Zum Geburtstag gratulieren, wenn noch gar nicht Geburtstag ist, bringt Unglück. Aber wie ist das mit Silvesterlaufen, wenn noch gar nicht Silvester ist? „Das ist prima“, sagt sich der Spiridon Frankfurt, einer der größten Laufvereine Deutschlands, „wir sind eben unserer Zeit voraus“. Der Frankfurter Silvesterlauf findet folgerichtig ein paar Tage vor Silvester statt. (…)
Weiter lesen...22. November 2009
Deutschland im November. Zum Auswandern. Überhaupt Deutschland. Regen, immer nur Regen. Und grau und trist. Und alle sind depressiv und essen schon seit August Lebkuchen gegen die Depression. Nur wegen des Wetters. Das weiß doch jeder. Dabei ist es in Wirklichkeit frei erfunden. Seit Jahren laufe ich im November in Rüsselsheim den Lindenseelauf mit. Geregnet hat es noch nie.
Weiter lesen...26. Juli 2009
Heute fahren wir nach Obertshausen. Genauer gesagt, nach Hausen. Einem der zwei Ortsteile von Obertshausen. Der andere heißt nicht etwa Oberts, sondern auch Obertshausen. Das ist alles sehr verwirrend und ich bin froh, dass ich heute hier nicht die Ortschronik schreiben muss, sondern nur einen Laufbericht. Wir rollen also in den Ortsteil und gleich fällt mir ein Slogan für ein Parkhaus ein, den ich gestern gelesen habe: (…)
Weiter lesen...12. Juli 2009
Ockstädter Kirschen sind eine Delikatesse. Besonders in Stierstadt. Zumindest lässt sich das vermuten, wenn man die zahlreichen Schilder zum Kirschverkauf in und um Stierstadt betrachtet. Die Kirschen sind anscheinend tatsächlich reif geworden, obwohl schon seit Tagen wieder etwas herrscht, dass man nur im allerweitesten Sinne als „Wetter“ bezeichnen kann. Der Himmel zeigt sich in einer Farbe, die sich sonst nur ergibt, wenn man ein schwarzes T-Shirt versehentlich mit der weißen Wäsche gewaschen hat. (…)
Weiter lesen...12. Oktober 2008
Die Begleitung bei einem Lauf kann man sich nicht aussuchen. Bei einem Volkslauf ohnehin nicht – wer da streng riechend und schnaubend um uns herumläuft, haben wir nicht zu bestimmen. Aber auch die virtuellen Begleiter kommen und gehen – mit dem Flow des Laufens kommen auch die Gedanken an Menschen, die wir lieben und hassen, über die wir uns geärgert oder gefreut haben, über die wir uns Sorgen machen oder die uns sonst beschäftigen. Sie fliegen uns zu und wir können uns kaum wehren. (…)
Weiter lesen...15. Juni 2008
Der Taunussteiner Waldlauf ist eigentlich gar kein Volkslauf. Er ist eine Marke. Er hat alles, was man als erfolgreiche Marke braucht: ein unverwechselbares Erscheinungsbild, verlässliche Qualität und treue Kunden. Dabei beschränkt sich das mit dem Erscheinungsbild nicht nur auf die Strecke. Der Marke „Taunssteiner Waldlauf“ begegnet man nämlich schon lange, bevor der Startschuss fällt. Zum Beispiel an diversen Abzweigungen auf dem Hinweg – überall rast der scheinbar hochmotivierte Vogel Strauß, Erkennungszeichen des Lauftreff Neuhof, über die Wegweiser. (…)
Weiter lesen...4. Mai 2008
Wiesbaden Naurod ist von Frankfurt aus gesehen schnell zu erreichen. Außer, es gäbe vielleicht eine Tagesbaustelle auf der A3, bei der wegen Markierungsarbeiten zwei von drei Fahrspuren gesperrt werden. Aber das würden die doch nie tun. Nicht samstags nachmittags bei bestem Wetter, wenn das komplette Rhein-Main-Gebiet unterwegs ist, um neue Rabatten für die Terrasse zu kaufen. Oder Grillgut. Oder den Sonnenschirm Karlsö (…)
