<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Laufen-mit-frauschmitt &#187; Mühlheim-Dietesheim</title>
	<atom:link href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/category/laufberichte/g-n/muehlheim-dietesheim-g-n-laufberichte/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de</link>
	<description>Laufen zum Lesen und Hören.</description>
	<lastBuildDate>Sun, 08 Jan 2012 19:05:34 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.4</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<xhtml:meta xmlns:xhtml="http://www.w3.org/1999/xhtml" name="robots" content="noindex" />
		<item>
		<title>Von Erdnussbuttersauce, Schleifenblumen und Olf.</title>
		<link>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/volkslauf-muehlheim-07/</link>
		<comments>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/volkslauf-muehlheim-07/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 02 Sep 2007 17:30:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[G - N]]></category>
		<category><![CDATA[Laufberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mühlheim-Dietesheim]]></category>
		<category><![CDATA[Mühlheim-Dietesheim07]]></category>
		<category><![CDATA[Halbmarathon]]></category>
		<category><![CDATA[Kuchen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/?p=681</guid>
		<description><![CDATA[Vor Mühlheim-Dietesheim sollte ich nichts Schweres essen. Während ich über diesen Satz nachdenke, fällt mir auf, dass Läufer Ortsnamen nicht geografisch, sondern zeitlich benutzen. Es ist damit keineswegs der Ort, sondern eine Laufveranstaltung an diesem Ort, bzw. der Tag dieser Veranstaltung gemeint. Wer also beschließt: „Vor Biel muss ich mir unbedingt noch die Zehennägel schneiden.“ beabsichtigt damit keineswegs, unmittelbar vor dem Ortsschild mit einem Nagelknipser in die Hocke zu gehen. Es ist völlig (...)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<h2>Der Halbmarathon in Mühlheim-Dietesheim (2007)</h2>
<p>Vor Mühlheim-Dietesheim sollte ich nichts Schweres essen. Während ich über diesen Satz nachdenke, fällt mir auf, dass Läufer Ortsnamen nicht geografisch, sondern zeitlich benutzen. Es ist damit keineswegs der Ort, sondern eine Laufveranstaltung an diesem Ort, bzw. der Tag dieser Veranstaltung gemeint. Wer also beschließt: „Vor Biel muss ich mir unbedingt noch die Zehennägel schneiden.“ beabsichtigt damit keineswegs, unmittelbar vor dem Ortsschild mit einem Nagelknipser in die Hocke zu gehen. Es ist völlig unerheblich, ob die Prozedur innerhalb oder außerhalb Biels stattfindet, Hauptsache, sie passiert „vor Biel“. Läufersprache. Vielleicht sollte man den Text von „Wir lagen vor Madagaskar“ unter diesem Aspekt noch einmal beleuchten. Möglicherweise ist damit ja der Madagaskar-Marathon gemeint.</p>
<div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #f4a460; border-left-color: #f4a460; border-right-color: #f4a460; border-bottom-color: #f4a460; background-color: #fff5ee; "><em>Übrigens: Diesen Text gibt es auch als </em><a href="http://frauschmitt.podspot.de/"><em>Podcast-Episode</em></a><em> zum Hören!</em></div>
<p>Vor Mühlheim-Dietesheim jedenfalls sollte ich nichts Schweres essen. Ein grummelndes Gekröse würde mich nur an einen meiner schlimmsten Läufe erinnern. Vor Jahren lief ich hier (unwissentlich) mit einem Magen-Darm Virus und quälte mich beim Lauf entsetzlich. Deshalb bin ich dieses Mal extrem vorsichtig: am Vorabend kaufe ich mir auf einem Stadtteilfest an einem Stand, der „Mama Afrika“ heißt, mein Abendessen – Couscous mit Erdnussbuttersauce, in der große Kohlstücke schwimmen. Leichtverdauliches eben. Was wäre das Leben ohne Widersprüche.</p>
