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	<title>Laufen-mit-frauschmitt &#187; Mühlheim-Dietesheim</title>
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	<description>Laufen zum Lesen und Hören.</description>
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		<title>Von Erdnussbuttersauce, Schleifenblumen und Olf.</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Sep 2007 17:30:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor M&#252;hlheim-Dietesheim sollte ich nichts Schweres essen. W&#228;hrend ich &#252;ber diesen Satz nachdenke, f&#228;llt mir auf, dass L&#228;ufer Ortsnamen nicht geografisch, sondern zeitlich benutzen. Es ist damit keineswegs der Ort, sondern eine Laufveranstaltung an diesem Ort, bzw. der Tag dieser Veranstaltung gemeint. Wer also beschlie&#223;t: „Vor Biel muss ich mir unbedingt noch die Zehenn&#228;gel schneiden.“ beabsichtigt damit keineswegs, unmittelbar vor dem Ortsschild mit einem Nagelknipser in die Hocke zu gehen. Es ist v&#246;llig (...)]]></description>
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<h2>Der Halbmarathon in M&#252;hlheim-Dietesheim (2007)</h2>
<p>Vor M&#252;hlheim-Dietesheim sollte ich nichts Schweres essen. W&#228;hrend ich &#252;ber diesen Satz nachdenke, f&#228;llt mir auf, dass L&#228;ufer Ortsnamen nicht geografisch, sondern zeitlich benutzen. Es ist damit keineswegs der Ort, sondern eine Laufveranstaltung an diesem Ort, bzw. der Tag dieser Veranstaltung gemeint. Wer also beschlie&#223;t: „Vor Biel muss ich mir unbedingt noch die Zehenn&#228;gel schneiden.“ beabsichtigt damit keineswegs, unmittelbar vor dem Ortsschild mit einem Nagelknipser in die Hocke zu gehen. Es ist v&#246;llig unerheblich, ob die Prozedur innerhalb oder au&#223;erhalb Biels stattfindet, Hauptsache, sie passiert „vor Biel“. L&#228;ufersprache. Vielleicht sollte man den Text von „Wir lagen vor Madagaskar“ unter diesem Aspekt noch einmal beleuchten. M&#246;glicherweise ist damit ja der Madagaskar-Marathon gemeint.</p>
<div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #f4a460; border-left-color: #f4a460; border-right-color: #f4a460; border-bottom-color: #f4a460; background-color: #fff5ee; "><em>&#220;brigens: Diesen Text gibt es auch als </em><a href="http://frauschmitt.podspot.de/"><em>Podcast-Episode</em></a><em> zum H&#246;ren!</em></div>
<p>Vor M&#252;hlheim-Dietesheim jedenfalls sollte ich nichts Schweres essen. Ein grummelndes Gekr&#246;se w&#252;rde mich nur an einen meiner schlimmsten L&#228;ufe erinnern. Vor Jahren lief ich hier (unwissentlich) mit einem Magen-Darm Virus und qu&#228;lte mich beim Lauf entsetzlich. Deshalb bin ich dieses Mal extrem vorsichtig: am Vorabend kaufe ich mir auf einem Stadtteilfest an einem Stand, der „Mama Afrika“ hei&#223;t, mein Abendessen – Couscous mit Erdnussbuttersauce, in der gro&#223;e Kohlst&#252;cke schwimmen. Leichtverdauliches eben. Was w&#228;re das Leben ohne Widerspr&#252;che.</p>
<p>Die Anfahrt zum Sportplatz &#252;berspringe ich, wer die Industriegebiete hinter Offenbach kennt, wei&#223; warum. Der Lauf ist in zweierlei Hinsicht etwas Besonderes: 1. Es ist ein Jubil&#228;umslauf (35 Jahre Volkslauf M&#252;hlheim) und 2. Es ist ein Benefizlauf f&#252;r die Familie eines Vereinssportlers, der bei einem Triathlon einen Herzinfarkt erlitt und seither im Wachkoma liegt. Darum kann man ausnahmsweise mehrere Startnummern kaufen. Eine gute Idee.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-682 aligncenter" title="Muehlheim-Schild" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Muehlheim-Schild.jpg" alt="Muehlheim-Schild" width="404" height="303" /></p>
