarathon" width="502" height="512" /></a></p>
<p>Kurz vor Kilometer 10 darf man etwas trinken. Es gibt Tee, Wasser, bunte Sprudelgetr&#228;nke und Bananen. Letzteres finde ich f&#252;r 21 km ein bisschen &#252;bertrieben, aber es wird tats&#228;chlich kr&#228;ftig gemampft. Danach verlassen wir den Main und walzen uns tiefer nach Sachsenhausen hinein. Am Schweizer Platz, einem der Zentren des Stadtteils erwartet uns ein Stimmungsnest von gef&#252;hlten 10 Zuschauern. Danach ist die Stille noch stiller. Ein wenig gespenstisch ist das schon, wie sich &#252;ber 3000 Menschen laufend durch eine Stadt bewegen, w&#228;hrend man hinter den Fenstern in Marmeladenbr&#246;tchen bei&#223;t und den Sportteil der Sonntagszeitung wendet. Unser Vorteil ist: wir kennen beide Welten und w&#228;hlen bewusst mal die eine, mal die andere. Heute geh&#246;rt die Stadt jedenfalls uns und die Absperrungen, die uns vorhin noch qu&#228;lten, sind jetzt ein stolzer Beweis unserer Macht.</p>
<p>Bei Kilometer 14 biegen wir ab Richtung Neu-Isenburg und ich sehne die kleine Wendepunktstrecke herbei. Meine Beine sind schwer und ich wei&#223;, dass ich mich heute anstrengen muss, um unter 2 Stunden zu bleiben. Das ist meinem Trainingszustand und einer leichten Erk&#228;ltung geschuldet. Wendepunkte sind da eine willkommene Abwechslung mit Motivations-Effekt: man sieht unendlich viele, die langsamer sind, als man selbst. Au&#223;erdem mag ich wie immer die kleine Modenschau der L&#228;ufer. Die Roben der Oscar-Verleihung sind da praktisch nichts dagegen. Mein Eindruck in dieser Saison: Neonfarben gehen langsam wieder zur&#252;ck, werden durch gedeckte T&#246;ne ersetzt. M&#252;tzen sind nach wie vor in klassischem Schwarz gehalten, die vorherrschende Farbe bei Herrenjacken ist royalblau, bei Damen hellblau. Das Singlet ersetzt immer mehr die leichte Weste, Startnummernb&#228;nder setzen sich langsam durch. Kleine, unauff&#228;llige, wei&#223;e Kopfh&#246;rer sind mehrfarbigen Sport-B&#252;gel-Kopfh&#246;rern gewichen (beides ist nat&#252;rlich im Wettkampf verboten).</p>
<p>So schaue ich also auf diesen „Catrun“, w&#228;hrend ich selbst dem Wendepunkt entgegenstrebe. Kilometer 16, ab jetzt geht es nach Hause. Inzwischen habe ich noch einmal einen Becher Tee getrunken und f&#252;hle mich wieder frischer. Wir h&#252;pfen von Schlagloch zu Schlagloch und k&#228;mpfen uns dem fiesesten Punkt der Strecke zu: bei Kilometer 19 muss eine Br&#252;cke genommen werden. Leider bei Gegenwind und zunehmender Ersch&#246;pfung. Von hier ab ist das Stadion deutlich zu sp&#252;ren und bald zu sehen, doch man muss noch einmal das gesamte Gel&#228;nde umrunden. Das ist z&#228;h und will kein Ende nehmen. Um das Stadion laufen und nicht reinlaufen d&#252;rfen – das ist ein H&#228;rtetest f&#252;r die ermattete Psyche. Jetzt in ein Marmeladenbr&#246;tchen bei&#223;en und den Sportteil umbl&#228;ttern! Dann aber d&#252;rfen wir endlich in die Commerzbank-Arena einlaufen und es f&#252;hlt sich ein bisschen an wie fr&#252;her, als es noch das Waldstadion gab und der Halbmarathon hier endete. Ja, das ist schon etwas anderes als ein &#246;des Einkaufszentrum vor den Toren der Stadt!</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Commerzbank-Arena-2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2166" title="Commerzbank Arena 2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Commerzbank-Arena-2.jpg" alt="Commerzbank Arena 2" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Commerzbank-Arena-3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2167" title="Commerzbank Arena 3" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Commerzbank-Arena-3.jpg" alt="Commerzbank Arena 3" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Und trotzdem: der Lufthansa Halbmarathon bleibt ein Lauf f&#252;r L&#228;ufer-L&#228;ufer. Event-L&#228;ufer, Sightseeing-L&#228;ufer und Sambatrommel-L&#228;ufer sind hier nicht so gut aufgehoben. Aber daf&#252;r gibt es ja genug andere L&#228;ufe. Ich bin jedenfalls zufrieden. Mit der Strecke, der Organisation und mit mir. Mit 1:59:38 habe ich eine ordentliche Punktlandung gemacht und die schlaffe Zeit reicht immerhin f&#252;r eine Platzierung in der ersten H&#228;lfte des Frauenfeldes und der ersten H&#228;lfte meiner Altersklasse. Das ist doch was. Im Zielbereich gibt es wieder alle Getr&#228;nke und &#214;ko-Bananen von Querbeet.