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	<title>Laufen-mit-frauschmitt</title>
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	<description>Laufen zum Lesen und Hören.</description>
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		<title>Gr&#252;ner wird&#8217;s nicht.</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 18:03:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[G - N]]></category>
		<category><![CDATA[Galway]]></category>
		<category><![CDATA[Laufberichte]]></category>
		<category><![CDATA[City]]></category>
		<category><![CDATA[Halbmarathon]]></category>
		<category><![CDATA[Irland]]></category>

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		<description><![CDATA[Rituale sind wie Zement, sie befestigen das, was wir tun und lassen. Man tut gut daran, mit ihnen zu brechen. Kurz gesagt: dieses Jahr kein Egelsbach, kein Koberst&#228;dter Waldmarathon. Dieses Jahr: Galway City Marathon. Ich verbringe eine Woche in Irland und laufe dort einen Halbmarathon. Unsereins nennt das Urlaub.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p>Seit &#252;ber 10 Jahren nehme ich regelm&#228;&#223;ig an denselben L&#228;ufen teil. Sie gestalten die Saison. Ab und zu kommt mal ein Neuer hinzu, seltener f&#228;llt einer weg. Das ist h&#252;bsch und es entwickeln sich liebenswerte Rituale. Aber wie beinahe alles H&#252;bsche, hat auch dies eine Kehrseite. Wenn man nicht aufpasst, wird man zum Rentner, der unruhig wird, wenn um 17 Uhr das Essen nicht auf dem Tisch steht. Rituale sind wie Zement, sie befestigen das, was wir tun und lassen. Man tut gut daran, mit ihnen zu brechen. Ich h&#228;tte es auch k&#252;rzer sagen k&#246;nnen: dieses Jahr kein Egelsbach, kein Koberst&#228;dter Waldmarathon. Dieses Jahr: Galway City Marathon. Ich verbringe eine Woche in Irland und laufe dort einen Halbmarathon. Unsereins nennt das Urlaub.</p>
<p>Galway liegt am Meer im Westen Irlands. Die Stadt ist jung, bunt, studentisch, voller Kulturangebote und ein bisschen „&#246;kig“. Eine Art kleines, irisches Freiburg. Dort ist heute Premiere: ein neuer Halbmarathon und Marathon findet statt und zeitgleich der Worldcup &#252;ber 50km. Mein irischer Freund und ich werden beim Halbmarathon starten. P&#252;nktlich eine Stunde vor dem Start rollen wir auf einen Parkplatz und trotten Richtung Start.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-Chip.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2574" title="Galway Chip" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-Chip.jpg" alt="Galway Chip" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Unsere Startunterlagen haben wir bereits am Vortag abgeholt. In einem ungenutzten garagenartigen Raum eines Hotels bekamen wir unsere L&#228;uferbeutel und alles wirkte ein bisschen improvisiert. Immerhin gab es ein nettes Baumwoll-Shirt und einen interessanten Chip zur Zeitmessung. Die angek&#252;ndigte Marathonmesse fand aber nicht statt. Egal.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/DSC04367.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2553" title="DSC04367" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/DSC04367.jpg" alt="DSC04367" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Auf dem Weg zum Startareal am Hafen treffen wir einen sehnigen L&#228;ufer, der uns fragt, wo’s lang geht. Gemeinsam setzen wir den Weg fort. Der L&#228;ufer ist aus Cork angereist und wir erkennen messerscharf, dass er den „Full Marathon“ in Angriff nimmt. Ein lustiger Typ mit rasiertem Sch&#228;del und blauen Schuhen. Als wir dort ankommen, wo wir den Start vermuten, ist es verd&#228;chtig still. Nein, hier kann es nicht sein. Wir ahnen, wo wir stattdessen hin m&#252;ssen. Der Mann aus Cork wird unruhig und eilt uns voraus. Wenig sp&#228;ter treffen wir weitere L&#228;ufer und schlie&#223;en uns ihnen an. „What a beautiful day, isn’t it?“ Hier sagt man das dauernd – und das beinahe unabh&#228;ngig von der aktuellen Wetterlage. Wenn es in Irland nicht gerade faustgro&#223;e Tropfen donnert, ist es eben ein „beautiful day“.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2556" title="Galway 2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-2.jpg" alt="Galway 2" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Schlie&#223;lich finden wir alles, was zu einem typischen Startareal geh&#246;rt: viele nerv&#246;se L&#228;ufer, Zelte zur Kleiderbeutelabgabe, schlechte Musik und viel zu wenige Toilettenh&#228;uschen. Letztere sind wirklich sehr rar – eine lange Schlange wartet bereits geduldig davor. Der Stimmung tut das keinen Abbruch.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2557" title="Galway 3" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-3.jpg" alt="Galway 3" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Ich be&#228;uge neugierig alle L&#228;ufer und vergleiche sie mit der Truppe, die bei heimischen Volksl&#228;ufen aufl&#228;uft. Hier ist man j&#252;nger, viel j&#252;nger. Ich geh&#246;re bereits zu den &#228;lteren. Man kleidet sich leichter, aber das kenne ich von den Iren schon. W&#228;hrend unsereins im Fleece bibbert, tut es bei Iren das Tr&#228;gerhemdchen. Heute Morgen sind es 15 Grad und es verspricht, bestes Laufwetter zu werden.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-4.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2558" title="Galway 4" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-4.jpg" alt="Galway 4" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Wir geben unseren Kleiderbeutel ab und wollen uns ein wenig einlaufen. Au&#223;er uns tut das absolut niemand. Im Startbereich schlunzen etwa 800 L&#228;ufer umher, niemand dehnt sich, niemand l&#228;uft hektisch auf und ab. Kurios. Schlie&#223;lich wird ein „Warm up“ mit h&#252;pfenden Fitness-Damen angeboten, was nur wenig Anklang findet. Direkt vor der Kulisse eines im Hafen liegenden Kriegsschiffes ist das aber h&#252;bsch anzusehen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-5.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2559" title="Galway 5" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-5.jpg" alt="Galway 5" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Der Start verz&#246;gert sich schlie&#223;lich um einige Minuten. Wer interessiert sich schon f&#252;r „Dsch&#246;rmen Punktlischkait“. Direkt nach dem Start treffen wir auf Sonia O’Sullivan, so eine Art Herbert Steffny Irlands, wenn auch etwas j&#252;nger. Vielleicht begleitet sie hier ein paar Sch&#252;tzlinge, wir wissen es nicht. Ich mache im Laufen ein verschwommenes Foto. Muss ja alles dokumentiert werden.</p>
<div id="attachment_2560" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-6.jpg"><img class="size-full wp-image-2560 " title="Galway 6" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-6.jpg" alt="Sonia ist die Dame in wei&#223;." width="480" height="360" /></a><p class="wp-caption-text">Sonia ist die Dame in wei&#223;.</p></div>
<p>W&#228;hrend meiner gem&#252;tlichen Einlaufphase schaue ich mich weiter im Feld um. Der Frauenanteil ist gef&#252;hlte 40%. Ganz und gar durchschnittliche Frauen laufen hier, rundliche, sommersprossige Wesen mit Pferdeschw&#228;nzen. Den kurzhaarigen L&#228;ufertyp, wie man ihn in Deutschland oft sieht, gibt es hier weniger. Diese Frauen hier scheinen keine Frauenl&#228;ufe zu brauchen, um sich aus der Deckung zu wagen. Sie tragen auch keine Jacken um die H&#252;ften, um ihre Rundungen zu verdecken. Und sie sind schneller als ich. Junge Frauen in Deutschland k&#246;nnten hier etwas Nachhilfe in Sachen Selbstbewusstsein bekommen. Ab und zu sieht man Charity-Botschaften, auch etwas, was es in Deutschland seltener gibt.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-7.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2561" title="Galway 7" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-7.jpg" alt="Galway 7" width="480" height="360" /></a> Ich habe keine Ahnung, wie der Kurs verl&#228;uft, lasse mich &#252;berraschen. Was m&#228;chtig Spa&#223; macht. Auch von den Kilometer-Schildern bin ich &#252;berrascht. Die gibt es n&#228;mlich nicht. Man rechnet schlie&#223;lich in Meilen. Stimmt, das hatte ich ja ganz vergessen. F&#252;r die erste Meile brauche ich neun Minuten und ein paar Zerquetschte und das erscheint mir f&#252;r einen Wellnesslauf mit Fotopoints ganz angemessen. Wir laufen die Stra&#223;en entlang, eine Seite ist jeweils f&#252;r den Verkehr gesperrt. Gleich zu Beginn geht es sanft bergauf.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-8.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2562" title="Galway 8" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-8.jpg" alt="Galway 8" width="480" height="360" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Im Feld wird geplaudert und gelacht. Es scheint, als w&#228;ren noch mehr L&#228;ufer auf Wellness-Kurs. „What a beautiful day!“ Die Sonne scheint, aber es pustet ganz ordentlich. Wind geh&#246;rt hier einfach dazu. Ich genie&#223;e den Blick in die Vorg&#228;rten, die so ganz anders aussehen, als bei uns. Ein Traum ist nat&#252;rlich alles, was gr&#252;nt und bl&#252;ht, hier wird Irland auch in der Stadt jedem Klischee gerecht. Schon ein St&#252;ckchen Rasen kann einen hier zum Staunen bringen. Gr&#252;ner wird’s nicht.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-9.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2563" title="Galway 9" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-9.jpg" alt="Galway 9" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Nach f&#252;nf Kilometern gibt es die erste Verpflegungsstelle. Es gibt Wasser, was f&#252;r die Halbmarathon-L&#228;ufer ausreichend ist. Ultras und Marathon-L&#228;ufer verlassen sich da besser auf die Eigenverpflegung. Langsam schiebe ich mich weiter und genie&#223;e. Beinahe finde ich es schade, schon ein Viertel geschafft zu haben. Nach einiger Zeit wird es etwas grauer. Wir laufen an einer langen Reihe kleiner einfacher H&#228;user vorbei. F&#252;r einen Ausl&#228;nder ist aber sogar das spannend.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-11.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2564" title="Galway 11" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-11.jpg" alt="Galway 11" width="480" height="360" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-10.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2578" title="Galway 10" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-10.jpg" alt="Galway 10" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Au&#223;erdem geht es wie so oft bergauf und so ist man gut besch&#228;ftigt. Auch das Feld ist stiller geworden. Ein L&#228;ufer spricht mich an und macht einen Scherz, den ich nicht ganz verstehe. Also sage ich einfach „A beautiful day, isn’t it?“ und schon ist die Unterhaltung wieder perfekt. Die Geduld an der Siedlung wird durch einen reizvollen Br&#252;cken&#252;bergang belohnt.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-12.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2565" title="Galway 12" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-12.jpg" alt="Galway 12" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Danach geht es in die Stadt. Hier ist vergleichsweise viel los. W&#228;hrend sonst nur vereinzelte Fans an der Strecke zu finden sind, tobt hier beinahe so etwas &#196;hnliches wie ein „Stimmungsnest“. Am Getr&#228;nkestand gibt es sogar ein tiefblaues isotonisches Getr&#228;nk. Das erinnert mich aber zu sehr an die Sp&#252;lfl&#252;ssigkeit im Dixieklo am Start und so bleibe ich beim Wasser.</p>