<p>Mein Trainingspartner und ich laufen uns gro&#223;r&#228;umig ein und begutachten dabei die Vereinsheime des Anglervereins, der Kaninchenz&#252;chter, des Teckel-Clubs und der Gebrauchshundefreunde. Es ist schwer was los in Dietesheim. Neben alledem ruht still ein See. Ein Jammer, dass wir nicht zum Picknicken hier sind. Obwohl &#8211; daf&#252;r w&#228;re es ohnehin zu k&#252;hl. Zum Laufen hingegen ist das Wetter perfekt. Ich f&#252;hle mich gut. Gegen die Auswirkungen des Kohls von „Mama Afrika“ habe ich heute Nacht Kr&#228;utertropfen eingenommen, in der die „bittere Schleifenblume“ (Iberis amara) enthalten ist. Das klingt so ungeheuer heilkr&#228;ftig, dass ich jeden kulinarischen Fehlgriff sofort vergesse.</p>
<p>Die Strecke ist h&#252;bsch, abwechslungsreich und schnell. Und das, obwohl es gelegentlich ein bisschen bergauf geht. Der Vorteil beginnt schon beim Start: 2 ½ Runden legt man im Stadion zur&#252;ck. Dabei laufen viele zu schnell – und so hat man die ehrgeizigen Jungs erst einmal aus den F&#252;&#223;en. Das Feld zieht sich sofort auseinander und jeder findet darin sein Pl&#228;tzchen, ohne &#252;ber Grasnarben zu stolpern und in die Brennessel zu springen. Wenn alle dann auf die „richtige“ Strecke gehen, ist die gr&#246;&#223;te Unruhe vor&#252;ber. Wir atmen den dampfenden Dung auf dem Feld und freuen uns unseres L&#228;uferlebens. Schon bald habe ich einen Begleiter, der das macht, was viele (junge) M&#228;nner machen: er wehrt sich gegen das &#220;berholtwerden von einem M&#228;dchen. Andere ziehen an ihm vorbei – ich darf nicht. Lieber legt er einen kleinen Zwischenspurt ein. Ein Hin- und Her hat gar keinen Sinn und so beschlie&#223;e ich, meinen Widersacher zu m&#246;gen. Irgendwie zieht er mich ja auch.</p>
<p><em> <div style='float:right; width:200px;' ><div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #f4a460; border-left-color: #f4a460; border-right-color: #f4a460; border-bottom-color: #f4a460; background-color: #f5f5f5; ">Lieber sp&#228;ter lesen? Hier gibt&#8217;s eine <a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2007/09/Muehlheim07.pdf" target="_blank">Druckversion</a> als PDF ohne Bilder.</div></div></em></p>
<p>Die ersten Kilometer waren pfeilschnell und ich f&#252;hle mich prima. Au&#223;erdem ist mir heute nach Schicksalsgemeinschaft. Bei Kilometer 9 bin ich allerdings das Zugpferd: hier beginnt eine lange breite Bergabpassage auf Asphalt. Ein echtes L&#228;ufergeschenk und sch&#246;ne Geschenke nehme ich immer &#252;berschw&#228;nglich an. Es l&#228;uft. Auch f&#252;r den Schwertritt-Indianer, der jetzt an uns vorbeizieht. Neulich habe ich gelesen, dass es eine Ma&#223;einheit f&#252;r Geruch gibt. Er wird in „Olf“ gemessen. Ein Olf ist die Geruchsst&#228;rke, die von einem Normmenschen mit 0,7 B&#228;dern am Tag, 1,8 qm Hautoberfl&#228;che und sitzender T&#228;tigkeit ausgeht. F&#252;r einen L&#228;ufer nach dem Lauf kann man durchaus schon einmal 30 Olf veranschlagen. Der Herr vom Schwertritt-Stamm rumpelt nun allerdings mit gef&#252;hlten 86 Olf neben uns her. Ich atme nach der anderen Seite, und hoffe, dass es und er bald vorbei sind. Bisher dachte ich, nur der St&#246;hnl&#228;ufer, der seine Transpiration mit einem kleinen G&#228;stehandtuch auff&#228;ngt, das er vorne in der Hose tr&#228;gt, w&#228;re zu einer solchen Olf-St&#228;rke f&#228;hig. Sieh an, er hat einen Bruder.</p>
