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Thank you for the music.

Mi, Aug 21, 2013

Schnipsel

Thank you for the music.

Gelegentlich fragt mich jemand, ob ich eigentlich mit Musik laufe. „Nie“, sage ich dann. Ohne rot zu werden. Aber ich denke, es ist jetzt an der Zeit, langsam die Wahrheit zu sagen. Und zuzugeben, dass ich jahrelang gelogen habe. Es ist nicht wahr. Ich laufe mit Musik. Oft sogar. Ich hab da einen ziemlich innovativen Player, der vollkommen wireless funktioniert. Er hat ein paar Macken, ok. Manchmal bleibt er einfach hängen und fängt dann den Song wieder von vorne an. Und die Festplatte ist zwar richtig fett, aber man kann trotzdem nicht immer alle Songs anwählen, die man drauf geladen hat. Um ehrlich zu sein – man kommt oft nur an einen Song. Der ist aber „Random“. Nichts Spezielles, man weiß nicht, warum gerade der gespielt wird. Wenn er läuft, lässt sich er sich schwer stoppen. Dafür ist aber alles vollautomatisch, wenn einen also plötzlich jemand nach dem Weg fragt, muss man nicht erst auf „Pause“ drücken oder die Kopfhörer rausnehmen. Dann ist automatisch Stille. Das ist schon enorm praktisch.

Ich finde meinen Player ziemlich super und würde ihn nicht gegen einen iPod tauschen. Auch wegen des Designs. Das Update passiert auch automatisch, ganz ohne USB. Ich kann da nur einen Laufmoderator zitieren, der vor Jahren mal bei einer Laufveranstaltung zu berichten wusste, hier sei man „voll verwirelesst“. So ist das mit meinem Player auch. Voll verwirelesst. Hörbücher gehen auch drauf. Und das Irrste: Dinge, die man während des Laufens sieht, werden automatisch in die Geschichten eingebaut. Da muss es so eine Bilderkennung mit Echtzeit-Funktion geben, die das ermöglicht. Ich sag ja, technisch ist das Ding 1 a). Ich vergesse nie, es zum Laufen mitzunehmen. Ich wüsste auch gar nicht, wie es ohne gehen soll. Momentan ist in meiner Playlist ein Song ganz oben. Er läuft dauernd, rauf und runter. Ich weiß gar nicht, wann ich mir den mal gezogen hab. Vielleicht gab’s den mal gratis, ich weiß nicht mehr. Ein Knaller. Hat eine leistungssteigernde Wirkung, aber natürlich total legal. Ich spiel ihn euch mal vor. Vielleicht nehmt ihr ihn dann ja morgen auch mal mit. Auf eurem Player.
 

12Antworten um “Thank you for the music.”

  1. heimar schroeter Says:

    gratulation frauschmitt. der beste beitrag seit langem.
    mein knie wippt noch. und morgen begleitet er mich auch wieder.

  2. Roland W. Says:

    Ich bin ja nicht übermäßig technikaffin. Das bedeutet, mein Iphone ist schon fast drei Jahre alt, für Nerds nahezu Elektroschrott. Darauf befinden sich fast 20 Gigabyte Musik und ein halbes Dutzend Lauf-Apps. Wenn ich also mit Musik und Runtastic laufe, passiert es immer an den schönsten Stellen (Neil Young schrubbt die Gitarre), dass Frau Runtastic mich darüber informiert, dass ich wieder einen Kilometer geschafft habe, in fünf Minuten achtund-dreissig Sekunden und jetzt eine Stunde, acht Minuten und elf Sekunden gelaufen bin. Hm. Ich will ja im Prinzip schon wissen, wie ich unterwegs bin, aber gerade jetzt? Einfach nur so laufen ist auch keine Lösung. Der Lauf muss ja in Echtzeit auf Facebook übertragen werden, damit meine Freunde Jubel und Applaus einspielen können. Wenn die virtuellen Freunde mich am Rechner verfolgen,darf ich auch nicht schwächeln. Ich gehe auch davon aus, dass der NSA mein Signal verfolgt, um bei Zweifeln an meiner Rechtschaffenheit die Drohnen loszuschicken. Ich glaube aber, dass ich immer noch ohne GPS wieder nach Hause finden würde, und manchmal laufe ich tatsächlich nackt, also ohne Iphone und Garmin, einfach nur so.

  3. Miriam Says:

    Das Player-Modell habe ich auch! 🙂

    Und manchmal kommen ungefragt Passagen aus irgendwelchen Lauf-Podcasts in die Hirnrinde. Seltsame „Distelgedichte“ begleiteten letztlich meinen Lauf. Wer weiß, wer mir das auf den Player gespielt hat? 😉

  4. SilberLäufer Says:

    Vorweg einmal, Musik ist ein sehr wichtiger Teil meines Lebens. Sie begleitet mich so oft es geht! Aber beim Laufen?

    Ich bin immer wieder erstaunt was sich Läufer antun um Motivation für’s Laufen zu finden. Wie wärs einfach nur zu laufen um des Laufens willen? Wenn man auf der Laufpiste (oder wie zuletzt bei einem Halbmarathon!) sieht was sich Leute da so antun und sogar noch kurz vor dem Ziel einen neuen Song laden – da steige ich aus!

    Natürlich: Besser mit Musik laufen als gar nicht.
    Aber „nur“ das Laufen, die Stimmung und die Natur zu genießen, das hat schon was. Ich bin daher ganz bei Roland W.

