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	<title>Laufen-mit-frauschmitt</title>
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	<description>Laufen zum Lesen und Hören.</description>
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		<title>Jetzt schon ans Schenkeln denken.</title>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 15:12:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schnipsel]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
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		<description><![CDATA[Nein, der Weihnachtsmann steht noch nicht vor der Tür und in der Überschrift ist auch kein Tippfehler. Gemeint ist viel mehr, dass jetzt, in frühsommerlichen Temperaturen, die Oberschenkel wieder ans Licht kommen und mit ihnen ihre große Leidenschaft: das gesellige Beisammensein ohne Rücksicht auf Reibungsverluste. Kurz: von artgerechter Haltung der Läuferoberschenkel soll hier die Rede sein.]]></description>
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<p>Nein, der Weihnachtsmann steht noch nicht vor der Tür und in der Überschrift ist auch kein Tippfehler. Gemeint ist viel mehr, dass jetzt, in frühsommerlichen Temperaturen, die Oberschenkel wieder ans Licht kommen und mit ihnen ihre große Leidenschaft: das gesellige Beisammensein ohne Rücksicht auf Reibungsverluste. Kurz: von artgerechter Haltung der Läuferoberschenkel soll hier die Rede sein.</p>
<p>Mit Oberschenkeln wird viel gehadert. Völlig zu Unrecht. Hätten wir sie nicht, würde unser Hintern ungebremst bis zu den Knien heruntersacken. Und das sähe nun wirklich nicht gut aus. Der Schenkel an sich ist ein freundlicher Geselle. Er ist überhaupt nicht gern allein. Das liegt bei ihm in der Struktur: schon einzelne Fettzellen sind am liebsten da, wo die anderen sind. Überall treffen sie sich in launigen Gruppen, während die Stellen ringsherum leer bleiben, wie eine schlechte Kneipe neben der Szene-Bar. So entstehen Dellen. Und auch als Ganzes fühlt sich der Schenkel schnell einsam. Er sucht Kontakt, am liebsten zu seinem Zwillingsbruder nebenan. Stets trachtet er danach, den Abstand zwischen ihnen beiden zu verringern – er schenkelt. Man darf den Kontaktwunsch nicht missverstehen: trotz seiner Suche nach Nähe ist der Oberschenkel kein Exhibitionist. Wird er mit einem Flatterhöschen oder gar einem Laufrock nur unzureichend bedeckt, fühlt sich der Schenkel herzlich unwohl.</p>
<h4>Exkurs: Der Laufrock – Irrtum der Laufmodenevolution.</h4>
<p>Es gibt Menschen (in der Mehrzahl Frauen), die mit Laufröcken gut aussehen. Aber nicht viele. Ich würde schätzen, 10% der Durchschnittsläuferinnen in Wald und Flur. Der Laufrock soll weiblich wirken. Ich bin mir immer nicht ganz sicher, auf wen. Vielleicht sollte ich beim nächsten Lauf mal eine Passanten-Umfrage machen: „Wäre es ihnen lieber, ich würde weiblicher wirken? Finden sie, Läuferinnen sollten grundsätzlich weiblicher wirken?“ Komischerweise wirken alle Läuferinnen, die ich kenne, beachtlich weiblich. Dafür sorgt unter anderem so ziemlich alles, was am Läuferinnenkörper paarweise auftritt. Auch unsere Freunde, die Oberschenkel. Und die finden Laufröcke reichlich blöd.</p>
<div id="attachment_3301" class="wp-caption aligncenter" style="width: 293px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2012/05/weiblich.jpg"><img class="size-full wp-image-3301   " src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2012/05/weiblich.jpg" alt="Hier könnte ein Laufrock helfen: eine von vielen unweiblichen Läuferinnen." width="283" height="424" /></a><p class="wp-caption-text">Hier könnte ein Laufrock helfen: eine von vielen unweiblichen Läuferinnen.</p></div>
<p>Der Laufrock oder das Flatterhöschen zerren nun also den schüchternen Oberschenkel mit samt seinen Szene-Bars und leeren Kneipen ans Licht der Öffentlichkeit. Sofort versucht er, Kontakt mit dem Kumpel an seiner Seite aufzunehmen, um sich zu beratschlagen. „Alle gucken uns an, was machen wir bloß, um Himmels Willen, was machen wir bloß?“ Das gegenseitige Lamentieren ist eine hoffnungslose und aufreibende Angelegenheit. Am Ende des Laufs ist der Oberschenkel durch. Mit den Nerven und der obersten Hautschicht seiner Innenseite. Das rappelkurze Höschen und seine Cousine, das Laufröckchen, sorgen dafür, dass der Wolf nicht nur in der Lausitz wieder heimisch wird.</p>
<div id="attachment_3304" class="wp-caption aligncenter" style="width: 293px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2012/05/Kurze-Hosen.jpg"><img class="size-full wp-image-3304" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2012/05/Kurze-Hosen.jpg" alt="Wölfchen, ick hör Dir trapsen." width="283" height="424" /></a><p class="wp-caption-text">Wölfchen, ick hör dir trapsen.</p></div>
<p><span style="line-height: 19px;">Doch doch, es gibt sie, die Menschen, deren Oberschenkel Einzelgänger sind und sich nicht um den anderen scheren. Eliteläufer zum Beispiel. Kenianer. Äthiopier. Männer, die 55 Kilo wiegen. Aber wie der Name schon sagt, ist der Breitensport nicht der bevorzugte Lebensraum des schmalen Schenkels. Der Durchschnittsmensch, insbesondere die Durchschnittsfrau, hat herzhafte Schenkel, die wissen, was sie aneinander haben, mit Betonung auf „aneinander“.</span><span style="line-height: 19px;"> </span></p>
<h4>Schlussplädoyer.</h4>
<p>Mein Appell an alle Laufmodenhersteller:</p>
<p>Habt ein Herz für gesellige, aber verschämte Oberschenkel. Bietet ausreichend lange Kurztights. Druckt von mir aus ein Blümchen oder ein großes „W“ drauf, wenn ihr denkt, dass Läuferinnen sonst nicht als weiblich erkannt werden. Wollt ihr den Mädels wirklich etwas Gutes tun, stellt die Produktion von Laufröcken und ganz kurzen Laufhosen ab Größe 38 ein.</p>
<p>Mein Appell an alle Oberschenkelbesitzer:</p>
<p>Habt eure Oberschenkel lieb. Die rackern sich für euch ab. Hüllt sie in reichlich Tuch. Cremt sie ein. Und vor allem, hadert nicht mit Ausmaß und Struktur eurer Oberschenkel. Beides ist nur freundlicher Geselligkeit geschuldet.</p>

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		<title>Unverkäuflich.</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 14:12:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Schnipsel]]></category>
		<category><![CDATA[Laufmode]]></category>
		<category><![CDATA[Laufschuhe]]></category>

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		<description><![CDATA[Blog-Artikel in eigener Sache können schnell ein bisschen öd werden. Wer will anderen schon dabei zuschauen, wie die sich ihren eigenen Nabel betrachten. Andererseits denke und hoffe ich, dass es in diesem Fall anders ist und ich euch Interessantes berichten kann. Laufen mit Frauschmitt wird nun bald fünf Jahre alt und ich denke darüber nach, wie sich der Blog entwickelt hat – und wie er sich weiter entwickeln soll.]]></description>
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<p>Blog-Artikel in eigener Sache können schnell ein bisschen öd werden. Wer will anderen schon dabei zuschauen, wie die sich ihren eigenen Nabel betrachten. Andererseits denke und hoffe ich, dass es in diesem Fall anders ist und ich euch Interessantes berichten kann. Laufen mit Frauschmitt wird nun bald fünf Jahre alt und ich denke darüber nach, wie sich der Blog entwickelt hat – und wie er sich weiter entwickeln soll.</p>
<p>In den letzten fünf Jahren haben sich die Gepflogenheiten im Netz doch ganz schön verändert. Was früher schon bei Tech- oder Bücher-Blogs gang und gäbe war, hat nun auch bei Laufblogs Einzug gehalten. Hersteller und Händler haben die Blogger als Meinungsmacher entdeckt und suchen Kontakt. Besonders im letzten Jahr sind die Anfragen häufig geworden und es ist Zeit, eine entschiedene Haltung dazu zu gewinnen und kund zu tun.</p>
<p>Ich will euch und vor allem denjenigen, die selbst keinen Blog haben, erzählen, welcher Art Anfragen mich erreichen bzw. welche Möglichkeiten zur Blogvermarktung üblicherweise genutzt werden und wie ich dazu stehe.</p>
<h4>1. Banner</h4>
<p>Gelegentlich erreicht mich der Vorschlag, einen Banner auf meiner Seite zu schalten. Bisher konnte ich mich nicht dazu durchringen. Ich verstehe, dass es Banner geben muss, weil sich Online-Angebote irgendwie finanzieren müssen und andererseits die Anbieter auf ihre Seite aufmerksam machen möchten. Das ist per se nichts Schlechtes. Mein Blog muss sich aber nicht finanzieren, denn ich lebe nicht davon. Provider-Kosten finanziere ich über die Schmitt-Schörts. Die Zeit zahlt mir eh niemand, aber das macht nichts. So ist das nun mal bei einem Blog. Viel wichtiger als ein paar Euro ist mir das Erscheinungsbild des Blogs. Auf die Gestaltung des Banners habe ich aber keinen Einfluss. Also habe ich auf Banner verzichtet, mit Ausnahme einer unentgeltlichen Social-Aktion.</p>
<h4>2. Anzeigen</h4>
<p>Auf Google Anzeigen, die dezent irgendwo am Rand platziert sind, klickt kein Mensch. Nur wenn sie geschickt und auffällig in den Artikel eingebunden sind, am besten ganz oben, haben sie Wirkung. Das finde ich hässlich und lästig. Ich lese viele Blogs und alle haben diese Dinger. Ich dachte, ich würde mich irgendwann daran gewöhnen, aber es passiert nicht. Ich finde sie immer noch hässlich und lästig. Ich will nichts, was hässlich und lästig ist in meinem Blog haben. Dann lieber ein paar Euro weniger.</p>
<h4>3. Amazon-Buch-Anzeigen</h4>
<p>Es gibt viele gute Gründe, warum man seine Bücher besser beim Buchhändler kaufen sollte, als bei Amazon. Gleichwohl schätze ich es immer, wenn die Informationen, die Amazon bietet, nur einen Klick entfernt sind. Wenn ich über ein Buch schreibe, setze ich eine kleine Amazon Anzeige darunter. Das ist ein Service für den Leser und mir bringt es unter Umständen ein paar Cent. Auch rechts an der Seite verweise ich mit bestimmten Laufbüchern auf Amazon. Ich finde, es passt gut, sieht ok aus und stört nicht.</p>
<h4>4. Linktausch</h4>
<p>Immer wieder werde ich angeschrieben, ob ich nicht auf die Seite XY verlinken möchte. Im Gegenzug würde man auch irgendwo anders einen Link platzieren, der auf meine Seite verweist. Zu 99% sind diese Anfragen ärgerlich. Hier werden Blogger für blöd verkauft. Für mich sind die (Unter-)Seiten, auf der mein Link erscheinen soll, fast nie relevant, oft verwaist und ohne große Besucherschar, während ich auf die Hauptseite etwa eines Online-Shops verlinken soll, der herzlich wenig für Läufer bietet.</p>
<p>Davon abgesehen will ich mit niemandem tauschen, auch keine Links. Ich verlinke auf die Seiten, die mir gefallen, basta. Wenn die mich auch verlinken, schön, wenn nicht, ändert das bestimmt nicht meine Meinung über die betreffende Seite.</p>
<h4>5. Kooperationen und sponsered Posts</h4>
<p>Manchmal sind Anfragen auch unkonkret. Man möchte über eine mögliche Zusammenarbeit sprechen. Gelegentlich wollen Anbieter einen Artikel bei mir platzieren, als so genannten sponsored post. Meine Leser würden mir dafür aufs Dach steigen und das völlig zu Recht. Wer will denn bei Frau Schmitt Werbeartikel lesen? Niemand. Die Vergütungen für solche Aktionen sind ohnehin gering und basieren darauf, dass sich der Blogger gebauchpinselt fühlt, weil sich ein großer Anbieter für ihn interessiert.</p>
<h4>6. Buchrezensionen</h4>
