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	<title>Laufen-mit-frauschmitt</title>
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	<description>Laufen zum Lesen und Hören.</description>
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		<title>Eine Legende im Bücherregal.</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 22:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchgeschenke]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist wahr: Emil Zátopek ist eine Legende. Aber wie alle Legenden lebt er in der kollektiven Erinnerung als Klischee fort. „Fisch schwimmt, Vogel fliegt, Mensch läuft.“ Über die Person Emil Zátopek sagt das herzlich wenig. Gut, dass es einen Roman über sein bewegtes Leben gibt.]]></description>
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<p>Es ist wahr: Emil Zátopek ist eine Legende. Aber wie alle Legenden lebt er in der kollektiven Erinnerung als Klischee fort. Bei Emil Zátopek fällt sofort der Begriff „Tschechische Lokomotive“,  jeder Läufer weiß um Zátopeks eigenwilligen Laufstil, seinen Dreifachsieg über 5.000 Meter, 10.000 Meter und den Marathon bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki. Und dann gibt es da noch DEN Satz, der auf T-Shirts gedruckt, als Slogan von Laufvereinen benutzt und tausendfach zitiert, selbst schon fast eine Legende ist: „Fisch schwimmt, Vogel fliegt, Mensch läuft.“ Über die Person Emil Zátopek sagt das alles herzlich wenig.</p>
<p>Christopher McDougall widmet Zátopek in „<a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/born-to-run/">Born to Run</a>“ einen längeren Abschnitt und beschäftigt sich dabei mit seinem Charakter. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse, stellt McDougall fest, könnte genau dieser Charakter gewesen sein. Ein durch und durch mitfühlender, freundlicher und sozial eingestellter Mensch war Zátopek, seine Ausgeglichenheit – zu diesem Schluss kommt McDougall, ermöglichte ihm, mit seinen Kräften richtig zu haushalten und sich frei von Feindseligkeiten auf das Wesentliche zu konzentrieren. In solchen Schilderungen wird das Klischeebild ein wenig gesprengt und das macht neugierig auf mehr.</p>
<p>Lange bin ich um das Buch „Laufen“ von Jean Echenoz herumgestrichen, einen Roman über Zátopek wollte ich eigentlich nicht lesen, viel lieber eine ordentliche Biografie. Doch in deutscher Sprache gibt es keine, und das obwohl Emil Zátopek ein bewegtes und filmreifes Leben geführt hat. Deshalb musste es eben doch der Roman sein, zumal der nur in den kleinen Ausschmückungen fiktiv wird, sich in der eigentlichen Geschichte jedoch im Wesentlichen an die Fakten hält.</p>
<p><iframe width="500" height="284" src="http://www.youtube.com/embed/L_ojRWiN0Dg" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Um es vorweg zu sagen: man erfährt auch hier nicht viel über die Gedanken und Gefühle Zátopeks. Das Buch ist ein kleines Bändchen, das man an einem Regentag in einem Rutsch durchlesen kann. Es lässt nicht viel Raum für innere Monologe, zumal es aus der Sicht eines unbestimmten fiktiven Zeitzeugen geschrieben ist, als würde ein alter Freund Emils berichten. Es beleuchtet aber einen Aspekt in Zátopeks Leben und Karriere besonders und allein das ist es wert, das Buch zu lesen. „Ein Sportleben in Zeiten der Diktatur“ könnte der Untertitel sein. Man erfährt, dass hier ein Läufer, der nichts anderes will, als laufen, in die Mühlen des Regimes der Tscheslowakei gerät, wie er benutzt, gegängelt, seiner Freiheit beraubt und bestraft wird. Und das, obwohl ihn die Menschen im In- und Ausland gleichermaßen verehren und er damit der Diktatur ein positives Bild zur Seite stellt. Von der Regierung wird er behandelt wie deren Eigentum. Sie bestimmt, wann er wo antreten darf und manipuliert Zátopeks Aussagen in Interviews schließlich so, dass er sich den Unmut des Auslands zuzieht und sogar ausgeladen wird.</p>
<p><iframe width="420" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/eTy2FdaP494" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Echenoz berichtet das alles mit ironischer Leichtigkeit. Seine Sprache ist sehr einfach und klingt manchmal ein bisschen naiv, so naiv und duldsam, wie auch Zátopek häufig dargestellt wird. Doch ein tumber Tor war der Tscheche keineswegs. Er sprach zahlreiche Fremdsprachen und war an der Welt interessiert. 1968 kletterte er auf einen sowjetischen Panzer und appellierte an die Soldaten, wieder nach Hause zu fahren. In Folge dessen ließ man ihn für lange Zeit in einem Uranbergwerk verschwinden und Strafarbeit verrichten.</p>
<p>Ganz nebenbei wird übrigens auch der ungeheure Trainingsfleiß Emils deutlich, bis zu 9.000 Trainingskilometer im Jahr soll er abgespult haben. Auch dazu gibt es wieder einen legendären Zátopek-Satz: „Mach’s Dir im Training schwer, dann wird es im Wettkampf leichter.“ Das Buch beschreibt den Aufstieg und den wechselhaften Ausklang seiner Karriere. Am Ende steht vor jedem Wettkampf das Unken – schafft er es noch einmal, sollte er nicht besser aufhören? Beim Lesen kommt man nicht umhin, an Haile Gebrselassie zu denken, ebenfalls längst eine Legende. Wenn Legenden sich nicht mehr auf ihre Leistung verlassen können, ist immer etwas Tragisches dabei, obwohl das natürliche Nachlassen der Leistung gar keine Tragödie ist.</p>
<p>Mit seinem Kameradschaftsgeist und seinem freundlichen Wesen war Zátopek ein Sportler im besten Sinn, einer der mehr Aufmerksamkeit verdient hat, als über Sprüche auf T-Shirts. Ohne jede Übertreibung kann man ihn als den größten Läufer aller Zeiten bezeichnen, den einzigen, der jemals acht (!) Rekorde gleichzeitig hielt. Als Läufer sollte man am Besten grundsätzlich alle Bücher über Zátopek kennen. Ich hoffe sehr darauf, dass dieses nur den Anfang macht und sich bald jemand um eine Biografie bemüht, die so bunt und vielseitig ist, wie es Zátopek gebührt.</p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=laufemitfraus-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;asins=3833307102&#038;nou=1&#038;ref=tf_til&#038;fc1=000000&#038;IS2=1&#038;lt1=_blank&#038;m=amazon&#038;lc1=D57711&#038;bc1=000000&#038;bg1=F5EACE&#038;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Eine 49-minütige Dokumentation aus den 80er Jahren (deutsch):<br />
<iframe width="500" height="284" src="http://www.youtube.com/embed/t31Labhwubg" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Fotoquelle: Deutsche Fotothek</p>

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		<title>Erleuchtung in aschgrau.</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 20:29:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Laufberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Silvesterlauf Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Silvesterlauf Frankfurt11]]></category>
		<category><![CDATA[10km]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[Überall fanden in den letzten Stunden Silvesterläufe statt. Woher jedoch der Name „Silvesterlauf“ kommt, ist vielen Läufern nicht bekannt. Es geschah im Jahr 1731, als Sir William Edward Phileas Silvester, ein britischer Lord, am letzten Tag des Jahres beschloss, sich zu einem Waldlauf aufzumachen....]]></description>
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<p>Überall fanden in den letzten Stunden Silvesterläufe statt. Woher jedoch der Name „Silvesterlauf“ kommt, ist vielen Läufern nicht bekannt. Es geschah im Jahr 1731, als Sir William Edward Phileas Silvester, ein britischer Lord, am letzten Tag des Jahres beschloss, sich zu einem Waldlauf aufzumachen. Er hatte es sich einst als guten Vorsatz genommen, in diesem Jahr mit dem Laufen anzufangen und nun war es die letzte Gelegenheit, dieses Versprechen an sich selbst einzulösen. Leider regnete es an diesem Tage ungebührlich stark, so dass der Lauf zu einem vollen Misserfolg wurde. Silvester rutschte im schlammigen Wald aus und kehrte durchnässt, verdreckt und frustriert nach Hause zurück. Er ist seither nie wieder gelaufen. Zur Erinnerung an dieses wahrhaft einmalige Erlebnis werden Läufe am letzten Tag des Jahres nun „Silvesterlauf“ genannt. Überflüssig zu erwähnen, dass insbesondere europäische Läufer seither regelmäßig das Schicksal von Sir Silvester teilen und immer wieder und gerne am letzten Tag des Jahres im Regen laufen. Auch ich denke jetzt intensiv an den armen William, der heute vermutlich gar nicht erst aufgebrochen wäre. Es regnet, als würde man überall im Himmel bereits die Wasserflaschenkorken knallen lassen und beim Eingießen dauernd die Gläser verfehlen. Obendrein ist das Wolkendach in einem reizenden Aschgrau gehalten, eine Farbe, die meinem Teint nicht sehr schmeichelt, es sei denn, ich habe eine vom hitzigen Laufen leuchtend rote Murmel. Es hilft also nichts: ein roter Kopf muss her.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_0644.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3197" title="IMG_0644" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_0644.jpg" alt="IMG_0644" width="491" height="366" /></a></p>
<p>Mein Trainingspartner und ich sind in diesem Jahr herzlich wenig gelaufen, vor allem nicht volks. Verletzungsbedingt war wenig zu wollen. Nun ist „nichts wollen“ allerdings die höchste Stufe der Läufererleuchtung, die es grundsätzlich zu erlangen gilt. Nur wer, zumindest gelegentlich, nichts will, dem wird reichlich gegeben. Insofern sind wir gerade sehr nah am Status eines Lama, womit nicht das spuckende Tier gemeint sein soll, obwohl auch das eine gern genommene Bewusstseinsstufe des Läufers ist.</p>
<p>Willenlos parken wir, wie ferngesteuert finden wir uns bei der Anmeldung ein und schieben uns, von einem unsichtbaren Band gezogen, in die Umkleide. An einem solchen Tag darf man nicht nachdenken, sonst würde man niemals einen beheizten Autositz verlassen, um sich, auf einen Startschuss lauschend, in den strömenden Regen zu stellen. Wir laufen uns ein und es ist etwa so kuschelig wie an Deck eines Fischkutters in der winterlichen Nordsee. Wir laufen und laufen, damit wir nur nicht stehenbleiben müssen. Irgendwann lässt sich das aber kaum vermeiden und mit dümmlichem Hüpfen versuchen wir, nicht auszukühlen. Als im Blockstart endlich unsere Gruppe an der Reihe ist, bin ich ebenso froh wie durchnässt.</p>
<p>Obwohl es durch den Wald geht, sind weite Teile der Strecke asphaltiert, was den Pfützenslalom auf wenige schwierige Abschnitte begrenzt. Da ich aber ja erleuchtet bin, nehme ich keinerlei Manöver in rutschiges Unterholz in Kauf, um ein paar Sekunden zu sparen. Ich laufe vielmehr in Gedenken an William Edward Phileas, der, anders als ich, keine schicke Nike+ Uhr und kein so wärmendes Wams trug, wie ich heute. Außerdem trage ich einen Pferdeschwanz, der langsam immer schwerer wird. Mein Haar kann erfahrungsgemäß mühelos 7 bis 8 Liter Wasser aufnehmen. Diese im Nacken getragen, lassen mich erhobenen Hauptes laufen. Interessant. Der erste Kilometer gerät schneller als 5:30, das ist schneller, als ich will, obwohl ich ja eigentlich nichts will. Ich bremse ein wenig.</p>
<p>Die Strecke ist recht voll und ich kann gut Laufmoden-Watching betreiben. Der klare Gewinner unter den Kopfbedeckungen ist eine Einweg-Duschhaube, getragen von einem kräftigen Herren. Das ist stilsicher und kreativ. Weiterhin gefällt mir die Idee, nur einen Kompressionsstrumpf zu nehmen und damit der monströsen Gewohnheit der Waschmaschine, einzelne Socken in einem geheimen Salzsäurebottich unter der Trommel aufzulösen, selbstbewusst zu trotzen. Außerdem erfreuen mich jegliche Neonfarben (ein lautes „Ätsch!“ in Richtung des grauen Himmels), und nackte Beine, die bald von schlammbraunen Pünktchen übersät sind. Ich fließe einfach mit der Menge mit, schaue selten auf die Uhr und lausche dem hundertfachen „Pitsch, pitsch, pitsch“ auf nassem Weg. Viele Läufer bevorzugen dagegen ein „Mumpf, mumpf, mumpf“, das auf ihre Ohren donnert, was ich wieder einmal nicht verstehen kann. Was ist ein Volkslauf ohne Volkslaufgeräusche? Mein Leben soll kein Stummfilm sein und so eile ich offenen Ohres weiter durch den Wald. Die Strecke ist nicht weiter spektakulär und deshalb bleibt als Eindruck der mal klatschende, mal dampfende Regen und das bunte Band immer schwerer atmender Läufer, das sich wie ein einziger Organismus durch den Wald schlängelt.</p>
<p>Bei Kilometer sieben ist ein kleiner Hügel zu nehmen und zum ersten Mal fange ich an zu rechnen. Nun will ich ja nichts, aber wenn „nichts“ gleichbedeutend mit einer Zeit unter 55 Minuten wäre, wäre mir das jetzt dann schon lieb. Auf den letzten Kilometern geht es öfter mal leicht bergan, das muss man für das nichtsgleiche Ergebnis mitberechnen. Luft wäre allerdings da, sowohl in meinen Lungen, als auch in meiner Berechnung und deshalb könnte ich es versuchen. Dann hätte auf dem Zielfoto mein Teint auch die Farbe, die mit dem Himmelsgrau so gut harmoniert, das wäre ja schön, so für das letzte Foto des Jahres.</p>
<div id="attachment_3216" class="wp-caption aligncenter" style="width: 436px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/Silvesterlauf2.jpg"><img class="size-full wp-image-3216 " title="Silvesterlauf2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/Silvesterlauf2.jpg" alt="Silvesterlauf2" width="426" height="640" /></a><p class="wp-caption-text">Update: Hier isses, das obligatorische Bild mit den hektischen Flecken.</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p>Ich stürze also weiter vorwärts, aus dem Wald hinaus und an den Schienen entlang in Richtung Waldstadion, was nicht mehr Waldstadion heißt, sondern Dingsbums Arena (ich mag keine Bank in meinem Laufbericht haben) weil heute alles Arena heißt, während Stadion irgendwie unccol zu sein scheint. Das ist mir aber im Grunde alles egal, Hauptsache, da kommt bald das Ziel und Hauptsache, es gibt bald das beste alkoholfreie Weizen der Welt, was sich Faust nennt und von zwei enorm reizenden Herren ausgeschenkt wird. Ich stoppe die Uhr bei 54:13, das ist wirklich fein für ein mieses Training in einem verkorksten Laufjahr. Lange sollte man Bier und Banane (von Querbeet, die ebenfalls nicht genug zu loben sind) allerdings nicht im Freien genießen, denn die Erkältung klopft sonst schnell mit einem Hämmerchen an das erschöpfte Naseninterior.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_0641.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3201" title="IMG_0641" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_0641.jpg" alt="IMG_0641" width="461" height="344" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_0643.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3202" title="IMG_0643" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_0643.jpg" alt="IMG_0643" width="461" height="344" /></a></p>
<p>Nun muss, bevor der Kuchen als nächste Stufe der Belobigung winkt, nur noch eine Hürde genommen werden: die Damenumkleide. Ein Albtraum im Nebel. Ich bin sicher, ein einziger Besuch in einer handelsüblichen Damenumkleide mit 47 Frauen auf 11 Quadratmetern, die alle ihre Socken ausschütteln, sich feuchte Nebel unter die Achseln sprühen, mit aus furzenden Flaschen kriechender Lotion einölen und sich mit schlagbohrerlauten Haartrocknern ondulieren, würde selbst Casanova von weiteren Eroberungen abgehalten haben. Auch hier geht es um Geschwindigkeit: schnell raus hier. Zu viel Hautkontakt mit fremden Menschen ist auch nicht gesund.</p>
<p>Die Atmosphäre in der Sporthalle ist nicht eben gemütlich. Aber man gibt sich wie immer Mühe, die Läufer liebevoll zu verköstigen, was bei weit über 1.000 Teilnehmern eine Herausforderung darstellt. Doch Spiridon Frankfurt meistert das, wie überhaupt die gesamte Veranstaltung, mit Professionalität und Laune.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_0649.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3203" title="IMG_0649" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_0649.jpg" alt="IMG_0649" width="461" height="344" /></a></p>
<p>Wir mümmeln unseren Kuchen und starren dabei fassungslos auf eine entfesselte kleine Gruppe, die sich unmittelbar vor uns komplett umzieht und uns dabei mehr schwingende Körpermasse zeigt, als wir sehen wollten. Dann doch lieber die Damenumkleide. Oder am allerliebsten: den beheizten Autositz. Es ist Zeit, einen erleuchteten Lauf im Geiste von William Edward Phileas Silvester zu Hause weiter zu genießen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_0651.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3204" title="IMG_0651" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_0651.jpg" alt="IMG_0651" width="461" height="344" /></a></p>