<p>Mein Begleiter und ich sausen unverdrossen weiter. Die 10km haben wir in einer 50er Zeit hinter uns gebracht und alles sieht gut aus. Der Belag wechselt, man lernt alle Farben und Formen des Waldbodens kennen. Sp&#228;ter erfahre ich, dass irgendwo im Wald ein Hornissen-Nest hing und einige L&#228;ufer von den Summern angegriffen wurden. Ich sehe und merke davon nichts, zu gro&#223; ist meine Konzentration darauf, die Geschwin- digkeit zu halten. Pl&#246;tzlich fl&#252;stert es hinter mir. Ich verstehe nur ein Wort: „Laufen“. Jemand fl&#252;stert unabl&#228;ssig irgendetwas vor sich hin, was mit „Laufen“ zu tun hat. Das Fl&#252;stern kommt n&#228;her und l&#228;uft schlie&#223;lich an uns vorbei. Eine junge Frau, total verkabelt und verst&#246;pselt wispert sich nach vorne. Mein Begleiter und ich schauen uns an. „Anscheinend hilft’s“ sage ich und wir sehen der Dame ratlos hinterher, die nun leise anf&#228;ngt, seltsame Melodien zu singen. Die Methode mag schnell machen, aber es wirkt, als h&#228;tte ihr das Laufen den armen Verstand zerr&#252;ttet.</p>
<p>So sehr es ihr half, so sehr hat es meinen Begleiter demoralisiert. Drei Kilometer vor dem Ziel sagt er „Ich verabschiede mich hier“ und f&#228;llt zur&#252;ck. Gern w&#228;re ich mit ihm ins Ziel gekommen (wenn er sich schon nicht &#252;berholen l&#228;sst &#8230;), aber ich wei&#223; auch, wie es ist, wenn nichts mehr geht. Da kann man nichts machen. Kurz vor dem Stadion steht ein Bekannter und l&#228;utet symbolisch die letzte Runde ein. So macht der Zieleinlauf nat&#252;rlich noch mehr Spa&#223;. Meine Uhr stoppe ich bei 1:45:57. Es ging verbl&#252;ffend leicht. Aber es war nicht nur mein Tag: mein Trainingspartner schl&#252;rft schon l&#228;nger an seinem Red-Bull Becher als ich ins Ziel komme und die Kollegin, die letzte Woche noch eine Halbmarathon-Deb&#252;tantin war, ist diese Woche schon eine „Unter-1:50-L&#228;uferin“ geworden. Ob’s an Dietesheim liegt?</p>
<p>Zum Belohnungskuchen gibt es zwar zun&#228;chst keinen Belohnungskaffee („Der l&#228;uft noch dorsch!“), daf&#252;r aber ein Kleinkunstprogramm in Form einer Siegerehrung.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-683" title="Muehlheim-Gerry-2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Muehlheim-Gerry-2.jpg" alt="Muehlheim-Gerry-2" width="259" height="195" /> <img class="alignnone size-full wp-image-684" title="Muehlheim-Moderator" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Muehlheim-Moderator.jpg" alt="Muehlheim-Moderator" width="261" height="196" /></p>
<p>Als neben einem gro&#223;artigen Moderator auch noch der B&#252;rgermeister ins Spiel kommt, f&#252;hlt man sich an den Blauen Bock erinnert – einzig die Bembel&#252;bergabe fehlt. Es „hesselt“ hinter dem Mikro. Wir f&#252;hlen uns gut unterhalten und sitzen heldenhaft auf den B&#228;nken.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-685" title="Muehlheim-Kuchen-1" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Muehlheim-Kuchen-1.jpg" alt="Muehlheim-Kuchen-1" width="260" height="195" /> <img class="alignnone size-full wp-image-686" title="Muehlheim-Wuerstchen" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Muehlheim-Wuerstchen.jpg" alt="Muehlheim-Wuerstchen" width="261" height="195" /></p>
<p>Vielleicht sollte ich „vor Neu-Isenburg“ wieder die Tropfen mit der &#8220;Bitteren Schleifenblume&#8221; nehmen. Jetzt freuen sich meine 1,8 qm Hautoberfl&#228;che aber erst mal auf mein 0,7 Bad am Tag.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-687 aligncenter" title="Muehlheim-Kuchen" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Muehlheim-Kuchen.jpg" alt="Muehlheim-Kuchen" width="382" height="286" /></p>
<div class='stb-grey_box' >Mehr zu Lauf und Veranstalter gibt&#8217;s hier: <a href="http://www.turngemeinde-dietesheim.de/">www.turngemeinde-dietesheim.de</a></div>
<p> </p>
<h4>M&#252;hlheim-Dietesheim?</h4>
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</tr>
<tr>
<td align="right"><a style="font:8px Arial;text-decoration:none;cursor:default;color:#5C5C5C;" href="http://www.map-generator.net/?de">Stadtplan / Kartengenerator</a></td>
