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ChiRunning – das Laufen ist ein langer ruhiger Fluss.

Sa, Okt 9, 2010

Laufstil

ChiRunning – das Laufen ist ein langer ruhiger Fluss.

Nichts ist anstrengender als Entspannung. Geahnt habe ich das schon früher. Aber die Beschäftigung mit ChiRunning führt mir das eindrucksvoll vor Augen. Ein Buch und eine DVD habe ich durchgeackert und stehe trotzdem noch ganz am Anfang. Wenn der Erfolg bei einem Vorhaben so spärlich tröpfelt wie die Duschen in durchschnittlichen Sportumkleiden, gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder man gibt es auf, oder man sucht nach weiterer Unterstützung. Ich wähle letzteres. Irgendetwas sagt mir, dass es die Sache Wert ist.

Es ist unmöglich, die Methode in einem einzigen Blogartikel zu erklären. Für alle, die mit dem Begriff aber so gar nichts anfangen können, will ich es wenigstens in aller Kürze versuchen. ChiRunning wurde von dem amerikanischen Ultra-Läufer Danny Dreyer entwickelt. Es ist eine Lauftechnik, die auf Entspannung und Lockerung beruht und die starke Aufprallkräfte vermeiden hilft. Dazu verwendet sie Grundgedanken aus dem Thai Chi, bei dem wie beim ChiRunning leichte fließende Bewegungen typisch sind, ebenso wie ein bewusstes Einsetzen der Schwerkraft. Im ChiRunning finden sich auch Elemente anderer Methoden z.B. vom Feldenkrais oder der Pose Method. Eine Kopie davon ist es jedoch keineswegs.

Ziel beim ChiRunning ist es, auf schonende Weise zu laufen, so dass Verletzungen nicht (mehr) entstehen können und Abnutzungserscheinungen gemildert werden. Darin steckt auch meine persönliche Motivation: ich möchte bis ins Alter so laufen können wie jetzt, ohne eines Tages durch Arthrose, Gelenkprobleme oder andere Zipperlein ausgebremst zu werden. Und ich möchte weniger Kraft und Mühe zum Laufen verwenden.

ChiRunning ist in Deutschland noch nicht sehr populär und so ist es gar nicht einfach, ein Seminar oder einen Workshop zu finden. Noch gibt es keine ausgebildeten deutschen Instrukteure, wie ich heute weiß, gilt das aber nicht mehr lang. Erfreulicherweise bietet die niederländische Instrukteurin Marion Meesters auch einige wenige Termine in Deutschland an und so habe ich eine Chance, ohne ins Ausland reisen zu müssen. An einem Samstag morgen um fünf Uhr breche ich mit der Bahn auf nach Berlin. In Hannover ereilt mich eine Verspätung von knapp 40 Minuten und so komme ich zu spät an der „Ballettschule Ladore“ an, wo wir heute zu Gast sein dürfen. („Sänk ju for träveling wis Deutsche Bahn“) Auf diese Weise verpasse ich beinahe die ganze Vorstellungsrunde. 12 Teilnehmer sitzen in der Runde. Es dauert eine Weile, bis ich begreife, dass sich unter ihnen fünf „Nachwuchs-Instrukteure“ befinden. Sie sind im Begriff, ihre Ausbildung zum ChiRunning-Lehrer zu beenden, zu der auch die Assistenz bei einem erfahrenen Lehrer gehört. Deshalb sind sie heute hier. Wir anderen haben einen mehr oder weniger großen Leidensdruck und Läuferverletzungen satt.

Marion ist eine sehr sympathische, zierliche Läuferin, die ich etwa in meine Altersschublade stecke. Auch unter den anderen findet sich niemand im Studentenalter. Laufen neu lernen braucht Geduld, die man als junger Hüpfer nicht so gern mitbringt.

CR Marion
Der erste Teil des Workshops findet in den Innenräumen statt. Zunächst einmal bekommen wir eine Ausgangsposition gezeigt. Man könnte auch sagen: Marion bringt uns erst einmal bei, wie man steht. Aus dem ChiRunning-Buch habe ich gelernt, dass man dazu innerlich drei gedachte Punkte an Sprunggelenk, Hüfte und Nacken verbinden muss. Wirklich kapiert habe ich das nie. Ich kann mir noch so oft denken, dass die Punkte eine wunderbare Linie bilden – in Wirklichkeit hänge ich trotzdem noch da, wie ein Schluck Wasser. Auch der Spiegel hat mir nicht geholfen. Hier habe ich das erste Mal Menschen, die mich korrigieren. Was sich für mich gerade anfühlt, ist noch lange nicht gerade. Und wenn ich denke, jetzt hänge ich vornüber, stehe ich in Wahrheit perfekt. Toll. Ich wusste nicht, dass gerade und locker stehen so eine Kunst ist.