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		<title>Terminologie des Laufens.</title>
		<link>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/winterlaufserie-lorsbach/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Nov 2011 16:35:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schnipsel]]></category>
		<category><![CDATA[20km]]></category>
		<category><![CDATA[Berglauf]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[Nahezu jeder ausgewachsene Läufer operiert heutzutage lässig mit Begriffen wie „Haglund-Ferse“ oder „Negative-Split“. Weitgehend unbekannt sind dagegen die Wörtlichkeiten, die das Laufen an und für sich betreffen. Hier kommt Aufklärung.]]></description>
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<p>Nahezu jeder ausgewachsene Läufer operiert heutzutage lässig mit Begriffen wie „Haglund-Ferse“ oder „Negative-Split“. Weitgehend unbekannt sind dagegen die Wörtlichkeiten, die das Laufen an und für sich betreffen. Hier kommt Aufklärung.</p>
<p>Es gibt drei verschiedene Arten des Laufens. 1. Das Laufenlaufen, 2. Das Volkslaufen und 3. Das Winterlaufen.</p>
<p><strong> Das Laufenlaufen</strong></p>
<p>Beim Laufenlaufen handelt es sich um rhythmisches Fuß-vor-Fuß-Setzen zum Zwecke des Konditionsaufbaus oder -erhalts, der Wampenschrumpfung, des gegengeschlechtlichen Beeindruckens, der Psychotherapievermeidung, der Sauerstoffversorgung letzter Gehirnzellen, der Peristaltikmassage, des Wutabbaus, der Begleitung des Toilettengangs von Hunden, der Besichtigung der örtlichen Flora und Fauna sowie des Hinauszögerns des Verlusts von Schönheit und Verstand. Laufenlaufen wird fälschlicherweise oft als „Laufen“ bezeichnet, ein Begriff, der gerade in Abgrenzung zu den anderen beiden Arten des Laufens als unzureichend gelten muss.</p>
<p><strong> Das Volkslaufen</strong></p>
<p>Zum Volkslaufen benötigt man im Gegensatz zum Laufenlaufen eine Menge Volk, auch „Feld“ genannt. Weitere Kennzeichen des Volkslaufens sind: ein Start, ein Ziel, eine Zeitnahme, hamsterbaugroße Umkleideräume, kalte Duschen, Bonnie Tyler und Streuselkuchen. Auch beim Volkslaufen setzt man rhythmisch und nacheinander die Füße auf den Boden, jedoch mit deutlich mehr bpm. Eine entscheidende Rolle spielt außerdem der linke Arm, der nach jedem Kilometer leicht abgewinkelt nach oben gehalten wird, damit der Läufer sehen kann, wie spät es ist. Volksläufer leben nicht nach dem Gregorianischen, sondern nach dem Volkslaufkalender des Deutschen Leichtathletikverbands.</p>
<p><strong> Das Winterlaufen</strong></p>
<p>Das Winterlaufen ist benannt nach Ortwin Friedewald Winter, der diese Art des Laufens im 13. Jahrhundert einführte. Es handelt sich dabei um ein erotisches Hilfsmittel, das Läufern über alle Jahreszeiten hinweg, in Schnee, Eis und Grau die Lust am Laufen erhalten soll. Nach mehreren Tumulten innerhalb von Stadtmauern, bei denen sich Flanierende über rhythmische Keuchgeräusche unverhältnismäßig leicht bekleideter Männer und Frauen beschwerten, findet das Winterlaufen heute in der Regel im Wald statt. Bis heute dient das Winterlaufen ausschließlich dem Lustgewinn, weshalb es von emotional entfesselten Winterlaufanhängern in einer fortlaufenden Serie ausgeübt wird.</p>
<p>Das alles habe ich natürlich nur <em>Wikipedes</em> entnommen, kann es aber aus eigener Anschauung unterstreichen. Die Winterlaufserie in Hofheim-Lorsbach zum Beispiel, an der ich heute für den sagenhaften Betrag von 4 Euro teilnahm, ist ein Quell der Lauflust und Freude. Ich wollte lieber laufen als Fotos machen, aber vielleicht geben die nachfolgenden Impressionen trotzdem den Hauch einer Ahnung. Ich bin noch immer beseelt von so viel Sauerstoff, Wald, Berg und Streuselkuchen. Aber am meisten davon, dass ich nach einem halben Jahr Pause das erste Mal wieder (fast) 20 km gelaufen bin. Die Frisur und die Ferse hält.</p>
<div id="attachment_3179" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0582.jpg"><img class="size-full wp-image-3179 " title="IMG_0582" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0582.jpg" alt="&quot;Alpenveilchen im Zwielicht&quot;, nach einem Gemälde von Ortwin Friedewald Winter" width="512" height="382" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Alpenveilchen im Zwielicht&quot;, nach einem Gemälde von Ortwin Friedewald Winter</p></div>
<div id="attachment_3182" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0584.jpg"><img class="size-full wp-image-3182 " title="IMG_0584" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0584.jpg" alt="Wer die traumatische, ähm traumhafte Steigung &quot;Himmelsleiter&quot; nicht verpassen möchte, muss hier rechts." width="512" height="382" /></a><p class="wp-caption-text">Wer die traumatische, ähm traumhafte Steigung &quot;Himmelsleiter&quot; nicht verpassen möchte, muss hier rechts.</p></div>
<div id="attachment_3183" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0588.jpg"><img class="size-full wp-image-3183 " title="IMG_0588" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0588.jpg" alt="Im Spätherbst beginnen die Becherbäume im Lorsbachtal zu knospen. Ein herrliches Schauspiel der Natur." width="512" height="382" /></a><p class="wp-caption-text">Im Spätherbst beginnen die Becherbäume im Lorsbachtal zu knospen. Ein herrliches Schauspiel der Natur.</p></div>
<div id="attachment_3184" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0589.jpg"><img class="size-full wp-image-3184 " title="IMG_0589" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0589.jpg" alt="Wer hier nicht gern läuft, muss unbemerkt verstorben sein." width="512" height="382" /></a><p class="wp-caption-text">Wer hier nicht gern läuft, muss unbemerkt verstorben sein.</p></div>
<div id="attachment_3185" class="wp-caption aligncenter" style="width: 392px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0591.jpg"><img class="size-full wp-image-3185 " title="IMG_0591" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0591.jpg" alt="In der Ferne die beinahe letzte, kurze Steigung." width="382" height="512" /></a><p class="wp-caption-text">In der Ferne die beinahe letzte, kurze Steigung.</p></div>
<div id="attachment_3181" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0587.jpg"><img class="size-full wp-image-3181 " title="IMG_0587" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0587.jpg" alt="Tee, süß und warm. Nach 6,4 und 14,8 Kilometern." width="512" height="382" /></a><p class="wp-caption-text">Tee, süß und warm. Nach 6,4 und 14,8 Kilometern.</p></div>
<div id="attachment_3186" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0593.jpg"><img class="size-full wp-image-3186 " title="IMG_0593" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0593.jpg" alt="Liebe. Wahnsinn. Advent." width="512" height="382" /></a><p class="wp-caption-text">Liebe. Wahnsinn. Advent.</p></div>