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Lufthansa-Halbmarathon-Verpflegung.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2168" title="Lufthansa Halbmarathon Verpflegung" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Lufthansa-Halbmarathon-Verpflegung.jpg" alt="Lufthansa Halbmarathon Verpflegung" width="384" height="512" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Lufthansa-Halbmarathon-Querbeet-2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2169" title="Lufthansa Halbmarathon Querbeet 2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Lufthansa-Halbmarathon-Querbeet-2.jpg" alt="Lufthansa Halbmarathon Querbeet 2" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Sp&#228;ter verk&#246;stigen wir uns standesgem&#228;&#223; im VIP-Bereich des Stadions mit mitgebrachtem Kaffee und Kuchen (man kann ja nie wissen).</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Lufthansa-Halbmarathon-Kuchen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2197" title="Lufthansa Halbmarathon Kuchen" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/03/Lufthansa-Halbmarathon-Kuchen.jpg" alt="Lufthansa Halbmarathon Kuchen" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Auf der Heimfahrt merke ich, wie m&#252;de ich bin. Zuhause angekommen mache ich den Fernseher an, w&#228;hle Formel 1 auf RTL und schlafe sofort ein.</p>
<p>Hier das &#8220;offizielle&#8221; Video:<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/quldZYam1IA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/quldZYam1IA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<div class='stb-info_box' >Mehr zum Frankfurter City-Halbmarathon gibt&#8217;s unter: <a href="http://www.spiridon-frankfurt.de" target="_blank">www.spiridon-frankfurt.de</a></div> <div class='stb-grey_box' >Und hier gibt&#8217;s die <a href="http://www.runners-world.de/laufevents/auf_neuem_kurs_/frankfurter_halbmarathon.159905.htm" target="_blank">Bildergalerie von Runner&#8217;s World.</a></div>

<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/halbmarathon-frankfurt-10/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Beste zum Schluss.</title>
		<link>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/silvesterlauf-frankfurt-2009/</link>
		<comments>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/silvesterlauf-frankfurt-2009/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 31 Dec 2009 17:09:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Laufberichte]]></category>
		<category><![CDATA[O - Z]]></category>
		<category><![CDATA[Silvesterlauf Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Silvesterlauf Frankfurt09]]></category>
		<category><![CDATA[10km]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/?p=2102</guid>
		<description><![CDATA[Zum Geburtstag gratulieren, wenn noch gar nicht Geburtstag ist, bringt Ungl&#252;ck. Aber wie ist das mit Silvesterlaufen, wenn noch gar nicht Silvester ist?  „Das ist prima“, sagt sich der Spiridon Frankfurt, einer der gr&#246;&#223;ten Laufvereine Deutschlands, „wir sind eben unserer Zeit voraus“. Der Frankfurter Silvesterlauf findet folgerichtig ein paar Tage vor Silvester statt. (...)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<h2>10 km Silvesterlauf Frankfurt (2009)</h2>
<p>Zum Geburtstag gratulieren, wenn noch gar nicht Geburtstag ist, bringt Ungl&#252;ck. Aber wie ist das mit Silvesterlaufen, wenn noch gar nicht Silvester ist?  „Das ist prima“, sagt sich der Spiridon Frankfurt, einer der gr&#246;&#223;ten Laufvereine Deutschlands, „wir sind eben unserer Zeit voraus“. Der Frankfurter Silvesterlauf findet folgerichtig ein paar Tage vor Silvester statt. Am Sonntag davor, um genau zu sein. Kaum sind also die Weihnachtskn&#246;del halbwegs verdaut, strebt man schon wieder Bestzeiten zu. „Falsch“, sagt da der Spiridon Frankfurt, „beim Silvesterlauf geht’s ums Auslaufen.“ Ich laufe am 27.12. also aus, was ja durchaus passt. Schlie&#223;lich gibt es etliche Nichtl&#228;ufer, die denken, Menschen, die bei -2 Grad im Laufschritt &#252;ber teilweise vereiste Wege hasten, k&#246;nnen nur nicht ganz dicht sein.