<p>Und weiter tappt die Karawane. Jetzt ist auch unsere Spur f&#252;r den Verkehr freigegeben und L&#228;ufer mischen sich mit Autos. Das klingt schlimmer als es ist. Nur einzelne Fahrzeuge schleichen vorsichtig voran. Au&#223;erdem gelingt es mir so, das erste Mal in meinem Leben ein Auto zu &#252;berholen und das ist doch mal was! Wir laufen an einem Golfplatz vorbei und in dokumentatorischem Eifer mache ich ein Foto. Das hei&#223;t ich will eines machen, als mich die golfspielenden Herren entdecken und heftig protestieren. Gebr&#252;ll schallt mir entgegen. Ich mache schnell mein Foto und denke „Fangt mich doch!“ Schwupp, weg bin ich.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-13.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2566" title="Galway 13" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-13.jpg" alt="Galway 13" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Und weil ich gerade so dynamisch bin, darf ich dasselbe Auto noch einmal &#252;berholen. Nach einem der zahlreichen Kreisverkehre, in die wir hineinlaufen (Kreisel haben hier alle einen eigenen Namen) geht es wieder einmal bergauf. Was sonst. Es ist ein bisschen k&#252;hl geworden. Die Sonne ist verschwunden und nun sp&#252;rt man den Wind. Bald kommen wir zur&#252;ck ans Meer, das k&#246;nnte ganz sch&#246;n luftig werden. Nach einem weiteren H&#252;gel sehe ich es das erste Mal wieder. Das Meer. F&#252;r jemanden, der sonst nur in hessischen W&#228;ldern l&#228;uft ist das einfach etwas Besonderes. Ich mache sofort ein Foto, was sich als geschickt erweist.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-15.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2567" title="Galway 15" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-15.jpg" alt="Galway 15" width="480" height="360" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-16.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2571" title="Galway 16" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-16.jpg" alt="Galway 16" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Weitere Bilder von Wind und Wellen werden schwierig – es beginnt zu regnen. Bereits fr&#252;her hat es einmal geregnet, doch das war nicht der Rede Wert. Jetzt wird es jedoch richtig nass. Ich muss meine Kamera gut verpacken. Was ein Jammer ist. Denn jetzt beginnt der sch&#246;nste Streckenabschnitt. In einem rechten Winkel biegt die Strecke nach rechts ab – direkt aufs Meer hinaus. Eine lang gezogene Promenade, die direkt auf einen kleinen Leuchtturm zuf&#252;hrt muss absolviert werden. Es ist naturgem&#228;&#223; ein Wendepunktabschnitt und ein echtes Highlight. Es riecht nach Fisch und Salz und der Regen staubt uns ins Gesicht. Auf dem R&#252;ckweg herrscht Gegenwind, aber das macht gar nichts. Es ist einfach zu sch&#246;n, hier zu laufen. Wie gro&#223;artig w&#228;re das erst bei Sonnenschein gewesen! Noch zwei Kilometer, dann sind wir im Ziel. Vor mir laufen zwei junge Herren mit bedruckten T-Shirts: „Twelve Marathons, Two Man“ steht darauf. Die Jungs wollen in jedem Monat einen Marathon laufen. Wie es scheint, ist das der erste. Wir reden kurz miteinander („What a beautiful day!“) und ich w&#252;nsche Gl&#252;ck f&#252;rs Projekt. Das mache ich zuhause nie, kurz vor dem Ziel mit Leuten plaudern. Wenige hundert Meter davor h&#246;rt es auf zu regnen. Der Wind ist so kr&#228;ftig, dass es mich beinahe wieder trocken pustet. Die Bruttozeit zeigt 2:00:36, als ich ins Ziel laufe. Meine eigene Uhr habe ich bei einer Fotopause versehentlich gestoppt, aber ich wei&#223;, dass ich nach 50 Sekunden &#252;ber die Startlinie gekommen bin. So hat es sogar f&#252;r unter 2 Stunden gereicht.</p>
<p>Im „Female changing“-Zelt ziehe ich mich um. Es sieht ein bisschen aus wie eine Notunterkunft im Katastrophengebiet, schlie&#223;lich hat es ja auch die Army aufgebaut. Aber es ist warm und windgesch&#252;tzt. Wunderbar. Au&#223;er mir findet sich keine einzige Frau dort ein. Warum auch immer. Ich finde das Angebot toll.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-19.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2569" title="Galway 19" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-19.jpg" alt="Galway 19" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Trocken und mit ausreichend Wasser versorgt gehe ich zur&#252;ck zum Ziel und schaue den 50km-L&#228;ufern zu, die am Ende mehrere kleine Loops drehen m&#252;ssen und somit mehrfach im Ziel vorbeikommen. Das ist sehr unterhaltsam. Nach einer Weile sehe ich den Mann aus Cork, der uns vor dem Start begegnet ist. Frisch und munter l&#228;uft er ins Ziel – und gewinnt mit 2:42 den Marathon. Die Elite hat sich ganz auf den Ultra konzentriert und so war das seine Chance. Die bald darauf eintreffende Marathon-Siegerin hat noch nicht genug und h&#228;ngt einfach noch die 8 Kilometer zum Ultra dran. Vielleicht war es f&#252;r sie auch nur ein Wellness-Lauf.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-Medaille.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2572" title="Galway Medaille" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-Medaille.jpg" alt="Galway Medaille" width="479" height="355" /></a></p>
<p>Nachtrag:</p>
<p>In Ermangelung eines typisch hessischen Streuselkuchenangebots und aufgrund pl&#246;tzlich einsetzenden Radikalhungers kehren wir in einem Restaurant mit globaler K&#252;che ein. Man kann nicht immer alles haben. Aber fast.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-21.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2573" title="Galway 21" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Galway-21.jpg" alt="Galway 21" width="480" height="360" /></a></p>
<table cellspacing="0" cellpadding="0" border="0">
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<p><!-- Do not change code! --></p>

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		<title>Der lange Lauf zu Joschka Fischer.</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Aug 2010 19:35:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schnipsel]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt]]></category>

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		<description><![CDATA[Diesen Text habe ich 2005 nach einem langen Lauf geschrieben - und aus unerfindlichen Gr&#252;nden fand er nie einen Weg in den Blog. Jetzt laufe ich wieder 30km-L&#228;ufe und er erscheint mir ziemlich aktuell. Auch wenn Frankfurts Joschka nicht mehr Au&#223;enminister ist. &#220;ber Begegnungen und Eindr&#252;cke beim 3-Stunden-Laufen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p>Der erste lange Lauf im Marathontraining ist immer der schwerste. Zumindest denke ich das vorher. W&#228;hrenddessen denke ich das nie. Hinterher auch nicht. Der Satz „Der erste lange Lauf im Marathontraining ist immer der schwerste.“ ist also glatt gelogen. Was soll nur aus einem Bericht werden, der mit einer L&#252;ge beginnt?</p>
<p style="text-align: left;">Ich laufe hinunter ans Mainufer. Damit ich nicht aus Versehen zu schnell laufe, atme ich nur durch die Nase. Ich will wenigstens l&#228;ssig aussehen, wenn ich schon beinahe auf der Stelle trete. Und mit offenem Mund sieht man gleich irgendwie angestrengt aus. Es ist bew&#246;lkt in Frankfurt und deshalb reichlich dr&#252;ckend. Aber es ist noch fr&#252;h und der Uferweg geh&#246;rt mir. Und nat&#252;rlich den holl&#228;ndischen Rentnern, die gerade mit der „Calypso“ angelegt haben und jetzt von kehligen Lauten begleitet Richtung R&#246;mer st&#252;rmen.<br />
<a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Mainufer-2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2537" title="Mainufer 2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Mainufer-2.jpg" alt="Mainufer 2" width="518" height="389" /></a><br />
Auf dem Fluss ziehen ein paar Ruderer ihre Bahnen und das Wasser klatscht rhythmisch an die Uferwand. Im neuen Westhafenviertel wird es noch beschaulicher. Keine Menschenseele ist unterwegs. Doch dann sehe ich pl&#246;tzlich eine nackte Dame an der Ufermauer stehen. Genaugenommen ist sie nicht v&#246;llig nackt. Sie tr&#228;gt schwarze Highheels und schwarze halterlose Str&#252;mpfe. Dazu einen winzigen Stringtanga, an dessen B&#228;ndchen jetzt ein Herr im Seidenhemd herumknibbelt. Unter den Taschen, die am Boden liegen ist auch eine Fototasche. Offensichtlich soll das eingeschn&#252;rte Huhn f&#252;r ein erotisches Shooting vorbereitet werden. Ja ja, Frankfurt, denke ich und laufe an der Dame vorbei, die vermutlich auf die Anzeige  „Wollen Sie schnell und einfach Geld verdienen?“ geantwortet hat, die mir neulich aufgefallen ist.</p>
<p>Ich laufe weiter und komme am „Hemingway’s“ vorbei, eine In-Bar, die so versteckt liegt, dass man in ihrer N&#228;he regelm&#228;&#223;ig zum Fremdenf&#252;hrer werden kann. Aber heute ist dort niemand. Doch, jetzt kommt mir jemand entgegen. Es ist der Weihnachtsmann. Schau an, der Weihnachtsmann walkt. Wer h&#228;tte das gedacht. Als er n&#228;her kommt, bin ich ein bisschen entt&#228;uscht. Es ist gar nicht der Weihnachtsmann, nur eine Dame mit feuerrotem Haar und einem wei&#223;en Stirnband. Von weitem sah es aus wie eine Weihnachtsm&#252;tze. Na ja, man kann sich ja mal t&#228;uschen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Main-Neckar-Br&#252;cke-001.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2538" title="Main Neckar Br&#252;cke 001" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Main-Neckar-Br&#252;cke-001.jpg" alt="Main Neckar Br&#252;cke 001" width="518" height="389" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Main-Neckar-Br&#252;cke-2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2539" title="Main Neckar Br&#252;cke 2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Main-Neckar-Br&#252;cke-2.jpg" alt="Main Neckar Br&#252;cke 2" width="518" height="389" /></a></p>
<p>Jetzt kommt eine kleine Durststrecke. Nicht w&#246;rtlich, denn ich habe ja einiges zu trinken mitgenommen. Mehr so mental. Denn ich laufe durch die Gutleutstra&#223;e stadtausw&#228;rts und dort ist es reichlich trist. Gewerbe, Arbeitersiedlungen, ein Altenheim und das Hauptverteilzentrum der Deutschen Post. An der Stra&#223;e sitzt ein alter Mann im Rollstuhl und starrt vor sich hin. Er sieht aus wie ein Minenopfer, denn seine F&#252;&#223;e sind dick bandagiert. Aus der Gr&#246;&#223;e des Verbands l&#228;sst sich unschwer schlie&#223;en, dass ihm die Zehen fehlen. Diabetes, Raucherfolgen, ich kann es nicht wissen. Ich freue mich nur, dass ich noch alle Zehen habe und sie mich so wacker durch diese Stra&#223;e tragen. Beim Verteilzentrum h&#228;lt ein einsamer Bus und spuckt Menschen aus, die in das riesige Geb&#228;ude str&#246;men. So so, bei der Post wird also gearbeitet. Sogar Sonntags. Donnerwetter.</p>
<p>Ich bin froh, dass ich jetzt wieder zur&#252;ck ans Mainufer kann, wo es gr&#252;n ist und Familien spazierengehen. Nach einer Weile komme ich an einem kleinen Hafen f&#252;r Sportboote vorbei. Sie sind alle auf Hochglanz poliert und hei&#223;en „Gro&#223;e Freiheit“, „Midnight lady“, „Nautilus“ oder auch einfach nur „Renate“. Auf einem Bootssteg sitzen vier M&#228;nner und spielen Karten. Kurz vor der Schleuse, bei der ich den Main &#252;berqueren will, treffe ich auf zwei Frauen mit einem Mops. „Wenn es so dr&#252;ckend ist, l&#228;uft sie wie eine Omma“, sagt die eine zur anderen und deutet dabei auf den Mops. Dabei ist der Hund &#252;ber jeden Vergleich erhaben. Er l&#228;uft einfach nur wie ein Mops und das ist schon ersch&#252;tternd genug.</p>
<p><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Mops.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2541" title="mops auf holz" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Mops.jpg" alt="mops auf holz" width="400" height="300" /></a></p>
<p>Am anderen Mainufer herrscht dagegen gerade ein gro&#223;er Hund. Statt mit gew&#246;hnlichem „Wau wau“ bellt er mit heiserer Stimme unausgesetzt „Werr, werr, werr“. Vielleicht hat er einen Bellfehler, so wie unsereins einen Sprachfehler haben kann. Vielleicht hat er aber auch gestern einfach nur zu lange gefeiert.</p>