</tr>
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		<title>Von sauren Innereien, eisernen Hasen und Mick Jagger.</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2005 17:49:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt L&#228;ufe, die beginnen nicht mit dem Startschuss. Sondern in der Nacht davor.  Ich gehe einigerma&#223;en p&#252;nktlich ins Bett. Denn morgen hei&#223;t es: fr&#252;h aufstehen und in M&#252;hlheim-Dietesheim laufen. Dort ist es schattig, waldig, flach und sch&#246;n, also will ich schnell sein. Wenn ich ehrlich bin, will ich morgen schneller sein, als jemals zuvor. Zumindest schneller als beim letzten Mal.  Das Licht ist aus, ich liege auf der Seite. Jetzt liege ich auf der anderen Seite. Dann liege ich auf dem R&#252;cken. Diese Abfolge wiederhole ich (...)]]></description>
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<h2>Der Halbmarathon in M&#252;hlheim-Dietesheim (2005)</h2>
<p>Es gibt L&#228;ufe, die beginnen nicht mit dem Startschuss. Sondern in der Nacht davor.  Ich gehe einigerma&#223;en p&#252;nktlich ins Bett. Denn morgen hei&#223;t es: fr&#252;h aufstehen und in M&#252;hlheim-Dietesheim laufen. Dort ist es schattig, waldig, flach und sch&#246;n, also will ich schnell sein. Wenn ich ehrlich bin, will ich morgen schneller sein, als jemals zuvor. Zumindest schneller als beim letzten Mal.  Das Licht ist aus, ich liege auf der Seite. Jetzt liege ich auf der anderen Seite. Dann liege ich auf dem R&#252;cken. Diese Abfolge wiederhole ich bei vollem Bewusstsein in den n&#228;chsten 45 Minuten ca. 28 mal. Statt des Schlafs &#252;berkommt mich nur der Harndrang und ich stehe auf. In meinem Bauch blubbert es. Dann ist das Licht wieder aus. Rechte Seite, blubbern, linke Seite, blubbern, R&#252;cken – Licht an. Es ist 0:40 Uhr. Ich nehme meine letzte Baldriantablette. Wenn sie nicht hilft, bin ich verloren. Licht wieder aus. Rechte Seite &#8230; ach, das hat doch keinen Sinn. Licht wieder an.   </p>
<p>Ich nehme mir den &#8220;Stern&#8221; und lese den Artikel &#252;ber Lance Armstrong. Was nimmt Armstrong eigentlich, wenn er nicht schlafen kann? Muss er &#252;berhaupt schlafen? Oder dr&#252;ckt er einfach auf einen kleinen Stand by Knopf? Dann lese ich das Interview mit Mick Jagger. Das ist aber ein negatives Interview, sagt Jagger und da hat er recht. Ich w&#252;rde um 1:09 auch lieber etwas positiveres Lesen, als die Frage, ob ihn seine Kinder denn nicht albern finden. Zum Beispiel: &#8220;Herr Jagger, was tun Sie eigentlich, wenn sie nicht einschlafen k&#246;nnen, obwohl sie am n&#228;chsten Tag auf den Mount Ventoux fahren m&#252;ssen?&#8221; Ne halt, das war ja Armstrong. Ich bin m&#252;de, aber immer noch schlaflos. Um 1:23 Uhr lege ich Mick Jagger neben mich und l&#246;sche das Licht. Leise blubbert mein Bauch.  </p>
<p>M&#252;hlheim-Dietesheim hat einen gro&#223;artigen Sportplatz. Um von der Anmeldung dort hin zu gelangen, muss man durch’s Gew&#246;lk. Das sagt mein Trainingspartner so und weil der schon oft hier war, muss er es wissen. Ich wei&#223; zwar nicht, was &#8220;das Gew&#246;lk&#8221; ist, aber es klingt gut. Wenn Euch jemand fragt, wie es in M&#252;hlheim-Dietesheim ist, sagt einfach: von der Anmeldung geht es durch’s Gew&#246;lk zum Sportplatz. Das ist eine ersch&#246;pfende Auskunft. Die Sonne scheint, M&#228;nner in Blockstreifen-T-Shirts k&#252;mmern sich um die Zapfanlage und die Sonnenschirme, man kann den Kuchen schon riechen.  </p>
<div style='float:right; width:200px;' ><div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #f4a460; border-left-color: #f4a460; border-right-color: #f4a460; border-bottom-color: #f4a460; background-color: #fff5ee; "><em>Lieber auf Papier lesen? Hier gibt&#8217;s eine </em><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Muehlheim05.pdf" target="_blank"><em>Druckversion</em></a><em> als PDF.</em></div></div>