<p>Anfragen beziehen sich auch oft auf Bücher. Da ich gerne lese und auch Rezensionen schreibe, fällt es mir gar nicht immer leicht, das abzulehnen. Mir wurden auch schon einfach Bücher zugesandt. Ein „Läufer-Krimi“, den ich aus Neugier (an einem Abend) gelesen habe, war so erschütternd schlecht, dass der Autor eher froh sein muss, dass ich nichts geschrieben habe. Oft passen die Bücher auch weder zu mir noch zu meinem Blog. Es wäre einfach vollkommen unglaubwürdig, wenn ich etwas zu einem Triathlon-Buch schreiben würde. Davon verstehe ich nichts. Das scheint aber die Anfragenden nicht zu interessieren. Manchmal habe ich schlechtes Gewissen, weil die Mails sehr nett sind. Und aus Zeitgründen antworte ich manchmal einfach nicht. Aber ich denke, da ich nur eine Adresse von unzähligen bin, werden es die Schreibenden verschmerzen.</p>
<h4>7. Produktrezensionen</h4>
<p>Jetzt kommen wir zum wichtigsten Punkt, der am schwierigsten zu beackern ist. Deshalb dazu ein ganz eigener Abschnitt. Hier hat sich enorm viel verändert.</p>
<h2>Will ich ein Werbebotschafter sein?</h2>
<p>Freizeitläufer werden immer häufiger als Werbebotschafter gesehen, am liebsten die mit einem Blog. Hersteller wie Brooks schieben „Ambassadors“ und „Messengers“ nach vorne, damit die über ihre Produkte sprechen. Dafür werden sie mit einigen Produkten ausgestattet.</p>
<p>Es liegt mir ganz fern, die Werbebotschafter zu kritisieren. Ich selbst war vor einigen Jahren einmal Botschafter für die Marke Rono. Ich habe mich dafür beworben, weil ich sie sehr schätzte. Meine Botschafter-Zeit war prima, ich habe nicht einen einzigen Artikel über die Produkte geschrieben und niemand hat mich dazu gedrängt. Ich habe genauso gut und oft über die Marke gesprochen wie vorher auch, ab und zu bin ich mit einem penetranten Werbeaufdruck auf dem Rücken herumgelaufen, aber ich fühlte mich nicht sehr wohl dabei, trotz der Sympathie für die Marke.</p>
<p>Heute ist mein Blog größer und bekannter, man würde sicher mehr von mir erwarten. Ich würde heute kein Botschafter mehr werden wollen. Auch nicht für Brooks, obwohl ich deren Schuhe liebe.</p>
<p><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2012/05/Empfehlung.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-3289" title="von kunden empfohlen button stempel" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2012/05/Empfehlung.jpg" alt="von kunden empfohlen button stempel" width="208" height="208" /></a>Wenn ein Hersteller einen Sportstar als Werbefigur auswählt, trägt er immer ein Risiko. Der Star könnte sich verletzen, ausfallen oder gar des Dopings überführt werden. Ein Verlust oder Imageschaden liegt immer im Bereich des Möglichen. Stattet er einen Freizeitsportler aus, gewinnt er einen treuen Fan, der seine Begeisterung in die Laufgruppen trägt. Das Risiko ist fast null. Aber was ist eigentlich mit dem Läufer? Was ist, wenn heute öffentlich wird, dass mein Lieblingshersteller, für den ich Botschafter bin, in Asien giftiges Abwasser in Flüsse leiten lässt? Was, wenn unmenschliche Arbeitsbedingungen bekannt werden? Wenn die Imprägnierung seiner Stoffe krebserregend ist?  Nimmt dann der Werbende etwa keinen Schaden? Botschafter werben aus vollem Hals für einen Hersteller, den sie nicht ausreichend kennen, nicht kennen können. Das machen wir zwar alle jeden Tag, in dem wir Produkte weiterempfehlen, aber es ist etwas anderes, wenn wir sie gekauft haben. Manche Marken sind mir sympathisch, andere nicht und ich denke, ein Blog darf auch dazu da sein, Produkte zu empfehlen oder kritisch zu beurteilen. Aber wie unabhängig sind wir wirklich noch, wenn uns jemand „Ambassador“ nennt? Wenn man uns ausstattet? Wie gern lesen unsere Leser den dritten, vierten und fünften Bericht über ein und dieselbe Marke?</p>
<p>Ich habe einige Produkttests auf Laufen-mit Frauschmitt, überwiegend von Produkten, die ich selbst gekauft habe. Natürlich habe ich mich sehr gefreut, als man mir angeboten hat, Schuhe zu testen, durchweg Schuhe, die ich mir vermutlich ohnehin gekauft hätte, weil sie zu mir passten. Es ist toll, wenn man sie nicht bezahlen muss und es schmeichelt durchaus, auch ich bin nicht frei davon. Ich würde auch nie einen geschönten Bericht schreiben. Aber ich werde in Zukunft noch selektiver sein, genau überlegen, ob ich das wirklich will. Die Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit ist ein großer Wert eines Blogs und man muss darauf achten, nicht in eine Spirale zu geraten, in der man zur erweiterten Pressemeldungsmaschine von Herstellern wird.</p>
<p>Zum Abschluss noch ein Beispiel, das mich überhaupt bewogen hat, diesen Artikel zu schreiben. Ich wurde angefragt, ob ich denn nicht Werbung machen würde für ein Produkt, das zeigt „dass LäuferInnen nicht nur cool sind, sondern auch Style haben.“ Soviel sprachliche Eleganz macht mich neugierig und so schaute ich mir das Produkt an. Es handelt sich dabei um Baumwollshirts mit einem gezeichneten Maskottchen, ein Männchen, das so ähnlich hieß wie „Dr. iRunning“. Es sah sehr hässlich aus. Nirgendwo erschloss sich, warum da ein „i“ im Namen war, wahrscheinlich wegen der Hipness. Das grottige Shirt steht für nichts. Kein Benefiz-Gedanke, keine Laufveranstaltung, keine Webseite, einfach für nichts. Außer dafür, dass hier jemand versucht, Läufern irgendwie Geld aus der Tasche zu ziehen. Der Anbieter ist eine Agentur für Online-Marketing und Sport-Events. Und dieses Produkt sollte ich nun also in meinem Blog vorstellen. Schließlich kommt es ja bei Bestellung „in einer stylischen Dose“. Das Traurige ist, dass ich in mehreren Laufblogs gesehen habe, dass der Anfrage Folge geleistet wurde. Ich denke, dafür und für ähnliche Aktionen sollten uns unsere Blogs wirklich zu schade sein.</p>

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		<title>Im Dunkeln ist gut munkeln. Und laufen?</title>
		<link>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/laufen-im-dunkeln/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 15:07:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klamotten]]></category>
		<category><![CDATA[Produkttests]]></category>
		<category><![CDATA[City]]></category>
		<category><![CDATA[Laufmode]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt beginnt die dunkle Jahreszeit. Wie bitte? Na klar! Es ist doch wahr - ab jetzt sind wir viel häufiger (und lieber) abends im Freien unterwegs als im Winter. Dazu passt ein Test: was wird besser gesehen - eine dunkle Laufjacke mit Reflektorstreifen? Eine helle? Oder etwa die pinkste Jacke der Welt?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p>Läufer haben es nicht einfach. Ständig müssen sie Entscheidungen treffen. Kappe oder Mütze? Jacke oder Weste? Lang oder kurz? Schon seit langer Zeit will ich eine kleine Blogserie starten, in der ich ein bisschen Entscheidungshilfe geben kann.</p>
<p>Dazu passte eine Jacke, die mir im Winter zu Testen angeboten wurde. Saucony hat eine <a href="http://www.vizipro.eu/DE/61/vizipro-pink.html" target="_blank">Produktreihe mit leuchtenden Textilien</a> auf den Markt gebracht – optimal für das Laufen im Dunkeln. Nun ist der Winter vorbei und ich fand einfach keine Zeit, das zu tun, was ich wollte: die Jacke im Vergleich mit anderen Lauftextilien zu testen und zu filmen. Was ist besser: Reflektorstreifen oder etwas „Selbstleuchtendes“? Genügen ein paar Streifen an einer schwarzen Jacke oder ist etwas Helles besser?</p>
<p>Für einen Test ist es noch nicht zu spät. Denn gerade jetzt macht man sich lieber mal abends zum Laufen auf, als im eiskalten Winter. Eine Jacke oder Weste tut dabei immer noch Not. Die Saucony-Jacke ist leicht und aus windabweisendem Material, ich würde sie eher in Übergangszeiten als im Winter tragen. Eigentlich schlägt also jetzt erst richtig ihre große Stunde. Etwaige Mitläufer klagen zwar über Netzhautflimmern, aber das macht nichts. Könnte man Farben steigern, würde ich sagen: das Ding ist das pinkste, was ich je gesehen habe.</p>
<div id="attachment_3268" class="wp-caption aligncenter" style="width: 394px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2012/04/DSC04943.jpg"><img class="size-full wp-image-3268" title="DSC04943" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2012/04/DSC04943.jpg" alt="DSC04943" width="384" height="512" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Pink is my favourite colour!&quot; (Aerosmith)</p></div>
<p style="text-align: left;">Bei meinem Test hilft mir meine Laufkameradin Nina, denn es muss ja immer jemand filmen, während die Testperson läuft. Wir wählen ein beleuchtetes Parkstück aus, zusätzlich leuchten wir uns für die meisten Aufnahmen mit einer sehr kräftigen Fahrradlampe an, um ein entgegenkommendes Auto zu simulieren. Zwar kann ein iPhone nicht mit dem menschlichen Auge mithalten und so entspricht das, was auf der Aufnahme zu sehen ist, nicht der Realität. Aber im Vergleich gibt es trotzdem eine Ahnung und ich kann vorweg sagen: es ist eine düstere. Dass wir als Läufer im Dunkeln mit normalem Outfit so schlecht erkennbar sind, war mir nicht bewusst. Als Freundin schwarzer Laufkleidung muss ich da ganz schön schlucken.</p>
<p>Wir starten unseren Test mit einer normalen, mittelblauen Laufjacke (Newline). Durch das Anleuchten sieht man den Reflektorstreifen am Reißverschluss und sogar die Streifen am Rücken gut. In den ersten Sekunden ist noch ein anderer Läufer mit einer dunklen Weste zu sehen, ohne Reflektoren bliebe er völlig unsichtbar.</p>
<p><iframe width="500" height="284" src="http://www.youtube.com/embed/8z6KDms0lSQ?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der nächste Versuch ist eine weiße Weste (Rono). Mit einer so hellen Kleidung hat man bessere Karten, weil sie insgesamt gut sichtbar ist, auch wenn das Anleuchten noch gar nicht richtig wirkt.</p>
<p><iframe width="500" height="284" src="http://www.youtube.com/embed/rtlkGBRdW8Y?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Nun kommt die volle Dröhnung: eine Warnweste (Ikea) und zusätzlich Reflektoren an den Armen. Ehrlich gesagt laufe ich ungern mit diesem komischen Lappen, aber die Sichtbarkeit ist beeindruckend. Allerdings steht und fällt alles mit den Reflektorstreifen, das gelbe Textil bringt herzlich wenig. Ohne unmittelbares Anleuchten ist das Ergebnis mager.</p>
<p><iframe width="500" height="284" src="http://www.youtube.com/embed/FOmCmnAaHL0?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Zum Schluss des Anleuchttests kommt die Saucony ViZiPRO. Tatsächlich kann die Jacke locker mit der weißen Weste mithalten. Ich bin erst einmal zufrieden, aber ein klitzekleines Bisschen enttäuscht. Ich dachte, sie leuchtet noch mehr.</p>
<p><iframe width="500" height="284" src="http://www.youtube.com/embed/-0NsBmmf2nk?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Dann allerdings streikt die Fahrradlampe und wir beschließen, noch ein paar Tests ohne direktes Anleuchten zu machen. Danach sind wir vollkommen verblüfft.</p>
<p>Zunächst läuft Nina mit ihrer schwarzen Nike-Jacke an der Kamera vorbei. Man muss das in diesem Fall deutlich sagen, denn man sieht: nichts.</p>
<p><iframe width="500" height="284" src="http://www.youtube.com/embed/Fb4VEWzKwpc?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Danach komme ich mit der pinksten Jacke unter der Sonne (in diesem Fall unter der Laterne). Der Unterschied ist enorm. Das Ding ist auch außerhalb des Lichtkegels noch gut zu sehen. Weder die weiße Weste, noch die Warnweste schaffen das.</p>
<p><iframe width="500" height="284" src="http://www.youtube.com/embed/JjFragS4Oss?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Ich habe also wieder was gelernt:<br />
1. Reflektorstreifen (und seien sie noch so klein) sind gut, und helfen, gesehen zu werden. Im Zweifel immer zu dem Teil greifen, das mehr Reflektoren hat.<br />
2. Aber: Reflektoren richten nicht viel aus, wenn sie nicht direkt angeleuchtet werden.<br />
