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Marathon kurios.

So, Nov 19, 2006

Bücher, Marathon-Lektüre

Marathon kurios.

Marathon kurios: ein wunderbar nutzloses Buch.

Es gibt Bücher, die braucht eigentlich kein Mensch. „Schott’s Universum“ zum Beispiel. Haben muss man sie trotzdem. „Marathon kurios“ ist auch so ein Buch. Eine Art „Schott’s Universum für Marathonläufer“ Man liest es nicht von der ersten bis zur letzten Seite, sondern springt einfach irgendwo hinein. Und lacht. Blättert ein paar Seiten weiter. Lacht wieder. Und staunt.

Ein nach AIMS-Regeln vermessener Marathon ist gar nicht 42,195 km lang. Sondern 42,237 km. Dafür sorgt eine Sicherheitsreserve. Mike Cuzzacrea lief bis jetzt jeden seiner 28 Marathons mit einer Pfanne und einem Eierkuchen. 1998 fanden in Dresden durch einen Streit im Veranstaltungsteam zwei Marathonläufe gleichzeitig statt – deren Strecken sich auch noch kreuzten. Im Sommer 1976 sollte in New York die Idee eines Marathons in einer Pressekonferenz vorgestellt werden. Kein einziger der eingeladenen Journalisten erschien. In England tritt regelmäßig eine Marathonstaffel an, die den Lauf in Gummistiefeln voller Vanillesoße absolviert. Björn von ABBA ist 1980 einen Marathon in 2:23 gelaufen.

All diese lebenswichtigen Informationen und viele mehr finden sich in diesem Buch. Es gibt auch ein eigenes Kapitel über Horst Preisler, der etwa 1500 Marathonläufe hinter sich hat. Das Buch ist ein kurzweiliges, hübsches Mitbringsel.

Wenn man überhaupt etwas Negatives darüber sagen kann, dann ist es das: Eric Tuerlings, der beste und bestgelaunteste Badeschlappenmarathonläufer aller Zeiten, ist nicht erwähnt.

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