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		<title>Schuhbidu.</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Nov 2011 17:02:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Schuhe]]></category>
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		<description><![CDATA[In einem Cartoon von Martin Perscheid läuft eine Frau in der Wüste willenlos auf eine Fata Morgana zu. Das Trugbild ist allerdings keine Oase mit Cocktails und Palmen. Die Gute versucht vielmehr ein Schuhgeschäft zu stürmen. Martin Perscheid ist ein Frauenkenner, daran besteht kein Zweifel. Ich berichte heute – schon wieder – über ein neue Paar Schuhe: die Asics GEL-EXCEL33.]]></description>
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<p>In einem Cartoon von Martin Perscheid läuft eine Frau in der Wüste willenlos auf eine Fata Morgana zu. Das Trugbild ist allerdings keine Oase mit Cocktails und Palmen. Die Gute versucht vielmehr ein Schuhgeschäft zu stürmen. Martin Perscheid ist ein Frauenkenner, daran besteht kein Zweifel. Ich berichte heute – schon wieder – über ein neue Paar Schuhe: die Asics GEL-EXCEL33.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/Schuhbidu.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3156" title="Schuhbidu" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/Schuhbidu.jpg" alt="Schuhbidu" width="402" height="620" /></a></p>
<p>Ich bin stolze Besitzerin mehrerer Quelle-Kataloge aus den 60er und 70er Jahren. Damals hießen dort die Kleider und Blusen „Hildesheim“, „Meran“ oder „Neapel“, gelegentlich auch „Ortrud“ oder „Ludmilla“.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/Quelle.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3154" title="Quelle" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/Quelle.jpg" alt="Quelle" width="321" height="448" /></a></p>
<p>Wie oft habe ich mir schon gewünscht, ein Laufschuh könnte einfach „Boston“, „Haile“, oder von mir aus auch „Two Oceans“ heißen. Aber nein. Sie heißen S-Lab 2 XT Wings, ProGrid Peregrine, Air Pegasus+28, asiStar Raven 2 CP, Supernova Riot 3 GTX. Der neueste Zugang auf meinem Regal macht keine Ausnahme im Geschwurbel: er heißt Asics GEL-EXCEL33 und erinnert mich damit an eine überaus fiese Software. Die 33 hat allerdings eine hübsche Geschichte: sie ist begründet in den 33 Gelenken im menschlichen Fuß, die dieser Schuh berücksichtigt. Das versöhnt mich ein bisschen mit „Gel Excel“.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/Asics-33-11.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3158" title="Asics 33 1" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/Asics-33-11.jpg" alt="Asics 33 1" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Vor einigen Jahren wurde im Zielbereich eine Volkslaufs eine kleine Erhebung durchgeführt, man notierte die Laufschuhmarken der Zieleinläufer. Ein Mensch rief einem anderen die Namen zu. Das klang dann so: „Asics, Asics, Asics, Nike, Asics, Brooks, Asics, Nike, Saucony, Asics, Asics &#8230;“ Sie sind einfach beliebt, die japanischen Schlappen. Als Laufanfänger lernt man von vielen Schuhverkäufern schnell: mit Asics kann man nichts falsch machen. Das mag zwar so nicht unbedingt stimmen, denn natürlich passt nicht jeder Asics Schuh zu jedem. Aber es drückt im Kern etwas aus, das auch zu meiner Erfahrung passt: diese Schuhe haben eine ordentliche Passform, sind durchdacht und gut verarbeitet, halten in der Regel viel aus und das lange. Insbesondere Schuhe der 1000er oder 2000er Serie sind „Brot und Butter-Schuhe“. Solide und zuverlässig. Aber auch wenn ich die Schuhe gern mochte, richtig geliebt habe ich sie nie. Da ist etwas Distanziertes an dieser Marke, irgendetwas steht zwischen uns. „Run happy“ ruft Brooks seinen Läufern zu und diese zwei Wörtchen sagen so viel. „Sound mind, sound body“ sagt Asics und mir sagt das nichts. Asics Werbung ist so kühl, dass man sich für die Trailer auf Eurosport am besten ein Jäckchen bereit legt. „Anima Sana In Corpore Sano“, eine gesunde Seele (ein gesunder Geist) in einem gesunden Körper, bedeutet die Abkürzung Asics. Das spricht intellektuell an, aber das Herz geht leer aus.<br />
<iframe width="500" height="284" src="http://www.youtube.com/embed/j2bxq4rpyZI" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
Als ich hörte, dass Asics eine „Natural running“ Serie herausbringt, war ich sofort neugierig. Denn „Natural running“ ist etwas für’s Herz. Es bedeutet: mehr Bodenkontakt, mehr Leichtigkeit, mehr Gefühl. Wie wird Asics die Schuhe an die Läufer bringen? Wird es unsere verkopfte Beziehung zu Asics Schuhen mit mehr Gefühl anreichern? Asics gibt mir die Gelegenheit, den GEL-EXCEL33 zu testen, was mich immens freut.</p>
<p>Dieses Modell ist der Festeste aus der Serie, durchaus für leichte Überpronierer geeignet. Gerade habe ich ein Modell von Brooks mit einem ähnlichen Einsatzprofil im Gebrauch, den PureProject Cadence. Perfekt, die beiden im Wechsel zu tragen und zu vergleichen.</p>
<p>Die Optik des Schuhs ist wie immer Geschmackssache, ich finde sie sehr gelungen. Warum nicht mal schwarz? Dafür weit und breit kein rosa und hellblau. Prima. Ich schlupfe hinein und sie passen großartig. Der Fuß fühlt sich sicher und unaufdringlich umhüllt. Sie sind schön leicht: in Größe 41,5 285 Gramm. Der Brooks PureProject Cadence kommt in Größe 41 auf 230 Gramm. Schon beim Gehen merkt man, wie angenehm flexibel der Vorfußbereich gestaltet ist und wie leicht der Fuß abrollt. Die Sprengung des Schuhs (also der Höhenunterschied von Ferse zu Vorfuß) beträgt 10 mm, da kann nicht mal Natural-Running-Freak Matthias Marquardt meckern (tut er auch nicht, denn er ist Asics Partner).</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/Asics-33-2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3160" title="Asics 33 2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/Asics-33-2.jpg" alt="Asics 33 2" width="512" height="384" /></a><br />
Wenn man etwas über den Schuh liest, kommt wieder das zum Tragen, was Asics ausmacht: Technologie und eine etwas kühle Argumentation. Zwar ist von einem „unbeschwerten, ehrlichen Laufgefühl“ die Rede, aber dann gibt es da so etwas wie das „PROPULSION TRUSSTIC-System“ und die „GUIDANCE LINE“  und schwupp, ist es wieder da, das Asics-Frösteln. Ersteres ist trotzdem interessant: es arbeitet wie die Plantarsehne unter dem Fußgewölbe als Vorfußhebel, was für ein kräftesparendes Laufen sorgen soll. Toll, sowas brauche ich. All die Technologie (Details bitte direkt bei <a href="http://www.asics.de/running/Produkte/gel-excel33-men/" target="_blank">Asics</a> nachlesen), ist so angelegt, dass sie mit dem Fuß arbeitet, keinesfalls dagegen.</p>
<p>Genug Theorie. Zur Praxis. Zunächst eine kleine Kritik, die ich bei Asics Schuhen immer wieder loswerden muss: Wer breite Füße hat wie ich und die <a href="http://www.lauftipps.ch/optimale-laufausruestung/laufschuhe/fersenhalt-schnuerung/" target="_blank">Laufschuhschnürung</a> bevorzugt, für den sind die Schnürsenkel zu knapp bemessen. Der von mir geliebte Doppelknoten ist nicht mehr möglich. Ein altes Problem, über das ich immer wieder seufze. Also trete ich mal wieder zu meinem ganz eigenen Triathlon an: schnüren, seufzen, loslaufen.</p>
<div id="attachment_3162" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/PT.jpg"><img class="size-full wp-image-3162 " title="PT" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/PT.jpg" alt="Das PT (Ich kann das unmöglich nochmal ausschreiben)." width="512" height="512" /></a><p class="wp-caption-text">Das PT (Ich kann das unmöglich nochmal ausschreiben).</p></div>
<p>Das Vorfußgefühl ist auch beim Laufen sehr überzeugend. Der Fuß rollt super ab. Das fühlt sich großartig an. Im hinteren Mittelfuß ist aber irgendetwas, das mich stört. Der Fuß hat einen sehr guten Halt, das gefällt mir, trotzdem ist da etwas Festes, das sich starr anfühlt. Sollte ausgerechnet das PROPULSION TRUSSTIC-System den Fuß zu sehr stabilisieren?  Im Vergleich zum Brooks rollt demnach der ganze Fuß nicht so butterweich, wie ich es gern hätte. Ein deutlich hörbares Laufgeräusch bestätigt auch akustisch das Gefühl der Festigkeit.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/Asics-33-3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3163" title="Asics 33 3" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/Asics-33-3.jpg" alt="Asics 33 3" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;">
<div id="attachment_3164" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/Asics-33-4.jpg"><img class="size-full wp-image-3164 " title="Asics 33 4" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/Asics-33-4.jpg" alt="Da isses wieder: das PT im Mittelfuß." width="512" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Da isses wieder: das PT im Mittelfuß.</p></div>
<p>In vielen Testläufen habe ich allerdings festgestellt, dass der Schuh sich immer besser und weicher anfühlt, wenn man ein bisschen Gas gibt. Das ist natürlich relativ zu sehen, alles unter 6 Minuten/km ist bei mir derzeit schon „Gas“. Das bedeutet: zum Trotten ist der Schuh nicht ganz so passend, aber schon ein klein wenig Geschwindigkeit bringt seine Stärke zum Tragen: ein sauberes, angenehmes Abrollen bei großer Sicherheit. Auf Waldwegen, Schotter und Matsch gibt er enormen Halt und ist doch schön leicht und flexibel. Hier mag ich ihn lieber als auf Asphalt, wo der fluffige Cadence der König ist. Innerlich juble ich darüber, denn jetzt habe ich zwei paar Schuhe, die ganz und gar nicht schwammig sind, meinen Füßen aber eine gute Portion Freiheit und Flexibilität geben &#8211; und ich kann je nach Untergrund wechseln. Auffällig ist, dass die Schuhe mir warm vorkommen, durch das dichte Mesh pfeift der Wind nicht so sehr wie bei anderen Laufschlappen. Das ist mir aber für den Winter nur Recht.</p>
<p>Laufen war schon immer eine Gefühlssache, aber bei den neuen Natural Running Schuhen muss man mehr denn je in sich hineinhorchen, ob der Schuh zu einem passt oder nicht. Deshalb kann man kaum eine allgemeingültige Empfehlung geben. Fest steht: gerade für Läufer, die sich an diese Kategorie Schuh herantasten, die ein wenig Stütze und Sicherheit brauchen, kann der Asics GEL-EXCEL33 ein toller Einstieg sein. Man kann ihn richtig gern haben. Vielleicht sogar lieben. Und außerdem kann man ja bei Asics nichts falsch machen.<br />
<iframe width="500" height="284" src="http://www.youtube.com/embed/BtoG1oZaoNI" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
Abspann 1: Bei meinem 10. Testlauf mit dem 33 laufe ich an einem Weinladen vorbei. Auf einem Transparent steht „Probieren sie unsere 200 Weine“. Während ich noch überlege, ob ich mir dafür einfach mal einen Nachmittag frei nehme, passiert es: ich trete in einen Hundehaufen. Herzlich willkommen in meinem Laufleben, lieber Asics GEL-EXCEL33!</p>
<p>Abspann 2: Der GEL-EXCEL33 hat noch zwei leichtere, noch reduzierter aufgebaute Brüder: den GEL-HYPER33 und den GEL-VOLT33. Letzterer soll erst ab Februar 2012 in den üblichen Fachgeschäften zu haben sein.</p>

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		<title>Tiergeschichten.</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 13:07:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Marathon]]></category>