3. Der Unterschied zwischen schwarz und weiß ist wie ein Unterschied zwischen schwarz und weiß. Helle Farben bringen deutlich mehr in Sachen Sichtbarkeit.<br />
4. Reflektierende Materialien wie bei der Saucony ViZiPRO Serie sind kein Werbegag. Sie bringen tatsächlich etwas und entfalten ihre Stärke besonders, wenn Reflektoren versagen.</p>
<p>Saucony hat auch einen Film gemacht, der ist natürlich längst nicht so professionell wie der von uns. <img src='http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /><br />
<iframe width="500" height="284" src="http://www.youtube.com/embed/rgNMQ-RiQrs?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><em>(Mein Dank für die Hilfe beim Erstellen dieses Blogposts geht an Nina, den respektvoll schweigenden Inder auf einer Bank im Park und Saucony. Er gilt nicht Busch &amp; Müller, die zwar großartige, taghelle Fahrradlampen machen, aber auch solche, die im entscheidenden Moment versagen.)</em></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Jubliäumsbecher in der Busspur.</title>
		<link>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/frankfurter-lufthansa-halbmarathon-2012/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Mar 2012 18:50:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[A - F]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Laufberichte]]></category>
		<category><![CDATA[City]]></category>
		<category><![CDATA[Halbmarathon]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Frankfurter Halbmarathon ist der traditionelle Saisonstart der Region. Ich habe mich ein Dreivierteljahr mental darauf vorbereitet. Physisch weniger, aber im Langstreckenlauf ist ja das Mentale das Allerwichtigste. Nur die letzten Wochen brach mir auch noch die mentale Vorbereitung weg, ich wurde kränklich und mich bestürmten allerlei andere Themen, die nach Abarbeitung riefen. Ich will nicht sagen, dass ich miserabel vorbereitet bin – aber treffen würde es das schon...]]></description>
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<p>Der Frankfurter Halbmarathon ist der traditionelle Saisonstart der Region. Ich habe mich ein Dreivierteljahr mental darauf vorbereitet. Physisch weniger, aber im Langstreckenlauf ist ja das Mentale das Allerwichtigste. Nur die letzten Wochen brach mir auch noch die mentale Vorbereitung weg, ich wurde kränklich und mich bestürmten allerlei andere Themen, die nach Abarbeitung riefen. Ich will nicht sagen, dass ich miserabel vorbereitet bin – aber treffen würde es das schon. Egal. Konfuzius sagt: Lauf einfach und es läuft. Oder so ähnlich. Deshalb melde ich mich am schönen großen Ex-Waldstadion nach. Eigentlich melde ich mich an, aber das sagt man eben so. Es ist viel zu früh, das gehört hier dazu. Um mich herum sind etwa 4.000 Läufer, die auch alle viel zu früh dran sind und einige von ihnen gähnen, als wollten sie mich einsaugen. Ich bin aber nicht sicher, ob mein Chip auch ordentlich auslösen würde, wenn ich im Inneren eines anderen Läufers liefe und so suche ich jedes Mal sofort das Weite, wenn wieder einer jaulend den Mund vor mir aufsperrt.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2012/03/Anmeldung.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3244" title="Anmeldung" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2012/03/Anmeldung.jpg" alt="Anmeldung" width="448" height="335" /></a></p>
<p>Ich trabe zur Damenumkleide in der Wintersporthalle und hänge ein wenig ab. Es ist nicht übermäßig schön dort, aber wenigstens kann ich mich aufwärmen und es gibt keinen Wind. Denn wenn man nicht gerade eingesaugt wird, wird man angeblasen und dieses Mal ist es schwerer zu entkommen. Im Gegensatz zu den obligatorischen schnellen Läufern mit Flatterhöschen finde ich es kühl. Der Jahrestag der Tsunami-Katastrophe in Japan, das zweite Rettungspaket für Griechenland, die Oberbürgermeisterwahl in Frankfurt, das alles ist vollkommen unbedeutend im Vergleich zu der Frage: „Was ziehe ich heute zum Lauf an?“ Ich laufe auf und ab, teste die gefühlte Temperatur und beschließe, tapfer auf die Weste zu verzichten. Es kommt bestimmt noch eine Mittagshitze. Die Frage nach dem passenden Startblock ist schneller beantwortet: ich nehme einfach den letzten. Dann kann mir nichts passieren, es werden voraussichtlich keine allzu unvernünftigen Läufer dort sein, die mich ziehend ins Verderben reißen. Ich peile einen 6er Schnitt an, unter 2 Stunden, das wird heute nichts. So ist es nun mal.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2012/03/Startblock.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3242" title="Startblock" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2012/03/Startblock.jpg" alt="Startblock" width="448" height="335" /></a></p>
<p>Bevor es losgeht, kann man sich noch einen Finisher-Becher abholen. Damit ist es in Wahrheit ein Starter-Becher, aber das steht eben nicht drauf. Das Gefäß gibt es anlässlich des 10. Jubiläums des Frankfurter Lufthansa Halbmarathons und man bekommt ihn in der Busspur. <a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2012/03/Becher.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-3245" title="Becher" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2012/03/Becher.jpg" alt="Becher" width="221" height="294" /></a>Das ist eine geheimnisvolle Einfahrt im Stadion und die Hinweise des Mannes am Mikrofon zum „Jubiläumsbecher in der Busspur“ klingen für meine Ohren wie eine Verkehrsmeldung: „Achtung Autofahrer, in der Busspur kommt ihnen ein Jubiläumsbecher entgegen. Fahren Sie äußerst rechts, überholen Sie nicht, wir melden es, wenn der Becher hinüber ist.“ Ein Buch mit dem Titel &#8220;Jubiläumsbecher in der Busspur&#8221; würde garantiert ein Bestseller, da bin ich sicher. Der junge Mann, der mir den Becher überreicht, ist ein bisschen verlegen, denn er muss eine Markierung auf meiner Startnummer hinterlassen, damit man sieht, dass ich schon einen Becher habe und mir nicht gleich ein komplettes Service für 6 Personen zulege. Allerdings habe ich meine Startnummer heute ziemlich weit oben angepinnt und nun zielt der Bechermann mit einem Edding auf meine Brust. Die Markierung gerät sehr filigran.</p>
<p>Ich mische mich wieder unter die Gähnenden und versuche, erste Trends auszumachen. Wenn so viele Läufer um einen herum sind, sieht man oft, was gerade angesagt ist. Zu meiner Verblüffung scheint „die Zigarette davor“ der letzte Schrei zu sein. Noch nie habe ich so viele Läufer vor einem Volkslauf rauchen sehen. Vielleicht haben sie das mit dem guten Vorsatz an Silvester falsch herum verstanden und alle gerade frisch mit dem Rauchen angefangen? Komisch.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2012/03/IMG_0805.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3249" title="IMG_0805" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2012/03/IMG_0805.jpg" alt="IMG_0805" width="448" height="335" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2012/03/IMG_0813.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3251" title="IMG_0813" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2012/03/IMG_0813.jpg" alt="IMG_0813" width="448" height="335" /></a></p>
<p>Was vom letzten Jahr geblieben ist, sind die fröhlichen, bunten Farben bei Jacken, Shirts und Schuhen. Neutral- und Minimalschuhe sind der Hit, zwei Mal begegnen mir die Five Fingers. Ich stehe im letzten Startblock, ganz vorne, damit ich nicht so viel überholen muss, aber das hat seinen Haken. Ich friere fürchterlich. Und als letzte Starter müssen wir am längsten warten. In einem dichten Pulk wird es schnell warm, aber hier vorne zieht es mächtig. Ich zähle die Minuten. Als ich endlich loslaufen darf, versuche ich erst einmal nur irgendwie warm zu werden. Vielleicht bin ich deshalb gleich mal ein bisschen zu schnell. Aber ich bremse mich und so passiert nichts weiter. Gleich zu Beginn stehen ein paar Fans mit Transparenten am Wegrand. Die Fans rufen „Stoppt die Landebahn“ und „Schluss mit dem Fluglärm!“ Ich bin weit davon entfernt, abzuheben und unsere Schritte sind auch ziemlich leise. So fühle ich mich völlig zu Unrecht von der Seite andemonstriert. Auch habe ich den Verdacht, dass die Läufer um mich herum augenblicklich zu beschäftigt sind, um die Landebahn zu stoppen. Aber es soll ja jeder seinen Sonntag so verbringen wie er mag.</p>
<p>Nach etwa 3,5 komfortablen Kilometern am Waldrand geht es in die Bürostadt Niederrad. Dort ist es so langweilig, dass ich nach weiteren Trends Ausschau halten kann. Neben dem Rauchen ist das Mitnehmen von Münzen extrem hipp. Es klingelt, als hätte jemand zu einer Kollekte aufgefordert. Unzählige Läufer haben Kleingeld dabei. Wahrscheinlich für die Zigarettenautomaten unterwegs. Plötzlich verliert vor mir jemand ein paar Münzen. Möglicherweise möchte er so den Rückweg wieder finden, wie Hänsel und Gretel mit den Brotkrumen. Darüber denke ich eine Weile nach und merke kaum, wie wir die Bürostadt verlassen und am Mainufer entlang traben. Die Strecke ist herrlich breit, niemand kommt sich ins Gehege. Aber so ist das ja immer, wenn man Elite oder Schnecke ist und ich bin ja praktischerweise beides.</p>
<p>Unten am Mainufer zieht es wieder ganz schön, aber das tut es sonntags hier immer. Das ist der berühmte Sachsenhäuser Sonntagswind, den alle kennen, die hier ihre langen Wochenend-Läufe machen. Etwa zwei Kilometer geht es hier unten entlang, dann biegt man ab und es winkt ein Getränk und eine piepsende Matte. Als Getränk wähle ich einen süßen Tee und man kann den Veranstalter Spiridon Frankfurt gar nicht genug dafür loben, dass er an empfindliche Läufermägen denkt und nicht nur Eiskaltes anbietet. Nichts gegen die menschliche Wärme der Helfer, aber manchmal genügt das eben nicht. Mich macht der Tee jedenfalls glücklich. Die Matte piepst mir ein „Das Tempo solltest Du halten“ zu und so kann ich zufrieden weiter traben. Am Schweizer Platz, dem Zentrum von Sachsenhausen, steht eine reizende Fankurve, die einen wunderbaren Lärm veranstaltet. Vor meinem inneren Auge sehe ich die Anwohner fluchen. Des einen Freud, des anderen Leid.</p>
<p>Die bunte Läuferschlange zieht weiter in unbelebtere Gefilde. Bald sind wir wieder von Wald umgeben und es beginnt ein spannender Abschnitt. Als Ortskundiger weiß man sofort: Ich laufe jetzt in eine Richtung, in die ich eigentlich weder will noch muss. Das Stadion ist ganz woanders, aber der Strecke ist das ganz egal. Sie leitet die Läufer scheinbar ziellos ins Grüne. Um uns von dem Irrsinn abzulenken, hat der Veranstalter noch einmal eine kleinen Teeimbiss vorgesehen. Hier beginnt eine Wendepunktstrecke, die letzte Zweifel ausräumt: wir werden erst in die falsche Richtung geleitet und dann müssen wir alle wieder zurück. Auch im Jubiläumsjahr muss dieser Streckenfehler hier korrigiert werden. Wahnsinn. Ich sehe die Entgegenkommenden und denke, dass diese ja nun auch nicht viel schneller sind als ich, der Spuk also gleich beendet sein dürfte. Aber da ich unter Läufer-Demenz leide, habe ich die Streckenlängen vergessen und irre mich fürchterlich. Die Wendepunktstrecke (hin) nimmt kein Ende und erst als ich sie (rück) betrete, weiß ich, dass mir die vermeintlich beinahe gleich schnellen Läufer über zweieinhalb Kilometer voraus sind. Dieser Irrtum ist mir vor mir selbst peinlich.</p>