<p>Die Anfahrt zum Sportplatz überspringe ich, wer die Industriegebiete hinter Offenbach kennt, weiß warum. Der Lauf ist in zweierlei Hinsicht etwas Besonderes: 1. Es ist ein Jubiläumslauf (35 Jahre Volkslauf Mühlheim) und 2. Es ist ein Benefizlauf für die Familie eines Vereinssportlers, der bei einem Triathlon einen Herzinfarkt erlitt und seither im Wachkoma liegt. Darum kann man ausnahmsweise mehrere Startnummern kaufen. Eine gute Idee.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-682 aligncenter" title="Muehlheim-Schild" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Muehlheim-Schild.jpg" alt="Muehlheim-Schild" width="404" height="303" /></p>
<p>Mein Trainingspartner und ich laufen uns großräumig ein und begutachten dabei die Vereinsheime des Anglervereins, der Kaninchenzüchter, des Teckel-Clubs und der Gebrauchshundefreunde. Es ist schwer was los in Dietesheim. Neben alledem ruht still ein See. Ein Jammer, dass wir nicht zum Picknicken hier sind. Obwohl &#8211; dafür wäre es ohnehin zu kühl. Zum Laufen hingegen ist das Wetter perfekt. Ich fühle mich gut. Gegen die Auswirkungen des Kohls von „Mama Afrika“ habe ich heute Nacht Kräutertropfen eingenommen, in der die „bittere Schleifenblume“ (Iberis amara) enthalten ist. Das klingt so ungeheuer heilkräftig, dass ich jeden kulinarischen Fehlgriff sofort vergesse.</p>
<p>Die Strecke ist hübsch, abwechslungsreich und schnell. Und das, obwohl es gelegentlich ein bisschen bergauf geht. Der Vorteil beginnt schon beim Start: 2 ½ Runden legt man im Stadion zurück. Dabei laufen viele zu schnell – und so hat man die ehrgeizigen Jungs erst einmal aus den Füßen. Das Feld zieht sich sofort auseinander und jeder findet darin sein Plätzchen, ohne über Grasnarben zu stolpern und in die Brennessel zu springen. Wenn alle dann auf die „richtige“ Strecke gehen, ist die größte Unruhe vorüber. Wir atmen den dampfenden Dung auf dem Feld und freuen uns unseres Läuferlebens. Schon bald habe ich einen Begleiter, der das macht, was viele (junge) Männer machen: er wehrt sich gegen das Überholtwerden von einem Mädchen. Andere ziehen an ihm vorbei – ich darf nicht. Lieber legt er einen kleinen Zwischenspurt ein. Ein Hin- und Her hat gar keinen Sinn und so beschließe ich, meinen Widersacher zu mögen. Irgendwie zieht er mich ja auch.</p>
<p><em> <div style='float:right; width:200px;' ><div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #f4a460; border-left-color: #f4a460; border-right-color: #f4a460; border-bottom-color: #f4a460; background-color: #f5f5f5; ">Lieber später lesen? Hier gibt&#8217;s eine <a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2007/09/Muehlheim07.pdf" target="_blank">Druckversion</a> als PDF ohne Bilder.</div></div></em></p>
<p>Die ersten Kilometer waren pfeilschnell und ich fühle mich prima. Außerdem ist mir heute nach Schicksalsgemeinschaft. Bei Kilometer 9 bin ich allerdings das Zugpferd: hier beginnt eine lange breite Bergabpassage auf Asphalt. Ein echtes Läufergeschenk und schöne Geschenke nehme ich immer überschwänglich an. Es läuft. Auch für den Schwertritt-Indianer, der jetzt an uns vorbeizieht. Neulich habe ich gelesen, dass es eine Maßeinheit für Geruch gibt. Er wird in „Olf“ gemessen. Ein Olf ist die Geruchsstärke, die von einem Normmenschen mit 0,7 Bädern am Tag, 1,8 qm Hautoberfläche und sitzender Tätigkeit ausgeht. Für einen Läufer nach dem Lauf kann man durchaus schon einmal 30 Olf veranschlagen. Der Herr vom Schwertritt-Stamm rumpelt nun allerdings mit gefühlten 86 Olf neben uns her. Ich atme nach der anderen Seite, und hoffe, dass es und er bald vorbei sind. Bisher dachte ich, nur der Stöhnläufer, der seine Transpiration mit einem kleinen Gästehandtuch auffängt, das er vorne in der Hose trägt, wäre zu einer solchen Olf-Stärke fähig. Sieh an, er hat einen Bruder.</p>