<p>Ich schiebe mich weiter im Ententempo und komme dabei an vielen Schwestern im Geiste vorbei, die im Gras etwas d&#246;sen, die Schn&#228;bel ins Gefieder gepuschelt. Der n&#228;chste Streckenabschnitt ist ein kleiner H&#228;rtetest f&#252;r die Nerven. Denn hier finden sich regelm&#228;&#223;ig piktolegasthenische Radfahrer ein. Menschen, die ein Schild, auf dem ein Fahrrad und ein M&#228;nnchen abgebildet sind, nicht recht zu deuten wissen. Sie denken Fahrrad+M&#228;nnchen=Fahrradfahrer, also ICH. Alles, was nicht ICH ist, hat auf diesem Weg also nichts zu suchen. So fordern die Piktolegastheniker laufende Menschen immer wieder auf, sich in Luft aufzul&#246;sen. Sie sagen: Weg da, dieser Weg ist nur f&#252;r mich, die ondulierte, sonnenbebrillte, &#252;berparf&#252;mierte, geschmacklos gekleidete Sonntagsradfahrerin! (Sie sagen das nat&#252;rlich nicht w&#246;rtlich, aber doch wenigstens dem Inhalt nach). Heute habe ich Gl&#252;ck. Ich werde nur beinahe von einem Rentner gerammt, dessen Versuche, den Lenker zu beherrschen, gr&#252;ndlich gescheitert sind.</p>
<p>Bald bin ich wieder auf der Einflugschneise Richtung Innenstadt. Ich halte Ausschau nach dem Café „Senza lizenza“, einem blauen Zirkuswagen, der zu einem Zelttheater geh&#246;rt, das sich seit ein paar Jahren jeden Sommer am Ufer niederl&#228;sst. Tats&#228;chlich, der Wagen ist schon da. Aber leider ist das Café noch nicht ge&#246;ffnet. Ich h&#228;tte dort gerne meine Fl&#228;schchen etwas aufgef&#252;llt, denn langsam wird es sehr warm. Also muss ich zur Gerberm&#252;hle, dem historischen Ort, an dem schon Goethe seine Fl&#228;schchen aufgef&#252;llt hat. Das Geb&#228;ude wird zwar gerade umgebaut, aber es gibt dort eine provisorische Bewirtschaftung. Mein Unternehmen gl&#252;ckt, wie geplant. Hier kann ich umdrehen, nach Hause ist es nicht mehr allzu weit.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Goethe.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2542" title="Goethe" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Goethe.jpg" alt="Goethe" width="518" height="389" /></a></p>
<p>Weil ich etwas Hunger habe und am Ende doch noch etwas schneller werden will, g&#246;nne ich mir einen von Dr. Feils Gel Chips. Ich stopfe mir das Riesenmarshmellow in die Backentaschen, die sich daraufhin in gewohnter Hamstermanier ausweiten. Aber es schmeckt. Nach 2 Stunden und 24 Minuten Laufzeit, w&#228;hrend mir eine Apfelschorle aufst&#246;&#223;t und ich mit einem genmanipulierten Marshmellow k&#228;mpfe, treffe ich Joschka Fischer. Geb&#252;ckt und langsam trottet er vor sich hin, zwei schneidige Leibw&#228;chter im Schlepptau. Er tr&#228;gt die M&#252;tze tief ins Gesicht gezogen und wir schauen uns an. Er runzelt ein wenig die Stirn und vermutlich denkt er „Hoffentlich spricht sie mich nicht an“. Vielleicht aber auch nur: „Die arme Frau hat Mumps“. Ein Staatsmann l&#228;uft an mir vorbei und ich empfinde Bedauern. So sieht ein Mann aus, der in Ruhe gelassen werden will. Alt ist er geworden, Frankfurts Joschka, denke ich.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Mainufer-31.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2545" title="Mainufer 3" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Mainufer-31.jpg" alt="Mainufer 3" width="518" height="389" /></a> Ich mache mich auf den Heimweg. F&#252;r heute reicht es. Ich habe nackte Frauen in Highheels getroffen, M&#228;nner ohne Zehen, Hunde mit Bellfehler und den Au&#223;enminister. Was soll jetzt noch kommen. Vielleicht sollte ich mir einen neuen Merksatz zulegen: Der erste lange Lauf im Marathontraining ist immer der sch&#246;nste.</p>
<p style="text-align: left;"><em><span style="color: #993300;">(Leider hatte ich damals keinen Fotoapparat dabei. Die Fotos stammen &#8211; mit Ausnahme des Mopses &#8211; von verschiedenen L&#228;ufen zwischen 2007 und 2009 auf der selben Strecke.)</span></em></p>

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		<title>Pieks, pieks, pieks.</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Aug 2010 15:25:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schnipsel]]></category>
		<category><![CDATA[Barfußlaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Füße]]></category>
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		<description><![CDATA[Barfu&#223;laufen ist derzeit schwer angesagt. F&#252;&#223;e sollen endlich wieder geweckt werden und sich zu den coolen Muskelprotzen entwickeln k&#246;nnen, die sie eigentlich sein wollen. Bewegliche, gut durchblutete und muskul&#246;se F&#252;&#223;e, so haben wir gelernt, verbessern unseren Laufstil und wirken sogar Haltungsproblemen entgegen. Doch nicht jeder kann oder will mit seinen verw&#246;hnten F&#252;&#223;chen ohne Schuhwerk &#252;ber Stock und Stein hasten. Hier kommt die L&#246;sung.]]></description>
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<p>Barfu&#223;laufen ist derzeit schwer angesagt. F&#252;&#223;e sollen endlich wieder geweckt werden und sich zu den coolen Muskelprotzen entwickeln k&#246;nnen, die sie eigentlich sein wollen. Bewegliche, gut durchblutete und muskul&#246;se F&#252;&#223;e, so haben wir gelernt, verbessern unseren Laufstil und wirken sogar Haltungsproblemen entgegen. Doch nicht jeder kann oder will mit seinen verw&#246;hnten F&#252;&#223;chen ohne Schuhwerk &#252;ber Stock und Stein hasten. Und manch einem sind die Vibram Five Fingers als Minimalschuh und Barfu&#223;laufalternative einfach zu teuer.</p>
<p>Ich h&#228;tte hier einen Tipp, wie man trotzdem die F&#252;&#223;e trainieren kann, wie sie beweglicher und kr&#228;ftiger werden, ohne dass man einen nach dem anderen Lebensgef&#228;hrten f&#252;r die Reflexzonenmassage verschlei&#223;en muss. Die L&#246;sung hei&#223;t: Igelball.</p>
<p>Die pieksigen Dinger gibt es in verschiedenen Gr&#246;&#223;en und &#8220;Festigkeiten&#8221;. Der Tatort am Sonntag abend kann damit als Therapiestunde genutzt werden (Profis halten sogar noch &#8220;Anne Will&#8221; und &#8220;Titel Thesen Temperamente&#8221; durch). Und das geht so: Socken aus, Igelball auf den Boden, Fu&#223; vertikal und horizontal dar&#252;ber rollen lassen. Versuchen den Ball zu greifen und hochzuheben. Wenn es nervt: Fu&#223; wechseln. Das ist nicht eben kompliziert, tut aber wirklich gut. Ich habe zwei Igelb&#228;lle. An manchen Tagen ist mir der eine zu hart, dann wechsle ich zu dem weichen. Man kann auch mit dem harten anfangen und mit dem weichen als Verw&#246;hneinheit aufh&#246;ren.</p>
<p>Am besten, man macht es so lange, wie es angenehm ist, &#252;bertreiben bringt wie immer nichts. Der Fu&#223; gibt genau Bescheid, wenn ihm das Gepiekse auf die Nerven f&#228;llt, im wahrsten Sinne des Wortes.</p>
<p>Der Effekt: die F&#252;&#223;e sind sch&#246;n durchblutet (hinterher eincremen!) und werden mit der Zeit tats&#228;chlich muskul&#246;ser und beweglicher, vor allem, wenn man bei den &#220;bungen ein bisschen spielt und die F&#252;&#223;e auch fordert. Igelb&#228;lle findet man auch unter dem Namen &#8220;Noppenball&#8221;, &#8220;Massageigel&#8221; oder &#8220;Reflexzonenball&#8221;. Sie sind ab ca. 2 Euro in vielen Apotheken, Drogerien und Sanit&#228;tsh&#228;usern zu haben und nat&#252;rlich in vielen Shops im Internet.</p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=000000&#038;IS2=1&#038;bg1=F3E4C1&#038;fc1=000000&#038;lc1=A15E16&#038;t=laufemitfraus-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;md=1M6ABJKN5YT3337HVA02&#038;asins=B000O5778Y" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>

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		<title>Alles Werbung oder was?</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 19:50:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schnipsel]]></category>

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		<description><![CDATA[&#220;ber Sex zu reden ist einfach. Carrie Bradshaw hat uns das schlie&#223;lich lange genug vorexerziert. &#220;ber Geld reden – das geht hingegen gar nicht. Es gibt nur eines, was noch schlimmer ist als &#252;ber Geld zu reden: Geld verdienen. Besonders im Internet. 
Eine Notiz in eigener Sache.]]></description>
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<p>&#220;ber Sex zu reden ist einfach. Carrie Bradshaw hat uns das schlie&#223;lich lange genug vorexerziert. &#220;ber Geld reden – das geht hingegen gar nicht. Es gibt nur eines, was noch schlimmer ist als &#252;ber Geld zu reden: Geld verdienen. Besonders im Internet.</p>
<p>Wer ein Blog betreibt, das auf eine gr&#246;&#223;ere Leserschaft abzielt als nur auf Familie und Freunde, braucht im Grunde hier nicht weiter zu lesen. Denn er/sie wei&#223; und versteht sehr schnell alles, was ich sagen will. Er wei&#223;, wie lange es braucht, sich eine Lesergemeinde zu erarbeiten – und wie viel Arbeit darin steckt, sie auch zu halten. Im Grunde ist es wie mit dem Lauftraining – wer nicht trainiert, verliert schnell die Form. Wer nichts tut, verliert die Leser. Und beinahe jeder Blogbetreiber kennt auch die Versuche, wenigstens einen kleinen Teil der Kosten f&#252;r die Technik wieder herein zu bekommen. Und schmunzelt mit mir &#252;ber diese Versuche.</p>
<p>Aber nicht jeder ist ein Computer-Hocker und intensiver Blogleser oder -betreiber. Und so kann es passieren, dass der Eindruck entsteht, mit einem Blog w&#228;re eine echte Geldquelle am Start. Es ist ja schlie&#223;lich Werbung drauf. Und liest man nicht auch dauernd, Blogger w&#252;rden f&#252;r die Erw&#228;hnung von Produkten bezahlt?</p>
<p><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Werbung-2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2527" title="Retro TV Commercial" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/08/Werbung-2.jpg" alt="Retro TV Commercial" width="397" height="302" /></a></p>
<p>Zun&#228;chst einmal ist bloggen ein Hobby. Zumindest f&#252;r 90% der Blogger. Und das soll es in der Regel auch bleiben. Auf der anderen Seite findet es niemand komisch, wenn jemand, der nach Feierabend auf Feten Platten auflegt, daf&#252;r Geld bekommt. Oder wenn sich eine Hobby-S&#228;ngerin ihre Gesangsstunden mit kleinen Auftritten finanziert. Im Internet sieht die Sache schon ein bisschen anders aus. Werbung ist zwar eine der wenigen M&#246;glichkeiten f&#252;r Online-Schreiberlinge, Geld einzunehmen (wie lukrativ sie ist – darauf komme ich gleich), aber sie ist trotzdem nicht erw&#252;nscht und kaum akzeptiert. Ich kann daran nichts &#228;ndern, das ist nun einmal so.</p>
<p>Was ich an dieser Stelle dennoch will, ist, mit falschen Vorstellungen &#252;ber die H&#246;he der Einnahmen aufzur&#228;umen. Ich platziere meine Google-Werbung sehr dezent unten am Seitenrand. Andere Blogs gehen damit gern direkt in die redaktionellen Inhalte, ich finde das nicht sch&#246;n. Das ist es mir einfach nicht wert. Ich habe es nie anders ausprobiert, somit kann ich nicht sagen, welchen Unterschied es machen w&#252;rde. Na, was denkt ihr – wie viel verdiene ich damit? 10 Euro im Monat? 20? Ich habe auch schon jemanden getroffen, der von 100 Euro im Monat ausging. Ich will das R&#228;tsel aufl&#246;sen: meine Einnahmen durch Google-Anzeigen betragen im Schnitt 95 Cent pro Monat.</p>
<p>Wenn jemand &#252;ber eine kleine Amazon-Anzeige auf meinem Blog ein Buch bestellt, bekomme ich je nach dem etwa zwischen 5 und 50 Cent, selten auch mehr. Wenn ich nicht gerade ein Buch vorstelle (was ich selten tue), halten sich die Klicks hier schwer in Grenzen.</p>
<p>Wer Spreadshirt kennt, kann sehr leicht die Gewinnspanne bei den T-Shirts &#252;berpr&#252;fen. Da ich die Shirts g&#252;nstig halten will, verdiene ich an einem Shirt im H&#246;chstfall etwa 5 Euro, in der Regel weniger.</p>
<p>&#220;ber jedes Produkt, &#252;ber das ich schreibe, schreibe ich wann und wie ich will. Niemand schenkt mir Produkte, damit ich daf&#252;r werbe. Ich habe mich als Testl&#228;uferin bei Brooks beworben, was jeder tun konnte, und hatte das Gl&#252;ck ein paar Schuhe testen zu d&#252;rfen. Und leider bucht mir auch Waterrower weiterhin monatlich meine Miete f&#252;r das Ruderger&#228;t ab.</p>
<p>Ich will kein Missverst&#228;ndnis aufkommen lassen: wenn ich mehr verdienen w&#252;rde, w&#228;re mir das keineswegs peinlich. Um auf einen Stundenlohn zu kommen, der den Namen verdient, m&#252;sste es n&#228;mlich ganz sch&#246;n viel Geld sein. Zuviel Liebe, M&#252;he und Arbeit steckt in diesem Blog, von den Kosten f&#252;r Podcast-Equipment ganz zu schweigen.</p>