<p>Trotz solcher mentaler Schlaglöcher bin ich aber sehr guter Dinge. Es ist nun fast ein Jahr her, dass ich zuletzt einen Halbmarathon gelaufen bin, verletzungsbedingt war das letzte Jahr eines zum Ausblenden. Trainiert habe ich schlecht, aber mein Körper weiß ganz genau, was von ihm erwartet wird. Ich bin geschätzte 200 Mal diese Distanz gelaufen, sie ist ganz tief einprogrammiert. Ich halte die Geschwindigkeit, als wäre es ganz einfach. Ich weiß, nun muss ich nur noch einen Stinkefinger der Strecke überstehen. Bei Kilometer 19 ist das Stadion zum Greifen nah, es liegt vor einem wie gemalt, doch man tut gut daran, es wie eine Fata Morgana zu betrachten. Denn nun muss man nicht nur eine gewaltige Brücke hoch laufen, man muss die Arena auch noch umrunden. Wenn euch der Veranstalter erzählt, es handele sich bei der Umrundung nur um eine kleine, harmlose Schleife – glaubt ihm nicht! Es ist eine Lüge! In Wahrheit muss man vier Mal um das Stadion herum, wenn ich es recht bedenke, sind es sogar sechs Mal. Gefühlte acht. Oder zehn. Es hört einfach nicht auf. Man sieht dieses Dreckding und kreist wie eine enthirnte Wespe um den Pflaumenkuchen um das Stadion. Selbst wenn man das Schild „Jubiläumsbecher in der Busspur“ bereits lesen kann, geht es noch ein gutes Stück weiter.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2012/03/Busspur.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3252" title="Busspur" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2012/03/Busspur.jpg" alt="Busspur" width="448" height="335" /></a></p>
<p>Das ist ganz klar ein Fall für Amnesty und ich hoffe sehr, dass sich die Fluglärmdemonstranten im nächsten Jahr dieser Läuferquälerei annehmen. Im Ziel tun dann alle wieder so, als sei nichts gewesen, man bekommt die dollsten Getränke und es gibt mal wieder mein Lieblingsbier.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2012/03/Faust.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3253" title="Faust" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2012/03/Faust.jpg" alt="Faust" width="448" height="335" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2012/03/Reste-2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3254" title="Reste 2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2012/03/Reste-2.jpg" alt="Reste 2" width="448" height="335" /></a></p>
<p>Und meine Lieblingsbananen von meinem Lieblingslieferanten. Ich denke, so soll der eben noch gefolterte Läufer mundtot gemacht werden. Damit das auch endgültig gelingt, gibt es in diesem Jahr auch noch einen sehr guten heißen Kaffee. Dazu zwar einen etwas seltsamen Kuchen, aber wer 4.000 Läufer besser verköstigen kann, der soll sich bei mir melden. 2:03 Stunden sind es geworden. Das ist nicht schnell, aber ziemlich schön. Soll sie doch kommen, die Saison.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2012/03/Kuchen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3255" title="Kuchen" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2012/03/Kuchen.jpg" alt="Kuchen" width="448" height="335" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Auf der Webseite des Veranstalters Spiridon Frankfurt gibt&#8217;s einen <a href="http://www.spiridon-frankfurt.de/images/stories/pdf/halbmarathon/2012_halbmarathon_streckenplan_download.pdf" target="_blank">Plan von der Strecke</a>.</p>

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		<title>Eine Legende im Bücherregal.</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 22:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchgeschenke]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist wahr: Emil Zátopek ist eine Legende. Aber wie alle Legenden lebt er in der kollektiven Erinnerung als Klischee fort. „Fisch schwimmt, Vogel fliegt, Mensch läuft.“ Über die Person Emil Zátopek sagt das herzlich wenig. Gut, dass es einen Roman über sein bewegtes Leben gibt.]]></description>
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<p>Es ist wahr: Emil Zátopek ist eine Legende. Aber wie alle Legenden lebt er in der kollektiven Erinnerung als Klischee fort. Bei Emil Zátopek fällt sofort der Begriff „Tschechische Lokomotive“,  jeder Läufer weiß um Zátopeks eigenwilligen Laufstil, seinen Dreifachsieg über 5.000 Meter, 10.000 Meter und den Marathon bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki. Und dann gibt es da noch DEN Satz, der auf T-Shirts gedruckt, als Slogan von Laufvereinen benutzt und tausendfach zitiert, selbst schon fast eine Legende ist: „Fisch schwimmt, Vogel fliegt, Mensch läuft.“ Über die Person Emil Zátopek sagt das alles herzlich wenig.</p>
<p>Christopher McDougall widmet Zátopek in „<a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/born-to-run/">Born to Run</a>“ einen längeren Abschnitt und beschäftigt sich dabei mit seinem Charakter. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse, stellt McDougall fest, könnte genau dieser Charakter gewesen sein. Ein durch und durch mitfühlender, freundlicher und sozial eingestellter Mensch war Zátopek, seine Ausgeglichenheit – zu diesem Schluss kommt McDougall, ermöglichte ihm, mit seinen Kräften richtig zu haushalten und sich frei von Feindseligkeiten auf das Wesentliche zu konzentrieren. In solchen Schilderungen wird das Klischeebild ein wenig gesprengt und das macht neugierig auf mehr.</p>
<p>Lange bin ich um das Buch „Laufen“ von Jean Echenoz herumgestrichen, einen Roman über Zátopek wollte ich eigentlich nicht lesen, viel lieber eine ordentliche Biografie. Doch in deutscher Sprache gibt es keine, und das obwohl Emil Zátopek ein bewegtes und filmreifes Leben geführt hat. Deshalb musste es eben doch der Roman sein, zumal der nur in den kleinen Ausschmückungen fiktiv wird, sich in der eigentlichen Geschichte jedoch im Wesentlichen an die Fakten hält.</p>
<p><iframe width="500" height="284" src="http://www.youtube.com/embed/L_ojRWiN0Dg" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Um es vorweg zu sagen: man erfährt auch hier nicht viel über die Gedanken und Gefühle Zátopeks. Das Buch ist ein kleines Bändchen, das man an einem Regentag in einem Rutsch durchlesen kann. Es lässt nicht viel Raum für innere Monologe, zumal es aus der Sicht eines unbestimmten fiktiven Zeitzeugen geschrieben ist, als würde ein alter Freund Emils berichten. Es beleuchtet aber einen Aspekt in Zátopeks Leben und Karriere besonders und allein das ist es wert, das Buch zu lesen. „Ein Sportleben in Zeiten der Diktatur“ könnte der Untertitel sein. Man erfährt, dass hier ein Läufer, der nichts anderes will, als laufen, in die Mühlen des Regimes der Tscheslowakei gerät, wie er benutzt, gegängelt, seiner Freiheit beraubt und bestraft wird. Und das, obwohl ihn die Menschen im In- und Ausland gleichermaßen verehren und er damit der Diktatur ein positives Bild zur Seite stellt. Von der Regierung wird er behandelt wie deren Eigentum. Sie bestimmt, wann er wo antreten darf und manipuliert Zátopeks Aussagen in Interviews schließlich so, dass er sich den Unmut des Auslands zuzieht und sogar ausgeladen wird.</p>
<p><iframe width="420" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/eTy2FdaP494" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Echenoz berichtet das alles mit ironischer Leichtigkeit. Seine Sprache ist sehr einfach und klingt manchmal ein bisschen naiv, so naiv und duldsam, wie auch Zátopek häufig dargestellt wird. Doch ein tumber Tor war der Tscheche keineswegs. Er sprach zahlreiche Fremdsprachen und war an der Welt interessiert. 1968 kletterte er auf einen sowjetischen Panzer und appellierte an die Soldaten, wieder nach Hause zu fahren. In Folge dessen ließ man ihn für lange Zeit in einem Uranbergwerk verschwinden und Strafarbeit verrichten.</p>
<p>Ganz nebenbei wird übrigens auch der ungeheure Trainingsfleiß Emils deutlich, bis zu 9.000 Trainingskilometer im Jahr soll er abgespult haben. Auch dazu gibt es wieder einen legendären Zátopek-Satz: „Mach’s Dir im Training schwer, dann wird es im Wettkampf leichter.“ Das Buch beschreibt den Aufstieg und den wechselhaften Ausklang seiner Karriere. Am Ende steht vor jedem Wettkampf das Unken – schafft er es noch einmal, sollte er nicht besser aufhören? Beim Lesen kommt man nicht umhin, an Haile Gebrselassie zu denken, ebenfalls längst eine Legende. Wenn Legenden sich nicht mehr auf ihre Leistung verlassen können, ist immer etwas Tragisches dabei, obwohl das natürliche Nachlassen der Leistung gar keine Tragödie ist.</p>
<p>Mit seinem Kameradschaftsgeist und seinem freundlichen Wesen war Zátopek ein Sportler im besten Sinn, einer der mehr Aufmerksamkeit verdient hat, als über Sprüche auf T-Shirts. Ohne jede Übertreibung kann man ihn als den größten Läufer aller Zeiten bezeichnen, den einzigen, der jemals acht (!) Rekorde gleichzeitig hielt. Als Läufer sollte man am Besten grundsätzlich alle Bücher über Zátopek kennen. Ich hoffe sehr darauf, dass dieses nur den Anfang macht und sich bald jemand um eine Biografie bemüht, die so bunt und vielseitig ist, wie es Zátopek gebührt.</p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=laufemitfraus-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;asins=3833307102&#038;nou=1&#038;ref=tf_til&#038;fc1=000000&#038;IS2=1&#038;lt1=_blank&#038;m=amazon&#038;lc1=D57711&#038;bc1=000000&#038;bg1=F5EACE&#038;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Eine 49-minütige Dokumentation aus den 80er Jahren (deutsch):<br />
<iframe width="500" height="284" src="http://www.youtube.com/embed/t31Labhwubg" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Fotoquelle: Deutsche Fotothek</p>

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		<title>Erleuchtung in aschgrau.</title>
		<link>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/silvesterlauf-frankfurt-2011/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 20:29:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Laufberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Silvesterlauf Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Silvesterlauf Frankfurt11]]></category>
		<category><![CDATA[10km]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[Überall fanden in den letzten Stunden Silvesterläufe statt. Woher jedoch der Name „Silvesterlauf“ kommt, ist vielen Läufern nicht bekannt. Es geschah im Jahr 1731, als Sir William Edward Phileas Silvester, ein britischer Lord, am letzten Tag des Jahres beschloss, sich zu einem Waldlauf aufzumachen....]]></description>
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<p>Überall fanden in den letzten Stunden Silvesterläufe statt. Woher jedoch der Name „Silvesterlauf“ kommt, ist vielen Läufern nicht bekannt. Es geschah im Jahr 1731, als Sir William Edward Phileas Silvester, ein britischer Lord, am letzten Tag des Jahres beschloss, sich zu einem Waldlauf aufzumachen. Er hatte es sich einst als guten Vorsatz genommen, in diesem Jahr mit dem Laufen anzufangen und nun war es die letzte Gelegenheit, dieses Versprechen an sich selbst einzulösen. Leider regnete es an diesem Tage ungebührlich stark, so dass der Lauf zu einem vollen Misserfolg wurde. Silvester rutschte im schlammigen Wald aus und kehrte durchnässt, verdreckt und frustriert nach Hause zurück. Er ist seither nie wieder gelaufen. Zur Erinnerung an dieses wahrhaft einmalige Erlebnis werden Läufe am letzten Tag des Jahres nun „Silvesterlauf“ genannt. Überflüssig zu erwähnen, dass insbesondere europäische Läufer seither regelmäßig das Schicksal von Sir Silvester teilen und immer wieder und gerne am letzten Tag des Jahres im Regen laufen. Auch ich denke jetzt intensiv an den armen William, der heute vermutlich gar nicht erst aufgebrochen wäre. Es regnet, als würde man überall im Himmel bereits die Wasserflaschenkorken knallen lassen und beim Eingießen dauernd die Gläser verfehlen. Obendrein ist das Wolkendach in einem reizenden Aschgrau gehalten, eine Farbe, die meinem Teint nicht sehr schmeichelt, es sei denn, ich habe eine vom hitzigen Laufen leuchtend rote Murmel. Es hilft also nichts: ein roter Kopf muss her.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_0644.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3197" title="IMG_0644" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_0644.jpg" alt="IMG_0644" width="491" height="366" /></a></p>