<p>Mein Begleiter und ich sausen unverdrossen weiter. Die 10km haben wir in einer 50er Zeit hinter uns gebracht und alles sieht gut aus. Der Belag wechselt, man lernt alle Farben und Formen des Waldbodens kennen. Später erfahre ich, dass irgendwo im Wald ein Hornissen-Nest hing und einige Läufer von den Summern angegriffen wurden. Ich sehe und merke davon nichts, zu groß ist meine Konzentration darauf, die Geschwin- digkeit zu halten. Plötzlich flüstert es hinter mir. Ich verstehe nur ein Wort: „Laufen“. Jemand flüstert unablässig irgendetwas vor sich hin, was mit „Laufen“ zu tun hat. Das Flüstern kommt näher und läuft schließlich an uns vorbei. Eine junge Frau, total verkabelt und verstöpselt wispert sich nach vorne. Mein Begleiter und ich schauen uns an. „Anscheinend hilft’s“ sage ich und wir sehen der Dame ratlos hinterher, die nun leise anfängt, seltsame Melodien zu singen. Die Methode mag schnell machen, aber es wirkt, als hätte ihr das Laufen den armen Verstand zerrüttet.</p>
<p>So sehr es ihr half, so sehr hat es meinen Begleiter demoralisiert. Drei Kilometer vor dem Ziel sagt er „Ich verabschiede mich hier“ und fällt zurück. Gern wäre ich mit ihm ins Ziel gekommen (wenn er sich schon nicht überholen lässt &#8230;), aber ich weiß auch, wie es ist, wenn nichts mehr geht. Da kann man nichts machen. Kurz vor dem Stadion steht ein Bekannter und läutet symbolisch die letzte Runde ein. So macht der Zieleinlauf natürlich noch mehr Spaß. Meine Uhr stoppe ich bei 1:45:57. Es ging verblüffend leicht. Aber es war nicht nur mein Tag: mein Trainingspartner schlürft schon länger an seinem Red-Bull Becher als ich ins Ziel komme und die Kollegin, die letzte Woche noch eine Halbmarathon-Debütantin war, ist diese Woche schon eine „Unter-1:50-Läuferin“ geworden. Ob’s an Dietesheim liegt?</p>
<p>Zum Belohnungskuchen gibt es zwar zunächst keinen Belohnungskaffee („Der läuft noch dorsch!“), dafür aber ein Kleinkunstprogramm in Form einer Siegerehrung.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-683" title="Muehlheim-Gerry-2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Muehlheim-Gerry-2.jpg" alt="Muehlheim-Gerry-2" width="259" height="195" /> <img class="alignnone size-full wp-image-684" title="Muehlheim-Moderator" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Muehlheim-Moderator.jpg" alt="Muehlheim-Moderator" width="261" height="196" /></p>
<p>Als neben einem großartigen Moderator auch noch der Bürgermeister ins Spiel kommt, fühlt man sich an den Blauen Bock erinnert – einzig die Bembelübergabe fehlt. Es „hesselt“ hinter dem Mikro. Wir fühlen uns gut unterhalten und sitzen heldenhaft auf den Bänken.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-685" title="Muehlheim-Kuchen-1" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Muehlheim-Kuchen-1.jpg" alt="Muehlheim-Kuchen-1" width="260" height="195" /> <img class="alignnone size-full wp-image-686" title="Muehlheim-Wuerstchen" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Muehlheim-Wuerstchen.jpg" alt="Muehlheim-Wuerstchen" width="261" height="195" /></p>
<p>Vielleicht sollte ich „vor Neu-Isenburg“ wieder die Tropfen mit der &#8220;Bitteren Schleifenblume&#8221; nehmen. Jetzt freuen sich meine 1,8 qm Hautoberfläche aber erst mal auf mein 0,7 Bad am Tag.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-687 aligncenter" title="Muehlheim-Kuchen" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Muehlheim-Kuchen.jpg" alt="Muehlheim-Kuchen" width="382" height="286" /></p>
<div class='stb-grey_box' >Mehr zu Lauf und Veranstalter gibt&#8217;s hier: <a href="http://www.turngemeinde-dietesheim.de/">www.turngemeinde-dietesheim.de</a></div>
<p> </p>
<h4>Mühlheim-Dietesheim?</h4>
<table cellspacing="0" cellpadding="0" border="0">
<tr>
<td><iframe src="http://www.map-generator.net/extmap.php?name=M%FChlheim%20Dietesheim&amp;address=L%E4mmerspieler%20Weg%2016%2C%20M%FChlheim%20Dietesheim&amp;width=500&amp;height=400&amp;maptype=map&amp;zoom=10&amp;hl=de&amp;t=1255796456" width="500" height="400" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></td>
</tr>
<tr>
<td align="right"><a style="font:8px Arial;text-decoration:none;cursor:default;color:#5C5C5C;" href="http://www.map-generator.net/?de">Stadtplan / Kartengenerator</a></td>
