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	<title>Laufen-mit-frauschmitt &#187; Silvesterlauf Frankfurt</title>
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	<description>Laufen zum Lesen und Hören.</description>
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		<title>Das Beste zum Schluss.</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Dec 2009 17:09:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zum Geburtstag gratulieren, wenn noch gar nicht Geburtstag ist, bringt Ungl&#252;ck. Aber wie ist das mit Silvesterlaufen, wenn noch gar nicht Silvester ist?  „Das ist prima“, sagt sich der Spiridon Frankfurt, einer der gr&#246;&#223;ten Laufvereine Deutschlands, „wir sind eben unserer Zeit voraus“. Der Frankfurter Silvesterlauf findet folgerichtig ein paar Tage vor Silvester statt. (...)]]></description>
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<h2>10 km Silvesterlauf Frankfurt (2009)</h2>
<p>Zum Geburtstag gratulieren, wenn noch gar nicht Geburtstag ist, bringt Ungl&#252;ck. Aber wie ist das mit Silvesterlaufen, wenn noch gar nicht Silvester ist?  „Das ist prima“, sagt sich der Spiridon Frankfurt, einer der gr&#246;&#223;ten Laufvereine Deutschlands, „wir sind eben unserer Zeit voraus“. Der Frankfurter Silvesterlauf findet folgerichtig ein paar Tage vor Silvester statt. Am Sonntag davor, um genau zu sein. Kaum sind also die Weihnachtskn&#246;del halbwegs verdaut, strebt man schon wieder Bestzeiten zu. „Falsch“, sagt da der Spiridon Frankfurt, „beim Silvesterlauf geht’s ums Auslaufen.“ Ich laufe am 27.12. also aus, was ja durchaus passt. Schlie&#223;lich gibt es etliche Nichtl&#228;ufer, die denken, Menschen, die bei -2 Grad im Laufschritt &#252;ber teilweise vereiste Wege hasten, k&#246;nnen nur nicht ganz dicht sein.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/01/Silvesterlauf-Stadion.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2103" title="Silvesterlauf Stadion" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/01/Silvesterlauf-Stadion.jpg" alt="Silvesterlauf Stadion" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Der Frankfurter Silvesterlauf startet an der Commerzbank Arena, die von den Altvorderen hartn&#228;ckig Waldstadion genannt wird. Die Anmeldung und das Ganze drumherum finden in der Wintersporthalle statt. Hier kann man sich einen Laufkalender f&#252;r das n&#228;chste Jahr grabschen, nach bekannten Gesichtern Ausschau halten und heimlich schon mal das Kuchenangebot checken. Zun&#228;chst sind die Kinder dran. Aus dem Lautsprecher t&#246;nen un&#252;berh&#246;rbar die Warnungen vor den glatten Stellen auf der Strecke. Wir tappeln vor uns hin (vor dem Auslaufen muss man sich erst mal einlaufen) und testen die rutschigen Partien. Ich sehe schon. Das wird ein Lauf mit einer einfallslosen Ausrede, falls man langsam war. Alle werden sich hinterher auf die rutschigen Schneeflecken berufen. Ich nat&#252;rlich auch. Aber ich bin ohnehin sehr gelassen. Vor zwei Tagen hab ich noch eine gro&#223;e Weihnachtsrunde gedreht und 10km-L&#228;ufe sind eh nicht so meins – zu kurz und schnell.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/01/Silvesterlauf-Schild.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2104" title="Silvesterlauf Schild" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/01/Silvesterlauf-Schild.jpg" alt="Silvesterlauf Schild" width="512" height="384" /></a></p>