<p>Der Start ist um 9 Uhr und wir wackeln eine kleine Alibi-Runde durchs Stadion. Es blubbert ein bisschen bei mir, obwohl da seit heute fr&#252;h eigentlich gar nichts sein d&#252;rfte, was blubbern k&#246;nnte. Egal. Mein Trainingspartner, sonst bei L&#228;ufen in weiter Ferne, ist heute mein Hase. Er wei&#223;, dass ich Gro&#223;es vorhabe. Vom Blubbern wei&#223; er nichts.  Wir laufen los. Plangem&#228;&#223; immer etwas unter 5 Minuten/km. Nach vier Kilometern wei&#223; ich: m&#246;glicherweise ist das heute der Tag des kurzgewachsenen Herrn mit der Minipli. Mein Tag ist es jedenfalls nicht. Schon ab Kilometer sieben geht nichts mehr ohne intensiven Armeinsatz. Man k&#246;nnte auch sagen: ich rudere mehr, als ich laufe. Mein Hase glaubt an Wunder und versucht den Plan zu halten. Aber schon bei km 10 sind wir etwas &#252;ber 50 Minuten unterwegs. Es f&#228;llt mir heute unglaublich schwer. Die Beine, die Luft, nichts stimmt. Ich stampfe, ich schniefe und r&#246;chle, den Blick immer auf den unbeirrbaren L&#228;ufer vor mir gerichtet. Ich denke gerade an Hasenr&#252;cken in Dunkelbierso&#223;e, als mir ein Stich in die Innereien f&#228;hrt. Bei Kilometer 15 zieht sich mein Bauch schmerzhaft zusammen. Es ziept, krampft und dr&#252;ckt und ich denke an die arme Uta Pippig, die sich einmal unterwegs notgedrungen in die Hosen machen musste. Damit mir &#228;hnliches nicht passiert, drossele ich noch etwas das Tempo. Die Kr&#228;mpfe sind elend und ich will nur noch ins Stadion und mich dort auf die Wiese werfen. Auf die Uhr sehe ich schon lange nicht mehr.  Nach einer Stunde und 47 Minuten erreiche ich das Ziel. Unter den Umst&#228;nden ist das ganz ordentlich. Vor dem Hintergrund meines urspr&#252;nglichen Ziels nicht gerade furios. Viel schwerer als die Zeit wiegt allerdings die Tatsache, dass ich einen Lauf bei bestem Wetter, auf einer der herrlichsten Laufstrecken, die ich kenne, mit einem kleinen, friedlichen Feld, nicht genie&#223;en konnte.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-694" title="Muehlheim-Volkslauf" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Muehlheim-Volkslauf.jpg" alt="Muehlheim-Volkslauf" width="311" height="415" /></p>
<p>Nicht einmal ein Kuchen, den man uns als &#8220;Geisterkuchen&#8221; verkauft, kann mich heute tr&#246;sten. Langsam schlurfen wir durch’s Gew&#246;lk zur&#252;ck zum Auto. Ich bin M&#252;lheim-Dietesheim etwas schuldig geblieben. Ich werde n&#228;chstes Jahr wieder dort antreten m&#252;ssen.</p>
<div class='stb-warning_box' ><em>Mehr zu Lauf und Veranstalter gibt&#8217;s hier: </em><a href="http://www.turngemeinde-dietesheim.de/"><em>www.turngemeinde-dietesheim.de</em></a></div>
<p> </p>
<h4>M&#252;hlheim-Dietesheim?</h4>
<table cellspacing="0" cellpadding="0" border="0">
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<td><iframe src="http://www.map-generator.net/extmap.php?name=M%FChlheim%20Dietesheim&amp;address=L%E4mmerspieler%20Weg%2016%2C%20M%FChlheim%20Dietesheim&amp;width=500&amp;height=400&amp;maptype=map&amp;zoom=10&amp;hl=de&amp;t=1255796456" width="500" height="400" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></td>
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<tr>
<td align="right"><a style="font:8px Arial;text-decoration:none;cursor:default;color:#5C5C5C;" href="http://www.map-generator.net/?de">Stadtplan / Kartengenerator</a></td>
</tr>
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<p><!-- Do not change code! --></p>

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