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	<title>Laufen-mit-frauschmitt &#187; Silvesterlauf Frankfurt05</title>
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	<description>Laufen zum Lesen und Hören.</description>
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		<title>Silvester (Hust) Lauf (Hust)</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Jan 2005 15:32:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin gar nicht erk&#228;ltet. Das war einmal. (Schneuz) Und ist mindestens 48 Stunden her. Deswegen trete ich nat&#252;rlich auch beim Silvesterlauf in Frankfurt an (Nies). 10 km laufe ich doch noch mit einem halben Nasloch. Gut, ich bin seit zwei Wochen nicht gelaufen, weil mich Fieber (Hust), Husten (Schneuz) und Schnupfen (Nies) aufs Lager gedr&#252;ckt haben. Aber jetzt ist alles vorbei (Schnief). Ich rolle mit meinem Fiat Tipo, der schon ganz zugemoost ist, weil er so wenig bewegt wird, zum Waldstadion. (...)]]></description>
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<h2>10 km Silvesterlauf Frankfurt (2005)</h2>
<p>Ich bin gar nicht erk&#228;ltet. Das war einmal. (Schneuz) Und ist mindestens 48 Stunden her. Deswegen trete ich nat&#252;rlich auch beim Silvesterlauf in Frankfurt an (Nies). 10 km laufe ich doch noch mit einem halben Nasloch. Gut, ich bin seit zwei Wochen nicht gelaufen, weil mich Fieber (Hust), Husten (Schneuz) und Schnupfen (Nies) aufs Lager gedr&#252;ckt haben. Aber jetzt ist alles vorbei (Schnief).</p>
<p>Ich rolle mit meinem Fiat Tipo, der schon ganz zugemoost ist, weil er so wenig bewegt wird, zum Waldstadion. Auf dem Weg bl&#252;ht das Moos weiter auf, denn man staut sich zum Parkplatz. Wie jedes Jahr. Oder vielleicht doch ein bisschen mehr als jedes Jahr. Viele Menschen stehen hinter ihren Autos und werfen sich in ihre frisch geschenkten Funktionsklamotten. Ich wei&#223; nat&#252;rlich, was sie noch nicht zu wissen scheinen: sie werden sich noch zweimal umziehen. Vor einem Silvesterlauf zieht man sich immer zweimal um. Die Witterung schl&#228;gt ja in Silvesterlaufgegenden schneller um als im Gebirge. Woher soll man eine Stunde vorher wissen, was man tragen wird? Sp&#228;testens bei der Befestigung der Startnummer f&#228;llt die Laufjacke dem Shirt zum Opfer. Man will das gute Teil ja nicht mit Sicherheitsnadeln akupunktieren. Ich habe dagegen ein Startnummernband. Denn ich bin eine vorausschauende, clevere L&#228;uferin. Leider habe ich es heute morgen nicht gefunden. Ich finde es eigentlich nie, wenn ich es benutzen will. Sei`s drum.  </p>
<p>Ich arbeite mich also mit meiner tonnenschweren Tasche (Drink f&#252;r vorher, Drink f&#252;r nachher, Hustenbonbons f&#252;r w&#228;hrenddessen, Taschent&#252;cher, drei verschiedene Outfitvarianten) Richtung Stadion. Fr&#252;her war das alles ganz einfach. Fr&#252;her, als man noch im Waldstadion einlief und sich olympisch f&#252;hlen durfte. Jetzt sind Start und Ziel und Meldebereich jedes Jahr woanders. Ich folge der Menge und habe keine Ahnung, wo ich bin. Ich lande in einer Halle, wo hunderte Funktionsjacken um die Wette rascheln. Spontan muss ich ein wenig h&#252;steln (Hust, Hust, Hust).  </p>
<p>Eigentlich bin ich mit einem Bekannten verabredet. Aber das kann ich wohl vergessen. Bei &#252;ber 2000 L&#228;ufern &#8211; wie sollten wir uns da finden? Ich habe gleich gesagt: lass uns einen Treffpunkt ausmachen, aber mein Bekannter &#8230; &#8220;Na, das war ja einfach. Dich zu finden&#8221; sagt mein Bekannter neben mir. Aber fast h&#228;tte ich recht gehabt und wir h&#228;tten uns nicht gefunden. Wir plaudern ein wenig &#252;ber die neue Biografie von Paula Redcliffe, wie man eben so redet, wenn gute Freunde ein Buch geschrieben haben. Als ich schneuze, bietet mir mein Bekannter ein Nasenpflaster an. Aber ich m&#246;chte nicht, dass sich meine Nasenfl&#252;gel weiten. Am Ende l&#246;sen sich wichtige Dinge in meinem Kopf und rutschen ungewollt nach drau&#223;en.  </p>