</tr>
</table>
<p><!-- Do not change code! --></p>

<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/volkslauf-muehlheim-07/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Von sauren Innereien, eisernen Hasen und Mick Jagger.</title>
		<link>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/halbmarathon-muehlheim-05/</link>
		<comments>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/halbmarathon-muehlheim-05/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 04 Sep 2005 17:49:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[G - N]]></category>
		<category><![CDATA[Laufberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mühlheim-Dietesheim]]></category>
		<category><![CDATA[Mühlheim-Dietesheim05]]></category>
		<category><![CDATA[Halbmarathon]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/?p=693</guid>
		<description><![CDATA[Es gibt Läufe, die beginnen nicht mit dem Startschuss. Sondern in der Nacht davor.  Ich gehe einigermaßen pünktlich ins Bett. Denn morgen heißt es: früh aufstehen und in Mühlheim-Dietesheim laufen. Dort ist es schattig, waldig, flach und schön, also will ich schnell sein. Wenn ich ehrlich bin, will ich morgen schneller sein, als jemals zuvor. Zumindest schneller als beim letzten Mal.  Das Licht ist aus, ich liege auf der Seite. Jetzt liege ich auf der anderen Seite. Dann liege ich auf dem Rücken. Diese Abfolge wiederhole ich (...)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<h2>Der Halbmarathon in Mühlheim-Dietesheim (2005)</h2>
<p>Es gibt Läufe, die beginnen nicht mit dem Startschuss. Sondern in der Nacht davor.  Ich gehe einigermaßen pünktlich ins Bett. Denn morgen heißt es: früh aufstehen und in Mühlheim-Dietesheim laufen. Dort ist es schattig, waldig, flach und schön, also will ich schnell sein. Wenn ich ehrlich bin, will ich morgen schneller sein, als jemals zuvor. Zumindest schneller als beim letzten Mal.  Das Licht ist aus, ich liege auf der Seite. Jetzt liege ich auf der anderen Seite. Dann liege ich auf dem Rücken. Diese Abfolge wiederhole ich bei vollem Bewusstsein in den nächsten 45 Minuten ca. 28 mal. Statt des Schlafs überkommt mich nur der Harndrang und ich stehe auf. In meinem Bauch blubbert es. Dann ist das Licht wieder aus. Rechte Seite, blubbern, linke Seite, blubbern, Rücken – Licht an. Es ist 0:40 Uhr. Ich nehme meine letzte Baldriantablette. Wenn sie nicht hilft, bin ich verloren. Licht wieder aus. Rechte Seite &#8230; ach, das hat doch keinen Sinn. Licht wieder an.   </p>
<p>Ich nehme mir den &#8220;Stern&#8221; und lese den Artikel über Lance Armstrong. Was nimmt Armstrong eigentlich, wenn er nicht schlafen kann? Muss er überhaupt schlafen? Oder drückt er einfach auf einen kleinen Stand by Knopf? Dann lese ich das Interview mit Mick Jagger. Das ist aber ein negatives Interview, sagt Jagger und da hat er recht. Ich würde um 1:09 auch lieber etwas positiveres Lesen, als die Frage, ob ihn seine Kinder denn nicht albern finden. Zum Beispiel: &#8220;Herr Jagger, was tun Sie eigentlich, wenn sie nicht einschlafen können, obwohl sie am nächsten Tag auf den Mount Ventoux fahren müssen?&#8221; Ne halt, das war ja Armstrong. Ich bin müde, aber immer noch schlaflos. Um 1:23 Uhr lege ich Mick Jagger neben mich und lösche das Licht. Leise blubbert mein Bauch.  </p>
<p>Mühlheim-Dietesheim hat einen großartigen Sportplatz. Um von der Anmeldung dort hin zu gelangen, muss man durch’s Gewölk. Das sagt mein Trainingspartner so und weil der schon oft hier war, muss er es wissen. Ich weiß zwar nicht, was &#8220;das Gewölk&#8221; ist, aber es klingt gut. Wenn Euch jemand fragt, wie es in Mühlheim-Dietesheim ist, sagt einfach: von der Anmeldung geht es durch’s Gewölk zum Sportplatz. Das ist eine erschöpfende Auskunft. Die Sonne scheint, Männer in Blockstreifen-T-Shirts kümmern sich um die Zapfanlage und die Sonnenschirme, man kann den Kuchen schon riechen.  </p>