<p>Mein Trainingspartner und ich sind in diesem Jahr herzlich wenig gelaufen, vor allem nicht volks. Verletzungsbedingt war wenig zu wollen. Nun ist „nichts wollen“ allerdings die höchste Stufe der Läufererleuchtung, die es grundsätzlich zu erlangen gilt. Nur wer, zumindest gelegentlich, nichts will, dem wird reichlich gegeben. Insofern sind wir gerade sehr nah am Status eines Lama, womit nicht das spuckende Tier gemeint sein soll, obwohl auch das eine gern genommene Bewusstseinsstufe des Läufers ist.</p>
<p>Willenlos parken wir, wie ferngesteuert finden wir uns bei der Anmeldung ein und schieben uns, von einem unsichtbaren Band gezogen, in die Umkleide. An einem solchen Tag darf man nicht nachdenken, sonst würde man niemals einen beheizten Autositz verlassen, um sich, auf einen Startschuss lauschend, in den strömenden Regen zu stellen. Wir laufen uns ein und es ist etwa so kuschelig wie an Deck eines Fischkutters in der winterlichen Nordsee. Wir laufen und laufen, damit wir nur nicht stehenbleiben müssen. Irgendwann lässt sich das aber kaum vermeiden und mit dümmlichem Hüpfen versuchen wir, nicht auszukühlen. Als im Blockstart endlich unsere Gruppe an der Reihe ist, bin ich ebenso froh wie durchnässt.</p>
<p>Obwohl es durch den Wald geht, sind weite Teile der Strecke asphaltiert, was den Pfützenslalom auf wenige schwierige Abschnitte begrenzt. Da ich aber ja erleuchtet bin, nehme ich keinerlei Manöver in rutschiges Unterholz in Kauf, um ein paar Sekunden zu sparen. Ich laufe vielmehr in Gedenken an William Edward Phileas, der, anders als ich, keine schicke Nike+ Uhr und kein so wärmendes Wams trug, wie ich heute. Außerdem trage ich einen Pferdeschwanz, der langsam immer schwerer wird. Mein Haar kann erfahrungsgemäß mühelos 7 bis 8 Liter Wasser aufnehmen. Diese im Nacken getragen, lassen mich erhobenen Hauptes laufen. Interessant. Der erste Kilometer gerät schneller als 5:30, das ist schneller, als ich will, obwohl ich ja eigentlich nichts will. Ich bremse ein wenig.</p>
<p>Die Strecke ist recht voll und ich kann gut Laufmoden-Watching betreiben. Der klare Gewinner unter den Kopfbedeckungen ist eine Einweg-Duschhaube, getragen von einem kräftigen Herren. Das ist stilsicher und kreativ. Weiterhin gefällt mir die Idee, nur einen Kompressionsstrumpf zu nehmen und damit der monströsen Gewohnheit der Waschmaschine, einzelne Socken in einem geheimen Salzsäurebottich unter der Trommel aufzulösen, selbstbewusst zu trotzen. Außerdem erfreuen mich jegliche Neonfarben (ein lautes „Ätsch!“ in Richtung des grauen Himmels), und nackte Beine, die bald von schlammbraunen Pünktchen übersät sind. Ich fließe einfach mit der Menge mit, schaue selten auf die Uhr und lausche dem hundertfachen „Pitsch, pitsch, pitsch“ auf nassem Weg. Viele Läufer bevorzugen dagegen ein „Mumpf, mumpf, mumpf“, das auf ihre Ohren donnert, was ich wieder einmal nicht verstehen kann. Was ist ein Volkslauf ohne Volkslaufgeräusche? Mein Leben soll kein Stummfilm sein und so eile ich offenen Ohres weiter durch den Wald. Die Strecke ist nicht weiter spektakulär und deshalb bleibt als Eindruck der mal klatschende, mal dampfende Regen und das bunte Band immer schwerer atmender Läufer, das sich wie ein einziger Organismus durch den Wald schlängelt.</p>
<p>Bei Kilometer sieben ist ein kleiner Hügel zu nehmen und zum ersten Mal fange ich an zu rechnen. Nun will ich ja nichts, aber wenn „nichts“ gleichbedeutend mit einer Zeit unter 55 Minuten wäre, wäre mir das jetzt dann schon lieb. Auf den letzten Kilometern geht es öfter mal leicht bergan, das muss man für das nichtsgleiche Ergebnis mitberechnen. Luft wäre allerdings da, sowohl in meinen Lungen, als auch in meiner Berechnung und deshalb könnte ich es versuchen. Dann hätte auf dem Zielfoto mein Teint auch die Farbe, die mit dem Himmelsgrau so gut harmoniert, das wäre ja schön, so für das letzte Foto des Jahres.</p>
<div id="attachment_3216" class="wp-caption aligncenter" style="width: 436px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/Silvesterlauf2.jpg"><img class="size-full wp-image-3216 " title="Silvesterlauf2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/Silvesterlauf2.jpg" alt="Silvesterlauf2" width="426" height="640" /></a><p class="wp-caption-text">Update: Hier isses, das obligatorische Bild mit den hektischen Flecken.</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p>Ich stürze also weiter vorwärts, aus dem Wald hinaus und an den Schienen entlang in Richtung Waldstadion, was nicht mehr Waldstadion heißt, sondern Dingsbums Arena (ich mag keine Bank in meinem Laufbericht haben) weil heute alles Arena heißt, während Stadion irgendwie unccol zu sein scheint. Das ist mir aber im Grunde alles egal, Hauptsache, da kommt bald das Ziel und Hauptsache, es gibt bald das beste alkoholfreie Weizen der Welt, was sich Faust nennt und von zwei enorm reizenden Herren ausgeschenkt wird. Ich stoppe die Uhr bei 54:13, das ist wirklich fein für ein mieses Training in einem verkorksten Laufjahr. Lange sollte man Bier und Banane (von Querbeet, die ebenfalls nicht genug zu loben sind) allerdings nicht im Freien genießen, denn die Erkältung klopft sonst schnell mit einem Hämmerchen an das erschöpfte Naseninterior.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_0641.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3201" title="IMG_0641" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_0641.jpg" alt="IMG_0641" width="461" height="344" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_0643.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3202" title="IMG_0643" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_0643.jpg" alt="IMG_0643" width="461" height="344" /></a></p>
<p>Nun muss, bevor der Kuchen als nächste Stufe der Belobigung winkt, nur noch eine Hürde genommen werden: die Damenumkleide. Ein Albtraum im Nebel. Ich bin sicher, ein einziger Besuch in einer handelsüblichen Damenumkleide mit 47 Frauen auf 11 Quadratmetern, die alle ihre Socken ausschütteln, sich feuchte Nebel unter die Achseln sprühen, mit aus furzenden Flaschen kriechender Lotion einölen und sich mit schlagbohrerlauten Haartrocknern ondulieren, würde selbst Casanova von weiteren Eroberungen abgehalten haben. Auch hier geht es um Geschwindigkeit: schnell raus hier. Zu viel Hautkontakt mit fremden Menschen ist auch nicht gesund.</p>
<p>Die Atmosphäre in der Sporthalle ist nicht eben gemütlich. Aber man gibt sich wie immer Mühe, die Läufer liebevoll zu verköstigen, was bei weit über 1.000 Teilnehmern eine Herausforderung darstellt. Doch Spiridon Frankfurt meistert das, wie überhaupt die gesamte Veranstaltung, mit Professionalität und Laune.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_0649.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3203" title="IMG_0649" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_0649.jpg" alt="IMG_0649" width="461" height="344" /></a></p>
<p>Wir mümmeln unseren Kuchen und starren dabei fassungslos auf eine entfesselte kleine Gruppe, die sich unmittelbar vor uns komplett umzieht und uns dabei mehr schwingende Körpermasse zeigt, als wir sehen wollten. Dann doch lieber die Damenumkleide. Oder am allerliebsten: den beheizten Autositz. Es ist Zeit, einen erleuchteten Lauf im Geiste von William Edward Phileas Silvester zu Hause weiter zu genießen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_0651.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3204" title="IMG_0651" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_0651.jpg" alt="IMG_0651" width="461" height="344" /></a></p>

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		<title>Terminologie des Laufens.</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Nov 2011 16:35:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schnipsel]]></category>
		<category><![CDATA[20km]]></category>
		<category><![CDATA[Berglauf]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[Nahezu jeder ausgewachsene Läufer operiert heutzutage lässig mit Begriffen wie „Haglund-Ferse“ oder „Negative-Split“. Weitgehend unbekannt sind dagegen die Wörtlichkeiten, die das Laufen an und für sich betreffen. Hier kommt Aufklärung.]]></description>
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<p>Nahezu jeder ausgewachsene Läufer operiert heutzutage lässig mit Begriffen wie „Haglund-Ferse“ oder „Negative-Split“. Weitgehend unbekannt sind dagegen die Wörtlichkeiten, die das Laufen an und für sich betreffen. Hier kommt Aufklärung.</p>
<p>Es gibt drei verschiedene Arten des Laufens. 1. Das Laufenlaufen, 2. Das Volkslaufen und 3. Das Winterlaufen.</p>
<p><strong> Das Laufenlaufen</strong></p>
<p>Beim Laufenlaufen handelt es sich um rhythmisches Fuß-vor-Fuß-Setzen zum Zwecke des Konditionsaufbaus oder -erhalts, der Wampenschrumpfung, des gegengeschlechtlichen Beeindruckens, der Psychotherapievermeidung, der Sauerstoffversorgung letzter Gehirnzellen, der Peristaltikmassage, des Wutabbaus, der Begleitung des Toilettengangs von Hunden, der Besichtigung der örtlichen Flora und Fauna sowie des Hinauszögerns des Verlusts von Schönheit und Verstand. Laufenlaufen wird fälschlicherweise oft als „Laufen“ bezeichnet, ein Begriff, der gerade in Abgrenzung zu den anderen beiden Arten des Laufens als unzureichend gelten muss.</p>
<p><strong> Das Volkslaufen</strong></p>
<p>Zum Volkslaufen benötigt man im Gegensatz zum Laufenlaufen eine Menge Volk, auch „Feld“ genannt. Weitere Kennzeichen des Volkslaufens sind: ein Start, ein Ziel, eine Zeitnahme, hamsterbaugroße Umkleideräume, kalte Duschen, Bonnie Tyler und Streuselkuchen. Auch beim Volkslaufen setzt man rhythmisch und nacheinander die Füße auf den Boden, jedoch mit deutlich mehr bpm. Eine entscheidende Rolle spielt außerdem der linke Arm, der nach jedem Kilometer leicht abgewinkelt nach oben gehalten wird, damit der Läufer sehen kann, wie spät es ist. Volksläufer leben nicht nach dem Gregorianischen, sondern nach dem Volkslaufkalender des Deutschen Leichtathletikverbands.</p>
<p><strong> Das Winterlaufen</strong></p>
<p>Das Winterlaufen ist benannt nach Ortwin Friedewald Winter, der diese Art des Laufens im 13. Jahrhundert einführte. Es handelt sich dabei um ein erotisches Hilfsmittel, das Läufern über alle Jahreszeiten hinweg, in Schnee, Eis und Grau die Lust am Laufen erhalten soll. Nach mehreren Tumulten innerhalb von Stadtmauern, bei denen sich Flanierende über rhythmische Keuchgeräusche unverhältnismäßig leicht bekleideter Männer und Frauen beschwerten, findet das Winterlaufen heute in der Regel im Wald statt. Bis heute dient das Winterlaufen ausschließlich dem Lustgewinn, weshalb es von emotional entfesselten Winterlaufanhängern in einer fortlaufenden Serie ausgeübt wird.</p>
<p>Das alles habe ich natürlich nur <em>Wikipedes</em> entnommen, kann es aber aus eigener Anschauung unterstreichen. Die Winterlaufserie in Hofheim-Lorsbach zum Beispiel, an der ich heute für den sagenhaften Betrag von 4 Euro teilnahm, ist ein Quell der Lauflust und Freude. Ich wollte lieber laufen als Fotos machen, aber vielleicht geben die nachfolgenden Impressionen trotzdem den Hauch einer Ahnung. Ich bin noch immer beseelt von so viel Sauerstoff, Wald, Berg und Streuselkuchen. Aber am meisten davon, dass ich nach einem halben Jahr Pause das erste Mal wieder (fast) 20 km gelaufen bin. Die Frisur und die Ferse hält.</p>