<p>1800 L&#228;ufer werden per Blockstart etwas entzerrt. Das macht der Spiridon Frankfurt schon seit Jahren so und das macht er gut. So k&#246;nnen die Elitel&#228;ufer unter sich bleiben und die anderen rennen sich nicht so sehr in die Hacken (was bestimmt auch schlechtes Karma f&#252;r das kommende Jahr bringen w&#252;rde). Mein Trainingspartner blockstartet vor mir, aber der hat ja auch Ehrgeiz. Ich hab dagegen Weihnachtsferien. Im Block treffe ich J&#246;rg, der vor sich hin tiefstapelt. Muskul&#228;re Probleme und so. Voller Faszination f&#228;llt unser Blick auf einen Herrn mit Baumwollbuchse und Sweatshirt. An den F&#252;&#223;en tr&#228;gt er Schuhe, die nur noch im weitesten Sinne als solche erkennbar sind. Das Gewebe an den Seiten ist aufgerissen, so dass seine grauen Frotteesocken sichtbar werden. Die Zehenkappe h&#228;ngt in Fransen. Die Sohle sieht aus, als w&#228;re sie bestenfalls einen halben Zentimeter dick. Hier haben wir Sneakers der Kategorie „Never change a winning shoe.“. Doll. Dabei w&#252;rde es mich nicht wundern, wenn er am Arm einen neuen Garmin tragen w&#252;rde. L&#228;ufer k&#246;nnen so beknackt sein. Ich selbst w&#252;rde mich ohne meine liebsten Brooks Trailschuhe nie auf die Strecke trauen.</p>
<p>Wir rennen los. Schon nach wenigen 100 Metern setzt sich J&#246;rg von mir ab und nimmt seine muskul&#228;ren Probleme mit. Zum Gl&#252;ck. Ich mag sie nicht haben. Trotz Blockstart ist es ein wenig eng. Das liegt auch daran, dass alle die schnee- und eisfreien Pfade bevorzugen und man zum &#220;berholen zwangsl&#228;ufig ins Unwegsame muss. Witsch – aua. Ausrutschen geh&#246;rt hier zum Gesch&#228;ft. Bei Temperaturen um null Grad bietet die Kleiderfrage immer besonders viel Unterhaltung auf der Strecke. Es gibt n&#228;mlich alles: blo&#223;e Beine und T-Shirt (sogar in meiner Zeitkategorie!) und ein Outfit, dass eher an arktische Wissenschaftler erinnert. Vor mir l&#228;uft jetzt ein Herr mit Skijacke, die so dick ist, dass er die Arme kaum am K&#246;rper f&#252;hren kann. Oder ist er selbst so mollig? Ich widerstehe der Versuchung, die Dicke seiner Jacke durch Kneifen nachzupr&#252;fen. Weiter geht’s. Bei laufreport.de wird sp&#228;ter zu lesen sein, die Strecke sei wellig, aber die Wellen sind keine Tsunamis. Die Strecke im Stadtwald ist einigerma&#223;en flach, von einem H&#252;gel bei km 7 einmal abgesehen. Man kann das einfach so durchtrotteln. Hinter mir wird das Weihnachtsmen&#252; noch einmal rekapituliert und die Angesprochene kommentiert es anerkennend. Typisch Silvesterlauf. Zwei Kilometer vor dem Ziel raffen sich merklich viele zu einer kleinen Tempoversch&#228;rfung auf. Das letzte Aufb&#228;umen von Ehrgeiz in diesem Jahr. Da mach ich doch mit! Ich f&#252;hle mich noch frisch (das ist der entscheidende Vorteil von 10ern) und ziehe etwas an. Jetzt w&#228;re ein Fotograf gut. Denn immer, wenn ich bisher bei einem vorbei kam, lie&#223; der kurz vor mir die Kamera sinken. Gut, auch ein Fotograf braucht mal eine kurze Verschnaufpause – aber doch nicht, wenn ich komme! Ich laufe an ihn hin, setze mein sch&#246;nstes L&#228;cheln auf, zupple mir die Startnummer zurecht und dann – nichts. Kein Foto. Mir geht das dauernd so. Oder es setzt sich in der letzten Sekunde ein 2,50 Meter gro&#223;er Flugsaurier vor mich. Oder dem Fotografen fliegt etwas ins Auge. Irgendwas ist immer. Und selbst wenn! Wenn es dann mal ein Foto von mir gibt! Reden wir nicht dr&#252;ber.</p>