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		<description><![CDATA[Kein Zweifel: Joey Kelly ist nicht nur ein Musiker mit einer kuriosen Lebensgeschichte, er ist auch ein Tier. Die sportlichen Herausforderungen, denen er sich in den letzten Jahren gestellt hat, kann nur bewältigen, wer über eine ungeheure mentale Stärke verfügt. Mich macht so etwas neugierig. Deshalb habe ich Joey Kellys „Hysterie des Körpers“ gelesen. Eine Empfehlung.]]></description>
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<p>Kein Zweifel: Joey Kelly ist nicht nur ein Musiker mit einer kuriosen Lebensgeschichte, er ist auch ein Tier. Die sportlichen Herausforderungen, denen er sich in den letzten Jahren gestellt hat, kann nur bewältigen, wer über eine ungeheure mentale Stärke verfügt. Mich macht so etwas neugierig. Deshalb habe ich Joey Kellys „Hysterie des Körpers“ gelesen.</p>
<p>Der Titel – nun ja. Was nützt das schönste Buch, wenn es sich nicht verkauft. Deshalb bin ich mal nachsichtig gegenüber dieser sehr reißerischen Titelzeile. Überhaupt habe ich beschlossen, allem Sprachlichen gegenüber nachsichtig zu sein. Niemand erwartet von Joey Kelly, dass er ein großer Schriftsteller sein soll. Der Journalist Ralf Hermersdorfer hat seine Geschichte in der „Ich“-Fom aufgezeichnet und das ist aus meiner Sicht gut gelungen. Der Stil versucht, die einfache und deutliche Sprache, in der Joey spricht, einzufangen. Alles andere wäre auch albern. Zum Glück gelingt es, dabei etwas von dem unerschütterlichen Humor rüberzubringen, der Kelly eigen ist, wenn auch leider nur in Spuren.</p>
<p>Aufhänger und roter Faden des Buchs ist Joeys Deutschland Lauf: ein einsamer 900 km Marsch von Wilhelmshaven zur Zugspitze, bei dem der Athlet nur zu sich nehmen darf, was die Natur ihm bietet. Und das ist im September 2010 nicht eben viel. Neben reichlich unreifen Äpfeln gönnt sich Kelly unterwegs vor allem einzelne Kartoffeln, wenige Nüsse und Schnecken sowie einmal einen frisch überfahrenen Hasen. Für jemanden, der täglich etwa 50 Kilometer im strammen Marsch zurücklegt, ist das wenig Energie, vor allem viel zu wenig Eiweiß. Joey Kelly bezeichnet dieses Vorhaben darum auch als sein härtestes und schwierigstes. Wenn man weiß, dass der verrückte Ausdauerkünstler sonst auch schon mal 250 km durch die Wüste trabt oder 24 Stunden auf dem Laufband zubringt, will das etwas heißen.</p>
<p>Mich interessiert vor allem: was bewegt diesen Typen, was treibt ihn an? Nach dem „Warum“ frage ich nicht, diese Frage könnte man schließlich auch schon Marathonläufern stellen. Man macht es, weil es einem etwas gibt, das ist klar. Aber wer so extreme Dinge durchhält, muss etwas haben, das ihn bei der Stange hält.</p>
<div id="attachment_3140" class="wp-caption aligncenter" style="width: 491px"><a href="http://www.joeykelly.de/?page_id=6"><img class="size-full wp-image-3140  " title="Kelly Runs 1" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/Kelly-Runs-1.jpg" alt="Stationen einer Ultra-Sportlerkarriere" width="481" height="329" /></a><p class="wp-caption-text">Stationen einer Ultra-Sportlerkarriere</p></div>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.joeykelly.de/?page_id=6"><img class="aligncenter size-full wp-image-3144" title="Kelly Runs 2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/Kelly-Runs-2.png" alt="Kelly Runs 2" width="502" height="356" /></a></p>
<p>Nach dem Lesen des Buches, glaube ich, Kelly besser zu verstehen. &#8220;Der Lauf meines Lebens&#8221; ist der Untertitel des Buches. Das ist doppelsinnig gemeint. Zwischen den einzelnen Etappen des Deutschland-Laufs erzählt er aus seiner Kindheit. Was es bedeutet, ein Mitglied der Kelly-Family zu sein, lässt sich für einen Normalmenschen, der an einem Ort in einem Reihenhäuschen aufgewachsen ist, vermutlich nie ganz ermessen. Wie lebt es sich zu neunt in zwei Zimmern in einer heruntergekommenen Wohnung? Wie in einem Doppeldeckerbus? Wie erlebt man andere Kinder, wenn man nie zur Schule geht? Wie fühlt es sich für ein Kind an, kein echtes Heimatland zu haben, weil man in Spanien, Italien, USA, Irland und Deutschland aufwächst? Wie erlebt man seine Pubertät, wenn die Gemeinschaft der Familie immer vor dem einzelnen kommt? Wenn Joey Kelly erzählt, ahnt man, wie schwierig ein solches Leben gewesen sein muss. Dabei gerät er nie ins Jammern, im Gegenteil. Kelly bleibt so sachlich, wie man das angesichts der eigenen Lebensgeschichte nur kann. Es scheint, als sei er vollkommen im Reinen. Mit sich, mit dem strengen Vater, mit der Familie.</p>
<p>Klar wird aber auch: um diese Ausgeglichenheit zu erreichen, war es nötig, etwas eigenes zu finden. Etwas, das nichts mit dem Kelly-Kollektiv zu tun hat, etwas, das nur ihm gehört. Als kräftiger und athletischer Typ entdeckt Kelly als Teenager den Sport. Er liebt harte, körperbetonte Sportarten, wie das Kickboxen und Boxen. Schnell ist er darin erfolgreich. Er ist nicht begabter als die anderen, aber zäher. Als Kelly hält man entweder etwas aus, oder man bekommt ein Problem. Durch eine Wette mit den Geschwistern landet er beim Laufen – und überschätzt sich als junges Großmaul erst einmal selbst. Bei seinem ersten Ironman bricht er sich beim Radfahren das Schüsselbein und läuft danach trotzdem den Marathon durch, mit einer Armschlinge. Dergleichen „Tiergeschichten“ ziehen sich durch das ganze Buch. Oft laufen die Dinge nicht reibungslos, auch der Deutschland-Lauf wird ganz anders als gedacht. Am Ende schneidet Kelly die Abdeckung der Reißverschlüsse des Rucksacks ab, weil er jedes Gramm Gewicht sparen will. Die Verzweiflung ist oft groß.</p>
<p>Zur Abwechslung gibt es dann immer wieder witzige Anekdoten und Geschichten, die vollkommen verrückt zu sein scheinen, etwa ein wichtiges Konzert der Kelly Family unmittelbar nach einem Ironman von Joey. Das Timing, das nur durch einen blitzartigen Hubschraubershuttle gehalten werden kann, gerät so knapp, dass man auf der Bühne unter dem Sakko noch Joeys Shirt mit der Startnummer sehen kann. Während andere längst im Rheumabad liegen, hängt bei Joey die Gitarre um den Hals. Zusätzlich ist Kelly von seinem sechsundzwanzigsten Lebensjahr an der Geschäftsführer des Kelly Unternehmens, einer Gruppe, die in den 90er Jahren 24 mal auf dem Bravo-Cover zu sehen ist und die unter eigenem Label Platten herausbringt, die sich über 2 Millionen mal verkaufen. Beim Lesen bleibt mir vieles ein Rätsel. Wie managed man ohne Ausbildung ein Unternehmen? Wie kann man sich auf einen Ironman vorbereiten (bzw. auf acht ! Ironmen im Jahr), wenn man vormittags Büroarbeit macht, nachmittags im Tourbus sitzt und abends auf der Bühne steht? Nachts zwischen 12 und 2 Uhr, sagt Kelly. Klingt ungesund.</p>
<p><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/joey_kelly_hysterie_des_koerpers.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3146" title="joey_kelly_hysterie_des_koerpers" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/11/joey_kelly_hysterie_des_koerpers.jpg" alt="joey_kelly_hysterie_des_koerpers" width="400" height="608" /></a></p>
<p>Man liest fassungslos und mit Kopfschütteln, was Joey alles bewältigt und wie er nie aufgibt. Dabei etwas für das eigene Läuferleben zu lernen, ist kaum möglich und auch gar nicht Joeys Intention. Das Buch hat absolut nichts Missionarisches, es gibt keine Botschaft, keine Besserwisserei des erfahrenen Kämpfers gegenüber dem unbedarften Leser. Joey Kelly erzählt seine Geschichte, nicht mehr und nicht weniger und in meinen Augen genügt das für ein kleines Taschenbuch vollkommen. An zwei Abenden hat man das Ding durchgelesen, staunt und denkt: Respekt, Joey. Gut gemacht. Von Menschen, die mit Joey Kelly zu tun hatten, hört man, dass er alles mitbringt, was ein großer Sportsmann braucht: Fairness, Mitgefühl, Freundlichkeit, Bescheidenheit, Humor, Disziplin, Ehrgeiz und enorme Zähigkeit. Vielleicht kann man das aus dem Buch lernen. So eine Mischung ist erfolgreich.</p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=000000&#038;IS2=1&#038;nou=1&#038;bg1=F5EACE&#038;fc1=000000&#038;lc1=D57711&#038;t=laufemitfraus-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;ref=tf_til&#038;asins=3499628104" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>

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		<title>Die Schöne macht mich zum Biest.</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 15:41:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nützliches]]></category>
		<category><![CDATA[Produkttests]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich gebe zu, ich habe mich ein bisschen in die Nike+ SportWatch verliebt. Das Problem ist allerdings: die Liebe wird nicht erwidert. Meine Sport Watch liebt weder mich, noch ihren Job besonders. Stattdessen macht sie eine Art Rumpelstilzchen aus mir, weil bei ihr dauernd etwas nicht klappt, wie es soll. Eine Nicht-Kaufempfehlung.]]></description>
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<p>Ich gebe zu, ich habe mich ein bisschen in die Nike+ SportWatch verliebt. <a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/nike-sportwatch-tomtom-test/" target="_blank">Hier</a> seht ihr meinen ersten frohen Bericht. Das Problem ist allerdings: die Liebe wird nicht erwidert. Meine Sport Watch liebt weder mich, noch ihren Job besonders. Stattdessen macht sie eine Art Rumpelstilzchen aus mir, weil bei ihr dauernd etwas nicht klappt, wie es soll.</p>
<p>Nun ja, sagt da manch ein schlauer Mensch, das Ding ist eben mehr ein Spielzeug. Das darf man nicht so ernst nehmen. Aber wenn ich mich recht erinnere, waren mir Spielzeuge, die nicht funktionierten schon vor 35 Jahren ein Graus. Eine Modelleisenbahn, die nicht fährt, hat nicht so viel Sinn. Als ich anfing, mich mit der Uhr zu beschäftigen, habe ich angemerkt, dass mir das Nike+ Portal ziemlich „beta“, also noch im Entwicklungsstadium zu sein scheint. Inzwischen weiß ich, dass die ganze Uhr „beta“ ist.</p>
<p><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Nike-plus-False.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-3114" title="Nike plus False" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Nike-plus-False.png" alt="Nike plus False" width="475" height="297" /></a></p>
<p>Dabei sind meine Ansprüche denkbar gering. Ich brauche sie nicht zur Trainingssteuerung, nicht für Intervalle, ich will die Daten nicht exportieren. Ich will einfach nur, dass das Ding mir meine Laufzeit anzeigt, die Kilometer und hinterher auf der Plattform die gelaufene Strecke. Nicht besonders viel eigentlich. Ach ja, und dann hätte ich gern, dass die Uhr nicht einfach so mitten auf der Strecke ein schwarzes Display zeigt und den Dienst einstellt. Knifflige Sache, wie es scheint.</p>
<p>Ich will meine Kritikpunkte mal in kleine Häppchen packen, sonst muss verschlucke ich mich selbst noch vor lauter Ärger.</p>
<h3>Die Satellitensuche</h3>
<p>Höchstens drei Minuten, sagt Nike, danach sollte die Uhr ihren Satelliten gefunden haben. Vielleicht wohne ich in einer Art GPS-Sperrgebiet? Wenn ich mit einer iphone-App laufe, um die Strecke aufzuzeichnen, hat das Phone die Verbindung allerdings sofort. Aber vielleicht liegt das ja auch an der anderen Technik. Tatsache ist, dass ich schon bis zu 10 Minuten vor dem Haus stand, ohne, dass sich etwas rührte. „Du musst den Arm in die Höhe halten, dann geht es schneller“, sagte mir jemand. Die Vorstellung, dass ich im November morgens um 6:30 Uhr minutenlang im Regen auf dem Bürgersteig stehe und den Arm in die Höhe halte, will mich nicht so recht begeistern. Zumal die Verrenkung keine messbare Erfolge bringt. Inzwischen lege ich die Uhr auf das Fensterbrett, mixe mein Getränk, ziehe in Ruhe meine Schuhe und die Jacke an und schaue dann nach, was die Uhr so macht. Mit etwas Glück hat sie inzwischen einen Satelliten gefunden. Dann rase ich nach unten, damit sie ihn nicht wieder verliert.</p>
<p><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Bild-241.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-3115" title="Bild 24" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Bild-241.png" alt="Bild 24" width="502" height="226" /></a></p>
<p>Am Anfang habe ich den Fehler gemacht, zu glauben, dass die Uhr unterwegs schon irgendwann einen Satelliten finden wird. Das ist allerdings ein Holzweg. Selbst bei 30 Minuten im Kreis laufen in einem recht kleinen Park gibt es keine Verbindung mehr. Hat die Uhr die Verbindung einmal, ist sie stabil. Aber das Warten ist zermürbend.</p>
<h3>Die Akkulaufzeit</h3>
<p>Als ich klein war, sah ich im Werbefernsehen des Südwestfunks oft die Cartoons von „Äffle und Pferdle“. In einem Clip deutet der kleine Affe auf eine Uhr und sagt „Das ist eine Affenuhr, zählt die Bananenstunden nur.“ Ich glaube, die Nike+SportWatch ist auch eine Affenuhr. Bananen sind ja auch gut für Läufer. Und außerdem hat eine Bananenstunde bestimmt nur 20 Minuten. So würde sich dann auch die Angabe einer Akkulaufzeit von „9 Stunden im GPS-Modus“ erklären. Es handelt sich sicher um Bananenstunden. Im Moment laufe ich nicht sehr lang und weit. Aber zwei Läufe hintereinander ohne dazwischen die Uhr aufgeladen zu haben, sind ein echtes Risiko. Nun gut, es kommt noch die Zeitanzeige als „Energiefresser“ dazu – ich habe nicht damit gerechnet, dass die – ohne Licht – scheinbar einen immensen Verbrauch hat. (Angeblich bedeutet eine Akkuladung 70 Tage Uhrzeit-Anzeige) Drei Anderthalbstunden-Läufe innerhalb einer Woche ohne Aufladen sind mit dieser Uhr nicht möglich, die Akkuladung reicht nicht. Zuletzt verblüffte sie mich mit einem leeren Akku nach 3 Stunden im GPS Modus. (Und ja, ich lade die Uhr immer ganz voll.) Ich bin inzwischen so weit, dass ich mit ihr keinen Marathon laufen würde.</p>
<p>Originell ist dabei, dass es keine Warnung gibt und auch keine Möglichkeit, die Akkuladung in Prozent genau anzeigen zu lassen. (Außer, man hängt die Uhr an den Computer) Angeblich gibt es ein Warnsignal, wenn nur noch Akkupower für 1 Stunde Laufzeit zur Verfügung steht. Dieses blieb bei meinem letzten Lauf definitiv aus. Das Batteriesymbol zeigte halbe Füllhöhe, den Angaben nach müsste also noch ein 4 Stunden-Lauf drin sein. Stattdessen stellte die Uhr nach anderthalb Stunden ihren Dienst ein. Gänzlich, ohne Vorwarnung. So gestern geschehen. Als ich das traurig unbelebte Display später fotografieren wollte, zeigte die Uhr wieder die Uhrzeit, als sei nichts geschehen. Auch das Batteriesymbol hatte noch etwas Füllung. Mir war so, als hätte ich die Uhr leise kichern gehört.</p>
<h3>Die Bedienung</h3>
<p>Die Uhr ist schlicht in ihrer Bedienung und leicht zu verstehen. Der Preis dafür ist hoch: etliche Dinge kann man unterwegs nicht einstellen, dafür braucht man das Portal. Etwa ob man lieber die Gesamtlaufzeit oder die Kilometerzeiten groß angezeigt haben möchte. Sind solche Einstellungen einmal am Computer getätigt, kann man sie an der Uhr selbst nicht ändern. Wenn man etwas ausprobieren will, was sich dann doch nicht bewährt, schleppt man die nutzlose Einstellung die ganze Strecke entlang. Eine solch nutzlose Einstellung ist die Anzeige der „augenblicklich durchschnittlichen Kilometer-Laufzeit“, die in Sekunden von 10 Minuten auf 4 Minuten wechseln kann, ohne dass man das Tempo geändert hätte. Mit so einem Rotz auf der Uhr läuft man dann eine Stunde herum.</p>
<p>Eine Bedienung mit Handschuhen erweist sich als knifflig, bereits zwei mal habe ich einen Lauf als beendet erklärt, anstatt ihn nach einer roten Ampel fortzusetzen. Ich wusste gar nicht, dass ich so grobmotorisch bin.</p>
<h3>Das Portal</h3>
<p>Ach, wie schön könnte dieses Portal sein! Wie viel Potential steckt in der Idee und wie hübsch sind manche Features! Und wie grauenhaft ist der Alltag mit den Funktionalitäten des Portals. Mit der Geschwindigkeit der gesamten Seite fängt es an und es setzt sich in vielen unlogischen oder nahezu unauffindbaren Funktionen fort. Nike weiß genau, dass es hier ganz und gar nicht rund läuft.</p>
<div id="attachment_3120" class="wp-caption aligncenter" style="width: 520px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Bild-221.png"><img class="size-full wp-image-3120" title="Bild 22" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Bild-221.png" alt="Bild 22" width="510" height="83" /></a><p class="wp-caption-text">Screenshot von der &quot;Hilfe&quot;-Seite auf dem Nike+ Portal.</p></div>
<p>Abstürze, lähmend lange Ladezeiten – ein Vergnügen ist das nicht.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Fehlermeldung-Nike-plus.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-3117" title="Fehlermeldung Nike plus" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Fehlermeldung-Nike-plus.png" alt="Fehlermeldung Nike plus" width="512" height="79" /></a></p>
<p>Ich könnte noch einiges aufzählen, Dinge, die ich auch nach mehreren Wochen noch nicht durchblickt habe, unlogische Aufzeichnungen (wie um alles in der Welt kriegt man einen durchgelaufenen Kilometer in 8 Minuten 32 hin?) und all das. Auch haben mir andere von Problemen berichtet, bis hin dazu, dass die Uhr sich nicht mehr mit dem Portal „connected“ hat und schließlich zurückgegeben musste. Auch ich war schon wild entschlossen, das Ding zurückzugeben. Aber seit ich gelesen habe, dass es Updates geben soll, dass man fieberhaft am Portal arbeitet, will ich es wissen.</p>
<div id="attachment_3123" class="wp-caption aligncenter" style="width: 527px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Bild-21.png"><img class="size-full wp-image-3123" title="Bild 21" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Bild-21.png" alt="Bild 21" width="517" height="421" /></a><p class="wp-caption-text">Screenshot vom Nike+ Portal</p></div>
<p style="text-align: left;">Kann aus dem „beta“-Stadium doch noch eine funktionierende Uhr werden? Wenn es soweit ist, gebe ich euch Bescheid. Bis dahin rate ich von einem Kauf ab.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Update 1.11.2011: </strong>Der vermeintlich leere Akku entpuppte sich als Systemabsturz. Danach waren einige Einstellungen gelöscht, z.B. wurde die Streckenberechnung wieder in Meilen angezeigt und die Uhr gratulierte mir zum &#8220;Great first run!&#8221; Bei der nächsten Verbindung mit dem Rechner verblüffte mich das Herzchen dreimal hintereinander mit der Nachricht, dass keine Verbindung mit dem Nike+ Portal hergestellt werden kann. Dann durfte ich diverse Updates herunterladen.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Bild-8.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-3133" title="Bild 8" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Bild-8.png" alt="Bild 8" width="424" height="164" /></a><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Bild-12.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-3134" title="Bild 12" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Bild-12.png" alt="Bild 12" width="423" height="181" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Auch die GPS-Daten wurden aktualisiert.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Bild-20.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-3135" title="Bild 20" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Bild-20.png" alt="Bild 20" width="515" height="77" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Was sich danach geändert hat? Schwer zu sagen. Auf der Uhr wird jetzt ein &#8220;Walk&#8221; Symbol angezeigt, wenn ein Satellit gesucht wird. Keine Ahnung warum. Auch wurden bei der Verbindung etliche Läufe doppelt hochgeladen, die ich jetzt wieder löschen darf.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Bild-242.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-3136" title="Bild 24" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Bild-242.png" alt="Bild 24" width="110" height="241" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Das macht alles herzlich wenig Hoffnung auf Besserung. Aber ich bleibe dran und werde berichten, wenn es Neues gibt.</p>