Fotos: Copyright Marion Meesters http://www.loopblessurevrij.nl/

Fotos Copyright M. Meesters www.loopblessurevrij.nl

So machen wir eine Übung nach der anderen und es fühlt sich ein bisschen an wie trockenschwimmen. Wir lassen uns nach vorne fallen, ohne dabei in der Hüfte einzuknicken, wir heben die Fersen vom Boden ohne Druck, wir lassen die Arme locker nach hinten schwingen. ChiRunning arbeitet dabei oft mit inneren Bildern, die uns helfen sollen, das richtige Körpergefühl zu gewinnen. Nicht alle Bilder sind für mich hilfreich. So soll der Oberkörper ein gedachtes C bilden – das Becken ist leicht nach oben gekippt, das Kinn etwas gesenkt. Seltsam. Aber immerhin habe ich das „C“ jetzt zum ersten Mal wirklich verstanden. Bei einer kleinen Gehübung sollen sich unsere Fersen leicht und weich vom Boden lösen wie man eine Briefmarke ablöst. Ich löse nie Briefmarken ab, deshalb hilft mir das nicht sehr. Auch das Bild von der „Nadel in der Watte“, dem festen, stabilen Inneren, um das sich Arme und Beine locker und leicht bewegen, finde ich komisch. Aber trotzdem ist der Gedanke überzeugend, man einen stabilen Kern braucht und den Rest entspannt.

Was mir sehr gut gefällt, ist das Prinzip des „allmählichen Fortschritts“. ChiRunning lässt sich nur in kleinen Schritten erlernen. Niemand kann gleich alles auf einmal anwenden und beherrschen. Man muss einfach irgendwo anfangen und am Ball bleiben. Das kenn ich schon. Es ist eben wie im Leben.

Fiona McLellan (künftige ChiRunning-Instrukteurin in Zürich) und Marion Meesters

Fiona McLellan (künftige ChiRunning-Instrukteurin in Zürich) und Marion Meesters

CR Weg zum Park

Nach einer kleinen Stärkung und viel Theorie und Übungen trauen wir uns in die freie Wildbahn. Ans Laufen geht es deshalb noch lange nicht. Erst einmal machen wir Lockerungsübungen. Beim ChiRunning wird vor dem Laufen nicht gedehnt, sondern gelockert. Insbesondere Sprunggelenke, Knie und Hüfte sollen erwärmt und locker sein, bevor man losgaloppiert.

Angelika Sänger, künftige ChiRunning-Instrukteurin in Berlin zeigt, wie man sich lockert.

Angelika Sänger, künftige ChiRunning-Instrukteurin in Berlin zeigt, wie man sich lockert.

Danach – endlich – drehen wir eine ganz kleine Runde im Park. Wie wir gelernt haben, bewegen wir uns in kurzen Schritten und einer hohen Schrittfrequenz vorwärts. Dies sind die beiden Dinge, die ich schon seit einer Weile versuche und die mir offensichtlich gut tun. Meine Beinmuskeln sind weniger angespannt beim Laufen, ich laufe viel leichter und müheloser an. Allerdings stehe ich auch hier erst am Anfang. Je mehr es gelingt, die Beine zu entspannen und die Ferse leicht vom Boden zu heben, desto höher hebt man das Bein automatisch nach hinten an. Das soll ohne willentlichen Druck geschehen, nur durch Entspannung. Danny Dreyer verwendet dazu das Bild des „passiven Unterschenkels“. Das finde ich nun wiederum grandios. Aber mein Unterschenkel hat noch herzlich wenig Lust, sich locker anzuheben.