<p>Aber wenn es noch weniger „Verdienst“ w&#228;re, w&#252;rde das auch nichts &#228;ndern. Dieses Blog macht mich reich – an Zuspruch, an Freundschaft, an Anerkennung. Das l&#228;sst sich in Geld niemals aufwiegen.</p>
<p>Umso wichtiger ist es mir, einmal in eigener Sache zu sagen: glaubt es nicht, wenn euch jemand erz&#228;hlt, Blogger sind alle gekauft und loben Produkte, damit sie welche bekommen. Jeder Blogger, der das tut, verspielt seine Glaubw&#252;rdigkeit und rei&#223;t mit dem Hintern ein, was er mit den H&#228;nden aufgebaut hat. Ich habe es nie getan und das wird auch so bleiben.</p>

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		<title>Von Rosamunde, Rotz und Rasen.</title>
		<link>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/volkslauf-obertshausen-2010/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 21:24:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Laufberichte]]></category>
		<category><![CDATA[O - Z]]></category>
		<category><![CDATA[Obertshausen]]></category>
		<category><![CDATA[Obertshausen10]]></category>
		<category><![CDATA[Halbmarathon]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Laufbericht ist wie ein Rosamunde Pilcher Roman: Vorhersehbar und schnulzig. Am Ende wird der Held/die Heldin auf die ein oder andere Art ins Ziel kommen. Unterwegs begegnet er der Liebe zum Laufen, die &#252;ber weite Teile der Strecke freilich unerwidert bleibt. Doch die brutale Wahrheit sieht anders aus.]]></description>
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<p>Ein Laufbericht ist wie ein Rosamunde Pilcher Roman: Vorhersehbar und schnulzig. Am Ende wird der Held/die Heldin auf die ein oder andere Art ins Ziel kommen. Unterwegs begegnet er der Liebe zum Laufen, die &#252;ber weite Teile der Strecke freilich unerwidert bleibt. Gew&#252;rzt ist das ganze mit allerlei Hindernissen, wie schlechten Wetterlagen, k&#246;rperlichen Einschr&#228;nkungen und unzureichender Verpflegung. Dazu kommen garstige Mitl&#228;ufer, die erfolgreich um die Gegenliebe des Laufens buhlen und den Helden in verzweifelter Stimmung zur&#252;ck lassen. Der Held m&#246;chte aufgeben, gewinnt aber dann auf magische Weise den Glauben an sich selbst wieder. Ich gebe zu, dass gerade meine Laufberichte kein Klischee auslassen. Sie spielen auch noch zumeist auf dem Land, wo flei&#223;ige Hausfrauen mit flinken Fingern gar herrliches Backwerk zaubern. Hier wird immer alles gut, Rosen regnen &#252;ber die schwieligen F&#252;&#223;e, der Schleier des Vergessens senkt sich &#252;ber die L&#228;ufer im Ziel. Heute will ich deshalb einmal die nackte, brutale Realit&#228;t beschreiben. Ohne jede Verkl&#228;rung. Das Leben ist kein Bambini-Lauf. Nicht sonntags morgens um sechs Uhr. So fr&#252;h muss man aufstehen, wenn man in Obertshausen-Hausen antreten will. Und wie soll schon ein Tag werden, der mit einem Spruch von Paulo Coelho in einer Kirchenradiosendung beginnt?</p>
<p>Das Leben ist unerbittlich, das best&#228;tigt mir Gregor, den wir in Obertshausen-Hausen treffen. Er berichtet mir n&#228;mlich, dass das Laufschwein der Autobahnkiller sein soll. Ich wusste bis dato weder, dass es ein Laufschwein, noch dass es einen Autobahn-Killer gibt. Aber die Geschichte geht so: das Laufschwein ist ein mir unbekannter Volkslaufbesucher in der Region, der gern in einem Schweinekost&#252;m auftritt. Er wurde beschuldigt, einen Mord an der A5 begangen zu haben. „Dieses Schwein ist der Autobahn-Killer“ schrieb die Bild-Zeitung dazu und zeigte ein Bild vom Laufschwein im Kost&#252;m. Es stellte sich aber heraus, dass es das Laufschwein gar nicht gewesen sein konnte. (Niemals w&#252;rde Rosamunde Pilcher eine derart fiese Geschichte in ihren Roman einbauen!)</p>
<p>Auch im Keller der Picard-Halle, wo die Umkleiden sind, werde ich mit der brutalen Realit&#228;t konfrontiert. Die Toiletten neben der Umkleide miefen entsetzlich. Auf einem kargen Holzstuhl lasse ich meine Sporttasche fallen, im d&#252;nnen Schein der Kellerlampe ziehe ich mich um. Drau&#223;en ist Sommer, aber ich fr&#246;stele. Der Autobahn-Killer l&#228;uft noch immer frei herum. Am Ende ist es ein L&#228;ufer ohne Kost&#252;m.</p>
<div id="attachment_2515" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Hausen-Betreten-Schild.jpg"><img class="size-full wp-image-2515  " title="Hausen Betreten Schild" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Hausen-Betreten-Schild.jpg" alt="Bei M&#252;digkeit verlockend - aber diese Sportplatzmatte ist tabu." width="512" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Garstig: diese Sportplatzmatte ist tabu.</p></div>
<p>Wir laufen uns ein und sind tats&#228;chlich &#252;berrascht, wie k&#252;hl es im Wald ist. Der Lauf in Hausen ist normalerweise eine h&#246;chst schwei&#223;treibende Angelegenheit. Heute ist das Laufwetter geradezu perfekt. Hier sind keinerlei literarische Spannungsb&#246;gen zu erwarten. Was will ich denn heute laufen? Den Halben, klar. Aber wie schnell? Wie schnell kann ich denn schon wieder? Wie schnell sollte ich? Ich beschlie&#223;e, dass unter zwei Stunden drin sein muss. Wenn ich jemals einmal wieder unter 1:50 laufen will, sollte ich jetzt unter 2 Stunden laufen. (Ist doch vollkommen logisch.)</p>
<div id="attachment_2517" class="wp-caption aligncenter" style="width: 394px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Hausen-Start-1000-Meter1.jpg"><img class="size-full wp-image-2517 " title="Hausen Start 1000 Meter" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Hausen-Start-1000-Meter1.jpg" alt="Brutal: so enden hier Tennisb&#228;lle." width="384" height="512" /></a><p class="wp-caption-text">Brutal: so enden hier Tennisb&#228;lle.</p></div>
<p>Wir starten. &#220;ber die Strecke in Hausen gibt es nicht viel zu erz&#228;hlen. Sie ist ganz unpilcheresk. Flach. Wald, bis der Arzt kommt. (Der kommt dort nie. Ich bin hier einmal b&#246;s gest&#252;rzt, ich wei&#223; es.) Bereits auf der kleinen Stadionrunde zieht das Feld wie verr&#252;ckt. Man hat es furchtbar eilig. Ich ja eher nicht so. Auf dem Waldweg gibt es noch ein wenig Gedr&#228;nge, bis sich alles sortiert hat. Wir wackeln hintereinander her wie Erbsen auf dem Flie&#223;band. Vor mir tr&#228;gt jemand postgelbe Kompressionsstr&#252;mpfe. Bald gesellt sich ein Gef&#228;ngnisw&#228;rter zu mir. So nenne ich die L&#228;ufer, in deren Taschen &#252;berdimensionierte Schl&#252;sselb&#252;nde rasseln. Es gibt einige von ihnen, vielleicht ist es eine geheime Bruderschaft. Begegnet mir einer am Anfang eines Laufes, gerate ich augenblicklich in Panik. Was ist, wenn er jetzt 20 Kilometer neben mir bleibt? Was ist, wenn ich beim Versuch, ihn abzusch&#252;tteln, auf der Strecke versterbe und das letzte, was ich h&#246;re, ist ein rasselnder Schl&#252;sselbund, der langsam im Wald verhallt? In der Regel trennen sich unsere Wege gl&#252;cklicherweise ohne, dass einer von uns beiden das Zeitliche segnet. Es passiert einfach. So auch dieses Mal. Er ist schneller. Gef&#228;ngnisw&#228;rter m&#252;ssen ja auch fit sein.</p>
<p>Ich laufe ruhig und gleichm&#228;&#223;ig, nachdem es mir gegl&#252;ckt ist, der Hektik im Feld zu entkommen. Sollen sie doch. Pah! Nach wenigen Kilometern h&#246;re ich es hinter mir plaudern. Eine junge Frau redet. Und redet. Und redet. Es ist die Familiengeschichte. Liebe. Drama. Wahnsinn. Ihre Begleiterin sagt von Zeit zu Zeit Ah! oder Aha! oder Hihihi! Mehr geht nicht, sonst verpasst sie den Anschluss. In das Plaudern mischt sich auf einmal ein lautes Schnauben und Schneuzen. Dann spuckt es, schneuzt und rotzt. Dann schnaubt es wieder. Wenn das so weitergeht, verpasse ich die ganze Schilderung der Scheidung! Doch jetzt setzt das Schneuzen zum &#220;berholen an. Etwas rotzt an mir vorbei, bis es sich schlie&#223;lich vor mich setzt. Genaugenommen setzt es sich exakt einen Schritt vor mich und bremst leicht ab. Dann schneuzt es.  Vermutlich handelt es sich hier um so eine Art Volkslauf-Assessment-Center. Ich soll mit allerlei Pr&#252;fungen fertig werden. Oder es ist einfach das Schicksal. Erst klingelt es, dann plaudert es und jetzt rotzt es. Einen halben Schritt vor mir. Ich muss meinen Schritt verk&#252;rzen, was durch meinen ChiRunning-Modellversuch kaum m&#246;glich ist. Ich mache ohnehin schon kleine Schritte. Jetzt tripple ich hinter einer saftig gef&#252;llten Nase her. Ich schere zum &#220;berholen aus, es hilft ja nichts. Die Nase zieht die Nase hoch und das Tempo an. So laufen wir nebeneinander her. Durch das Schnorcheln zu meiner Rechten h&#246;re ich, wie es nach der Scheidung weiterging. Bei Rosamunde Pilcher k&#228;me jetzt wenigstens ein Reh aus dem Geb&#252;sch. Ein F&#246;rster w&#252;rde mich tr&#246;stend in den Arm nehmen und sagen: „Hier drau&#223;en ist das Leben nicht immer einfach. Aber es ist ehrlich, verstehen sie? Nie wird mich eine Bache so entt&#228;uschen, wie es eine Frau tun kann.“</p>
<p>Aber das hier ist die brutale Wahrheit des Volkslaufens. Im Wald rotzt es und man kann nichts dagegen tun. Nach der Scheidung kam man &#252;brigens wieder zusammen. Nach ein paar Jahren. Das darf ich noch erfahren, dann ziehen die beiden jungen Frauen an der Nase und mir vorbei. Und dann geschieht das Wunderbare. Ich bestehe die Pr&#252;fung und h&#228;nge das schniefende Etwas einfach ab. Ich laufe schneller als die Nase der Nase. Das geht einfach so. Herrlich.</p>
<p>Nach 10 km g&#246;nne ich mir einen Becher Wasser. Dieter Baumann sagt, das muss man nicht. Trinken bei einem Halbmarathon. Ich nehme mir einfach fest vor, wenn er mich eines Tages fragt: „Sag, hosch Du 2010 in Obertshouse was drunke?“ sag ich einfach: „Hanoi“. Brutal, aber so ischs L&#228;be.</p>
<p>Nach einer friedlichen Zeit hinter einem orangefarbenen R&#252;cken treffe ich Gregor, der mir mit einigen Kilometern Vorsprung entgegen kommt. Augenblicklich muss ich an das Laufschwein und den Autobahnkiller denken. Wie man Killer wird, kann ich mir leicht vorstellen. Aber wie wird man Laufschwein? Seltsam. Das Schwein tr&#228;gt mich &#252;ber den n&#228;chsten Kilometer und allm&#228;hlich wird es Zeit zu rechnen. Reicht es f&#252;r eine Zeit unter 2 Stunden? Eieiei, das wird knapp. Das wird einer dieser unangenehmen L&#228;ufe, wo man bis zum Schluss nicht nachlassen darf. Viel sch&#246;ner ist es, wenn man die Pflicht schon in der Tasche hat und alles weitere zur K&#252;r wird. Aber meine Hausaufgaben sind noch nicht gemacht, einen Puffer gibt es nicht. Im Gegenteil: jetzt muss ich watzen. Innerlich seufze ich. Ein 5,5er Schnitt. Wie anstrengend ist das denn. Fr&#252;her war das mal eine bevorzugte Reisegeschwindigkeit, aber davon bin ich weit entfernt. Ich rei&#223;e mich zusammen. Das geht schon, nicht nachlassen. Meine Moral war noch immer ganz ordentlich. Nur noch die Stadionrunde in dem kleinen Rund, das sich in den letzten zwei Stunden um mindestens 500 Meter ausgedehnt hat, dann bin ich am Ziel. 1:59:23. Ich kann den Autopiloten ausschalten. (Werbepause) Mein Trainingspartner erwartet mich mit dem besten alkoholfreien Bier der Welt. Es hei&#223;t <a href="http://www.faust.de/de/willkommen__/index.html" target="_blank">Faust</a>, schmeckt aber trotzdem. Unfassbar gut sogar. Faust hat die L&#228;uferzielgruppe im Auge und schenkt heute in Obertshausen aus. Einfach so. (Werbepause Ende)</p>
<div id="attachment_2518" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Hausen-Faust.jpg"><img class="size-full wp-image-2518 " title="Hausen Faust" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Hausen-Faust.jpg" alt="Das Bier schmeckt extrem gut. Das bleibt aber unter uns." width="512" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Das Bier schmeckt extrem gut. Das bleibt aber unter uns.</p></div>
<p>In Obertshausen obligatorisch ist eine kleine Barfu&#223;runde auf dem Sportplatz. Der hiesige Rasen ist so eine Art Velourauslegeware im Grashalmdesign, zumindest f&#252;hlt er sich so an. Auf der zweiten Runde wandelt sich das krampfige Eiern denn auch schon wieder in etwas, das entfernt an Laufen erinnert.</p>