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		<title>Was trägst Du?</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Oct 2011 10:08:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schnipsel]]></category>
		<category><![CDATA[Laufmode]]></category>

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		<description><![CDATA[Textilherstellung ist meist mit Ausbeutung verbunden. Gefertigt wird in Billiglohnländern - oft unter unwürdigen Bedingungen. Sportklamotten machen da keine Ausnahme. Ist es überhaupt möglich „politisch korrekte“ Sportkleidung zu kaufen? Und muss sie in Deutschland hergestellt sein? Ich habe mich auf den Hosenboden gesetzt und mich mit dem Thema beschäftigt.]]></description>
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<p><strong>Textilherstellung ist oft mit Ausbeutung verbunden. Sportklamotten machen da keine Ausnahme. Ist es überhaupt möglich, „politisch korrekte“ Sportkleidung zu kaufen? Und muss sie in Deutschland hergestellt sein?</strong></p>
<p>Die moderne Gretchenfrage dreht sich nicht mehr um Religion. Was, ob und woran jemand glaubt, ist heute – abgesehen von islamistischen Tendenzen – in Deutschland nicht mehr brisant. „Wie hältst Du’s mit der Nachhaltigkeit?“ ist dagegen die Frage, mit der sich Unternehmen und Privatpersonen jeden Tag auseinandersetzen müssen. Das geht weit über den Umweltschutz hinaus. Bei allem, was wir kaufen, müssen wir uns fragen, wen wir damit unterstützen und ob das Produkt im Sinne unserer eigenen Werte ist. Vorausgesetzt natürlich, wir haben welche. Dass der „Verbraucher“ mit diesem ständigen Check schnell überfordert sein kann, liegt auf der Hand, zumal er nie alle Hintergründe der Produkte kennen kann und oft nicht weiß, wo, wie und unter welchen Umständen sein Produkt entstanden ist. Bei Lebensmitteln hinterfragen wir schon vieles genau, Bio boomt ebenso wie der vegetarische Lebensstil. Bei Textilien sieht die Sache schon anders aus. In der Regel wird gekauft, was hübsch, funktional und günstig ist. Das gilt auch für Sporttextilien.</p>
<h2><span style="font-weight: normal;">Wie „korrekt“ sind Nike &amp; Co.?</span></h2>
<p>Vor Jahren kamen Sportartikelhersteller wie Adidas, Nike und Puma das erste Mal ins Gerede – die Arbeitsbedingungen bei der Herstellung in Asien wurden als unmenschlich gebrandmarkt. In Bangladesh verdient eine Näherin je nach Überstunden in vielen Betrieben zwischen 2 und 15 Cent in der Stunde. Nicht selten versucht eine Frau damit ihre ganze Familie zu ernähren. Immer wieder kommt <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,782397,00.html" target="_blank">massenweise zu Zusammenbrüchen</a> in den Produktionshallen, da die Temperaturen oft unerträglich sind.</p>
<p><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/fire.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3074" title="Fire" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/fire.jpg" alt="Fire" width="427" height="281" /></a></p>
<p>Heute wird seitens der großen Marken mit viel Aufwand gegen das drohende schlechte Image gearbeitet, Nike erschlägt den Interessierten förmlich mit <a href="http://www.nikebiz.com/responsibility/workers_and_factories.html" target="_blank">Verpflichtungserklärungen</a>. Tatsächlich scheint die Zeit der Sorglosigkeit bei den Sportartikelherstellern vorbei zu sein. Enthüllungen wie <a href="http://www.youtube.com/watch?v=e9ZktmrGGMU" target="_blank">diese</a> im Jahr 2008 kann und will sich niemand leisten. Und anders als Billiganbieter wie Kik haben die großen „coolen“ Marken einen Ruf zu verlieren. Die <a href="http://www.saubere-kleidung.de" target="_blank">Kampagne für Saubere Kleidung</a> hat viele Firmen im Visier, insbesondere Discounter. Hier kann man sich auch über das Thema &#8220;Würdige Löhne&#8221; in Asien <a href="http://www.saubere-kleidung.de/downloads/2011/2009-11-23_afw_report_dt.pdf" target="_blank">umfassend informieren</a>.</p>
<p><iframe width="500" height="369" src="http://www.youtube.com/embed/uZxKnEN9n8E" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h2><span style="font-weight: normal;">All together now: die Outdoor-Firmen.</span></h2>
<p>Outdoorhersteller gehen oft gemeinsam in die richtige Richtung. Das Corporate Social Responsibility Projekt „Social Compliance“, gestartet im Juli 2011, bringt viele Hersteller von Outdoor Kleidung zusammen. Darunter so große Namen wie Deuter, Haglöfs, Lowa, Maier Sports, Mammut, Marmot, Nordisk, The North Face, Tatonka oder Vaude. Sie alle verpflichten sich für die Einhaltung von Sozialstandards in Niedriglohnländern wie existenzsichernde Löhne, keine Kinder- und Zwangsarbeit und das Recht auf Vereinigungsfreiheit, sowie eine nachhaltige Herstellung. Auch sind etliche Outdoor-Firmen inzwischen Mitglied bei der <a href="http://www.fairticken-shop.de/index.php?lang=DEU&amp;page=Page_10" target="_blank">Fair Wear Foundation</a>, die zur Umsetzung eines bestimmten Verhaltenskodex bei den Lieferanten verpflichtet. Dazu gehören Namen wie Vaude, Switcher, Schöffel, Odlo, Mammut, Maier Sports/Gonso, Jack Wolfskin oder Deuter. Besonders hervorheben unter den Outdoor-Herstellern will ich <a href="http://www.patagonia.com/eu/deDE/patagonia.go?assetid=41819" target="_blank">Patagonia</a>, die nicht nur in Sachen Umwelt und Recycling sehr aktiv sind, sondern auch die Corporate Social Responsibility schon lange sehr ernst nehmen.</p>
<h2><span style="font-weight: normal;">Global &#8211; egal?</span></h2>
<p>Immer wieder denken bewusste Verbraucher, wie schön es wäre, wenn man nur noch Ware kaufen könnte, die in Deutschland hergestellt würde, unter ordentlichen Bedingungen. Doch die Welt ist mal wieder verflucht komplex. In diesem Filmbeitrag der New York Times wird sehr eindringlich deutlich, dass die Sweatshops mit ihren unwürdigen Bedingungen vielerorts die einzigen Arbeitsplätze bieten, die diesen Namen überhaupt verdienen. Unzählige Menschen sind auf sie angewiesen, ihre Schließung käme für sie einer Katastrophe gleich.</p>
<p><iframe width="500" height="369" src="http://www.youtube.com/embed/TQg2uVwvElc" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Umso perfider erscheint es, diese Not mit grotesk niedrigen Löhnen auszunutzen. Fest steht – in unserer globalisierten Welt ist es nicht die Produktion im Ausland, die abgeschafft werden muss, sondern die Bedingungen, unter denen hier gearbeitet wird. Dass sich die Produkte dadurch immens verteuern würden, ist ein Märchen, wie man an den Unternehmen sehen kann, die tatsächlich in Deutschland produzieren. Ein hier produziertes T-Shirt müsste demnach vollkommen unbezahlbar sein. Vergleicht man ein „existenzsicherndes“ Einkommen hier und dort, wird deutlich, dass Niedriglohnländer Niedriglohnländer bleiben, auch wenn sich die Bedingungen für die Arbeiterinnen deutlich verbessern würden.</p>
<p><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Näherei.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3075" title="Industrial textile factory" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Näherei.jpg" alt="Industrial textile factory" width="424" height="283" /></a></p>
<h2><span style="font-weight: normal;">Billig? Will ich. Nicht.</span></h2>
<p>Der Verbraucher, auf dessen Schultern die Verantwortung so gerne abgeladen wird, kann eine komplexe Welt in Wahrheit nicht verändern. Aber es würde schon helfen, wenn der Preis die Kaufentscheidung nicht mehr derart dominieren würde. Es würde helfen, wenn man die Artikel, die man kauft, wertschätzt und lange gebraucht (auch im Sinne der Umwelt, aber das ist ein eigenes Kapitel). Es würde helfen, wenn man sich bewusst macht, dass ein regulär sehr billiges Laufshirt nicht fair hergestellt worden sein <em>kann</em>. Aldi Süd bietet in diesen Tagen eine Softshell Laufjacke für 19,99 an. Wir dürfen davon ausgehen, dass Aldi damit Geld verdienen will. Auch der Hersteller <a href="http://www.royalbeach.de/">Royalbeach</a> will auf seine Kosten kommen. Die Entwicklung kostet, das Material kostet, die Logistik kostet, die Fabrik kostet. Was da eine Näherin bekommt, kann niemals fair sein. Das heißt nicht, dass ich bei teureren Jacken immer eine Garantie habe, dass ich es guten Gewissens kaufen kann. Aber die Jagd nach dem billigsten Produkt ist in jedem Fall ein Holzweg. Wer sparen muss, kann Marathonmessen, Sale-Aktionen und Stände bei Volksläufen nutzen, es muss nicht die Wegwerfware vom Discounter sein. Tchibo, Aldi und Co. verführen dazu, schnell mal noch ein Shirt mitzunehmen, weil es nicht viel kostet. So ging es mir auch schon, die Versuchung ist groß. Meiner Erfahrung nach sind Qualität und vor allem Passform aber nicht mit hochwertiger Markenware vergleichbar. Man toleriert es nach dem Motto „für diesen Preis ist es in Ordnung“. Nach einem Jahr landet das Ding im Müll – ein Kauf, den man sich hätte sparen können und man hätte das Geld besser in ein Teil investiert, dass man viele Jahre gebrauchen kann. Dieses Tchibo-Fleece sah nach drei Wäschen so aus: die Bündchen sind bretthart und rollen sich, das Fleece innen ist total verpillt und nicht mehr locker und weich und der Reflektorstreifen abgebröckelt.</p>
<div id="attachment_3066" class="wp-caption aligncenter" style="width: 477px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Tchibo.JPG"><img class="size-full wp-image-3066" title="Tchibo" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Tchibo.JPG" alt="Tchibo" width="467" height="349" /></a><p class="wp-caption-text">Zum Vergrößern auf das Bild klicken</p></div>
<p style="text-align: center;">
<h2><span style="font-weight: normal;">Alternativen zu Asien.</span></h2>
<p>Wer ganz sicher gehen will, hat die Möglichkeit, Laufkleidung zu kaufen, die in Deutschland oder in Europa hergestellt wurde. Ich habe hier mögliche Quellen und Hersteller zusammengetragen. Alle Zahlen beruhen auf eigenen Angaben, überprüfen kann ich sie nicht:</p>
<p><strong>KOSSMANN Laufdesign</strong></p>
<p>Mein Favorit. Namensgeber André Kossmann ist selbst ein erfahrener Läufer. Die Laufkleidung von <a href="http://www.andrekossmann.com/" target="_blank">KOSSMANN</a> sieht sehr gut aus und wird mit einem großen Fokus auf Qualität ausschließlich in Deutschland hergestellt. Auch die Materialien – und das ist ungewöhnlich – stammen, wo immer es möglich ist, aus Deutschland. Ich habe ein paar Stücke, die sind super geschnitten und halten in der Funktionalität mühelos mit den großen Marken mit.</p>
<p><strong>thoni mara</strong></p>