Anders als man denken könnte, ist ChiRunning keine Methode, die das Vorfußlaufen empfiehlt. Hierüber gibt es im Internet viel Verwirrung. Danny Dreyer empfiehlt das Auftreten mit dem Mittelfuß. Das ruft die Zweifler auf den Plan. Mit dem Mittelfuß? Der Mittelfuß besteht im wesentlichen aus dem Fußgewölbe, damit kann man gar nicht zuerst auftreten! Dazu hilft es zu verstehen, wie wichtig im ChiRunning die Arbeit mit inneren Bildern ist. Wenn man versucht, mit dem Mittelfuß zuerst aufzutreten, landet man auf dem ganzen Fuß. Durch den kurzen Bodenkontakt bei kleinen, kurzen Schritten löst sich der Fuß danach sofort wieder vom Boden. Würde Dreyer das Auftreten mit dem „ganzen Fuß“ empfehlen, würde es bei vielen zu einer kräftigen Stampfbewegung führen. Die Formulierung „Mittelfuß“ hilft, den Bewegungsablauf besser fühlen zu können, auch wenn man in Wirklichkeit mehr mit dem ganzen Fuß mit einer Tendenz zum Vorfuß auftritt.

Eine weitere Formulierung aus dem ChiRunning hat Hobbyphysiker im Netz zu ellenlangen Berechnungen inspiriert, um Danny Dreyer groben Unfug vorzuwerfen. Im ChiRunning heißt es, man soll seine Füße „hinter dem Körperschwerpunkt“ aufsetzen. Streng genommen ist das nicht möglich, ohne umzufallen. Aber dieses Bild hilft zu verstehen, dass uns unsere Füße nicht raumgreifend vorauseilen dürfen. Der Körper ist in seiner Gesamtheit von den Sprunggelenken aus leicht nach vorne geneigt. So zieht der Oberkörper nach vorne, in dem er die Schwerkraft nutzt, während die Beine locker nach hinten schwingen und den Boden unter sich hindurch ziehen lassen. Das sieht manches Mal tatsächlich so aus, als würden die Beine hinter dem Körperschwerpunkt aufsetzen und es fühlt sich auch so an. Und das ist das wichtige: durch ein inneres Bild verstehen, wie sich die richtige Haltung anfühlen soll.

Christoph Bucka, künftiger ChiRunning-Instrukteur in Berlin lässt die Beine hinter sich.

Christoph Bucka, künftiger ChiRunning-Instrukteur in Berlin lässt die Beine hinter sich.

Marion erklärt uns das mit einer sanften, freundlichen Art und die „Junior-Instrukteure“ unterstützen. Ich fühle mich gut aufgehoben, auch wenn ich mich mit dem kleinen Metronom, das Marion mitgebracht hat, überhaupt nicht anfreunden kann. Es piepst uns eine Frequenz von etwa 180 Schritten pro Minute vor. Gegen die Frequenz habe ich gar nichts, sie liegt noch deutlich unter der, die viele Elite-Läufer benutzen. Wohl aber gegen das Piepen. Zum Glück piept es bei uns nur kurz, wir laufen ja auch immer nur eine ganz kleine Runde. Dabei lernen wir auch noch, wie man durch ein leichtes Verändern der Neigung in den nächsten „Gang“ schalten kann.

Wilfrid Bernard, künftiger ChiRunning-Instrukteur in München erklärt die Gangschaltung

Wilfried Bernard, künftiger ChiRunning-Instrukteur in München erklärt die Gangschaltung

Wo ist der Drehpunkt?

Wo ist der Drehpunkt?

Dann dürfen wir zeigen, was wir gelernt haben. Schummeln ist dabei unmöglich. Wir laufen nämlich durch Sand und unsere Abdrücke verraten unsere Schwächen beim Auftreten. Gerade müssen die Abdrücke sein, und vor allem sollen sie gleichmäßig die ganze Sohle abbilden. Kleine Krater vorne oder hinten zeigen, dass wir uns noch zu sehr mit der Ferse in den Boden bohren oder uns mit dem Vorfuß abdrücken.

Wenn es Krater gibt, stimmt noch etwas nicht.

Wenn es Krater gibt, stimmt noch etwas nicht.