<p><em> <div style='float:right; width:200px;' ><div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #f4a460; border-left-color: #f4a460; border-right-color: #f4a460; border-bottom-color: #f4a460; background-color: #f5f5f5; ">Lieber auf der Couch lesen? Bittesch&#246;n: hier gibt&#8217;s eine <a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2005/01/Silvesterlauf05.pdf" target="_blank">Druckversion</a> als PDF.</div></div></em></p>
<p>Wir schlendern die paar Kilometerchen zum Start und reihen uns bei der Memmen-Gruppe ein. Obwohl ich praktisch (Hust) so gut wie nicht mehr erk&#228;ltet bin. Der Start erfolgt in drei Bl&#246;cken und so stehen wir noch ein bisschen und schauen den Jungs im Wald beim Pinkeln zu. Eine Dame ruft verzweifelt &#8220;Wer st&#246;rt?&#8221; in die Menge. Ihre Pulsuhr zeigt einen Puls von 222 an. Ihrem Herzen traut sie soviel Techno nicht zu und nun sucht sie den infarktgef&#228;hrdeten St&#246;rsender unter den Umstehenden.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-869" title="Silvesterlauf" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2009/09/Silvesterlauf.jpg" alt="Silvesterlauf" width="508" height="362" /></p>
<p>Als wir &#252;ber die Startlinie wackeln, l&#228;uft eines dieser Heldenlieder von Vangelis, das bei ARD und ZDF immer l&#228;uft, wenn sich Sportler in Zeitlupe die Tr&#228;nen aus den Augenwinkeln wischen. Wir passen uns an und bleiben erst mal zeitlupig. Es ist sch&#246;n, so weit hinten zu sein. Niemand dr&#228;ngelt sich hektisch an einem vorbei &#8211; nur die St&#246;cke der Nordicwalker, die ihre Begeisterung durch wildes Fuchteln ausdr&#252;cken, erweisen sich als Verletzungsrisiko. Aber das ist bald vorbei und wir str&#246;men plaudernd durch den Wald, als w&#228;re es gar kein Wettkampf und alle anderen w&#228;ren nur zuf&#228;llig zur gleichen Zeit unterwegs. Bei km f&#252;nf schaue ich auf die Uhr, aber eigentlich mehr aus Gewohnheit. Die Zeit ist vollkommen gleichg&#252;ltig. Obwohl ich nat&#252;rlich im Grunde nicht mehr erk&#228;ltet bin (rotz).  </p>
<p>Hinter km 7 kommt der ber&#252;hmte kleine Berg, der immer wieder f&#252;r gro&#223;es Hallo sorgt. Mein Bekannter mag Berge so gerne, dass er es schade findet, wenn man so achtlos dr&#252;ber fegt. Er m&#246;chte den Anstieg mehr genie&#223;en und passt sich der Geschwindigkeit der Hirschk&#228;fer an. Ich m&#246;chte zwar nicht so zumoosen wie mein Auto, aber etwas langsamer ist auch in Ordnung. Bald hoppeln wir wieder zusammen. Bis kurz vor Schluss nochmal ein Anstieg kommt, mit dessen Flora man sich eingehender besch&#228;ftigen m&#246;chte. So rollt man gelassen nach etwa einer Stunde ins Ziel. Inzwischen ist der Nieselregen etwas heftiger geworden und man tut gut daran, ins Warme zu kommen. Wer nicht so ein Bombenimmunsystem hat wie ich, ist da schnell erk&#228;ltet. Apropos: eine Stunde lang habe ich nicht gehustet und wenig geschnieft. Daf&#252;r verhuste ich jetzt den Weg zum Tee.  In den G&#228;ngen zu den Umkleidekabinen irren nasshaarige Gestalten auf der Suche nach einer Steckdose umher, den F&#246;n wie eine Waffe auf Neuank&#246;mmlinge gerichtet. Aber niemand hat eine Steckdose dabei, oder auch ein St&#252;ckchen Platz, wo man sich umziehen kann. Ich erledige das im Gang &#8211; seit ich angeboten habe, einer Dame die Haare trocken zu husten, kommt mir auch niemand mehr zu nahe.  </p>
<p>In der Halle findet die obligatorische Siegerehrung statt, der ebenso obligatorisch niemand zuh&#246;rt. Mein Bekannter und ich m&#252;mmeln Kaffee und Kuchen mit der gewissen Verz&#252;ckung, mit der man nur nach Volksl&#228;ufen Kaffee und Kuchen zu sich nehmen kann. Nichts st&#246;rt. Kein W&#252;rstchengeruch, kein Lautsprecherquitschen, keine feuchtmuffigen Schuhe. Die L&#228;ufergemeinde ist eins mit sich und ihrer Umgebung.</p>
<p>Der Heimweg ist die reinste Freude f&#252;r das Moos an meinem Auto, Schritttempo soweit das Auge reicht. H&#246;chste Zeit f&#252;r einen kleinen Hustenbonbon.</p>
<h6>(Foto mit freundlicher Genehmigung von Spiridon Frankfurt und Elke Fieger.)</h6>
<p> </p>
<div class='stb-grey_box' >Mehr zu Lauf und Veranstalter gibt&#8217;s unter: <a href="http://www.spiridon-frankfurt.de/">www.spiridon-frankfurt.de</a></div>

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