<p>Hinter der Marke t<a href="http://www.thonimara.de/tm11/" target="_blank">honi mara</a> steckt die <a href="http://www.nautilus-skin-touch.de/" target="_blank">nautilus skin touch GmbH &amp; Co. KG</a>. Auch Geschäftsführer Christian Schwab ist selbst Läufer. Kennzeichen der Thonimara-Textilien ist, dass sie in der Regel nicht aus Stoffen genäht, sondern gestrickt werden. Die Produktion findet zu 100% in Deutschland statt, die Herkunft der Garne ist mir nicht bekannt. Das Design der Shirts ist sehr auffällig, mir persönlich gefällt es nicht so, aber die Marke hat große Fans.</p>
<p><strong>Rono Innovations</strong></p>
<p><a href="http://www.rono-innovations.de" target="_blank">Rono</a> hat sehr schöne, gut verarbeitete Laufkleidung, Triathlonkleidung und Textilien für den Wintersport. Entwickelt und designt wird sie in Deutschland, die Produktion findet zu 80% in Europa statt, ebenso kommen die verarbeiteten Stoffe zu 80% aus Europa. Herbert Steffny ist seit vielen Jahren mit dem Unternehmen verbandelt und wirbt für seine Produkte. Ich mag Rono und habe eine Menge Sachen, die alle top sind.</p>
<p><strong>Löffler</strong></p>
<p><a href="http://www.loeffler.at/en/Home?s_cc=1317626928" target="_blank">Die Marke</a> steht in erster Linie für Outdoor-Textilien, ist aber z.B. mit Shirts und Unterwäsche auch für Läufer interessant. 60% der Stoffe werden in Österreich hergestellt, die Konfektionsarbeiten finden in Österreich und EU-Ländern statt.</p>
<p><strong>Biehler Sportswear</strong></p>
<p><a href="http://biehler-sportswear.de/" target="_blank">Biehler</a> ist spezialisiert auf Unterwäsche und Radkleidung. Die Herstellung erfolgt in Deutschland, die Stoffe werden teilweise (bei Unterwäsche) in Deutschland produziert.</p>
<p><strong>Switcher</strong></p>
<p>Ein <a href="http://www.switcher.ch/" target="_blank">Schweizer Textil-Hersteller</a>, zu dessen Markenkern die nachhaltige Produktion gehört. Sportkleidung macht nur einen Teil der Kollektion aus. Neben dem Fokus auf umweltfreundliche Herstellung gehört die strenge Einhaltung von eigenen und fremden Produktionsstandards zum Konzept. Mitglied bei Fair Wear. Die Produktion findet in u.a. in China, Indien und Portugal statt.</p>
<p><strong>Und was ist mit dem Affen?</strong></p>
<p>Immer wieder wird im Zusammenhang mit Sportkleidung aus Deutschland die Marke <a href="http://www.youtube.com/watch?v=QBHFvH8SD2Y" target="_blank">Trigema</a> genannt. Auf meiner Liste hat Trigema aus unterschiedlichen Gründen nichts verloren. Dass sich Firmenchef Wolfgang Grupp von einem Butler in weißen Handschuhen bedienen lässt, mag man noch als privaten Spleen beurteilen, der nichts zur Sache tut. Und wenn man sehr tolerant ist, sieht man auch über seine <a href="http://www.youtube.com/watch?v=QUmHT3ut7tY" target="_blank">reaktionäre Einstellung gegenüber Frauen</a> hinweg („Die Emanzipation ist für die Frau schädlich.“) Und wenn man ganz tief Luft holt, mag man es auch aushalten, dass Grupp alle Twitter-Nutzer <a href="http://www.innovativ-in.de/blog/2010/05/04/auf-den-punkt-trigema-chef-wolfgang-grupp-zum-web/" target="_blank">kollektiv beschimpft</a> („Ich bin der Meinung, dass die Welt besser wäre, wenn es das Internet nicht gäbe. Twitter ist für mich einfach nur dumm und die Menschen, die das nutzen, sind für mich Idioten.“ ) Aber, was für mich schier unerträglich ist, ist die Arroganz, das eigene Geschäftsmodell als Rettung der Deutschen Wirtschaft darzustellen. In unzähligen Interviews wiederholt Grupp gebetsmühlenartig, dass allen geholfen wäre, wenn sie so verfahren würden wie Trigema. Trigema produziert zwar in Deutschland, macht aber über die Hälfte seines Umsatzes im Direktvertrieb, Tendenz steigend. Wenn alle Grupps Beispiel folgen würden, und ihre Ware nur in eigenen Shops verkaufen würden, wäre das der Tod des Fachhandels, der Tod der Vielfalt, der Tod der kompetenten Beratung. Die kleinen Laufshops, die wir so lieben, dürften an den Textilien nichts mehr verdienen. Ich bin keine Volkswirtschaftlerin, aber dass weder die Wirtschaft noch die Welt insgesamt so funktioniert, wie es uns Herr Grupp in seinem Burladinger Allmachtsnebel glauben machen will, dessen bin ich ganz sicher. Wer im übrigen der Meinung ist, dass das ein zeitgemäßes Laufshirt ist, kann es für 72 Euro bei Trigema erwerben. Direkt natürlich, ohne dass ein Laufladen etwas daran verdient.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Bild-24.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-3062" title="Bild 24" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Bild-24.png" alt="Bild 24" width="386" height="426" /></a></p>
<h2><span style="font-weight: normal;">Und wie war das mit den Schmittschörts?</span></h2>
<p>Vor dem Hintergrund all dessen, was ich gerade geschrieben habe, mutet es vielleicht seltsam an, dass ich selbst dafür werbe, T-Shirts zu erstehen, die in Bangladesh gefertigt werden. Ich berichte euch gern, warum das so ist. Dazu muss ich zunächst etwas zu <a href="http://www.spreadshirt.de/" target="_blank">Spreadshirt</a> erzählen. Spreadshirt bietet jedermann die Möglichkeit, einen virtuellen Shop für Textilien zu eröffnen. Die komplette Infrastruktur dafür wird von Spreadshirt gestellt: die Waren, die Lagerhaltung, die Internetplattform, den Druck, die finanzielle Abwicklung, die Logistik, den eventuellen Umtausch. Das alles leistet Spreadshirt. Der Druck geschieht „on demand“, das heißt, erst, wenn jemand bestellt, wird das Shirt bedruckt. Ich kann aus einer Auswahl an Produkten wählen und selbst bestimmen, wie sie gestaltet werden sollen. Ich entscheide also, welche T-Shirts ich aus der Palette anbieten möchte und was drauf gedruckt werden soll. Dafür muss ich mir Sprüche einfallen lassen, in einem „T-Shirt Designer“ am Computer die Gestaltung bauen und den Shop in meinem Sinne konfigurieren. (<a href="http://laufen-mit-frauschmitt.spreadshirt.de/" target="_blank">http://laufen-mit-frauschmitt.spreadshirt.de</a>) Das ist für mich zwar viel Arbeit, aber – gemessen am Gesamtaufwand – immer noch wenig. Deshalb kriege ich auch nur eine Provision für jedes verkaufte Shirt, deren Höhe ich selbst bestimmen kann. Von einem Funktionsshirt für 24,90 bekommt Spreadshirt 19,40. An einem Baumwollshirt für 19,90 verdiene ich 4 Euro. Das ist prima so, denn ich muss ja nicht meinen Lebensunterhalt davon bestreiten. Die Schmittschörts sind ein kleines Herzensprojekt, das sich nicht „lohnt“, ich verkaufe ja keine großen Mengen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Schmittschört.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3071" title="Schmittschört" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/10/Schmittschört.jpg" alt="Schmittschört" width="392" height="293" /></a></p>
<p>Das alles muss man wissen, wenn man über Alternativen redet, etwa in Deutschland produzierte Shirts. Aber woher kommen die Shirts eigentlich bei Spreadshirt? Natürlich gibt es billigere und teurere. Ich habe mich für die besseren entschieden. Spreadshirt ist sehr transparent, was ihre Herkunft betrifft, deshalb kann ich es euch für die Schmittschörts genau sagen.</p>
<p><strong>Das Frauen-Baumwollshirt</strong></p>
<p>wurde in der Türkei hergestellt. Es stammt von der Firma <a href="http://www.continentalclothing.com/page/social_responsibility" target="_blank">Continental Clothing</a> (UK). Sie ist Mitglied in der <a href="http://fairwear.org/" target="_blank">Fair Wear Foundation</a> und verpflichtet sich zur Einhaltung umfangreicher Standards.</p>
<p><strong>Das Männer-Baumwollshirt</strong></p>
<p>wurde in Bangladesh hergestellt. Das herstellende Unternehmen ist <a href="http://www.bc-collection.eu/en/discov_social.php" target="_blank">B&amp;C Collection</a> (Belgien). Auch diese Firma ist Mitglied bei Fair Wear.</p>
<p><strong>Das Funktionsshirt (M/W)</strong></p>
<p>wurde in Bangladesh gefertigt. Es stammt von <a href="http://www.hanesbrandscsr.com/facilities-management.html" target="_blank">Hanes</a> (USA). Die Produktion wird zertifiziert von <a href="http://www.tuev-sued.de/home_de/branchenuebergreifend/softlines-services/auditierung_und_zertifizierung/wrap_worldwide_responsible_accredited_production" target="_blank">Worldwide Responsible Accreditation Program (WRAP)</a>. Außerdem ist Hanes Mitglied bei der <a href="http://www.fairlabor.org/fla/" target="_blank">Fair Labor Association</a>.</p>
<p>Alle drei Unternehmen lassen sich bei ihrer Produktion bewusst auf die Finger schauen. Das garantiert zwar keine europäischen Arbeitsumstände, aber es gibt eine gewisse Sicherheit in Bezug auf die Bedingungen, auf Kinderarbeit und Lohn.</p>
<p>Ich habe aber auch über Alternativen nachgedacht und einmal Kosten eingeholt. Spreadshirt und auch kein anderer Anbieter dieser Art hat in Deutschland hergestellte Funktionsshirts im Programm. Würde ich solche Shirts beziehen wollen, müsste ich alles, was jetzt Spreadshirt tut, selbst übernehmen: die Lagerhaltung, die Internetplattform, den Druck, die finanzielle Abwicklung, die Logistik, den eventuellen Umtausch. Bei allen Shirts, die ich beziehen würde, müsste ich in Vorlage gehen, ich müsste Shirts in allen Größen kaufen und bei mir lagern. Wollte ich weiterhin eine Vielfalt an Sprüchen anbieten, müsste ich mit jedem einzelnen Auftrag zum Copy-Shop laufen, um das Shirt bedrucken zu lassen. Das unbedruckte Shirt kostet in etwa so viel, wie jetzt das Bedruckte, inklusive Provision. Ein Shirt würde locker 35,-Euro kosten, ohne dass ich etwas daran verdient hätte. Gleichzeitig würde sich mein Zeitaufwand enorm steigern. Es wird schnell klar, dass ich das alles weder finanziell noch logistisch stemmen kann. Davon abgesehen, dass die Shirts sich für diesen Preis nicht mehr verkaufen würden. Ich hatte jahrelang ein Shirt aus Bio-Baumwolle im Angebot. Es war kaum teurer als die anderen. Aber ich habe davon nicht ein einziges Stück verkauft. Nicht eins.</p>
<p>Das ist eben die Schwierigkeit an der Gretchenfrage. Überzeugungen haben, ist das eine, danach handeln, das andere. Es steht uns gut zu Gesicht, wenn wir beides in Einklang bringen. Vielleicht nicht immer, aber immer öfter.</p>
<p><strong>Update:</strong> Ich bin Bloggerin, keine Journalistin. Meine Recherchen beruhen alle auf gutem Glauben, ich bin nirgendwo vor Ort gewesen und habe es mit eigenen Augen gesehen. Insbesondere bei den von den Herstellern gemachten Angaben habe ich mich auf deren Richtigkeit verlassen. Deshalb gebe ich sie so wieder, wie sie auf den jeweiligen Webseiten stehen. Welches Konzept er überzeugend findet, welchem Anbieter er vertraut, muss jeder selbst entscheiden.</p>