Purna-Samparan Querhammer, künftiger ChiRunning Instrukteur in Hamburg, trainiert heute mal die Arme

Purna-Samparan Querhammer, künftiger ChiRunning Instrukteur in Hamburg, trainiert heute mal die Arme

Auch das ist wieder so ein Bild, das die Physiker nervös macht. Wer sich nicht abdrückt, kann sich nicht vorwärts bewegen. Streng genommen. Doch im ChiRunning heißt es: Schluss mit abdrücken. Der Fuß löst sich, aber er drückt sich nicht mit Kraft ab. Das Bild hilft, den richtigen Bewegungsablauf zu finden. Ob sich der Fuß in Wahrheit doch abstößt, spielt keine Rolle. Wer sich abdrückt, macht auf jeden Fall Krater. Ich mache keine. Yeah!

Ein kleiner Schritt für die Menschheit- ein großer für mich: ein fehlerfreier Abdruck.

Ein kleiner Schritt für die Menschheit- ein großer für mich: ein fehlerfreier Abdruck.

Jetzt dürfen wir noch einmal vor der Videokamera vorbeilaufen. Nachdem uns Marion zu guter Letzt verschiedene Techniken zum Bergauf- und Bergablaufen zeigt, werden unsere Videos nach dem Rückweg zur kleinen Ballettschule analysiert. Die Haltung ist nicht schlecht, sagt Marion, vielleicht noch ein bisschen zu viel Fersenlauf. Die Beine könnten etwas lockerer schwingen (tja, die passiven Unterschenkel lassen noch auf sich warten) und die Schultern drehen sich noch etwas mit, was sie nicht sollen. Alles in allem ist das aber gar nicht so übel.

SANY0004 (Einfach auf den Video-Link klicken)

Nach sieben Stunden üben und zuhören und denken bin ich jetzt erschöpft. Während mich meine Freunde von der Deutschen Bahn nach Hause bringen, denke ich viel nach. Lohnt sich der Aufwand? Werde ich genug Disziplin zum Üben aufbringen? Ich werde es versuchen. ChiRunning fühlt sich richtig an. Jetzt mehr denn je.


Marion Meesters zeigt wie’s geht.

Websites zum ChiRunning

Hauptseite (engl.): www.chirunning.com

Seite von Marion Meesters (teilw. deutsch): www.loopblessurevrij.nl

ChiRunning in Deutschland (Stand Okt.2010)

Seite von Angelika Sänger, Berlin: www.einfachlaufen.com

Seite von Purna-Samparan Querhammer, Hamburg: www.leichtlaufen.de

Seite von Wilfried Bernard, München: www.schmerzfreilaufen.de

Eine schlaue Software findet, diese Artikel könnten dazu passen:

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15Antworten um “ChiRunning – das Laufen ist ein langer ruhiger Fluss.”

  1. Simon Says:

    Jetzt weiß ich gerade gar nicht, ob ich mit meinen 38 noch zu denjungen Hüpfern gehöre oder mich bereits weit jenseits des Studentenalters befinde, aber ich fand bereits deinen 1. Blogeintrag zu ChiRunning sehr interessant und hab mich daraufhin etwas eingelesen.
    Dieser Praxis-Bericht hat mir allerdings mehr gebracht, als alle (zugegeben spärlichen) anderen. Toll, dass sich durch die Trainerausbildung auch im deutschsprachigen Raum etwas tun wird.

    Abgesehen davon, dass ich mir momentan sehr viel mehr vom “Natural Running” und meinen Zehenschuhen erhoffe, hätte ich wahrscheinlich auch kaum die Geduld, mich so explizit auf meine Körperhaltung zu konzentrieren.

    Vielleicht fehlen mir auch einfach noch ein paar Jahre (außerdem muss ich erstma meinen Salsa-Kurs einigermaßen erfolgreich hinter mich bringen).

  2. Lizzy Says:

    Hallo FrauSchmitt,

    was ich mich frage und was ich vergeblich suche (zugegeben: nur oberflächlich alles angeklickt und die Rubriken, die mir erfolgversprechend erschienen überflogen) ist: wofür steht denn in dem Zusammenhang das “Chi”? (oder anders gefragt: was will der Künstler damit sagen? ;)

    Spontan dachte ich beim Lesen: “Bohey – da fährt Frau Schmitt für so ein Seminar [das ja erstmal doch ein wenig nach "wellenreitendem Esoterik-Hokus-Pokus-Trend klingt, finde ich ;-)] von Frankfurt nach Berlin.”

    Finde ich erstaunlich – aber ok. – für Läufe fährt man ja auch weit in der Gegend rum.