<p>Ich muss also unfotografiert zum Endspurt ansetzen. Eine Dreiergruppe hat mich &#252;berholt und zieht los. Ich schaue auf die Uhr. Wenn ich jetzt noch etwas zulegen kann, komme ich noch unter 53 Minuten rein. Pah, das ist doch f&#252;r mich keine Zeit! Also los geht’s. Die Dreiergruppe kann sich schon mal warm anziehen. Obwohl – dazu kommt sie nicht mehr, so schnell, wie ich vorbei fege. Jetzt nur nicht mehr auf die Nase fallen, das gibt Abz&#252;ge in der B-Note. Und um die geht es hier schlie&#223;lich. Auch ohne Fotograf. Den letzten Kilometer erledige ich in unter 5 Minuten. 52:56. Das bringt mir den 111. Frauenplatz von 506, den 28. AK Platz von 111. Bei einem Silvesterlauf muss man nicht viel tun, um noch halbwegs gut auszusehen. Im Ziel gibt es hei&#223;en Tee, der mit Besenstilen in blauen Plastikf&#228;ssern anger&#252;hrt wird. Und er ist k&#246;stlich.</p>
<p>Der Streuselkuchen aus der Hand einer sehr fr&#246;hlich lachenden Dame ist ebenfalls ausgezeichnet. Leider hat sich die Kaffeemaschine aus dem Dienst verabschiedet, bevor sie mir etwas br&#252;hen konnte.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/01/Silvesterlauf-Kuchen-2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2105" title="Silvesterlauf Kuchen 2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/01/Silvesterlauf-Kuchen-2.jpg" alt="Silvesterlauf Kuchen 2" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/01/Silvesterlauf-Kuchen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2106" title="Silvesterlauf Kuchen" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/01/Silvesterlauf-Kuchen.jpg" alt="Silvesterlauf Kuchen" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Und ebenfalls leider l&#228;sst die Anlage den k&#228;mpfenden Spiridon Chef Thomas Rautenberg bei der Siegerehrung im Stich – sie fiept, als wollte sie allen L&#228;ufern zum neuen Jahr einen Tinnitus kredenzen.</p>
<p> </p>
<div id="attachment_2107" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/01/Silvesterlauf-M&#228;nner.jpg"><img class="size-full wp-image-2107 " title="Silvesterlauf M&#228;nner" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/01/Silvesterlauf-M&#228;nner.jpg" alt="Kinkal Roba Musa, Timo Zeiler und Jan-Philipp Starostzik auf dem Treppchen." width="512" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Kinkal Roba Musa, Timo Zeiler und Jan-Philipp Starostzik auf dem Treppchen.</p></div>
<p> </p>
<div id="attachment_2108" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/01/Silvesterlauf-Frauen.jpg"><img class="size-full wp-image-2108 " title="Silvesterlauf Frauen" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/01/Silvesterlauf-Frauen.jpg" alt="Siegerinnen: Jenny Schulz, Veronika Ulrich und Nina Stoecker." width="512" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Siegerinnen: Jenny Schulz, Veronika Ulrich und Nina Stoecker.</p></div>
<p>Die L&#228;ufer nehmen es gelassen &#8211; wie L&#228;ufer &#252;berhaupt nach dem Laufen das meiste gelassen nehmen. Schlie&#223;lich warten in vielen kleinen Gruppen schon der mitgebrachte Sekt oder Gl&#252;hwein, mit dem es sich auf das neue Jahr ansto&#223;en l&#228;sst. Am Nachmittag des 27.12. In Frankfurt ist man eben seiner Zeit voraus.</p>

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		<title>Silvester (Hust) Lauf (Hust)</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Jan 2005 15:32:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin gar nicht erk&#228;ltet. Das war einmal. (Schneuz) Und ist mindestens 48 Stunden her. Deswegen trete ich nat&#252;rlich auch beim Silvesterlauf in Frankfurt an (Nies). 10 km laufe ich doch noch mit einem halben Nasloch. Gut, ich bin seit zwei Wochen nicht gelaufen, weil mich Fieber (Hust), Husten (Schneuz) und Schnupfen (Nies) aufs Lager gedr&#252;ckt haben. Aber jetzt ist alles vorbei (Schnief). Ich rolle mit meinem Fiat Tipo, der schon ganz zugemoost ist, weil er so wenig bewegt wird, zum Waldstadion. (...)]]></description>