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		<title>Die &#8220;Volkslauftypen&#8221; als Schmittcast-Episode</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Oct 2011 10:29:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schnipsel]]></category>

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		<description><![CDATA[Podcast.de bietet einen neuen Player zum Einbinden von Podcasts an. Den muss ich hier gleich mal ausprobieren. Jetzt, wo ich nach einer kleinen Ewigkeit mal wieder eine Schmittcast-Episode fertig gestellt habe!]]></description>
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<p><a style="font-size:small;" href="http://www.podcast.de/episode/2828723/Die+10+Volkslauftypen+-+Schmittcast+Episode+37/">Die 10 Volkslauftypen &#8211; Schmittcast Episode 37</a></p>
<p>Wie es scheint, mag der Player den Safari Browser nicht, bitte versucht es doch mit dem Firefox, das sollte klappen!</p>

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		<title>Mehr Schwebensqualität.</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Sep 2011 15:49:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Produkttests]]></category>
		<category><![CDATA[Schuhe]]></category>

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		<description><![CDATA[Frauen lieben Schuhe. Läuferinnen lieben Laufschuhe. Auch wenn es manchmal gar nicht einfach ist, die verschiedenen Konzepte zu verstehen. Mit dem "PureProject" gibt es ab Oktober ein neues von Brooks. Ich habe mich da mal reingewurschtelt - und den bin den PureConnect probegelaufen. ]]></description>
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<p><strong>Frauen lieben Schuhe. Läuferinnen lieben Laufschuhe. Auch wenn es manchmal gar nicht einfach ist, die verschiedenen Konzepte zu verstehen. Mit dem &#8220;PureProject&#8221; gibt es ab Oktober ein neues von Brooks. Ich habe mich da mal reingewurschtelt &#8211; und bin den PureConnect probegelaufen. </strong></p>
<p>Seit der „Minimal“-Trend bei den Laufschuhen boomt, ploppen immer neue Modelle und sogar ganze Marken hoch, die „weniger ist mehr“ versprechen. Barfußlaufen, so eine Studie des US-Magazins „Nature“ sei gesünder als Laufen mit modernen Laufschuhen. Der technisch ausgefeilte Laufschuh ist in Verruf geraten. Inzwischen kommen manche Läufer mit dem Nike Free auch auf langen Strecken zurecht, Freaks laufen mit den Five Fingers Marathon oder sogar mit selbstgebastelten <a href="http://lunasandals.com/" target="_blank">Huaraches</a>. Aber nicht jeder will oder kann das.</p>
<h4>Ja, wie denn jetzt?</h4>
<p>Der Normalo-Läufer bleibt verwirrt zurück. Was ist denn nun richtig? Wo ist der Unterschied zwischen einem Lightweight-Trainer und einem Wettkampfschuh und ist ein Neutralschuh ein Natural Running Schuh? Was ist der Unterschied zwischen Dämpfung und Stütze? Ist es schädlich, wenn man gut gedämpfte Schuhe mag? Brooks hat sich das ganze Schlamassel einmal angesehen und eine Menge Marktforschung betrieben. Die Entwickler haben Läufer befragt: Wovon reden sie wirklich, wenn sie vom Laufen reden? Quatschen sie über „Minimalistik“ über „Barfuß“ oder „Sprengung“?</p>
<h4>Laufen ist fühlen.</h4>
<p>Das Ergebnis ist ganz spannend und ich kann damit eine Menge anfangen. Die Läufer haben viel über ihre Gefühle beim Laufen gesprochen. Da gibt es dieses Gefühl: „Ich laufe einfach los, ganz wie von selbst. Ich denke an alles, nur nicht ans Laufen. Ich will auch gar nicht ans Laufen denken. Ich will möglichst komfortabel Strecke machen.“ Brooks nennt diese Gefühlsstimmung „Float“ (Schweben). Die meisten Schuhe von Brooks sind für diesen Float konzipiert, von Ghost bis Adrenaline.</p>
<p>Dann gibt es aber noch eine andere Stimmung: „Ich will bewusst laufen. Ich will den Boden spüren, jeden Schritt wahrnehmen. Ich will die verschiedenen Untergründe fühlen, bemerken, wie ich mich vorwärts bewege, die Bewegung genießen. Ich will spüren, dass ich ein Läufer bin.“ Brooks hat diese Stimmung „Feel“ genannt. Und genau dafür wurde das „PureProject“ konzipiert. Kaum jemand ist nur ein „Feel“- oder ein „Float“-Läufer, mal mag man das eine, mal das andere und wechselt entsprechend die Schuhe. Das ist erfrischend undogmatisch und entspricht auch meiner Erfahrung als Läuferin.</p>
<div id="attachment_3018" class="wp-caption aligncenter" style="width: 526px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/09/Bild-13.png"><img class="size-large wp-image-3018    " title="Bild 13" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/09/Bild-13-1024x623.png" alt="Quelle: www.pureproject.de" width="516" height="314" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: www.pureproject.de Zum Vergrößern bitte anklicken.</p></div>
<h4>Vier Schuhe für ein Hallelujah.</h4>
<p>Hinter „PureProject“ verbirgt sich nicht ein Schuh, sondern gleich vier. Das hat mit den unterschiedlichen biomechanischen Bedürfnissen zu tun. Die oben abgebildete Grafik hilft hier eine Menge. Der direkteste Schuh ist der <strong>„PureConnect“</strong>. Er sorgt für intensiven Bodenkontakt, ist am leichtesten und flexibelsten von allen. Wer etwas mehr Dämpfung bevorzugt, wählt den <strong>„PureFlow“</strong>, er soll für ein komfortableres Laufgefühl sorgen. Für Läufer mit Überpronation, die etwas Support brauchen, ist der „<strong>PureCadence“</strong> geeignet. Diese Läufer kommen bei Minimalistik-Konzepten meist zu kurz, weil eine Stütze der „Freedom“-Philosophie scheinbar widerspricht. Brooks sieht diesen Widerspruch nicht. Eine Besonderheit ist der „<strong>PureGrit“</strong>, der mit der Trail-Legende Scott Jurek zusammen entwickelt wurde. Er hat eine besonders griffige Sohle und optimale Festigkeit für den Lauf über Stock und Stein.</p>
<p>Hier im Video werden alle Modelle kurz gezeigt und vorgestellt.</p>
<p><iframe width="550" height="309" src="http://www.youtube.com/embed/U3BTKMHuFKc" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h4>Der Test</h4>
<p>Ich hatte das Glück, einen der Schuhe, vorab testen zu dürfen, den PureConnect. Wie immer muss ich erst einmal ein paar dürre Worte zum Thema „Frauenschuh und Farben“ verlieren. Wenn ich an einer Strandpromenade in Florida meine Hausstrecke hätte, wäre ich mit dem Mint-Schock, der mir aus dem Karton entgegenlacht, vielleicht sogar zufrieden.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/09/Brooks-PureConnect-2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3020" title="Brooks PureConnect 2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/09/Brooks-PureConnect-2.jpg" alt="Brooks PureConnect 2" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Aber im deutschen Herbst ist die Farbe einfach seltsam und mal wieder zu viel Nagelstudio. Die Herrenmodelle wirken wie aus einem Guss, mit einem kräftigen Grün in Verbindung mit Schwarz. Die Damenmodelle sind dagegen ein wenig unentschieden mit unterschiedlichen Blau- und Minttönen. Der PureCadence ist allerdings wirklich bildschön. Dass ein Frauenschuh mal so aussehen darf!</p>
<div id="attachment_3024" class="wp-caption aligncenter" style="width: 532px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/09/Bild-16.png"><img class="size-full wp-image-3024" title="Bild 16" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/09/Bild-16.png" alt="Quelle: www.pureproject.de" width="522" height="308" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: www.pureproject.de</p></div>
<p>Auf einem Messefoto habe ich eine Version des PureConnect <a href="http://admin.runningshoes.com/news/wp-content/uploads/2011/08/pure-connect.jpg" class="broken_link"  target="_blank">in einer Himbeerfarbe</a> gesehen. Ich kann schon jetzt sagen: wenn diese Farbe kommt, bin ich dem Schuh rettungslos verfallen.</p>
<p>Ich werde ja generell nicht müde, die Passform von Brooks Schuhen zu loben, aber hier haben sich die Labor-Bastler noch einmal selbst übertroffen. Ich schlüpfe in den Schuh und sitze sofort ganz fest darin. Das ist auch Absicht – bevor man eins mit dem Untergrund werden kann, soll man erst einmal eins mit dem Schuh werden. Das Gefühl im Schuh ist tatsächlich verwandter mit dem in den Five Fingers als mit dem im Nike Free.</p>
<p><strong>Gegenüber einem „normalen“ Schuh hat der PureConnect ein paar augenfällige Besonderheiten.</strong></p>
<p><strong><span style="color: #800000;">1. Die Außensohle</span></strong></p>
<p>Sie wirkt beinahe ein bisschen zerklüftet. Es gibt diverse Aussparungen, die an entscheidenden Stellen für mehr Flexibilität sorgen sollen. Die schwarzen verstärkten Flächen geben den Abrollverlauf vor: schräg nach vorne zum großen Zeh.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/09/Brooks-PureConnect-Sohle1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3025" title="Brooks PureConnect Sohle1" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/09/Brooks-PureConnect-Sohle1.jpg" alt="Brooks PureConnect Sohle1" width="384" height="512" /></a></p>
<p style="text-align: center;">
<div id="attachment_3026" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/09/Brooks-Green-Silence-PureConnect.jpg"><img class="size-full wp-image-3026 " title="Brooks Green Silence PureConnect" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/09/Brooks-Green-Silence-PureConnect.jpg" alt="Auch beim Green Silence war schon der Abrollverlauf angedeutet." width="512" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Auch beim Green Silence war schon der Abrollverlauf angedeutet.</p></div>
<p><strong><span style="color: #800000;">2. Der abgeteilte große Zeh</span></strong></p>
<p>Er hilft ebenfalls, ein natürliches Abrollverhalten zu fördern.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/09/Brooks-PureConnect-Zeh1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3027" title="Brooks PureConnect Zeh1" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/09/Brooks-PureConnect-Zeh1.jpg" alt="Brooks PureConnect Zeh1" width="512" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/09/Brooks-PureConnect-Zeh2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3028" title="Brooks PureConnect Zeh2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/09/Brooks-PureConnect-Zeh2.jpg" alt="Brooks PureConnect Zeh2" width="512" height="384" /></a></p>
<p><strong><span style="color: #800000;">3. Das Obermaterial</span></strong></p>
<p>Eine der Mesh-Lagen ist sehr großporig, mit dunklen Socken sehen die Schuhe aus wie getupft. Das spart Gewicht, sorgt für gute Lüftung und den Feuchtigkeitsabtransport, auch bei Regen.</p>
<p><strong><span style="color: #800000;">4. Das Halteband im Mittelfußbereich</span></strong></p>
<p>Brooks nennt es Nav Band. Mit Hilfe dieses elastischen Bandes sitzt der Schuh ganz fest am Fuß.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/09/Brooks-PureConnect-Nav-Band.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3029" title="Brooks PureConnect Nav Band" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/09/Brooks-PureConnect-Nav-Band.jpg" alt="Brooks PureConnect Nav Band" width="512" height="384" /></a></p>
<p><strong><span style="color: #800000;">5. Die hochgezogene Fersenverstärkung</span></strong></p>
<p>Auch sie ist dafür da, dass der Fuß fest und sicher im Schuh sitzt.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/09/Brooks-PureConnect-Ferse.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3030" title="Brooks PureConnect Ferse" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/09/Brooks-PureConnect-Ferse.jpg" alt="Brooks PureConnect Ferse" width="512" height="384" /></a></p>
<p><strong><span style="color: #800000;">6. Die „fußige“ Form</span></strong></p>
<p>Wenn man genau hinsieht, erkennt man, dass die Form des Schuhs insgesamt der asymmetrischen Form des Fußes folgt, auch im Zehenbereich.</p>
<h4>Die ersten Schritte.</h4>
<p>Der Start im PureConnect ist aufregend. Der Schuh ist abenteuerlich leicht, in Größe 41 nicht einmal 200 Gramm.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/09/Brooks-PureConnect1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3032" title="Brooks PureConnect1" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/09/Brooks-PureConnect1.jpg" alt="Brooks PureConnect1" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Er wiegt beinahe aufs Gramm genau so viel wie der Nike Free 3.0. Aber von der Lauferfahrung haben die beiden nicht viel miteinander gemein. So sehr ich eine kleine Runde mit dem Free schätze, so sehr habe ich mich oft an einem wabbeligen, schwammigen Gefühl gestört. Mit dem PureConnect ist das anders. Ich fühle mich sicher und schwimme überhaupt nicht. Bei aller Leichtigkeit ist der PureConnect da für mich. Er gibt mir insbesondere im Mittelfuß einen festen Halt, ohne dass ich mich in meiner Freiheit eingeschränkt fühle. Das Abrollgefühl ist „tatzig“ und es klingt auch ein bisschen so. Wer einen knackigen Wettkampfschuh gewohnt ist, der wird überrascht sein, wie soft sich der PureConnect vom Boden löst. Aber soft ist in diesem Fall weder schwammig noch überdämpft. Ein sehr interessantes, federleichtes und angenehmes Laufgefühl. Kontrolliertes, bewusstes Schweben. Die Rechnung mit dem abgeteilten Zeh geht auf: Ich rolle sauber über den großen Zeh ab, zumindest fühlt es sich so an. Obwohl man mit dem PureConnect auch vor sich hin trotten kann, kommt der ganze Laufspaß erst, wenn man ein bisschen Gas gibt. Jetzt kann man das Abrollen der Tatzen voll genießen. Was für eine Freude!</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/09/Brooks-PureConnect-3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3031" title="Brooks PureConnect 3" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/09/Brooks-PureConnect-3.jpg" alt="Brooks PureConnect 3" width="512" height="384" /></a></p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Das PureProject Konzept unterscheidet verschiedene Bedürfnisse und biomechanische Besonderheiten. Das macht es so reizvoll für alle, die sich bisher nicht an leichte Schuhe herangetraut haben, zum Beispiel Überpronierer oder Trailläufer.</p>
<p>Der PureConnect verleiht kein Barfußgefühl. Aber er passt sich dem Fuß und dem Laufverhalten so gut an, dass man mit dem Schuh eins werden kann, was für ein tolles Laufgefühl sorgt.</p>
<p>Er verhindert trotz größter Flexibilität ein wabbeliges Gefühl und ist somit eine tolle Alternative für alle, die mit dem Nike Free nicht gut zurecht kommen.</p>
<p>Merke: Schuhtechnologie ist nicht per se schlecht. Es kommt darauf an, was man daraus macht.</p>
<div class='stb-info_box' style="color:#696969; border-top-color: #f4a460; border-left-color: #f4a460; border-right-color: #f4a460; border-bottom-color: #f4a460; background-color: #f5f5f5; ">
<p>Mehr Infos gibt&#8217;s unter:</p>
<p><a href="http://www.brooksrunning.de/396878/991/de/PureProject.html" target="_blank">brooksrunning.de</a></p>
<p><a href="http://www.pureproject.de" target="_blank">pureproject.de</a></p>
<p></div></p>