Weiter lesen...26. März 2008
Es gibt Tage, an denen einfach alles stimmt. Dies ist empirisch bewiesen. Versuchsreihen mit Läufern, die an Tagen liefen, an denen einfach alles stimmte, haben gezeigt: es gibt sie. Die Läufer. Und die Tage, an denen … Sie wissen schon. Weit weniger bekannt ist jedoch das Phänomen der Tage, an denen nichts stimmt. Gibt es sie? Wie wirken sie sich auf Läufer aus? (…)
Weiter lesen...25. November 2007
Wer sich beim Lindenseelauf in Rüsselsheim einen Lauf rund um einen See vorstellt, ist verraten und verkauft. Der Lindensee ist so etwas wie das Ungeheuer von Loch Ness: man muss einfach dran glauben, dass er da ist, sehen kann man ihn nicht. „Stimmt doch gar nicht“, höre ich da meinen Trainingspartner, „Man sieht den See! Gleich am Anfang der Strecke!“ Ich werde die Strecke heute zum vierten Mal laufen (…)
Weiter lesen...4. Oktober 2007
Der Offenbacher Mainuferlauf hat zwei Negativ-Image-Päckchen zu tragen. Erstens: Sponsor ist ein großes Chemiewerk, zweitens: er findet in Offenbach statt. Vor dem unbedarften inneren Auge entstehen da schnell Bilder von Horden marodierender RTL 2- Zuschauer mit geknöpften Oversize-Trainingshosen und Bomberjacken, die durch eine grüne Chemie-Abgaswolke rappen. Aber unser Auge ist natürlich nicht (…)
Weiter lesen...29. Juli 2007
„Gleisbauarbeiten in den Nachtstunden“ ist kein Film mit Sir Peter Ustinov und Lauren Bacall. Es ist vielmehr so etwas wie mein Schicksal, vor dem es kein Entrinnen gibt. Seit zwei Nächten in Folge und zwei Wochenenden in Folge saniert man in unmittelbarer Nähe meiner Wohnung die Schienen der Straßenbahn, angekündigt als „Gleisbauarbeiten in den Nachtstunden“. Für mich schienen die Schienen immer ganz in Ordnung, aber da steckt man ja nicht drin, höchstens mal mit dem Absatz. In der Nacht (…)
Weiter lesen...9. April 2007
Der Eier sind genug gewechselt, lasst uns jetzt endlich Läufer sehen. Wenn ich um 6 Uhr 40 schon denken könnten, würde ich sicherlich so etwas denken, schließlich habe ich mir den Wecker gestellt, um zum Osterlauf in Rodgau-Jügesheim anzutreten. Vorher muss ich natürlich erst aus dem Bett, sonst geht es leider nicht. Das ist der Haken. Die Sonne ist allerdings (…)
Weiter lesen...2. April 2007
Die A3 kann so schön sein. Vorausgesetzt, es ist sonntags, kurz vor acht und man ist nach Seligenstadt zum Laufen unterwegs. An der großen Raststätte stehen dutzende schwerer Trucks mit zugezogenen Vorhängen vor der Fahrerkabine. Alle LKW-Fahrer schlafen noch einen gerechten Truckerschlaf. Die Sonne scheint schon durch den Dunst am Horizont, die Wettervorhersage ist phantastisch. Die Autos, die hier unterwegs sind, lassen sich noch problemlos zählen. Alles ist wunderbar, sonntags morgens auf dem Weg nach Seligenstadt. (…)
Weiter lesen...25. März 2007
Heute fahren wir nach Pfungstadt-Eschollbrücken. Das liegt … ja, wo eigentlich? Zum Glück kann ich mit meinem Trainingspartner mitfahren und der weiß, wo es liegt. Zumindest ahnt er es. Wir stören uns nicht an der Vollsperrung der A 67 und finden Eschollbrücken irgendwie. Wiedereinmal herrscht die Magie des Sonntagmorgens. Irrigerweise dachte ich, (…)
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31. Dezember 2009
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