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<h2>10 km Silvesterlauf Frankfurt (2005)</h2>
<p>Ich bin gar nicht erk&#228;ltet. Das war einmal. (Schneuz) Und ist mindestens 48 Stunden her. Deswegen trete ich nat&#252;rlich auch beim Silvesterlauf in Frankfurt an (Nies). 10 km laufe ich doch noch mit einem halben Nasloch. Gut, ich bin seit zwei Wochen nicht gelaufen, weil mich Fieber (Hust), Husten (Schneuz) und Schnupfen (Nies) aufs Lager gedr&#252;ckt haben. Aber jetzt ist alles vorbei (Schnief).</p>
<p>Ich rolle mit meinem Fiat Tipo, der schon ganz zugemoost ist, weil er so wenig bewegt wird, zum Waldstadion. Auf dem Weg bl&#252;ht das Moos weiter auf, denn man staut sich zum Parkplatz. Wie jedes Jahr. Oder vielleicht doch ein bisschen mehr als jedes Jahr. Viele Menschen stehen hinter ihren Autos und werfen sich in ihre frisch geschenkten Funktionsklamotten. Ich wei&#223; nat&#252;rlich, was sie noch nicht zu wissen scheinen: sie werden sich noch zweimal umziehen. Vor einem Silvesterlauf zieht man sich immer zweimal um. Die Witterung schl&#228;gt ja in Silvesterlaufgegenden schneller um als im Gebirge. Woher soll man eine Stunde vorher wissen, was man tragen wird? Sp&#228;testens bei der Befestigung der Startnummer f&#228;llt die Laufjacke dem Shirt zum Opfer. Man will das gute Teil ja nicht mit Sicherheitsnadeln akupunktieren. Ich habe dagegen ein Startnummernband. Denn ich bin eine vorausschauende, clevere L&#228;uferin. Leider habe ich es heute morgen nicht gefunden. Ich finde es eigentlich nie, wenn ich es benutzen will. Sei`s drum.  </p>
<p>Ich arbeite mich also mit meiner tonnenschweren Tasche (Drink f&#252;r vorher, Drink f&#252;r nachher, Hustenbonbons f&#252;r w&#228;hrenddessen, Taschent&#252;cher, drei verschiedene Outfitvarianten) Richtung Stadion. Fr&#252;her war das alles ganz einfach. Fr&#252;her, als man noch im Waldstadion einlief und sich olympisch f&#252;hlen durfte. Jetzt sind Start und Ziel und Meldebereich jedes Jahr woanders. Ich folge der Menge und habe keine Ahnung, wo ich bin. Ich lande in einer Halle, wo hunderte Funktionsjacken um die Wette rascheln. Spontan muss ich ein wenig h&#252;steln (Hust, Hust, Hust).  </p>
<p>Eigentlich bin ich mit einem Bekannten verabredet. Aber das kann ich wohl vergessen. Bei &#252;ber 2000 L&#228;ufern &#8211; wie sollten wir uns da finden? Ich habe gleich gesagt: lass uns einen Treffpunkt ausmachen, aber mein Bekannter &#8230; &#8220;Na, das war ja einfach. Dich zu finden&#8221; sagt mein Bekannter neben mir. Aber fast h&#228;tte ich recht gehabt und wir h&#228;tten uns nicht gefunden. Wir plaudern ein wenig &#252;ber die neue Biografie von Paula Redcliffe, wie man eben so redet, wenn gute Freunde ein Buch geschrieben haben. Als ich schneuze, bietet mir mein Bekannter ein Nasenpflaster an. Aber ich m&#246;chte nicht, dass sich meine Nasenfl&#252;gel weiten. Am Ende l&#246;sen sich wichtige Dinge in meinem Kopf und rutschen ungewollt nach drau&#223;en.  </p>
<p><em> <div style='float:right; width:200px;' ><div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #f4a460; border-left-color: #f4a460; border-right-color: #f4a460; border-bottom-color: #f4a460; background-color: #f5f5f5; ">Lieber auf der Couch lesen? Bittesch&#246;n: hier gibt&#8217;s eine <a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2005/01/Silvesterlauf05.pdf" target="_blank">Druckversion</a> als PDF.</div></div></em></p>