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/01/Silvesterlauf-Stadion.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2103" title="Silvesterlauf Stadion" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/01/Silvesterlauf-Stadion.jpg" alt="Silvesterlauf Stadion" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Der Frankfurter Silvesterlauf startet an der Commerzbank Arena, die von den Altvorderen hartn&#228;ckig Waldstadion genannt wird. Die Anmeldung und das Ganze drumherum finden in der Wintersporthalle statt. Hier kann man sich einen Laufkalender f&#252;r das n&#228;chste Jahr grabschen, nach bekannten Gesichtern Ausschau halten und heimlich schon mal das Kuchenangebot checken. Zun&#228;chst sind die Kinder dran. Aus dem Lautsprecher t&#246;nen un&#252;berh&#246;rbar die Warnungen vor den glatten Stellen auf der Strecke. Wir tappeln vor uns hin (vor dem Auslaufen muss man sich erst mal einlaufen) und testen die rutschigen Partien. Ich sehe schon. Das wird ein Lauf mit einer einfallslosen Ausrede, falls man langsam war. Alle werden sich hinterher auf die rutschigen Schneeflecken berufen. Ich nat&#252;rlich auch. Aber ich bin ohnehin sehr gelassen. Vor zwei Tagen hab ich noch eine gro&#223;e Weihnachtsrunde gedreht und 10km-L&#228;ufe sind eh nicht so meins – zu kurz und schnell.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/01/Silvesterlauf-Schild.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2104" title="Silvesterlauf Schild" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/01/Silvesterlauf-Schild.jpg" alt="Silvesterlauf Schild" width="512" height="384" /></a></p>
<p>1800 L&#228;ufer werden per Blockstart etwas entzerrt. Das macht der Spiridon Frankfurt schon seit Jahren so und das macht er gut. So k&#246;nnen die Elitel&#228;ufer unter sich bleiben und die anderen rennen sich nicht so sehr in die Hacken (was bestimmt auch schlechtes Karma f&#252;r das kommende Jahr bringen w&#252;rde). Mein Trainingspartner blockstartet vor mir, aber der hat ja auch Ehrgeiz. Ich hab dagegen Weihnachtsferien. Im Block treffe ich J&#246;rg, der vor sich hin tiefstapelt. Muskul&#228;re Probleme und so. Voller Faszination f&#228;llt unser Blick auf einen Herrn mit Baumwollbuchse und Sweatshirt. An den F&#252;&#223;en tr&#228;gt er Schuhe, die nur noch im weitesten Sinne als solche erkennbar sind. Das Gewebe an den Seiten ist aufgerissen, so dass seine grauen Frotteesocken sichtbar werden. Die Zehenkappe h&#228;ngt in Fransen. Die Sohle sieht aus, als w&#228;re sie bestenfalls einen halben Zentimeter dick. Hier haben wir Sneakers der Kategorie „Never change a winning shoe.“. Doll. Dabei w&#252;rde es mich nicht wundern, wenn er am Arm einen neuen Garmin tragen w&#252;rde. L&#228;ufer k&#246;nnen so beknackt sein. Ich selbst w&#252;rde mich ohne meine liebsten Brooks Trailschuhe nie auf die Strecke trauen.</p>
<p>Wir rennen los. Schon nach wenigen 100 Metern setzt sich J&#246;rg von mir ab und nimmt seine muskul&#228;ren Probleme mit. Zum Gl&#252;ck. Ich mag sie nicht haben. Trotz Blockstart ist es ein wenig eng. Das liegt auch daran, dass alle die schnee- und eisfreien Pfade bevorzugen und man zum &#220;berholen zwangsl&#228;ufig ins Unwegsame muss. Witsch – aua. Ausrutschen geh&#246;rt hier zum Gesch&#228;ft. Bei Temperaturen um null Grad bietet die Kleiderfrage immer besonders viel Unterhaltung auf der Strecke. Es gibt n&#228;mlich alles: blo&#223;e Beine und T-Shirt (sogar in meiner Zeitkategorie!) und ein Outfit, dass eher an arktische Wissenschaftler erinnert. Vor mir l&#228;uft jetzt ein Herr mit Skijacke, die so dick ist, dass er die Arme kaum am K&#246;rper f&#252;hren kann. Oder ist er selbst so mollig? Ich widerstehe der Versuchung, die Dicke seiner Jacke durch Kneifen nachzupr&#252;fen. Weiter geht’s. Bei laufreport.de wird sp&#228;ter zu lesen sein, die Strecke sei wellig, aber die Wellen sind keine Tsunamis. Die Strecke im Stadtwald ist einigerma&#223;en flach, von einem H&#252;gel bei km 7 einmal abgesehen. Man kann das einfach so durchtrotteln. Hinter mir wird das Weihnachtsmen&#252; noch einmal rekapituliert und die Angesprochene kommentiert es anerkennend. Typisch Silvesterlauf. Zwei Kilometer vor dem Ziel raffen sich merklich viele zu einer kleinen