<div id="attachment_3179" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0582.jpg"><img class="size-full wp-image-3179 " title="IMG_0582" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0582.jpg" alt="&quot;Alpenveilchen im Zwielicht&quot;, nach einem Gemälde von Ortwin Friedewald Winter" width="512" height="382" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Alpenveilchen im Zwielicht&quot;, nach einem Gemälde von Ortwin Friedewald Winter</p></div>
<div id="attachment_3182" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0584.jpg"><img class="size-full wp-image-3182 " title="IMG_0584" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0584.jpg" alt="Wer die traumatische, ähm traumhafte Steigung &quot;Himmelsleiter&quot; nicht verpassen möchte, muss hier rechts." width="512" height="382" /></a><p class="wp-caption-text">Wer die traumatische, ähm traumhafte Steigung &quot;Himmelsleiter&quot; nicht verpassen möchte, muss hier rechts.</p></div>
<div id="attachment_3183" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0588.jpg"><img class="size-full wp-image-3183 " title="IMG_0588" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0588.jpg" alt="Im Spätherbst beginnen die Becherbäume im Lorsbachtal zu knospen. Ein herrliches Schauspiel der Natur." width="512" height="382" /></a><p class="wp-caption-text">Im Spätherbst beginnen die Becherbäume im Lorsbachtal zu knospen. Ein herrliches Schauspiel der Natur.</p></div>
<div id="attachment_3184" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0589.jpg"><img class="size-full wp-image-3184 " title="IMG_0589" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0589.jpg" alt="Wer hier nicht gern läuft, muss unbemerkt verstorben sein." width="512" height="382" /></a><p class="wp-caption-text">Wer hier nicht gern läuft, muss unbemerkt verstorben sein.</p></div>
<div id="attachment_3185" class="wp-caption aligncenter" style="width: 392px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0591.jpg"><img class="size-full wp-image-3185 " title="IMG_0591" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0591.jpg" alt="In der Ferne die beinahe letzte, kurze Steigung." width="382" height="512" /></a><p class="wp-caption-text">In der Ferne die beinahe letzte, kurze Steigung.</p></div>
<div id="attachment_3181" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0587.jpg"><img class="size-full wp-image-3181 " title="IMG_0587" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0587.jpg" alt="Tee, süß und warm. Nach 6,4 und 14,8 Kilometern." width="512" height="382" /></a><p class="wp-caption-text">Tee, süß und warm. Nach 6,4 und 14,8 Kilometern.</p></div>
<div id="attachment_3186" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0593.jpg"><img class="size-full wp-image-3186 " title="IMG_0593" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0593.jpg" alt="Liebe. Wahnsinn. Advent." width="512" height="382" /></a><p class="wp-caption-text">Liebe. Wahnsinn. Advent.</p></div>

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		<title>Schuhbidu.</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Nov 2011 17:02:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Produkttests]]></category>
		<category><![CDATA[Schuhe]]></category>
		<category><![CDATA[Laufschuhe]]></category>
		<category><![CDATA[Laufstil]]></category>

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		<description><![CDATA[In einem Cartoon von Martin Perscheid läuft eine Frau in der Wüste willenlos auf eine Fata Morgana zu. Das Trugbild ist allerdings keine Oase mit Cocktails und Palmen. Die Gute versucht vielmehr ein Schuhgeschäft zu stürmen. Martin Perscheid ist ein Frauenkenner, daran besteht kein Zweifel. Ich berichte heute – schon wieder – über ein neue Paar Schuhe: die Asics GEL-EXCEL33.]]></description>
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<p>In einem Cartoon von Martin Perscheid läuft eine Frau in der Wüste willenlos auf eine Fata Morgana zu. Das Trugbild ist allerdings keine Oase mit Cocktails und Palmen. Die Gute versucht vielmehr ein Schuhgeschäft zu stürmen. Martin Perscheid ist ein Frauenkenner, daran besteht kein Zweifel. Ich berichte heute – schon wieder – über ein neue Paar Schuhe: die Asics GEL-EXCEL33.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/Schuhbidu.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3156" title="Schuhbidu" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/Schuhbidu.jpg" alt="Schuhbidu" width="402" height="620" /></a></p>
<p>Ich bin stolze Besitzerin mehrerer Quelle-Kataloge aus den 60er und 70er Jahren. Damals hießen dort die Kleider und Blusen „Hildesheim“, „Meran“ oder „Neapel“, gelegentlich auch „Ortrud“ oder „Ludmilla“.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/Quelle.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3154" title="Quelle" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/Quelle.jpg" alt="Quelle" width="321" height="448" /></a></p>
<p>Wie oft habe ich mir schon gewünscht, ein Laufschuh könnte einfach „Boston“, „Haile“, oder von mir aus auch „Two Oceans“ heißen. Aber nein. Sie heißen S-Lab 2 XT Wings, ProGrid Peregrine, Air Pegasus+28, asiStar Raven 2 CP, Supernova Riot 3 GTX. Der neueste Zugang auf meinem Regal macht keine Ausnahme im Geschwurbel: er heißt Asics GEL-EXCEL33 und erinnert mich damit an eine überaus fiese Software. Die 33 hat allerdings eine hübsche Geschichte: sie ist begründet in den 33 Gelenken im menschlichen Fuß, die dieser Schuh berücksichtigt. Das versöhnt mich ein bisschen mit „Gel Excel“.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/Asics-33-11.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3158" title="Asics 33 1" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/Asics-33-11.jpg" alt="Asics 33 1" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Vor einigen Jahren wurde im Zielbereich eine Volkslaufs eine kleine Erhebung durchgeführt, man notierte die Laufschuhmarken der Zieleinläufer. Ein Mensch rief einem anderen die Namen zu. Das klang dann so: „Asics, Asics, Asics, Nike, Asics, Brooks, Asics, Nike, Saucony, Asics, Asics &#8230;“ Sie sind einfach beliebt, die japanischen Schlappen. Als Laufanfänger lernt man von vielen Schuhverkäufern schnell: mit Asics kann man nichts falsch machen. Das mag zwar so nicht unbedingt stimmen, denn natürlich passt nicht jeder Asics Schuh zu jedem. Aber es drückt im Kern etwas aus, das auch zu meiner Erfahrung passt: diese Schuhe haben eine ordentliche Passform, sind durchdacht und gut verarbeitet, halten in der Regel viel aus und das lange. Insbesondere Schuhe der 1000er oder 2000er Serie sind „Brot und Butter-Schuhe“. Solide und zuverlässig. Aber auch wenn ich die Schuhe gern mochte, richtig geliebt habe ich sie nie. Da ist etwas Distanziertes an dieser Marke, irgendetwas steht zwischen uns. „Run happy“ ruft Brooks seinen Läufern zu und diese zwei Wörtchen sagen so viel. „Sound mind, sound body“ sagt Asics und mir sagt das nichts. Asics Werbung ist so kühl, dass man sich für die Trailer auf Eurosport am besten ein Jäckchen bereit legt. „Anima Sana In Corpore Sano“, eine gesunde Seele (ein gesunder Geist) in einem gesunden Körper, bedeutet die Abkürzung Asics. Das spricht intellektuell an, aber das Herz geht leer aus.<br />
<iframe width="500" height="284" src="http://www.youtube.com/embed/j2bxq4rpyZI" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
Als ich hörte, dass Asics eine „Natural running“ Serie herausbringt, war ich sofort neugierig. Denn „Natural running“ ist etwas für’s Herz. Es bedeutet: mehr Bodenkontakt, mehr Leichtigkeit, mehr Gefühl. Wie wird Asics die Schuhe an die Läufer bringen? Wird es unsere verkopfte Beziehung zu Asics Schuhen mit mehr Gefühl anreichern? Asics gibt mir die Gelegenheit, den GEL-EXCEL33 zu testen, was mich immens freut.</p>
<p>Dieses Modell ist der Festeste aus der Serie, durchaus für leichte Überpronierer geeignet. Gerade habe ich ein Modell von Brooks mit einem ähnlichen Einsatzprofil im Gebrauch, den PureProject Cadence. Perfekt, die beiden im Wechsel zu tragen und zu vergleichen.</p>
<p>Die Optik des Schuhs ist wie immer Geschmackssache, ich finde sie sehr gelungen. Warum nicht mal schwarz? Dafür weit und breit kein rosa und hellblau. Prima. Ich schlupfe hinein und sie passen großartig. Der Fuß fühlt sich sicher und unaufdringlich umhüllt. Sie sind schön leicht: in Größe 41,5 285 Gramm. Der Brooks PureProject Cadence kommt in Größe 41 auf 230 Gramm. Schon beim Gehen merkt man, wie angenehm flexibel der Vorfußbereich gestaltet ist und wie leicht der Fuß abrollt. Die Sprengung des Schuhs (also der Höhenunterschied von Ferse zu Vorfuß) beträgt 10 mm, da kann nicht mal Natural-Running-Freak Matthias Marquardt meckern (tut er auch nicht, denn er ist Asics Partner).</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/Asics-33-2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3160" title="Asics 33 2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/Asics-33-2.jpg" alt="Asics 33 2" width="512" height="384" /></a><br />
Wenn man etwas über den Schuh liest, kommt wieder das zum Tragen, was Asics ausmacht: Technologie und eine etwas kühle Argumentation. Zwar ist von einem „unbeschwerten, ehrlichen Laufgefühl“ die Rede, aber dann gibt es da so etwas wie das „PROPULSION TRUSSTIC-System“ und die „GUIDANCE LINE“  und schwupp, ist es wieder da, das Asics-Frösteln. Ersteres ist trotzdem interessant: es arbeitet wie die Plantarsehne unter dem Fußgewölbe als Vorfußhebel, was für ein kräftesparendes Laufen sorgen soll. Toll, sowas brauche ich. All die Technologie (Details bitte direkt bei <a href="http://www.asics.de/running/Produkte/gel-excel33-men/" target="_blank">Asics</a> nachlesen), ist so angelegt, dass sie mit dem Fuß arbeitet, keinesfalls dagegen.</p>
<p>Genug Theorie. Zur Praxis. Zunächst eine kleine Kritik, die ich bei Asics Schuhen immer wieder loswerden muss: Wer breite Füße hat wie ich und die <a href="http://www.lauftipps.ch/optimale-laufausruestung/laufschuhe/fersenhalt-schnuerung/" target="_blank">Laufschuhschnürung</a> bevorzugt, für den sind die Schnürsenkel zu knapp bemessen. Der von mir geliebte Doppelknoten ist nicht mehr möglich. Ein altes Problem, über das ich immer wieder seufze. Also trete ich mal wieder zu meinem ganz eigenen Triathlon an: schnüren, seufzen, loslaufen.</p>
<div id="attachment_3162" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/PT.jpg"><img class="size-full wp-image-3162 " title="PT" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/PT.jpg" alt="Das PT (Ich kann das unmöglich nochmal ausschreiben)." width="512" height="512" /></a><p class="wp-caption-text">Das PT (Ich kann das unmöglich nochmal ausschreiben).</p></div>
<p>Das Vorfußgefühl ist auch beim Laufen sehr überzeugend. Der Fuß rollt super ab. Das fühlt sich großartig an. Im hinteren Mittelfuß ist aber irgendetwas, das mich stört. Der Fuß hat einen sehr guten Halt, das gefällt mir, trotzdem ist da etwas Festes, das sich starr anfühlt. Sollte ausgerechnet das PROPULSION TRUSSTIC-System den Fuß zu sehr stabilisieren?  Im Vergleich zum Brooks rollt demnach der ganze Fuß nicht so butterweich, wie ich es gern hätte. Ein deutlich hörbares Laufgeräusch bestätigt auch akustisch das Gefühl der Festigkeit.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/Asics-33-3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3163" title="Asics 33 3" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/Asics-33-3.jpg" alt="Asics 33 3" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;">