<div id="attachment_2519" class="wp-caption aligncenter" style="width: 394px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Hausen-Walking-Treff.jpg"><img class="size-full wp-image-2519 " title="Hausen Walking Treff" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Hausen-Walking-Treff.jpg" alt="In Obertshausen-Hausen gibt es nur Minutenzeiger." width="384" height="512" /></a><p class="wp-caption-text">In Obertshausen-Hausen gibt es nur Minutenzeiger.</p></div>
<p>Und dann schl&#228;gt die Realit&#228;t noch einmal ganz hart zu. 1. Ich kriege keinen weiteren Becher vom besten alkoholfreien Bier der Welt, so lange nicht alle L&#228;ufer davon kosten d&#252;rfen (und etliche sind noch auf der Strecke). 2. Wir verpassen den Bambini-Lauf (das wichtigste Ereignis in Hausen) und 3. Der Kuchen schmeckt &#8230; wie soll man es sagen &#8230; nicht. Er schmeckt einfach nicht. Wir haben komische Sorten erwischt.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Hausen-2010-Kuchen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2521" title="Hausen 2010 Kuchen" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Hausen-2010-Kuchen.jpg" alt="Hausen 2010 Kuchen" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Solche ersch&#252;tternden Wahrheiten m&#252;ssen auch einmal ausgesprochen werden, ohne jeden Zuckerguss. Gut, dank Sponsor <a href="http://www.bioshop-online.de/querbeet/?article=233" target="_blank">„Querbeet“</a> gab es wieder einmal Schnitze der besten &#196;pfel der Welt. Aber dieser Kuchen &#8230; Brutal. Und niemand von uns hat einen Altersklassensieg abbekommen! Nicht einmal etwas von der Tombola, obwohl es Groggl&#228;ser und eine W&#228;rmflasche zu gewinnen gab! Von dem Steingutkrug (0,2 Liter) ganz zu schweigen. So sieht das aus. Die Realit&#228;t – und das muss an dieser Stelle mal gesagt werden – ist n&#228;mlich mindestens so hart wie die Bauchdecke eines durchschnittlichen Rotkreuz-Helfers.</p>
<div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #ffe4b5; border-left-color: #ffe4b5; border-right-color: #ffe4b5; border-bottom-color: #ffe4b5; background-color: #dcdcdc; ">Mehr zu Lauf und Veranstalter gibt&#8217;s bei der <a href="http://www.tgs-hausen.de/termine-und-veranstaltungen/volkslauf.html" target="_blank">TGS Hausen</a>.</div>

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		<title>Mit dem Kopf durch die Watte.</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 20:13:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute wird Volksgelaufen! ich lasse mir doch von einem dahergelaufenen Klimawandel nicht vorschreiben, wann ich zu laufen habe! Au&#223;erdem liegt der Veranstaltungsort Stierstadt im Taunus und im Taunus schneit es. Das sagen zumindest alle, die dort wohnen, die meiste Zeit des Jahres: „Also, bei uns lag heute morgen Schnee!“ Dann kann das bisschen Hitzewelle dort ja wohl nicht so schlimm sein. Als wir ankommen, sind es l&#228;cherliche 26 Grad, gemessen an den 378 Grad in meiner Wohnung in der Stadt ist das nichts.]]></description>
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<h4>Der Halbmarathon in Stierstadt (2010)</h4>
<p>Heute wird Volksgelaufen! ich lasse mir doch von einem dahergelaufenen Klimawandel nicht vorschreiben, wann ich zu laufen habe! Au&#223;erdem liegt der Veranstaltungsort Stierstadt im Taunus und im Taunus schneit es. Das sagen zumindest alle, die dort wohnen, die meiste Zeit des Jahres: „Also, bei uns lag heute morgen Schnee!“ Dann kann das bisschen Hitzewelle dort ja wohl nicht so schlimm sein. Als wir ankommen, sind es l&#228;cherliche 26 Grad, gemessen an den 378 Grad in meiner Wohnung in der Stadt ist das nichts. „Die H&#246;hendifferenz ist gering“ schreibt der TV Stierstadt auf seiner Homepage und da sieht man mal wieder, wie relativ alles ist. In Wahrheit geht es ab Kilometer 7 stramm bergauf bis Kilometer 12, dann wieder runter und zwischen Kilometer 17 und 20 gibt es noch einmal eine deutliche Steigung.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Bild-3.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-2492" title="Bild 3" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Bild-3.png" alt="Bild 3" width="421" height="376" /></a></p>
<p>Auf solche Kleinigkeiten kann ich aber heute keine R&#252;cksicht nehmen. Ich muss endlich einmal wieder Halbmarathon-Kilometer unter die F&#252;&#223;e nehmen. Der letzte war im April, danach folgte wochenlange Krankheit und eine 6-w&#246;chige Laufpause. Was w&#252;rde sich da besser eignen, als eine anspruchsvolle, weitgehend schattenlose Strecke bei 26 Grad plus? Allen Stirnrunzlern sei an dieser Stelle gesagt, dass ich Preistr&#228;gerin des goldenen Herzfrequenzmessers f&#252;r vern&#252;nftiges Laufen bin. Ich werde also vorsichtig traben und nicht Gesamtsiegerin werden wie sonst. Zun&#228;chst aber muss auf Vorrat Kuchen gekauft werden, wer wei&#223;, wie lange der sp&#228;ter reicht. Wir laufen uns ein wenig ein und reden uns das Wetter sch&#246;n. Es k&#246;nnte w&#228;rmer sein (entsetzlich!) oder k&#228;lter (nicht auszudenken!). Gut, dass alles ist wie es ist.  Zum 10 Kilometer-Lauf treten heute eine Menge L&#228;ufer an, einige tun hier so, als w&#228;ren sie noch vern&#252;nftiger als ich. Papperlapapp.</p>
<p>Nach dem Startschuss des Halben geht es ein wenig durch den Ort. Als Streckenlegasthenikerin wei&#223; ich aber leider danach nicht mehr genau, was der Kurs wann genau bietet. Ein Teil der Strecke muss zwei Mal durchlaufen werden, das wei&#223; ich noch. Darunter ein sensationelles St&#252;ck durch Kornfelder mit einem gro&#223;artigen Blick auf die Frankfurter Skyline. Tats&#228;chlich gibt es fast keine Waldpassagen, wenn die Sonne hier brennt, dann wird es erbarmungslos. Wie durch Zauberhand schieben sich jedoch nach dem Start ein paar Wolken vor die Sonne – die schlimmste Glut bleibt uns erspart.</p>
<p>Als Preistr&#228;gerin des goldenen Pappbechers f&#252;r sinnvolle Trinkpausen nehme ich an jeder der Trinkstationen einen Becher Wasser zu mir – es sind mindestens f&#252;nf. Es scheint, als h&#228;tte man hier vorausschauend noch mehr Verpflegungsstellen eingerichtet als sonst. Au&#223;erdem gibt es nasse Schw&#228;mme, die ich sehr liebe. Ich laufe die ganze Strecke mit einem gelben durchl&#246;cherten Kumpel, der immer wieder zart &#252;ber mein Gesicht wischt oder mir den Nacken betupft. Ab und zu ist es ihm selbst zu hei&#223;, dann springt er kurz in eine der bunten W&#228;schewannen, um mich danach erfrischt weiter zu begleiten. Der Hessische Leichtathletik Verband hat empfohlen, Volksl&#228;ufe im Zweifelsfall ausfallen zu lassen, sollten die Temperaturen allzu sehr in die H&#246;he schie&#223;en. In Stierstadt begegnet man dem Wetter nicht nur mit zus&#228;tzlichen Wasserstationen, auch ist der Zielschluss praktisch unbegrenzt. Niemand soll hetzen m&#252;ssen. Der Sprecher im Stadion hat alle ermahnt, die Bestzeitenjagd zu verschieben und langsamer zu laufen. Da es, wie gesagt, beinahe schneit, finde ich diese Vorsichtsma&#223;nahmen ausreichend. Die Steigungen nehme ich mit gro&#223;em Respekt und tue so, als w&#228;re dies ein einfacher Trainingslauf am Sonntag morgen. Nach 10 Kilometern zeigt meine Uhr beinahe 1:02. Das ist langsam, aber so muss es sein. Das Feld zieht sich weit auseinander, manchmal habe ich sogar das Gef&#252;hl, zu den letzten zu geh&#246;ren. Als Preistr&#228;gerin des goldenen Besenwagens f&#252;rs Laufen im letzten Drittel macht mir das nichts weiter aus. Nach einer Weile regnet es ein paar nutzlose, verwirrte Tropfen, die vermutlich aus einer offenen Wolkent&#252;r gefallen sind. „Kinder, ich hab euch doch gesagt, wir regnen entweder alle oder keiner!“ Nach der himmlischen Standpauke regnet sofort keiner mehr und es bleibt weiter trocken. Mein Laufhemd ist trotz bester Funktionsqualit&#228;t klitschnass und kalt und das finde ich nicht so doll, wie warm es auch immer sein mag. Aber irgendwann kommt eben selbst das coolste Hemd ins Schwitzen. Der zweite gro&#223;e Anstieg strengt noch einmal sehr an. Nicht, dass es weh t&#228;te, oder der Atem rasselte. Es ist mehr wie das Laufen in eine gro&#223;e Wattewand, in der man stecken zu bleiben droht. Eine L&#228;uferin, mit der ich ein kleines Duell lief, &#252;berholt mich schlie&#223;lich und ich habe ihr nichts entgegen zu setzen. Einige L&#228;ufer, die ich noch &#252;berholen kann, sind stehend k.o. Sie kommen kaum noch vorw&#228;rts. Am Ende, zum Sportplatz hin, muss noch eine steile Rampe genommen werden. Ich schiebe die Wattewand Zentimeter um Zentimeter. Mit bleiernen Gliedern komme ich nach 2:09 Minuten ins Ziel. Bestimmt der langsamste Halbmarathon seit 10 Jahren. Obwohl ich m&#252;de bin, merke ich den Unterschied: der Kreislauf ist v&#246;llig im Lot, es gibt keine G&#228;nsehaut, kein Kopfkribbeln, wie ich es schon bei starker Anstrengung in hohen Temperaturen erlebt habe. Das Herz ist schnell wieder ganz ruhig und die Beine gehorchen. Ich f&#252;hle mich gut. Ich war vorsichtig und bin belohnt worden. Das macht froh. Mein Trainingspartner war deutlich z&#252;giger und wringt sich noch immer aus, w&#228;hrend ich als Preistr&#228;gerin des goldenen Handtuchs f&#252;r schnelle Trocknung praktisch wie aus dem Ei gepellt bin. (M&#246;glicherweise allerdings aus einem Osterei mit klebriger F&#252;llung).</p>
<p>Der gebunkerte Streuselkuchen h&#228;lt dem Vergleich mit dem Kuchenangebot aus Bonames nicht Stand (aber welcher Kuchen tut das schon?).</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Stierstadt-2010-Kuchen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2493" title="Stierstadt 2010 Kuchen" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Stierstadt-2010-Kuchen.jpg" alt="Stierstadt 2010 Kuchen" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Die Erholung tut wohl und die Siegerehrung macht viel Spa&#223;. Die Gewinner erhalten nicht nur eine Medaille oder einen Pokal und eine Urkunde, sondern eine riesige T&#252;te mit L&#228;ufergeschenken.</p>
<div id="attachment_2496" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Stierstadt-2010-Siegerehrung.jpg"><img class="size-full wp-image-2496 " title="Stierstadt 2010 Siegerehrung" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Stierstadt-2010-Siegerehrung.jpg" alt="Stierstadt 2010 Siegerehrung" width="512" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Das ist &#252;brigens nur die kleine Version der T&#252;ten.</p></div>
<div id="attachment_2494" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Stierstadt-2010-Sieger.jpg"><img class="size-full wp-image-2494 " title="Stierstadt 2010 Sieger" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Stierstadt-2010-Sieger.jpg" alt="So sehen Sieger aus." width="512" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">So sehen Sieger aus.</p></div>
<p>Die riesige T&#252;te ist nat&#252;rlich nicht voll, aber es sieht fantastisch aus, wie die K&#246;pfe und Arme der L&#228;ufer in einem 1-Zimmer-Appartement mit Henkel verschwinden, um danach mit einer winzigen Gummib&#228;ren-T&#252;te wieder aufzutauchen. F&#252;r die Altersklassenersten gibt es sogar Taschenrechner. Und was braucht man heutzutage dringender? Da auch mein Trainingspartner eine T&#252;te bekommt, werde ich Zeuge einer der sch&#246;nsten L&#228;ufergeschenk-Kombinationen &#252;berhaupt: zwei T&#252;tchen Gummib&#228;rchen (klein), ein Schwei&#223;band (Aufdruck Siemens VDO), ein Werbekugelschreiber eines Herstellers f&#252;r Bankensoftware, ein Glas ungarischer Akazienhonig und eine Dose gemahlener Pfeffer (mit Preisschild 1,89 Euro).</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Stierstadt-Siegert&#252;te.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2495" title="Stierstadt Siegert&#252;te" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Stierstadt-Siegert&#252;te.jpg" alt="Stierstadt Siegert&#252;te" width="512" height="384" /></a></p>