<p>Wir schlendern die paar Kilometerchen zum Start und reihen uns bei der Memmen-Gruppe ein. Obwohl ich praktisch (Hust) so gut wie nicht mehr erk&#228;ltet bin. Der Start erfolgt in drei Bl&#246;cken und so stehen wir noch ein bisschen und schauen den Jungs im Wald beim Pinkeln zu. Eine Dame ruft verzweifelt &#8220;Wer st&#246;rt?&#8221; in die Menge. Ihre Pulsuhr zeigt einen Puls von 222 an. Ihrem Herzen traut sie soviel Techno nicht zu und nun sucht sie den infarktgef&#228;hrdeten St&#246;rsender unter den Umstehenden.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-869" title="Silvesterlauf" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Silvesterlauf.jpg" alt="Silvesterlauf" width="508" height="362" /></p>
<p>Als wir &#252;ber die Startlinie wackeln, l&#228;uft eines dieser Heldenlieder von Vangelis, das bei ARD und ZDF immer l&#228;uft, wenn sich Sportler in Zeitlupe die Tr&#228;nen aus den Augenwinkeln wischen. Wir passen uns an und bleiben erst mal zeitlupig. Es ist sch&#246;n, so weit hinten zu sein. Niemand dr&#228;ngelt sich hektisch an einem vorbei &#8211; nur die St&#246;cke der Nordicwalker, die ihre Begeisterung durch wildes Fuchteln ausdr&#252;cken, erweisen sich als Verletzungsrisiko. Aber das ist bald vorbei und wir str&#246;men plaudernd durch den Wald, als w&#228;re es gar kein Wettkampf und alle anderen w&#228;ren nur zuf&#228;llig zur gleichen Zeit unterwegs. Bei km f&#252;nf schaue ich auf die Uhr, aber eigentlich mehr aus Gewohnheit. Die Zeit ist vollkommen gleichg&#252;ltig. Obwohl ich nat&#252;rlich im Grunde nicht mehr erk&#228;ltet bin (rotz).  </p>
<p>Hinter km 7 kommt der ber&#252;hmte kleine Berg, der immer wieder f&#252;r gro&#223;es Hallo sorgt. Mein Bekannter mag Berge so gerne, dass er es schade findet, wenn man so achtlos dr&#252;ber fegt. Er m&#246;chte den Anstieg mehr genie&#223;en und passt sich der Geschwindigkeit der Hirschk&#228;fer an. Ich m&#246;chte zwar nicht so zumoosen wie mein Auto, aber etwas langsamer ist auch in Ordnung. Bald hoppeln wir wieder zusammen. Bis kurz vor Schluss nochmal ein Anstieg kommt, mit dessen Flora man sich eingehender besch&#228;ftigen m&#246;chte. So rollt man gelassen nach etwa einer Stunde ins Ziel. Inzwischen ist der Nieselregen etwas heftiger geworden und man tut gut daran, ins Warme zu kommen. Wer nicht so ein Bombenimmunsystem hat wie ich, ist da schnell erk&#228;ltet. Apropos: eine Stunde lang habe ich nicht gehustet und wenig geschnieft. Daf&#252;r verhuste ich jetzt den Weg zum Tee.  In den G&#228;ngen zu den Umkleidekabinen irren nasshaarige Gestalten auf der Suche nach einer Steckdose umher, den F&#246;n wie eine Waffe auf Neuank&#246;mmlinge gerichtet. Aber niemand hat eine Steckdose dabei, oder auch ein St&#252;ckchen Platz, wo man sich umziehen kann. Ich erledige das im Gang &#8211; seit ich angeboten habe, einer Dame die Haare trocken zu husten, kommt mir auch niemand mehr zu nahe.  </p>
<p>In der Halle findet die obligatorische Siegerehrung statt, der ebenso obligatorisch niemand zuh&#246;rt. Mein Bekannter und ich m&#252;mmeln Kaffee und Kuchen mit der gewissen Verz&#252;ckung, mit der man nur nach Volksl&#228;ufen Kaffee und Kuchen zu sich nehmen kann. Nichts st&#246;rt. Kein W&#252;rstchengeruch, kein Lautsprecherquitschen, keine feuchtmuffigen Schuhe. Die L&#228;ufergemeinde ist eins mit sich und ihrer Umgebung.</p>
<p>Der Heimweg ist die reinste Freude f&#252;r das Moos an meinem Auto, Schritttempo soweit das Auge reicht. H&#246;chste Zeit f&#252;r einen kleinen Hustenbonbon.</p>
<h6>(Foto mit freundlicher Genehmigung von Spiridon Frankfurt und Elke Fieger.)</h6>
<p> </p>
<div class='stb-grey_box' >Mehr zu Lauf und Veranstalter gibt&#8217;s unter: <a href="http://www.spiridon-frankfurt.de/">www.spiridon-frankfurt.de</a></div>

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