    Nächste Frage, die sich mir stellte – und auf die ich auf der verlinkten Seite ebenfalls keine Antwort fand: “Was mag der Spaß wohl kosten?”

    Da steht zwar was von “individuellen Angeboten” – aber verrätst du konkret, was jetzt speziell Du dafür gezahlt hast? Ich meine: für wie viele Tage / Stunden mit wieviel Personen wurde Dir wieviel in Rechnung gestellt?

    Ich bin ja auch neugierig – wenn auch auf die eher plumpere Variante. Mein Chi (oder Qi?) ist glaub’ ich ganz ok soweit.

  3. admin Says:

    Hallo Lizzy,
    ich bin natürlich kein ausgewiesener Chi-Kenner. :-) Deshalb nur in dürren Worten: Chi ist ja ein Begriff aus Fernost, der eine Lebensenergie bezeichnet. Die Wirbelsäule und die “Mitte” des Körpers spielen dabei eine große Rolle. Die Energie, die von hier ausgeht, kann – der Lehre nach – nur dann in die Gliedmaßen fließen, wenn diese ganz entspannt sind. Beim Tai Chi werden die Bewegungen auch ganz aus der Mitte gesteuert. Beim ChiRunning werden Prinzipien aus dem Tai Chi übernommen und für das Laufen genutzt. Ziel ist es, dass die Energie, das Chi, ungehindert fließen kann und dadurch weniger Kraftanstrengung nötig ist. So ungefähr. Man kommt beim ChiRunning allerdings auch völlig ohne den Glauben an ein Chi aus. Dieser Hintergrund ist nicht wirklich wichtig. In meinem Seminar hat er praktisch keine Rolle gespielt.

    Ich bin ja nicht auf gut Glück nach Berlin gefahren. Ich hatte ja schon viel gelesen, gesehen und ausprobiert und wusste deshalb ein bisschen, was mich erwartet. Für mich war es kein Hokuspokus. Aber klar, ein bisschen Neugier und Offenheit muss man da mitbringen.

    Das Seminar dauerte sieben Stunden (inkl. 1/2 Stunde Mittagspause) und hat mich 125 Euro gekostet. Dabei bekam ich unzählige Übungen gezeigt, wurde immer wieder korrigiert, es wurden viele Fragen beantwortet. Dazu kam häufiges Feedback beim Laufen und die kleine Videoanalyse. Ich kann auch jetzt noch jederzeit eine Frage an Marion schicken und sie wird mir beantwortet.

  4. Lizzy Says:

    Dank’schön für die Antworten.

    Also ist schon das “fernöstliche Mitte-Chi” :) gemeint. Bisschen dünn ausgeführt auf den Seiten, finde ich. Wäre verbesserungswürdig, wenn man sich schon drauf bezieht *anreg*

    Aber wie auch immer: das mit dem “Esoterik-Hokus-Pokus” war natürlich von mir etwas zuuu flappsig, und damit vermutlich tendenziell negativ rüberkommend ausgedrückt. War gar nicht so gemeint (bzw. finde ich es vertretbar, gute Dinge auch so zu verkaufen, dass sie im Trend ihre Abnehmer finden. Kann mir nur nicht verkneifen, diesen Trendstyle dann auch immer ein bisschen zu verhohnepiepeln). Ich schätze mal, dass die vermittelten Inhalte – wenn sie denn ankommen und langfristig umgesetzt werden – durchaus ihren Sinn und Zweck erfüllen können. Wenn der Zauber wirkt, ist ja auch der Name okay für die Hilfe suchenden *s*

    Zähle mich doch selber zu den überzeugten Mitte-und-Balance-Verfechterinnen (nicht nur beim Laufen :) )

  5. Purna-Samarpan Says:

    Hallo,

    Prima Artikel! Und danke für die Links, habe schon einige Zugriffe über deine Seite erhalten!
    Entspann dich schön!
    Purna-Samarpan

  6. Thomas Böhmer Says:

    ChiRunning im Rhein-Main-Gebiet!!!

    Seit April 2011 biete ich im Rhein-Main-Gebiet ebenfalls Workshops und Vorträge zu ChiRunning an.