<div id="attachment_3164" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/Asics-33-4.jpg"><img class="size-full wp-image-3164 " title="Asics 33 4" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/Asics-33-4.jpg" alt="Da isses wieder: das PT im Mittelfuß." width="512" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Da isses wieder: das PT im Mittelfuß.</p></div>
<p>In vielen Testläufen habe ich allerdings festgestellt, dass der Schuh sich immer besser und weicher anfühlt, wenn man ein bisschen Gas gibt. Das ist natürlich relativ zu sehen, alles unter 6 Minuten/km ist bei mir derzeit schon „Gas“. Das bedeutet: zum Trotten ist der Schuh nicht ganz so passend, aber schon ein klein wenig Geschwindigkeit bringt seine Stärke zum Tragen: ein sauberes, angenehmes Abrollen bei großer Sicherheit. Auf Waldwegen, Schotter und Matsch gibt er enormen Halt und ist doch schön leicht und flexibel. Hier mag ich ihn lieber als auf Asphalt, wo der fluffige Cadence der König ist. Innerlich juble ich darüber, denn jetzt habe ich zwei paar Schuhe, die ganz und gar nicht schwammig sind, meinen Füßen aber eine gute Portion Freiheit und Flexibilität geben &#8211; und ich kann je nach Untergrund wechseln. Auffällig ist, dass die Schuhe mir warm vorkommen, durch das dichte Mesh pfeift der Wind nicht so sehr wie bei anderen Laufschlappen. Das ist mir aber für den Winter nur Recht.</p>
<p>Laufen war schon immer eine Gefühlssache, aber bei den neuen Natural Running Schuhen muss man mehr denn je in sich hineinhorchen, ob der Schuh zu einem passt oder nicht. Deshalb kann man kaum eine allgemeingültige Empfehlung geben. Fest steht: gerade für Läufer, die sich an diese Kategorie Schuh herantasten, die ein wenig Stütze und Sicherheit brauchen, kann der Asics GEL-EXCEL33 ein toller Einstieg sein. Man kann ihn richtig gern haben. Vielleicht sogar lieben. Und außerdem kann man ja bei Asics nichts falsch machen.<br />
<iframe width="500" height="284" src="http://www.youtube.com/embed/BtoG1oZaoNI" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
Abspann 1: Bei meinem 10. Testlauf mit dem 33 laufe ich an einem Weinladen vorbei. Auf einem Transparent steht „Probieren sie unsere 200 Weine“. Während ich noch überlege, ob ich mir dafür einfach mal einen Nachmittag frei nehme, passiert es: ich trete in einen Hundehaufen. Herzlich willkommen in meinem Laufleben, lieber Asics GEL-EXCEL33!</p>
<p>Abspann 2: Der GEL-EXCEL33 hat noch zwei leichtere, noch reduzierter aufgebaute Brüder: den GEL-HYPER33 und den GEL-VOLT33. Letzterer soll erst ab Februar 2012 in den üblichen Fachgeschäften zu haben sein.</p>

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		<title>Tiergeschichten.</title>
		<link>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/joey-kelly-hysterie-des-koerpers/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 13:07:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchgeschenke]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Fitness]]></category>
		<category><![CDATA[Marathon]]></category>

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		<description><![CDATA[Kein Zweifel: Joey Kelly ist nicht nur ein Musiker mit einer kuriosen Lebensgeschichte, er ist auch ein Tier. Die sportlichen Herausforderungen, denen er sich in den letzten Jahren gestellt hat, kann nur bewältigen, wer über eine ungeheure mentale Stärke verfügt. Mich macht so etwas neugierig. Deshalb habe ich Joey Kellys „Hysterie des Körpers“ gelesen. Eine Empfehlung.]]></description>
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<p>Kein Zweifel: Joey Kelly ist nicht nur ein Musiker mit einer kuriosen Lebensgeschichte, er ist auch ein Tier. Die sportlichen Herausforderungen, denen er sich in den letzten Jahren gestellt hat, kann nur bewältigen, wer über eine ungeheure mentale Stärke verfügt. Mich macht so etwas neugierig. Deshalb habe ich Joey Kellys „Hysterie des Körpers“ gelesen.</p>
<p>Der Titel – nun ja. Was nützt das schönste Buch, wenn es sich nicht verkauft. Deshalb bin ich mal nachsichtig gegenüber dieser sehr reißerischen Titelzeile. Überhaupt habe ich beschlossen, allem Sprachlichen gegenüber nachsichtig zu sein. Niemand erwartet von Joey Kelly, dass er ein großer Schriftsteller sein soll. Der Journalist Ralf Hermersdorfer hat seine Geschichte in der „Ich“-Fom aufgezeichnet und das ist aus meiner Sicht gut gelungen. Der Stil versucht, die einfache und deutliche Sprache, in der Joey spricht, einzufangen. Alles andere wäre auch albern. Zum Glück gelingt es, dabei etwas von dem unerschütterlichen Humor rüberzubringen, der Kelly eigen ist, wenn auch leider nur in Spuren.</p>
<p>Aufhänger und roter Faden des Buchs ist Joeys Deutschland Lauf: ein einsamer 900 km Marsch von Wilhelmshaven zur Zugspitze, bei dem der Athlet nur zu sich nehmen darf, was die Natur ihm bietet. Und das ist im September 2010 nicht eben viel. Neben reichlich unreifen Äpfeln gönnt sich Kelly unterwegs vor allem einzelne Kartoffeln, wenige Nüsse und Schnecken sowie einmal einen frisch überfahrenen Hasen. Für jemanden, der täglich etwa 50 Kilometer im strammen Marsch zurücklegt, ist das wenig Energie, vor allem viel zu wenig Eiweiß. Joey Kelly bezeichnet dieses Vorhaben darum auch als sein härtestes und schwierigstes. Wenn man weiß, dass der verrückte Ausdauerkünstler sonst auch schon mal 250 km durch die Wüste trabt oder 24 Stunden auf dem Laufband zubringt, will das etwas heißen.</p>
<p>Mich interessiert vor allem: was bewegt diesen Typen, was treibt ihn an? Nach dem „Warum“ frage ich nicht, diese Frage könnte man schließlich auch schon Marathonläufern stellen. Man macht es, weil es einem etwas gibt, das ist klar. Aber wer so extreme Dinge durchhält, muss etwas haben, das ihn bei der Stange hält.</p>
<div id="attachment_3140" class="wp-caption aligncenter" style="width: 491px"><a href="http://www.joeykelly.de/?page_id=6"><img class="size-full wp-image-3140  " title="Kelly Runs 1" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/Kelly-Runs-1.jpg" alt="Stationen einer Ultra-Sportlerkarriere" width="481" height="329" /></a><p class="wp-caption-text">Stationen einer Ultra-Sportlerkarriere</p></div>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.joeykelly.de/?page_id=6"><img class="aligncenter size-full wp-image-3144" title="Kelly Runs 2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/Kelly-Runs-2.png" alt="Kelly Runs 2" width="502" height="356" /></a></p>
<p>Nach dem Lesen des Buches, glaube ich, Kelly besser zu verstehen. &#8220;Der Lauf meines Lebens&#8221; ist der Untertitel des Buches. Das ist doppelsinnig gemeint. Zwischen den einzelnen Etappen des Deutschland-Laufs erzählt er aus seiner Kindheit. Was es bedeutet, ein Mitglied der Kelly-Family zu sein, lässt sich für einen Normalmenschen, der an einem Ort in einem Reihenhäuschen aufgewachsen ist, vermutlich nie ganz ermessen. Wie lebt es sich zu neunt in zwei Zimmern in einer heruntergekommenen Wohnung? Wie in einem Doppeldeckerbus? Wie erlebt man andere Kinder, wenn man nie zur Schule geht? Wie fühlt es sich für ein Kind an, kein echtes Heimatland zu haben, weil man in Spanien, Italien, USA, Irland und Deutschland aufwächst? Wie erlebt man seine Pubertät, wenn die Gemeinschaft der Familie immer vor dem einzelnen kommt? Wenn Joey Kelly erzählt, ahnt man, wie schwierig ein solches Leben gewesen sein muss. Dabei gerät er nie ins Jammern, im Gegenteil. Kelly bleibt so sachlich, wie man das angesichts der eigenen Lebensgeschichte nur kann. Es scheint, als sei er vollkommen im Reinen. Mit sich, mit dem strengen Vater, mit der Familie.</p>
<p>Klar wird aber auch: um diese Ausgeglichenheit zu erreichen, war es nötig, etwas eigenes zu finden. Etwas, das nichts mit dem Kelly-Kollektiv zu tun hat, etwas, das nur ihm gehört. Als kräftiger und athletischer Typ entdeckt Kelly als Teenager den Sport. Er liebt harte, körperbetonte Sportarten, wie das Kickboxen und Boxen. Schnell ist er darin erfolgreich. Er ist nicht begabter als die anderen, aber zäher. Als Kelly hält man entweder etwas aus, oder man bekommt ein Problem. Durch eine Wette mit den Geschwistern landet er beim Laufen – und überschätzt sich als junges Großmaul erst einmal selbst. Bei seinem ersten Ironman bricht er sich beim Radfahren das Schüsselbein und läuft danach trotzdem den Marathon durch, mit einer Armschlinge. Dergleichen „Tiergeschichten“ ziehen sich durch das ganze Buch. Oft laufen die Dinge nicht reibungslos, auch der Deutschland-Lauf wird ganz anders als gedacht. Am Ende schneidet Kelly die Abdeckung der Reißverschlüsse des Rucksacks ab, weil er jedes Gramm Gewicht sparen will. Die Verzweiflung ist oft groß.</p>
<p>Zur Abwechslung gibt es dann immer wieder witzige Anekdoten und Geschichten, die vollkommen verrückt zu sein scheinen, etwa ein wichtiges Konzert der Kelly Family unmittelbar nach einem Ironman von Joey. Das Timing, das nur durch einen blitzartigen Hubschraubershuttle gehalten werden kann, gerät so knapp, dass man auf der Bühne unter dem Sakko noch Joeys Shirt mit der Startnummer sehen kann. Während andere längst im Rheumabad liegen, hängt bei Joey die Gitarre um den Hals. Zusätzlich ist Kelly von seinem sechsundzwanzigsten Lebensjahr an der Geschäftsführer des Kelly Unternehmens, einer Gruppe, die in den 90er Jahren 24 mal auf dem Bravo-Cover zu sehen ist und die unter eigenem Label Platten herausbringt, die sich über 2 Millionen mal verkaufen. Beim Lesen bleibt mir vieles ein Rätsel. Wie managed man ohne Ausbildung ein Unternehmen? Wie kann man sich auf einen Ironman vorbereiten (bzw. auf acht ! Ironmen im Jahr), wenn man vormittags Büroarbeit macht, nachmittags im Tourbus sitzt und abends auf der Bühne steht? Nachts zwischen 12 und 2 Uhr, sagt Kelly. Klingt ungesund.</p>
<p><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/joey_kelly_hysterie_des_koerpers.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3146" title="joey_kelly_hysterie_des_koerpers" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/joey_kelly_hysterie_des_koerpers.jpg" alt="joey_kelly_hysterie_des_koerpers" width="400" height="608" /></a></p>
<p>Man liest fassungslos und mit Kopfschütteln, was Joey alles bewältigt und wie er nie aufgibt. Dabei etwas für das eigene Läuferleben zu lernen, ist kaum möglich und auch gar nicht Joeys Intention. Das Buch hat absolut nichts Missionarisches, es gibt keine Botschaft, keine Besserwisserei des erfahrenen Kämpfers gegenüber dem unbedarften Leser. Joey Kelly erzählt seine Geschichte, nicht mehr und nicht weniger und in meinen Augen genügt das für ein kleines Taschenbuch vollkommen. An zwei Abenden hat man das Ding durchgelesen, staunt und denkt: Respekt, Joey. Gut gemacht. Von Menschen, die mit Joey Kelly zu tun hatten, hört man, dass er alles mitbringt, was ein großer Sportsmann braucht: Fairness, Mitgefühl, Freundlichkeit, Bescheidenheit, Humor, Disziplin, Ehrgeiz und enorme Zähigkeit. Vielleicht kann man das aus dem Buch lernen. So eine Mischung ist erfolgreich.</p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=000000&#038;IS2=1&#038;nou=1&#038;bg1=F5EACE&#038;fc1=000000&#038;lc1=D57711&#038;t=laufemitfraus-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;ref=tf_til&#038;asins=3499628104" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>

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		<title>Die Schöne macht mich zum Biest.</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 15:41:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nützliches]]></category>