Tempoversch&#228;rfung auf. Das letzte Aufb&#228;umen von Ehrgeiz in diesem Jahr. Da mach ich doch mit! Ich f&#252;hle mich noch frisch (das ist der entscheidende Vorteil von 10ern) und ziehe etwas an. Jetzt w&#228;re ein Fotograf gut. Denn immer, wenn ich bisher bei einem vorbei kam, lie&#223; der kurz vor mir die Kamera sinken. Gut, auch ein Fotograf braucht mal eine kurze Verschnaufpause – aber doch nicht, wenn ich komme! Ich laufe an ihn hin, setze mein sch&#246;nstes L&#228;cheln auf, zupple mir die Startnummer zurecht und dann – nichts. Kein Foto. Mir geht das dauernd so. Oder es setzt sich in der letzten Sekunde ein 2,50 Meter gro&#223;er Flugsaurier vor mich. Oder dem Fotografen fliegt etwas ins Auge. Irgendwas ist immer. Und selbst wenn! Wenn es dann mal ein Foto von mir gibt! Reden wir nicht dr&#252;ber.</p>
<p>Ich muss also unfotografiert zum Endspurt ansetzen. Eine Dreiergruppe hat mich &#252;berholt und zieht los. Ich schaue auf die Uhr. Wenn ich jetzt noch etwas zulegen kann, komme ich noch unter 53 Minuten rein. Pah, das ist doch f&#252;r mich keine Zeit! Also los geht’s. Die Dreiergruppe kann sich schon mal warm anziehen. Obwohl – dazu kommt sie nicht mehr, so schnell, wie ich vorbei fege. Jetzt nur nicht mehr auf die Nase fallen, das gibt Abz&#252;ge in der B-Note. Und um die geht es hier schlie&#223;lich. Auch ohne Fotograf. Den letzten Kilometer erledige ich in unter 5 Minuten. 52:56. Das bringt mir den 111. Frauenplatz von 506, den 28. AK Platz von 111. Bei einem Silvesterlauf muss man nicht viel tun, um noch halbwegs gut auszusehen. Im Ziel gibt es hei&#223;en Tee, der mit Besenstilen in blauen Plastikf&#228;ssern anger&#252;hrt wird. Und er ist k&#246;stlich.</p>
<p>Der Streuselkuchen aus der Hand einer sehr fr&#246;hlich lachenden Dame ist ebenfalls ausgezeichnet. Leider hat sich die Kaffeemaschine aus dem Dienst verabschiedet, bevor sie mir etwas br&#252;hen konnte.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/01/Silvesterlauf-Kuchen-2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2105" title="Silvesterlauf Kuchen 2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/01/Silvesterlauf-Kuchen-2.jpg" alt="Silvesterlauf Kuchen 2" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/01/Silvesterlauf-Kuchen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2106" title="Silvesterlauf Kuchen" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/01/Silvesterlauf-Kuchen.jpg" alt="Silvesterlauf Kuchen" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Und ebenfalls leider l&#228;sst die Anlage den k&#228;mpfenden Spiridon Chef Thomas Rautenberg bei der Siegerehrung im Stich – sie fiept, als wollte sie allen L&#228;ufern zum neuen Jahr einen Tinnitus kredenzen.</p>
<p> </p>
<div id="attachment_2107" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/01/Silvesterlauf-M&#228;nner.jpg"><img class="size-full wp-image-2107 " title="Silvesterlauf M&#228;nner" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/01/Silvesterlauf-M&#228;nner.jpg" alt="Kinkal Roba Musa, Timo Zeiler und Jan-Philipp Starostzik auf dem Treppchen." width="512" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Kinkal Roba Musa, Timo Zeiler und Jan-Philipp Starostzik auf dem Treppchen.</p></div>
<p> </p>
<div id="attachment_2108" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/01/Silvesterlauf-Frauen.jpg"><img class="size-full wp-image-2108 " title="Silvesterlauf Frauen" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/01/Silvesterlauf-Frauen.jpg" alt="Siegerinnen: Jenny Schulz, Veronika Ulrich und Nina Stoecker." width="512" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Siegerinnen: Jenny Schulz, Veronika Ulrich und Nina Stoecker.</p></div>
<p>Die L&#228;ufer nehmen es gelassen &#8211; wie L&#228;ufer &#252;berhaupt nach dem Laufen das meiste gelassen nehmen. Schlie&#223;lich warten in vielen kleinen Gruppen schon der mitgebrachte Sekt oder Gl&#252;hwein, mit dem es sich auf das neue Jahr ansto&#223;en l&#228;sst. Am Nachmittag des 27.12. In Frankfurt ist man eben seiner Zeit voraus.</p>

<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/silvesterlauf-frankfurt-2009/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

<!-- Dynamic Page Served (once) in 0.609 seconds -->