<p>W&#228;hrend der Siegerehrung trifft mit weitem Abstand nach 3:06 Minuten der letzte L&#228;ufer ein. Er wird mit trommelndem Applaus und einem Spalier gefeiert. Es scheint, als ginge der goldene Herzfrequenzmesser f&#252;r vern&#252;nftiges Laufen in diesem Jahr an ihn.</p>
<div id="attachment_2498" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Stierstadt-2010-Letzter1.jpg"><img class="size-full wp-image-2498 " title="Stierstadt 2010 Letzter" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Stierstadt-2010-Letzter1.jpg" alt="So auch." width="512" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">So auch.</p></div>
<div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #ffdead; border-left-color: #ffdead; border-right-color: #ffdead; border-bottom-color: #ffdead; background-color: #f5f5f5; ">Mehr zu Lauf und Veranstalter gibts <a href="http://www.tvstierstadt.de/" target="_blank">hier</a>.</div>
<table cellspacing="0" cellpadding="0" border="0">
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<td><iframe src="http://www.map-generator.net/extmap.php?name=&amp;address=Oberursel-Stierstadt&amp;width=500&amp;height=400&amp;maptype=map&amp;zoom=14&amp;hl=de&amp;t=1278966522" width="500" height="400" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></td>
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</tr>
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		<title>Hui Buh on the run.</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 16:26:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In meiner Jugend gab es in dem Ort, in dem ich aufgewachsen bin, eine Band, die "Ghostriders" hie&#223;. Die musste man kennen und ich wusste, dass es die "Ghostriders" gibt, lange bevor ich wusste, was das &#252;berhaupt hei&#223;t. Sp&#228;ter brach mein Kontakt zu Geistern und ihren Fahrern j&#228;h ab. Die Ghostbusters haben mich nicht aufger&#252;ttelt und einen Ghostwriter habe ich auch nicht. Ich schreibe immer noch selbst und wenn mir dabei der Schwei&#223; in die Tastatur sickert, wie jetzt  (Altbau, 3. Stock, 35 Grad). Doch dann ist mir der Brooks Ghost 3 begegnet. Ein gespenstisch bequemer Schlappen. Hier ist mein Testbericht.]]></description>
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<p>In meiner Jugend gab es in dem Ort, in dem ich aufgewachsen bin, eine Band, die &#8220;Ghostriders&#8221; hie&#223;. Die musste man kennen und ich wusste, dass es die &#8220;Ghostriders&#8221; gibt, lange bevor ich wusste, was das &#252;berhaupt hei&#223;t. Sp&#228;ter brach mein Kontakt zu Geistern und ihren Fahrern j&#228;h ab. Die Ghostbusters haben mich nicht aufger&#252;ttelt und einen Ghostwriter habe ich auch nicht. Ich schreibe immer noch selbst und wenn mir dabei der Schwei&#223; in die Tastatur sickert, wie jetzt  (Altbau, 3. Stock, 35 Grad). Doch dann ist mir der Brooks Ghost 3 begegnet. Ein gespenstisch bequemer Schlappen. Und das Sch&#246;nste ist: ich durfte ihn testen, bevor es ihn in die L&#228;den geweht hat. Hier ist mein Testbericht:</p>
<p>Was bei Regierungen die 100-Tage Bilanz ist, ist f&#252;r Laufschuhe das Urteil nach den ersten 100 Kilometern. Erst dann kommt die Entscheidung: die guten an die F&#252;&#223;chen, die schlechten ins Schuhschr&#228;nkchen. Den Brooks Ghost 3 habe ich mir so ausgesucht, wie man unter gar keinen Umst&#228;nden Laufschuhe w&#228;hlen soll: Im Internet war ich auf der Suche nach einem Neutralschuh, der gut aussieht und an meine Entenf&#252;&#223;e passt. Das sind herzlich wenige Kriterien, aber f&#252;r mich im Grunde die entscheidenden.</p>
<p>Brooks-Schuhe haben oft eine sch&#246;n gro&#223;e Zehenbox, weshalb ich ein Brooks Fan bin. Diese Passform ist etwas f&#252;r meine F&#252;&#223;e. Alles, was ich &#252;ber den Ghost 3 gelesen hatte, klang so, als k&#246;nnte das <em>mein</em> Schuh sein. Und das Damenmodell war weder rosa noch hellblau. Ein kleines Wunder. (Frauenlaufschuhe sind farblich gern so gestaltet, als k&#246;nnte man damit bestenfalls zum n&#228;chsten Nagelstudio t&#228;nzeln.)</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Brooks-Ghost-4.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2474" title="Brooks Ghost 4" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Brooks-Ghost-4.jpg" alt="Brooks Ghost 4" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Also habe ich mich als Testl&#228;uferin beworben, ohne den Schuh auch nur ein einziges Mal am Fu&#223; gehabt zu haben. Da der Ghost 3 ein brandneues Update ist, war das auch gar nicht m&#246;glich. Aber auch nicht n&#246;tig – Brooks Laufschlappen und meine F&#252;&#223;e, das  ist wie Charles und Camilla, Hinz und Kunz, Marathonl&#228;ufer und Weizenbier. Als der Ghost 3 eintraf, sa&#223; er wie spezialangefertigt. Zum Entsetzen meiner Kollegen lief ich den ersten Kilometer im B&#252;roflur auf und ab. Liebe auf den ersten Blick kann nicht warten.</p>
<p>Nach 11 Jahren Laufen ist der Ghost 3 mein erster Neutralschuh. Laufanalysen bescheinigten mir eine moderate &#220;berpronation und ich meinte es immer gut mit mir und meinen F&#252;&#223;en und habe mir deshalb ausschlie&#223;lich Schuhe mit Support zugelegt. Ich lief nicht schlecht damit. In den letzten Wochen bin ich allerdings experimentierfreudiger geworden. Was ich suche, ist mehr Leichtigkeit und weniger Schuh. Der Ghost 3 gibt mir genau das. Seit dem ersten Schritt f&#252;hlt er sich leicht und angenehm an. Der Name ist geschickt gew&#228;hlt – wenn ich den Ghost trage, schwebe ich wie Hui Buh &#252;ber den Asphalt. Das liegt nicht nur daran, dass er federleicht ist, er ist auch praktisch nicht zu h&#246;ren. F&#252;r jemanden, vor dessen donnerndem Laufschritt f&#252;r gew&#246;hnlich alle Enten im Park Rei&#223;aus nehmen, eine echte Offenbarung.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Brooks-Ghost-2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2475" title="Brooks Ghost 2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Brooks-Ghost-2.jpg" alt="Brooks Ghost 2" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Meinen ersten Testlauf &#252;ber 8 km absolviere ich auf einem einfachen Feldweg. Wenn ich Pech habe, verkrampft sich bei neuen Laufschuhen meine Fu&#223;sohle nach den ersten Kilometern. Das ist oft der Fall. Wenn ich sehr viel Pech habe, l&#228;sst dieses Krampfen auch nach vielen L&#228;ufen nicht nach. Meine F&#252;&#223;e lehnen die Schuhe einfach ab. Das passiert zum Gl&#252;ck weniger oft. Im Brooks Ghost 3 r&#228;kelt sich der Fu&#223; wohlig beim Laufen. Von Stress keine Spur. Ich rolle leicht und weich ab, aber keinesfalls zu weich. Der Schuh ist nie zu schwammig, sch&#246;n fest und stabil im Mittelfu&#223;. Nach dem ersten Test bin ich bereits ungeheuer optimistisch. Der n&#228;chste Lauf wird ein 20er auf Asphalt. Auch hier entt&#228;uscht der Ghost 3 nicht, er gibt mir im Gegenteil ein neues leichtes Gef&#252;hl auf hartem Untergrund. Abrollverhalten Note 1. Mit gleicher Bravour meistert der Schlappen einen Berglauf mit heftigen Steigungen und Gef&#228;lle auf Waldwegen. Die Frisur sitzt, der Brooks auch. Wer mich so treu begleitet, darf nat&#252;rlich auch mit in den Urlaub. Weder der irische Regen, noch aufgeweichte Waldwege bringen den Ghost 3 ins Schleudern.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Brooks-Ghost-3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2476" title="Brooks Ghost 3" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Brooks-Ghost-3.jpg" alt="Brooks Ghost 3" width="512" height="358" /></a></p>
<p>Easy running auf allen Strecken. Keine Druckstelle, keine Eingew&#246;hnungsphase. Ich bin sicher, ich habe <em>meinen</em> Schuh gefunden. Er wird meine langen Marathonvorbereitungsl&#228;ufe mit mir bestreiten und meinen Herbstmarathon ebenso. Nie war Hui Buh schneller.</p>
<p><span style="color: #b8986f;">Anmerkung zum Schluss:</span><span style="color: #b8986f;"> </span>Wie schreibt man &#252;ber einen Schuh, den man unbedingt haben wollte und den man dann von dem Schuhhersteller geschenkt bekommt? Das kann ja nur positiv sein, oder? Aber was w&#228;re gewesen, wenn ich Blasen bekommen h&#228;tte und der Schuh mir einfach nicht behagt h&#228;tte? Auszuschlie&#223;en ist das ja nie. H&#228;tte ich ihn dann auch gelobt? Bevor der Schuh kam, habe ich mir dar&#252;ber Gedanken gemacht. Sicher h&#228;tte ich &#252;ber die positiven Seiten des Schuhs geschrieben. Aber ich h&#228;tte auch geschrieben: F&#252;r mich ist er leider nichts. Wenn ich den Eindruck gehabt h&#228;tte, er w&#228;re schlecht verarbeitet oder seltsam geschnitten, h&#228;tte ich auch das geschrieben. Ich w&#252;rde alle Glaubw&#252;rdigkeit verlieren, wenn ich das nicht t&#228;te. Aber selbst dann k&#246;nnte ein Schuh, der mir &#252;berhaupt nicht behagt, der perfekte Schuh f&#252;r euch sein – und umgekehrt. Unsere F&#252;&#223;e sind nun einmal v&#246;llig verschieden. In diesem Sinne ist mein Testbericht als eine ganz pers&#246;nliche Erfahrung zu verstehen.</p>
<div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #f4a460; border-left-color: #f4a460; border-right-color: #f4a460; border-bottom-color: #f4a460; background-color: #dcdcdc; ">Auf der Seite von <a href="http://www.brooksrunning.de/396756/860/de/Ghost-3.html" target="_blank">Brooks</a> gibt es mehr Infos &#252;ber den Ghost 3.</div>

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		<title>Auf den Spuren von St. Patrick.</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 13:39:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schnipsel]]></category>
		<category><![CDATA[Irland]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Sch&#246;nste am Laufen ist das Woanderslaufen. Neue Strecken entdecken, ein neues Laufgef&#252;hl bekommen. Besonders aufregend ist das Laufen in einem anderen Land. Im Urlaub k&#228;mpft so mancher L&#228;ufer mit Hitzewellen und &#252;berlaufenen Strandpromenaden. Oder mit religi&#246;sen Gegebenheiten (in Istanbul habe ich als Frau lieber mal die langen Hosen gew&#228;hlt). In Irland ist dagegen alles ganz einfach. Es gibt Regen und Wind. Also gute alte Bekannte aus Deutschland.]]></description>
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<p style="text-align: left;">Das Sch&#246;nste am Laufen ist das Woanderslaufen. Neue Strecken entdecken, ein neues Laufgef&#252;hl bekommen. Besonders aufregend ist das Laufen in einem anderen Land. Im Urlaub k&#228;mpft so mancher L&#228;ufer mit Hitzewellen und &#252;berlaufenen Strandpromenaden. Oder mit religi&#246;sen Gegebenheiten (in Istanbul habe ich als Frau lieber mal die langen Hosen gew&#228;hlt). In Irland ist dagegen alles ganz einfach. Es gibt Regen und Wind. Also gute alte Bekannte aus Deutschland. Allerdings ist die Szenerie daf&#252;r oft um ein vielfaches sch&#246;ner. Die nachfolgenden Bilder habe ich euch aus dem Westen Irlands mitgebracht.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/DSC04210.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2467" title="DSC04210" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/DSC04210.jpg" alt="DSC04210" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2442" title="Irland 1" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-1.jpg" alt="Irland 1" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2443" title="Irland 2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-2.jpg" alt="Irland 2" width="541" height="405" /></a></p>