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		<title>Socken mit Sohle.</title>
		<link>http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/brooks-ghost-4-test/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 20:52:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Produkttests]]></category>
		<category><![CDATA[Schuhe]]></category>
		<category><![CDATA[Laufmode]]></category>
		<category><![CDATA[Laufschuhe]]></category>

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		<description><![CDATA[Schuhkritiken schreiben ist nicht einfach. Sie sind vollkommen persönlich - mit einem Schuss ins Objektive. Ich meine damit natürlich nicht das Kopieren und Einfügen der technischen Ausstattung von der Herstellerwebseite in den eigenen Blog, das hundertfach stattfindet. In diesem Sinne nähere ich mich heute dem Brooks Ghost 4, meiner neuen, großen Liebe.]]></description>
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<p>Vor ein paar Tagen las ich einige Fahrberichte der österreichischen „<a href="http://www.autorevue.at/">Autorevue</a>“. Nicht, dass ich mich für Autos interessieren würde. Aber die Berichte sind oft so schön und liebevoll und poetisch geschrieben, dass sie jedermann Spaß machen können. So schön, dachte ich, müsste man Schuhkritiken schreiben können. Aber das ist schwierig. Denn Straßenlage, Kurvenverhalten, Beschleunigung und Ausstattung sind bei Autos nun mal so, wie sie sind. Vielleicht geht die Beschreibung einen Schuss ins Subjektive, aber im Großen und Ganzen ist das alles allgemeingültig.</p>
<p>Wie anders ist das bei Laufschuhen! Was der eine als Offenbarung empfindet, ist für den anderen ein Albtraum mit Schnürsenkeln. Schuhkritiken sind vollkommen persönlich &#8211; mit einem Schuss ins Objektive. Zumindest gilt das für die Schuhberichte, wie ich sie mag. Ich meine damit natürlich nicht das Kopieren und Einfügen der technischen Ausstattung von der Herstellerwebseite in den eigenen Blog, das hundertfach stattfindet.</p>
<p>Wer mich kennt, weiß, dass ich mich mit technischer Ausstattung ohnehin schwer tue. Vor einiger Zeit bewarb jemand einen Schuh bei Facebook mit diesen Worten.</p>
<p><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/08/Facebook-Schuhbeschreibung.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2995" title="Facebook Schuhbeschreibung" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/08/Facebook-Schuhbeschreibung.jpg" alt="Facebook Schuhbeschreibung" width="416" height="311" /></a></p>
<p>Solche Beschreibungen lassen mich fassungslos zurück.</p>
<p>Ich will nun also versuchen, weniger über die Technik als über das Gefühl zu schreiben, was der neue Brooks Ghost 4 bei mir hinterlässt – wohl wissend, dass es bei anderen Läufern ein völlig anderes sein kann. Mit dem <a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/brooks-ghost-3-test/" target="_blank">Brooks Ghost 3</a> war ich glücklich. Er hat mich als mein erster echter Neutralschuh immer gut über die Strecke getragen und alle anfänglich empfundenen Vorteile haben sich auf Dauer bestätigt. Meine Zipperlein, die ich gerade mit Plantarsehne und Achillessehne habe, sind unabhängig von den Schuhen, das haben mir orthopädische Fußspezialisten bestätigt (dazu bald an anderer Stelle mehr). Nachdem der Ghost 3 nun allmählich reichlich abgelatscht wirkt, habe ich mich für <a href="http://www.brooksrunning.de/products/1100981D484/de_26/GHOST-4.html" target="_blank">seinen Nachfolger</a> entschieden.</p>
<div id="attachment_2996" class="wp-caption aligncenter" style="width: 501px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/08/Ghost-4-2.jpg"><img class="size-large wp-image-2996  " title="Ghost 4 2" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/08/Ghost-4-2-1024x764.jpg" alt="Ghost 4 und der gute alte Ghost 3, der langsam einer Kartoffel immer ähnlicher wird." width="491" height="366" /></a><p class="wp-caption-text">Ghost 4 und der gute alte Ghost 3, der langsam einer Kartoffel immer ähnlicher wird.</p></div>
<p>Die erste Überraschung kam schon im Schuhgeschäft: er war zu groß. Bei Brooks trage ich immer 42 (Asics 41 ½), aber dieses Mal fühlen sie sich zu lang an. Vorne könnte ich mühelos noch einen großen Zeh quer legen. Davon sehe ich lieber ab und versuche die 41er. Das verunsichert mich etwas, aber sie passen. Das heißt, passen ist vermutlich nicht das richtige Wort. Sie umschließen meine Füße, als wären sie aus Metall und das Schuhmaterial magnetisch. Flupp. Sitzt. Die Zehenbox scheint nicht ganz so weit geschnitten zu sein, wie beim Ghost 3, aber obwohl ich ausgeprägte Entenfüße habe, komme ich damit zurecht. Der wesentlichen Unterschied zum Ghost 3 ist jedoch die Dämpfung. In Rück- und Vorfuß verwendet Brooks jetzt die DNA Technologie. Schon wieder so ein unverständliches Kürzel, das habe ich aber ausnahmsweise verstanden. DNA ist eine Dämpfung, die sich dem Laufverhalten des Läufers anpasst. Wie das gehen kann, wird in diesem sehr eindrucksvollen Video erklärt.</p>
<p><iframe width="500" height="311" src="http://www.youtube.com/embed/CTqB1M1pfOw" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Die Sohle im Vorfuß hat Flexkerben, die für mehr Flexibilität sorgen sollen. Mehr noch als beim Vorgänger und mit dem war mein Vorfuß schon sehr auf du und du. Im Laden hopple ich ein bisschen auf und ab, aber im Grunde müsste ich das gar nicht. Ich wusste schon im Stehen, dass ich diese Schuhe nicht mehr hergebe.</p>
<div id="attachment_2999" class="wp-caption aligncenter" style="width: 376px"><a href="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/08/Ghost-4-1.jpg"><img class="size-large wp-image-2999  " title="Ghost 4 1" src="http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/wp-content/uploads/2011/08/Ghost-4-1-764x1024.jpg" alt="Die beiden Geister im Vergleich, auch der neue ist schon hübsch dekoriert." width="366" height="491" /></a><p class="wp-caption-text">Die beiden Geister im Vergleich, auch der neue ist schon hübsch dekoriert.</p></div>
<p>Der Schuh fühlt sich federleicht an. Das könnte natürlich daran liegen, dass er federleicht ist. Er sitzt wie angesaugt am Fuß, als hätte ich ihn maßschneidern lassen. Deshalb habe ich trotz komfortabler Dämpfung nie das Gefühl von zu viel Schuh am Fuß. Laufen kann ich mit dem Vierergeist nicht. Ich rolle. Er ist ganz leise und das passt zu dem sockigen Eindruck, den meine Füße von ihm haben. Man kann wunderbar mit ihm trotten, ohne, dass er ungeduldig anfängt zu quengeln. Andererseits freut er sich mächtig, wenn man ihm etwas Auslauf gönnt. So ein Schuh will ja auch mal gefordert sein. Die Beschleunigung dankt er mit einem perfekten angenehmen Bodenkontakt – das Rollen behält er bei. Der Ghost 4 ist die Sorte Schuh, nach dem man im Schrank sucht, wenn man in Urlaub fährt und einen Schuh braucht, mit dem man einen Dreißiger laufen kann, der eine kurze straffe Einheit mitmacht und mit dem man obendrein kilometerweise durch die Stadt latschen kann. Der Ghost schafft das alles.</p>
<p>Zwar bin ich mit der Farbwahl nicht ganz einverstanden, vor allem, was die Ferse betrifft, aber so von oben ist er schon recht ansehnlich. Außerdem wissen wir ja, dass bei Liebe das Aussehen gar nicht wichtig ist. Wir sind erst einige Wochen zusammen, der Geist und ich, aber es scheint, als wären wir füreinander gemacht. Oder nur er für mich? Ach, egal.</p>
<p>Wer den Ghost 4 mal versuchen sollte:</p>
<ul>
<li>Leichte Überpronierer, die endlich mal einen Neutralschuh auspronieren äh, probieren wollen</li>
<li>Läufer, die nicht viel Schuh am Fuß spüren wollen, aber Dämpfung brauchen</li>
<li>Jeder Neutralfüßler, der einen perfekten Allrounder für viele Trainingskilometer braucht</li>
</ul>
<p><iframe width="480" height="390" src="http://www.youtube.com/embed/wDWx7Tt15wM" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>

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