  5. Simon Says:

    Inzwischen laufe ich halbohrig:
    Im linken Ohr steckt der Ohrhörer, rechts nicht. So dudelt im Hintergrund die Musik und ich hab noch genug Gehirn, um mich meiner Umwelt, meiner Atmung und meinen Gedanken widmen zu können.

    Außerdem mag ich die Lady, die mir jeden Kilometer die Zeit ins Ohr haucht.

  6. Wacek Says:

    früher bin ich oft mit Musik gelaufen. Irgendwann störte sie mich, da ich mich dabei erwischte, im Tempo der Musik zu laufen. Das wollte ich dann einmal zum Vorteil nutzen. Um eine bestimmte Zeit (bestimmtes Tempo) konstant zu laufen, habe ich auf dem Laufband die Schritte pro Minute gezählt, und danach mit einem schlauen Tool nach einem Song gesucht, der genau die gleiche bpm (Bits per Minute) hat. Dann den Song auf den MP3-Player geladen, und auf „Repeat One“ gestellt. Nach dem sechsten Mal konnte ich den Song langsam nicht mehr hören (10km Lauf). Aber mein Ziel habe ich damals erreicht: 10km unter 55 Minuten. Seitdem laufe ich immer ohne „externen“ Player 😉

  7. claudia Says:

    hey FrauSchmitt, auch wieder super geschrieben! und auch mein ipod ist verankert im koppe, ich liebe es, mit meiner musik durch die gegend zu schlurfen und mir nebenbei auch mal das ganze vogelgedöns reinzutun, da ich parks und wälder zum laufen bevorzuge, im Frühjahr besonders zu empfehlen … automatisch geht der eigene sound in den hintergrund, wenn mir was von außen gut gefällt und schwupps ist er auch wieder da … habs auch schon mehrmals mit ohrpilzen versucht, hab sie mir immer nach kurzer zeit rausgerissen, auch einseitiger ohrpilz funktioniert nicht wirklich gut …
    und da ich viel und lange auch am strand laufe, sobald wir norddeutschland unsicher machen, bin ich süchtig nach dem meeresrauschen beim laufen, besser gehts einfach nicht.
    also großes danke für die netten zeilen, mittlerweile scheinen die mit den internen ipods fast in der minderheit, umso netter zu lesen!!
    fröhliches weiterlauschen beim laufen wünscht dir claudia

  8. Din Says:

    Laufen in und mir der Natur ist schon super, aber ich kann nur all zu oft nicht auf meine Musik verzichten. Wobei ich auch merke, dass ich im Winter deutlich häufiger mit Musik laufe. Da stört mich mein Täschchen am Arm oder der Player in der Tasche der Jacke weniger. Außer es liegt Schnee, da kann ich nur ohne Musik. Sonst höre ich ja dieses tolle Knirschen nicht!

  9. Philipp Says:

    Cooler Artikel!
    Ich wechsel eigentlich gerne ab. An manchen Tagen bin ich voll in Musikstimmung, an anderen will ich nur die Umgebung genießen und nicht gestört werden. Und falls mir dann doch fad wird, kann ich noch immer auf meinen internen Player zurückgreifen. 😉

  10. catcat Says:

    Danke für diesen wunderbaren Eintrag. Meine interne Festplatte spielt Musik ebenfalls ab, oft mit Texthängern und einigen Kratzern, manchmal absolut sinnfrei, aber sie lässt mich beim Laufen (auch bei Wettkämpfen) nie im Stich und birgt so manche Überraschungen. So gibt es je nach Tagesform der Festplatte auch mal Kinofilme im HD-Kopfkinoformat und gelegentlich einen Stummfilm wenn es mit der Synchronisierung hapert. Die automatische Lautstärkeregelung ist neben der Aufnahmefunktion während des Laufs (abspielbar in der Regel nur nach dem Lauf, bevorzugt beim Einschlafen) bei meinem Modell besonders hervorzuheben. Warum Papa loves Mambo eben jetzt nicht mehr zu stoppen ist weiß ich ehrlich gesagt nicht… 😉

  11. Ulrike Says:

    Mir ist etwas Furchtbares passiert. Mein innerer Player hat einen Virus. Und das kam so: ich wollte mal gucken, was man so von Insterburg und Co auf Youtube findet, weil kürzlich eine Sendung über die im TV lief. Und da stieß ich auf einen Song, den ich mir schrecklicherweise anhörte. Und den werde ich nicht wieder los, mein Antivirusprogramm war auf den nicht vorbeeitet. Jedesmal beim Laufen dudelt der. Es ist belastend.
    Hier ist er, aber Achtung, Infektionsgefahr. Oder bin nur ich anfällig für derartigen Quark?? http://www.youtube.com/watch?v=eIPxfFbzYJI

  12. Sebastian Says:

    Musik zum Joggen ist tatsächlich nicht nur angenehm und lenkt ab.
    Es steigert auch die eigene Leistungsfähigkeit.

    Ich habe dazu eine eigene kleine Web App geschrieben – ist komplett gratis.
    Man gibt die eigenen Laufzeit ein und SChwups schon kann man aus 100 passenden Songs auswählen und über iTunes usw. kaufen.

    http://www.musik-zum-joggen.de

    Ich persönlich halte das Gerät an sich gar nicht so wichtig. Sind doch eh schon klein genug. Außerdem schleppen die Leute ohnehin allerhand an zusätzlichem Zeug mit sich rum. Sport-Uhren, GPS-Tracker usw.


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