<p style="text-align: center; "><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-31.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2482" title="Irland 3" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-31.jpg" alt="Irland 3" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center; "><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-42.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2483" title="Irland 4" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-42.jpg" alt="Irland 4" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-5.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2448" title="Irland 5" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-5.jpg" alt="Irland 5" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-61.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2484" title="Irland 6" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-61.jpg" alt="Irland 6" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-71.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2485" title="Irland 7" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-71.jpg" alt="Irland 7" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-7a.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2452" title="Irland 7a" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-7a.jpg" alt="Irland 7a" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-8.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2453" title="Irland 8" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-8.jpg" alt="Irland 8" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-9.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2455" title="Irland 9" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-9.jpg" alt="Irland 9" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-101.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2487" title="Irland 10" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-101.jpg" alt="Irland 10" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-111.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2488" title="Irland 11" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-111.jpg" alt="Irland 11" width="512" height="384" /></a><br />
<a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-12.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2458" title="Irland 12" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-12.jpg" alt="Irland 12" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: left;">In den Jahren 2006 und 2008 war ich schon einmal in Irland. Damals entstanden in der Gegend der Laufstrecke des <a href="http://www.connemarathon.com/" target="_blank">Connemara Marathon</a> einige besonders sch&#246;ne Bilder. Die Landschaft ist nat&#252;rlich auch heute unver&#228;ndert gro&#223;artig. Gut hinsehen &#8211; das laufende Wesen in the middle of nowhere bin ich.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-3-2006.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2459" title="Irland 3 2006" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-3-2006.jpg" alt="Irland 3 2006" width="512" height="354" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-1-2006-.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2460" title="Irland 1 2006" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-1-2006-.jpg" alt="Irland 1 2006" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-5-2006.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2461" title="Irland 5 2006" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-5-2006.jpg" alt="Irland 5 2006" width="480" height="360" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-5-2008.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2462" title="Irland 5 2008" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Irland-5-2008.jpg" alt="Irland 5 2008" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Stevie-Irland-2006.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2463" title="Stevie Irland 2006" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/07/Stevie-Irland-2006.jpg" alt="Stevie Irland 2006" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: left;"><div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #c0c0c0; border-left-color: #c0c0c0; border-right-color: #c0c0c0; border-bottom-color: #c0c0c0; background-color: #fdf5e6; ">Wer auf einen Volkslauf in Irland Lust bekommen hat, kann sich hier einen sch&#246;nen suchen: <a href="http://www.runireland.com/" target="_blank">http://www.runireland.com/</a></div></p>

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		<title>Frau Schmitt, das Bergfr&#228;ulein.</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Jun 2010 18:49:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[A - F]]></category>
		<category><![CDATA[Eppstein]]></category>
		<category><![CDATA[Laufberichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Eppstein kenne ich von Katja. Sonst eigentlich nicht. Ich war noch nie dort, auch nicht zum Volkslaufen. Dabei h&#228;tte ich bereits 24-mal die Gelegenheit gehabt. So oft hat der Eppsteiner Burg-Lauf n&#228;mlich schon stattgefunden. (...)]]></description>
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<p>Eppstein kenne ich von Katja. Sonst eigentlich nicht. Ich war noch nie dort, auch nicht zum Volkslaufen. Dabei h&#228;tte ich bereits 24-mal die Gelegenheit gehabt. So oft hat der Eppsteiner Burg-Lauf n&#228;mlich schon stattgefunden. Rechtzeitig bevor der 25. Lauf ansteht, kontaktiert mich Manfred Helbig vom TSG Eppstein und sagt mir, dass er nie, nie, nie wieder auf meine Website geht, wenn ich nicht auch mal nach Eppstein komme. (Das sagt er nat&#252;rlich nicht wirklich, aber es steht zu bef&#252;rchten.) Ein Jubil&#228;umslauf ist eine wichtige Sache. Wenn man dazu eingeladen wird und geht nicht hin, ist das ganz schlecht f&#252;r’s Laufkarma. Ich sage sofort zu.</p>
<p>Der Eppsteiner Burg-Lauf ist 7.777 Meter lang, das entspricht einer Altdeutschen Meile. Bei offiziellen Vermessungen ergab die Strecke auch schon mal 7.685 Meter. Das macht aber nichts, denn die Altdeutsche Meile ist streng genommen sowieso nur 7.532,484 Meter lang. Dieses Durcheinander ist an sich schon kurios genug, um den Lauf ins Herz zu schlie&#223;en. Im Jahr 1986 dachten sich die Eppsteiner einfach: 10er kann jeder. Au&#223;erdem ist unser Terrain so h&#252;gelig, dass man ohnehin nur Zeiten laufen kann, die mit nichts zu vergleichen sind. Dann kann man auch gleich eine wahrhaft unvergleichliche Strecke bauen. Das ist in jeder Hinsicht gelungen. Aber dazu sp&#228;ter mehr.</p>
<p>Der Lauf findet traditionell an einem Freitagabend statt. Einer der Gr&#252;nde, weshalb ich noch nie in Eppstein war. Mein innerer Volkslauf-Wecker klingelt einfach Sonntags morgens. Freitags abends l&#228;utet eher der Biergarten- oder Couch-Wecker. Aber egal. Heute ist eben alles etwas anders. Sogar meine Anfahrt – ich nehme die S-Bahn in den Taunus. Geht prima. Vom Bahnhof aus arbeite ich mich zum Sportplatz am Bienroth hoch. Das ist bereits eine stramme Steigung und ich ahne, worum es hier geht. Unterwegs begegnet mir die Burg, die dem Lauf ihren Namen gibt und ich finde schon jetzt alles gro&#223;artig.</p>
<p><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Bild-13.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-2419" title="Bild 13" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Bild-13.png" alt="Bild 13" width="393" height="200" /></a></p>
<p>Oben angekommen lande ich an einem idyllisch gelegenen, sonnigen Sportplatz mit einem kleinen Vereinsheim. Schon jetzt gibt es Bratwurst, Pommes und Bier und ich &#252;berlege, ob ich &#252;berhaupt noch laufen soll. Was sollte ein Paradies noch paradiesischer machen?</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Atmo.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2420" title="Eppstein Atmo" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Atmo.jpg" alt="Eppstein Atmo" width="512" height="384" /></a>Ich melde mich an und darf mich wie ein VIP f&#252;hlen. Eine Welle von Freundlichkeit &#252;berrollt mich. Warum war ich eigentlich nicht fr&#252;her schon in Eppstein? Die Startnummer sieht ein bisschen aus, als h&#228;tte sie ebenfalls 25stes Jubil&#228;um – eine Bip Chip Nummer, die mehrfach verwendet wird. Das ist im Sinne der Umwelt und deshalb v&#246;llig in Ordnung. Ich treffe nette Laufkollegen und wir plaudern. Danach inspiziere ich den Platz. F&#252;r einen Lauf um 19:30 Uhr wurde hier in den G&#228;nsebl&#252;mchen tats&#228;chlich ein fulminantes Kuchenbuffet aufgebaut. Damit wurde ich bereits im Vorfeld gelockt, aber ich wollte es kaum glauben. Vegetarische Kuchenallergiker d&#252;rfen sich au&#223;erdem an K&#228;sebr&#246;tchen und Melonen laben.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Kuchenbuffet.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2421" title="Eppstein Kuchenbuffet" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Kuchenbuffet.jpg" alt="Eppstein Kuchenbuffet" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Verpflegung.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2422" title="Eppstein Verpflegung" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Verpflegung.jpg" alt="Eppstein Verpflegung" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Obendrein ist hier ein Massagezelt aufgebaut. Donnerwetter. W&#228;hrend auf dem Rasen die Aufw&#228;rm&#252;bungen starten, entdecke ich in einer Ecke gepflanzte Buchstaben. Vermutlich das Grabmal des unbekannten L&#228;ufers. Was es hier alles gibt!</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Massage.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2423" title="Eppstein Massage" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Massage.jpg" alt="Eppstein Massage" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-TSG.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2424" title="Eppstein TSG" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-TSG.jpg" alt="Eppstein TSG" width="512" height="384" /></a>Die Sonne scheint noch immer kr&#228;ftig, als p&#252;nktlich der Startschuss f&#228;llt. Ich fange sofort an zu gr&#252;beln. Wie l&#228;uft man 7,777 km? Vor allem: diese 7,777 km? Das Streckenprofil habe ich mir zwar angesehen, aber es sah so verd&#228;chtig harmlos aus. Kurz hoch, dann runter, runter, runter, dann irgendwie, dann wieder hoch, hoch, hoch.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/eppstein-profil.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2425" title="eppstein profil" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/eppstein-profil.jpg" alt="eppstein profil" width="500" height="375" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Auf dem Asphalt sind &#252;berall hellblaue F&#252;&#223;e aufgemalt. Sie sind die Eppsteiner Version der blauen Linie und zeigen die Strecke an. Mein Gr&#252;beln wird sofort gestoppt, da es gleich ins Eingemachte geht. Das Eingemachte kommt in Form einer Steigung, die auf der Karte viel k&#252;rzer und harmloser aussah. Aber so richtig lang ist sie dann doch nicht (was ist bei 8 km schon lang?) und es geht bald ordentlich bergab. Wie soll ich denn das nun wieder laufen? Ins Tal zu st&#252;rzen wie ein Wasserfall macht wenig Sinn. Schlie&#223;lich muss man das alles wieder hoch. Andererseits scheint das einer der wenigen Abschnitte zu sein, wo man ein bisschen Gas geben kann. Zu bl&#246;d aber auch, dass ich die Strecke noch nie gelaufen bin! Ich rolle ein wenig verhalten durch den Wald nach unten. Der Sache hier ist nicht zu trauen. Immer wieder lauert uns ein kleiner Stich nach oben auf.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Fu&#223;.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2426" title="Eppstein Fu&#223;" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Fu&#223;.jpg" alt="Eppstein Fu&#223;" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Wo sind denn &#252;berhaupt die Kilometer-Schilder? Eigentlich egal, die nutzen hier sowieso nichts. Nach etwa 2,5 Kilometern bin ich unten in der Altstadt. Hier muss eine kleine Runde zwei Mal durchlaufen werden. Als ich die erste Runde starte, fegt bereits eine dunkelh&#228;utige Sch&#246;nheit auf ihrer zweiten vorbei. Ich seufze ein bisschen. Die Altstadt hatte ich mir eigentlich ganz beschaulich vorgestellt. An der Burg vorbei, dumdideldum, den Zuschauern freundlich zul&#228;cheln und sich vom Fachwerk bescheinen lassen. Dabei Kr&#228;fte sammeln f&#252;r den R&#252;ckweg nach oben. Die Burg-Runde erweist sich allerdings als ein Wolf im Altstadt-Pelz. Nach einigen Metern &#252;ber Kopfsteinpflaster geht es pl&#246;tzlich kr&#228;ftig bergauf. Noch immer sind es &#252;ber 25 Grad und mein Kopf verwandelt sich langsam in eine &#252;berdimensionale Tomate. Die Steigung, die auf der Profilkarte geradezu l&#228;cherlich aussah, ist eine echte Herausforderung. Mit etwa 35 H&#246;henmetern auf 400 Metern hat man durchaus etwas zu tun. Als Sahneklecks endet die Steigung in einigen Treppenstufen. Der ganze Spa&#223; muss danach ein nocheinmal durchlaufen werden. Als wir ein zweites Mal an die Treppe des Grauens kommen, haben viele den Laufschritt aufgegeben und gehen. Auch ich mag die Stufen nicht hochlaufen. Ne ne ne.</p>