		<category><![CDATA[Produkttests]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich gebe zu, ich habe mich ein bisschen in die Nike+ SportWatch verliebt. Das Problem ist allerdings: die Liebe wird nicht erwidert. Meine Sport Watch liebt weder mich, noch ihren Job besonders. Stattdessen macht sie eine Art Rumpelstilzchen aus mir, weil bei ihr dauernd etwas nicht klappt, wie es soll. Eine Nicht-Kaufempfehlung.]]></description>
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<p>Ich gebe zu, ich habe mich ein bisschen in die Nike+ SportWatch verliebt. <a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/nike-sportwatch-tomtom-test/" target="_blank">Hier</a> seht ihr meinen ersten frohen Bericht. Das Problem ist allerdings: die Liebe wird nicht erwidert. Meine Sport Watch liebt weder mich, noch ihren Job besonders. Stattdessen macht sie eine Art Rumpelstilzchen aus mir, weil bei ihr dauernd etwas nicht klappt, wie es soll.</p>
<p>Nun ja, sagt da manch ein schlauer Mensch, das Ding ist eben mehr ein Spielzeug. Das darf man nicht so ernst nehmen. Aber wenn ich mich recht erinnere, waren mir Spielzeuge, die nicht funktionierten schon vor 35 Jahren ein Graus. Eine Modelleisenbahn, die nicht fährt, hat nicht so viel Sinn. Als ich anfing, mich mit der Uhr zu beschäftigen, habe ich angemerkt, dass mir das Nike+ Portal ziemlich „beta“, also noch im Entwicklungsstadium zu sein scheint. Inzwischen weiß ich, dass die ganze Uhr „beta“ ist.</p>
<p><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Nike-plus-False.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-3114" title="Nike plus False" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Nike-plus-False.png" alt="Nike plus False" width="475" height="297" /></a></p>
<p>Dabei sind meine Ansprüche denkbar gering. Ich brauche sie nicht zur Trainingssteuerung, nicht für Intervalle, ich will die Daten nicht exportieren. Ich will einfach nur, dass das Ding mir meine Laufzeit anzeigt, die Kilometer und hinterher auf der Plattform die gelaufene Strecke. Nicht besonders viel eigentlich. Ach ja, und dann hätte ich gern, dass die Uhr nicht einfach so mitten auf der Strecke ein schwarzes Display zeigt und den Dienst einstellt. Knifflige Sache, wie es scheint.</p>
<p>Ich will meine Kritikpunkte mal in kleine Häppchen packen, sonst muss verschlucke ich mich selbst noch vor lauter Ärger.</p>
<h3>Die Satellitensuche</h3>
<p>Höchstens drei Minuten, sagt Nike, danach sollte die Uhr ihren Satelliten gefunden haben. Vielleicht wohne ich in einer Art GPS-Sperrgebiet? Wenn ich mit einer iphone-App laufe, um die Strecke aufzuzeichnen, hat das Phone die Verbindung allerdings sofort. Aber vielleicht liegt das ja auch an der anderen Technik. Tatsache ist, dass ich schon bis zu 10 Minuten vor dem Haus stand, ohne, dass sich etwas rührte. „Du musst den Arm in die Höhe halten, dann geht es schneller“, sagte mir jemand. Die Vorstellung, dass ich im November morgens um 6:30 Uhr minutenlang im Regen auf dem Bürgersteig stehe und den Arm in die Höhe halte, will mich nicht so recht begeistern. Zumal die Verrenkung keine messbare Erfolge bringt. Inzwischen lege ich die Uhr auf das Fensterbrett, mixe mein Getränk, ziehe in Ruhe meine Schuhe und die Jacke an und schaue dann nach, was die Uhr so macht. Mit etwas Glück hat sie inzwischen einen Satelliten gefunden. Dann rase ich nach unten, damit sie ihn nicht wieder verliert.</p>
<p><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Bild-241.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-3115" title="Bild 24" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Bild-241.png" alt="Bild 24" width="502" height="226" /></a></p>
<p>Am Anfang habe ich den Fehler gemacht, zu glauben, dass die Uhr unterwegs schon irgendwann einen Satelliten finden wird. Das ist allerdings ein Holzweg. Selbst bei 30 Minuten im Kreis laufen in einem recht kleinen Park gibt es keine Verbindung mehr. Hat die Uhr die Verbindung einmal, ist sie stabil. Aber das Warten ist zermürbend.</p>
<h3>Die Akkulaufzeit</h3>
<p>Als ich klein war, sah ich im Werbefernsehen des Südwestfunks oft die Cartoons von „Äffle und Pferdle“. In einem Clip deutet der kleine Affe auf eine Uhr und sagt „Das ist eine Affenuhr, zählt die Bananenstunden nur.“ Ich glaube, die Nike+SportWatch ist auch eine Affenuhr. Bananen sind ja auch gut für Läufer. Und außerdem hat eine Bananenstunde bestimmt nur 20 Minuten. So würde sich dann auch die Angabe einer Akkulaufzeit von „9 Stunden im GPS-Modus“ erklären. Es handelt sich sicher um Bananenstunden. Im Moment laufe ich nicht sehr lang und weit. Aber zwei Läufe hintereinander ohne dazwischen die Uhr aufgeladen zu haben, sind ein echtes Risiko. Nun gut, es kommt noch die Zeitanzeige als „Energiefresser“ dazu – ich habe nicht damit gerechnet, dass die – ohne Licht – scheinbar einen immensen Verbrauch hat. (Angeblich bedeutet eine Akkuladung 70 Tage Uhrzeit-Anzeige) Drei Anderthalbstunden-Läufe innerhalb einer Woche ohne Aufladen sind mit dieser Uhr nicht möglich, die Akkuladung reicht nicht. Zuletzt verblüffte sie mich mit einem leeren Akku nach 3 Stunden im GPS Modus. (Und ja, ich lade die Uhr immer ganz voll.) Ich bin inzwischen so weit, dass ich mit ihr keinen Marathon laufen würde.</p>
<p>Originell ist dabei, dass es keine Warnung gibt und auch keine Möglichkeit, die Akkuladung in Prozent genau anzeigen zu lassen. (Außer, man hängt die Uhr an den Computer) Angeblich gibt es ein Warnsignal, wenn nur noch Akkupower für 1 Stunde Laufzeit zur Verfügung steht. Dieses blieb bei meinem letzten Lauf definitiv aus. Das Batteriesymbol zeigte halbe Füllhöhe, den Angaben nach müsste also noch ein 4 Stunden-Lauf drin sein. Stattdessen stellte die Uhr nach anderthalb Stunden ihren Dienst ein. Gänzlich, ohne Vorwarnung. So gestern geschehen. Als ich das traurig unbelebte Display später fotografieren wollte, zeigte die Uhr wieder die Uhrzeit, als sei nichts geschehen. Auch das Batteriesymbol hatte noch etwas Füllung. Mir war so, als hätte ich die Uhr leise kichern gehört.</p>
<h3>Die Bedienung</h3>
<p>Die Uhr ist schlicht in ihrer Bedienung und leicht zu verstehen. Der Preis dafür ist hoch: etliche Dinge kann man unterwegs nicht einstellen, dafür braucht man das Portal. Etwa ob man lieber die Gesamtlaufzeit oder die Kilometerzeiten groß angezeigt haben möchte. Sind solche Einstellungen einmal am Computer getätigt, kann man sie an der Uhr selbst nicht ändern. Wenn man etwas ausprobieren will, was sich dann doch nicht bewährt, schleppt man die nutzlose Einstellung die ganze Strecke entlang. Eine solch nutzlose Einstellung ist die Anzeige der „augenblicklich durchschnittlichen Kilometer-Laufzeit“, die in Sekunden von 10 Minuten auf 4 Minuten wechseln kann, ohne dass man das Tempo geändert hätte. Mit so einem Rotz auf der Uhr läuft man dann eine Stunde herum.</p>
<p>Eine Bedienung mit Handschuhen erweist sich als knifflig, bereits zwei mal habe ich einen Lauf als beendet erklärt, anstatt ihn nach einer roten Ampel fortzusetzen. Ich wusste gar nicht, dass ich so grobmotorisch bin.</p>
<h3>Das Portal</h3>
<p>Ach, wie schön könnte dieses Portal sein! Wie viel Potential steckt in der Idee und wie hübsch sind manche Features! Und wie grauenhaft ist der Alltag mit den Funktionalitäten des Portals. Mit der Geschwindigkeit der gesamten Seite fängt es an und es setzt sich in vielen unlogischen oder nahezu unauffindbaren Funktionen fort. Nike weiß genau, dass es hier ganz und gar nicht rund läuft.</p>
<div id="attachment_3120" class="wp-caption aligncenter" style="width: 520px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Bild-221.png"><img class="size-full wp-image-3120" title="Bild 22" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Bild-221.png" alt="Bild 22" width="510" height="83" /></a><p class="wp-caption-text">Screenshot von der &quot;Hilfe&quot;-Seite auf dem Nike+ Portal.</p></div>
<p>Abstürze, lähmend lange Ladezeiten – ein Vergnügen ist das nicht.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Fehlermeldung-Nike-plus.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-3117" title="Fehlermeldung Nike plus" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Fehlermeldung-Nike-plus.png" alt="Fehlermeldung Nike plus" width="512" height="79" /></a></p>
<p>Ich könnte noch einiges aufzählen, Dinge, die ich auch nach mehreren Wochen noch nicht durchblickt habe, unlogische Aufzeichnungen (wie um alles in der Welt kriegt man einen durchgelaufenen Kilometer in 8 Minuten 32 hin?) und all das. Auch haben mir andere von Problemen berichtet, bis hin dazu, dass die Uhr sich nicht mehr mit dem Portal „connected“ hat und schließlich zurückgegeben musste. Auch ich war schon wild entschlossen, das Ding zurückzugeben. Aber seit ich gelesen habe, dass es Updates geben soll, dass man fieberhaft am Portal arbeitet, will ich es wissen.</p>
<div id="attachment_3123" class="wp-caption aligncenter" style="width: 527px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Bild-21.png"><img class="size-full wp-image-3123" title="Bild 21" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Bild-21.png" alt="Bild 21" width="517" height="421" /></a><p class="wp-caption-text">Screenshot vom Nike+ Portal</p></div>
<p style="text-align: left;">Kann aus dem „beta“-Stadium doch noch eine funktionierende Uhr werden? Wenn es soweit ist, gebe ich euch Bescheid. Bis dahin rate ich von einem Kauf ab.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Update 1.11.2011: </strong>Der vermeintlich leere Akku entpuppte sich als Systemabsturz. Danach waren einige Einstellungen gelöscht, z.B. wurde die Streckenberechnung wieder in Meilen angezeigt und die Uhr gratulierte mir zum &#8220;Great first run!&#8221; Bei der nächsten Verbindung mit dem Rechner verblüffte mich das Herzchen dreimal hintereinander mit der Nachricht, dass keine Verbindung mit dem Nike+ Portal hergestellt werden kann. Dann durfte ich diverse Updates herunterladen.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Bild-8.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-3133" title="Bild 8" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Bild-8.png" alt="Bild 8" width="424" height="164" /></a><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Bild-12.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-3134" title="Bild 12" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Bild-12.png" alt="Bild 12" width="423" height="181" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Auch die GPS-Daten wurden aktualisiert.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Bild-20.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-3135" title="Bild 20" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Bild-20.png" alt="Bild 20" width="515" height="77" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Was sich danach geändert hat? Schwer zu sagen. Auf der Uhr wird jetzt ein &#8220;Walk&#8221; Symbol angezeigt, wenn ein Satellit gesucht wird. Keine Ahnung warum. Auch wurden bei der Verbindung etliche Läufe doppelt hochgeladen, die ich jetzt wieder löschen darf.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Bild-242.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-3136" title="Bild 24" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Bild-242.png" alt="Bild 24" width="110" height="241" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Das macht alles herzlich wenig Hoffnung auf Besserung. Aber ich bleibe dran und werde berichten, wenn es Neues gibt.</p>

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