<div style='float:right; width:200px;' ><div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #f4a460; border-left-color: #f4a460; border-right-color: #f4a460; border-bottom-color: #f4a460; background-color: #fff5ee; "><em>Lieber auf Papier lesen? Hier gibt&#8217;s eine </em><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Muehlheim05.pdf" target="_blank"><em>Druckversion</em></a><em> als PDF.</em></div></div>
<p>Der Start ist um 9 Uhr und wir wackeln eine kleine Alibi-Runde durchs Stadion. Es blubbert ein bisschen bei mir, obwohl da seit heute früh eigentlich gar nichts sein dürfte, was blubbern könnte. Egal. Mein Trainingspartner, sonst bei Läufen in weiter Ferne, ist heute mein Hase. Er weiß, dass ich Großes vorhabe. Vom Blubbern weiß er nichts.  Wir laufen los. Plangemäß immer etwas unter 5 Minuten/km. Nach vier Kilometern weiß ich: möglicherweise ist das heute der Tag des kurzgewachsenen Herrn mit der Minipli. Mein Tag ist es jedenfalls nicht. Schon ab Kilometer sieben geht nichts mehr ohne intensiven Armeinsatz. Man könnte auch sagen: ich rudere mehr, als ich laufe. Mein Hase glaubt an Wunder und versucht den Plan zu halten. Aber schon bei km 10 sind wir etwas über 50 Minuten unterwegs. Es fällt mir heute unglaublich schwer. Die Beine, die Luft, nichts stimmt. Ich stampfe, ich schniefe und röchle, den Blick immer auf den unbeirrbaren Läufer vor mir gerichtet. Ich denke gerade an Hasenrücken in Dunkelbiersoße, als mir ein Stich in die Innereien fährt. Bei Kilometer 15 zieht sich mein Bauch schmerzhaft zusammen. Es ziept, krampft und drückt und ich denke an die arme Uta Pippig, die sich einmal unterwegs notgedrungen in die Hosen machen musste. Damit mir ähnliches nicht passiert, drossele ich noch etwas das Tempo. Die Krämpfe sind elend und ich will nur noch ins Stadion und mich dort auf die Wiese werfen. Auf die Uhr sehe ich schon lange nicht mehr.  Nach einer Stunde und 47 Minuten erreiche ich das Ziel. Unter den Umständen ist das ganz ordentlich. Vor dem Hintergrund meines ursprünglichen Ziels nicht gerade furios. Viel schwerer als die Zeit wiegt allerdings die Tatsache, dass ich einen Lauf bei bestem Wetter, auf einer der herrlichsten Laufstrecken, die ich kenne, mit einem kleinen, friedlichen Feld, nicht genießen konnte.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-694" title="Muehlheim-Volkslauf" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Muehlheim-Volkslauf.jpg" alt="Muehlheim-Volkslauf" width="311" height="415" /></p>
<p>Nicht einmal ein Kuchen, den man uns als &#8220;Geisterkuchen&#8221; verkauft, kann mich heute trösten. Langsam schlurfen wir durch’s Gewölk zurück zum Auto. Ich bin Mülheim-Dietesheim etwas schuldig geblieben. Ich werde nächstes Jahr wieder dort antreten müssen.</p>
<div class='stb-warning_box' ><em>Mehr zu Lauf und Veranstalter gibt&#8217;s hier: </em><a href="http://www.turngemeinde-dietesheim.de/"><em>www.turngemeinde-dietesheim.de</em></a></div>
<p> </p>
<h4>Mühlheim-Dietesheim?</h4>
<table cellspacing="0" cellpadding="0" border="0">
<tr>
<td><iframe src="http://www.map-generator.net/extmap.php?name=M%FChlheim%20Dietesheim&amp;address=L%E4mmerspieler%20Weg%2016%2C%20M%FChlheim%20Dietesheim&amp;width=500&amp;height=400&amp;maptype=map&amp;zoom=10&amp;hl=de&amp;t=1255796456" width="500" height="400" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></td>
</tr>
<tr>
<td align="right"><a style="font:8px Arial;text-decoration:none;cursor:default;color:#5C5C5C;" href="http://www.map-generator.net/?de">Stadtplan / Kartengenerator</a></td>
</tr>
</table>
<p><!-- Do not change code! --></p>

<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/halbmarathon-muehlheim-05/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

<!-- Dynamic Page Served (once) in 0.418 seconds -->