<p>Vielleicht, so &#252;berlege ich, ist das alles nur ein 25 Jahre alter Druckfehler. Statt Burg-Lauf sollte es eigentlich Berg-Lauf hei&#223;en, aber irgendwann war es zu sp&#228;t, etwas daran zu &#228;ndern. Und schlie&#223;lich hat ja auch schon Andre Rieu gesagt, er s&#228;he keinen Unterschied zwischen „U“ und „E“.</p>
<p>Danach hei&#223;t es „Tsch&#252;ss Burg“ und wir haben wieder 2,5 km Anstieg vor uns. Wirklich, wer sich diese Strecke ausgedacht hat, muss viel Humor haben. Falsch, erkl&#228;rt man mir sp&#228;ter. Man habe hier keinen Humor, sondern topographische  Begebenheiten. Das sei etwas v&#246;llig anderes. Allerdings glaube ich bei dieser Erkl&#228;rung ein ganz leises Kicherger&#228;usch vernommen zu haben.</p>
<p>Der R&#252;ckweg, den ich mir so schwierig vorgestellt hatte, ist dann aber psychologisch viel einfacher zu bew&#228;ltigen, als die Altstadt-Runden. Man taucht wieder in den Wald ein und dort ist es deutlich k&#252;hler. Auf dem Waldweg l&#228;sst sich auch wieder ein Hauch von Rhythmus finden und man kann sich nach oben walzen, wie man es auch schon auf vielen anderen Strecken getan hat. Ganz zum Schluss geht es fast 500 Meter so steil bergab, dass man aufpassen muss, die Strecke nicht auf dem Bauch liegend zu beenden. Wie gesagt, der Lauf hat eine Menge kom&#246;diantische Aspekte.</p>
<p>Bei 47:03 komme ich ins Ziel. Keine Ahnung, was diese Zeit bedeutet. Sp&#228;ter erfahre ich, dass man damit 46. Frau von 90 wird, 20. der Altersklasse von 38. Hier treten fast nur L&#228;uferinnen und L&#228;ufer an, die Steigungen lieben und sie vor der Haust&#252;r haben. Wolfgang M&#252;nzel, Organisationsdirektor der World-Mountain-Race-Association, der seit 1990 als damaliger Berglaufmeister den Streckenrekord von 24:58 h&#228;lt, hat die Schirmherrschaft f&#252;r diesen 25. Burg-Lauf &#252;bernommen. H&#228;tte ich mich mal anst&#228;ndig informiert, h&#228;tte ich besser gewusst, was auf mich zukommt. Jetzt habe ich jedenfalls eine Benchmark. Vielleicht ist das &#252;berhaupt der Trick der Eppsteiner: wer einmal da war, wird wieder kommen. Damit er seine Zeit wenigstens mit irgendetwas vergleichen kann.</p>
<p>Im Ziel schwitze ich. Und schwitze. Und schwitze. Ich denke, ich werde wohl nie mehr aufh&#246;ren k&#246;nnen zu schwitzen. Als Zielverpflegung gibt es Zitronentee in einem gro&#223;en Gerippten (f&#252;r Nicht-Hessen: einem Apfelweinglas), das man mit nach Hause nehmen darf. So sehr man vom Veranstalter mit der urkomischen Strecke gepeinigt wird, so liebevoll wird man daf&#252;r auch wieder entsch&#228;digt.</p>
<p><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/&#196;pplerglas.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2427" title="&#196;pplerglas" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/&#196;pplerglas.jpg" alt="&#196;pplerglas" width="384" height="512" /></a>W&#228;hrend die Jubil&#228;ums-Ehrungen f&#252;r den besonders wackeren harten Kern des Vereins folgen, esse ich um etwas 21 Uhr erst einmal ein St&#252;ck Kuchen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Ehrung.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2428" title="Eppstein Ehrung" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Ehrung.jpg" alt="Eppstein Ehrung" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Kuchen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2429" title="Eppstein Kuchen" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Kuchen.jpg" alt="Eppstein Kuchen" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Die Bierb&#228;nke bleiben gut besetzt, keiner eilt zu famili&#228;ren Verpflichtungen nach Hause, wie am Sonntag Mittag. Nach der Siegerehrung spielt die Band „Faltenrock“ auf, ein paar Herren, deren Zeit in der M30 schon eine Weile zur&#252;ckliegen d&#252;rfte. Damit und mit ihrem Repertoire passen sie hervorragend zu den anwesenden L&#228;ufern und die Stimmung ist friedlich und gro&#223;artig.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Siegerehrung.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2430" title="Eppstein Siegerehrung" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Siegerehrung.jpg" alt="Eppstein Siegerehrung" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Faltenrock.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2431" title="Eppstein Faltenrock" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Eppstein-Faltenrock.jpg" alt="Eppstein Faltenrock" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Kurz vor 23 Uhr breche ich m&#252;de und vollkommen zufrieden mit mir und der Welt vom Sportplatz auf. Ein Laufkollege nimmt mich sogar mit zur&#252;ck in die Stadt. Wunderbar.</p>
<p>Ich steige an der Alten Oper in Frankfurt aus und beschlie&#223;e, noch ein paar Schritte zu meinem Fahrrad an der Konstabler Wache zu gehen. Es ist Opernplatzfest und ich bahne mir den Weg durch Alkohol und Rauchschwaden. Auf der Fressgass hinter dem Platz schreit mich ein gut gekleideter Mann von der Seite an. „Ich befehle Dir!“. Ich frage ihn nicht, was und er verr&#228;t es mir auch nicht. Er br&#252;llt noch einmal, dass er mir etwas befiehlt und geht dann schnell weiter. Vor mir knickt eine junge Frau in abenteuerlich hohen High-Heels um. Eine andere br&#252;llt in ihr Handy, dass die Verbindung so schlecht sei. Dann versucht sie ihren Freund, der weit vor ihr herl&#228;uft, dazu zu bewegen, langsamer zu gehen. Doch der dreht sich zu ihr um und schreit: „Geh doch rumhuren, du Hure.“ Auf der Zeil sind gef&#252;hlte 70% der Menschen, die mir entgegenkommen, vollkommen betrunken. Entfesselte Spanien-Fans feiern ihren Sieg beim Fu&#223;ball-Match mit Vuvuzelas. Ich setze ein irres L&#228;cheln auf und hoffe, damit ausreichend bewusstseinsgetr&#252;bt zu wirken, um nicht weiter aufzufallen. Eine kleine Gruppe etwa 20-j&#228;hriger kommt mir entgegen. Darunter zwei eingehakte Frauen. Als sie etwa auf meiner H&#246;he sind, ruft die eine „Wir m&#252;ssen pissen!“ Auch in Eppstein wurde Bier ausgeschenkt, aber keiner wollte mich &#252;ber seine Notdurft-Lage informieren.</p>
<p>Zuhause angekommen scheint es mir, als w&#228;ren kleine Volksl&#228;ufe im Allgemeinen und solche in Eppstein im Besonderen eines der wenigen Mittel, um f&#252;r den Wahnsinn des Alltags wieder eine Weile gest&#228;rkt zu sein.</p>
<p><em> <div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #cd853f; border-left-color: #cd853f; border-right-color: #cd853f; border-bottom-color: #cd853f; background-color: #ffefd5; "><em>&#220;brigens: beim Eppsteiner Burg-Lauf gibt es auch eine Kinder-Staffel und  einen Nordic-Walking-Wettbewerb. Mehr Infos unter: </em><a href="http://www.eppsteiner-burglauf.de" target="_blank"><em>www.eppsteiner-burglauf.de</em></a></div></em></p>
<div style='margin-top:2px;margin-bottom:2px;width:425px;font-family:Arial,Helvetica,sans-serif;font-size:9px;color:#535353;background-color:#ffffff;border:2px solid #ee5500;font-style:normal;text-align:right;padding:0px;padding-bottom:3px !important;'><iframe width='425' height='544' border='0' src='http://www.runmap.net/route/424650/widget?width=425&amp;height=350&amp;extended=true&amp;maptype=1&amp;unit=km&amp;redirect=no&amp;distance_markers=always' frameborder='0' marginheight='0' marginwidth='0' scrolling='no'></iframe><br />Laufroute <a style='color:#ee5500; text-decoration:underline;' href='http://www.runmap.net/route/424650'>424650</a> &#8211; powered by <a style='color:#ee5500; text-decoration:underline;' href='http://www.runmap.net'>Runmap</a>&nbsp;</div>

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		<title>Ist mir das peinlich!?</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 20:28:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schnipsel]]></category>
		<category><![CDATA[Five Fingers]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit einigen Tagen besitze ich Vibram Five Fingers. Zehenschuhe, die jeden einzelnen Zeh sichtbar machen und flach sind wie ein Socken. Jeder, der solche Schuhe besitzt, wei&#223;, wie sehr sie polarisieren. Die Reaktionen beim Anblick der Treter reichen von Begeisterung bis hin zu Entsetzen. Zugegeben, die F&#252;&#223;e sehen darin ein bisschen aus wie Mistgabeln. Aber irgendwie sehen sie darin auch einfach aus wie F&#252;&#223;e. (...)]]></description>
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<p>Seit einigen Tagen besitze ich Vibram Five Fingers. Zehenschuhe, die jeden einzelnen Zeh sichtbar machen und flach sind wie ein Socken. Jeder, der solche Schuhe besitzt, wei&#223;, wie sehr sie polarisieren. Die Reaktionen beim Anblick der Treter reichen von Begeisterung bis hin zu Entsetzen. Zugegeben, die F&#252;&#223;e sehen darin ein bisschen aus wie Mistgabeln. Aber irgendwie sehen sie darin auch einfach aus wie F&#252;&#223;e. So sind diese Dinger nun mal geformt. Und da wir sie jeden Morgen einseifen, sollte uns ihr Anblick mit den Jahren auch nicht mehr aus der Bahn werfen. Aber trotzdem ersch&#252;ttern die Five Fingers unsere Sehgewohnheiten.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Five-Fingers.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2410" title="Five Fingers" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Five-Fingers.jpg" alt="Five Fingers" width="512" height="394" /></a></p>
<p>Und nicht nur das. Sie sind peinlich. Viele Leute sagen mir das. Boah, voll peinlich. 10 Zentimeter Abs&#228;tze? Nicht peinlich. Schuhe, die so aussehen, wie solche, die es vor ein paar Jahren nur im Fetisch-Spezialversand gab? Schuhe, die unsere Zehen zusammenpressen und einschn&#252;ren wie einen Rollbraten? Null peinlich.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Bild-8.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-2412" title="Bild 8" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2010/06/Bild-8.png" alt="Bild 8" width="322" height="299" /></a></p>
<p>Komischerweise scheinen Dinge besonders peinlich zu sein, die mit unserer Gesundheit und unserer Innerlichkeit zu tun haben. Wohingegen unsere ganze Aufmerksamkeit auf &#196;u&#223;erlichkeiten gerichtet ist. Und das, was die Masse sagt. Im Restaurant nach vegetarischem Essen fragen ist ein bisschen peinlich. Die Haare nicht f&#228;rben ist peinlich. Keinen Alkohol trinken ohne triftigen Grund – mindestens uncool. Schuhe von Dr. Scholl waren peinlich, bis Gala, Grazia und co. &#252;ber sie berichteten. Seit neuestem sind Bauchtaschen wieder schwer im Kommen. Sagt die Instyle. Warum lassen wir uns von Madonna vorkauen, was wir gut finden?</p>
<p>Mich bringen die Reaktionen &#252;ber die Five Fingers zu Gr&#252;beln. Und ich denke dar&#252;ber nach, was in unserer Gesellschaft als peinlich gilt und was nicht. Ganz sch&#246;n verbl&#252;ffend.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Eher peinlich:</span></p>
<ul>
<li>Im Fr&#252;hjahr mit wei&#223;en Beinen und kurzen Hosen laufen gehen</li>
<li>Kein oder ein altes Auto haben</li>
<li>Mit einem Businessoutfit Fahrrad fahren</li>
<li>Walken</li>
<li>Die aktuellen Hits aus dem Radio nicht kennen</li>
</ul>
<p><span style="text-decoration: underline;">Eher nicht peinlich:</span></p>
<ul>
<li>Mit Jogginghosen auf die Stra&#223;e gehen</li>
<li>„Boah, war ich gestern voll!“ rufen</li>
<li>Keinen Sport betreiben und Fu&#223;ballspieler als Flaschen beschimpfen</li>
<li>An brennendem, mit Papier umwickelten getrockneten Tabak saugen</li>
<li>Porsche fahren</li>
</ul>
<p>Die Listen lassen sich bestimmt ziemlich lange fortsetzen. Wenn euch noch was einf&#228;llt, lasst es mich wissen. <img src='http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>

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