    Thomas Böhmer, Certified ChiRunning/ChiWalking Instructor

    http://www.laufenausdermitte.de
    laufenausdermitte@online.de

  7. Conny Says:

    Hallo,
    ich bin interessiert an einem Workshop. Vielleicht ist hier bekannt, ob es im Raum Nürnberg oder Bayern generell auch Workshops gibt oder geben wird?
    Schöne Weihnachten schonmal :-)

  8. admin Says:

    Hallo Conny,
    schau mal hier: http://www.schmerzfreilaufen.de/ Wilfried ist im Raum Süddeutschland und Österreich als Instructor aktiv.

  9. Conny Says:

    Hallo Frau Schmitt, super ! Vielen Dank für die Nachricht !!
    Frohes Fest wünscht Conny

  10. Joni Says:

    Hallo,
    Gibt es denn auch Workshops im Ruhrgebiet?
    Essen und Umgebung?
    Habe vor einer Woche mit dem laufen angefangen und habe das Gefühl mit den Füßen am Boden zu kleben.;-)
    Würde gern diese Technik lernen.

  11. admin Says:

    Hallo zurück, es gibt meines Wissens keinen Instructor, der im Ruhrgebiet speziell aktiv ist, das heißt aber nicht, dass es dort gar keine Workshops gibt. Schau doch mal hier http://www.chirunning.com/learn-it/find-an-instructor/ nach den deutschen Ansprechpartnern, die kommen teilweise ganz gut in Deutschland herum. Einfach mal auf die Webseiten gucken und fragen lohnt sich …

  12. Marco Says:

    Es braucht keinen Kraft zum Laufen, einfach nur nach vorne fallen lassen, es geht immer bergab, sogar wenn es den Berg hinauf geht…. Kling gut. Funktioniert aber nicht.

    Bin mit der Methode zuverlässig immer langsamer und ineffizienter geworden….Hat 1 Jahr gedauert den Unfug wieder loszuwerden und ich erwische mich heute immer noch dabei, dass ich zuviel Vorlage habe und daraus resultierend den Körperschwerpunkt zu weit vorne und einen miesen Kniehub bekomme.
    Mittelfusslaufen ist prima. Den Rest würde ich vergessen. Es gibt noch einen gewissen Romanov mit seiner POSE Methode. Der potenziert die Aussagen von Dreyer sogar noch.

    Zum Schluss bin ich mit 180 Schritten / Minute und einem 6:30er Schnitt und hohem Puls durch die Gegend getippelt, da habe ich mir gesagt, jetzt langt’s.

    Situation nach einem halben Jahr:

    weitgehend Mittelfussaufsatz
    dynamisches Laufen
    klassisches Lauftraining mit Bahn, Tempo und Ausdauereinheiten
    regelmässiges spezifisches Krafttraining

    Es geht Richtung 4:30 Schnitt / Renntempo
    (zu Chizeiten bin ich mit 5:30 fast gestorben, ich kam einfach nicht vorwärts, weil die Flugphase fast nicht mehr existiert hat)
    Puls ist wieder beherrschbar.
    Bei 6:30 mache ich nur noch etwa 150 Schritte. Das ist immer noch sehr flüssig aber eben kein Getippel.

  13. admin Says:

    Hallo Marco,
    Deinen Kommentar finde ich spannend. Hast Du denn einen Workshop gemacht, oder Dir das ChiRunning per Buch reingezogen? Meine eigenen Erfahrungen sind inzwischen gemischt. Mir tat das “Chi-Laufen” am Anfang sehr gut, ich habe aber gemerkt, dass mir die Disziplin fehlt, das alles zu üben. Ich schaffe es einfach nicht, alles umzusetzen. Es ist zu komplex. Meiner Erfahrung nach muss man sehr viel üben und braucht auch die Korrektur von anderen. Wäre ich in einem Chi-Running Lauftreff, wäre das sicher besser. Mir geht es ein bisschen wie Dir, ich habe mir ein paar Dinge herausgepickt, die mir angenehm waren, ich bin immer noch Fersenläuferin, aber nicht mehr so extrem. Meine Schritte sind kleiner, meine Haltung etwas besser. Ich mag den Armschwung nach hinten, aber auch nicht konsequent (beim Schlussspurt sieht alles anders aus). Ein Chi-Runner würde meinen Stil sicher immer noch lausig finden. Aber so lange ich keine größeren Beschwerden habe, ist der Leidensdruck nicht groß genug, zu üben, zu üben, zu üben. Ich will doch einfach nur laufen!
    Viele Grüße
    Heidi


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